Kartenzahlung legt weiter zu, Echtzeit-Überweisung verdoppelt sich


Bundesbank-Statistik: Kartenzahlung legt weiter zu, Echtzeit-Überweisung verdoppelt sich
Die Deutsche Bundesbank hat frische Zahlen zum Zahlungsverhalten für das Jahr 2025 vorgelegt. Der Trend geht unaufhaltsam weiter in Richtung bargeldloser und digitaler Bezahlmethoden. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr rund 14,5 Milliarden Kartenzahlungen mit Karten deutscher Zahlungsdienstleister. Das entspricht einem satten Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Karten machen damit mittlerweile etwa 43 Prozent aller bargeldlosen Transaktionen aus.

Besonders kräftig ging es bei den SEPA-Instant-Überweisungen nach oben: Die Anzahl der Echtzeitüberweisungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Zuwachs von 102 Prozent auf rund 680 Millionen Transaktionen mehr als verdoppelt. Knapp jede zehnte elektronische Überweisung wird mittlerweile in Echtzeit abgewickelt. Beim Transaktionswert ging es sogar um 141 Prozent auf rund 610 Milliarden Euro aufwärts.

Klassische Überweisungen legten leicht um 3 Prozent auf 7,8 Milliarden Transaktionen zu, Lastschriften verzeichneten ein leichtes Plus von 1 Prozent auf 10 Milliarden Transaktionen. Nach Transaktionswert dominiert die klassische Überweisung mit etwa 66 Billionen Euro (rund 90 Prozent des Gesamtwerts) jedoch weiterhin deutlich das Feld, verständlich, da hierüber der Großteil des B2B- und Geschäftsverkehrs läuft.

Parallel dazu setzt sich der Rückbau der physischen Bankeninfrastruktur fort. Die Zahl der Geldautomaten in Deutschland sank Ende 2025 um 3 Prozent auf rund 48.000 Geräte (Vorjahr: ca. 49.700). Auch Bankautomaten mit Überweisungsfunktion verzeichneten einen Rückgang um 4 Prozent auf etwa 21.700 Stück. Der Handel rüstet spiegelbildlich dazu auf: Die Zahl der POS-Bezahlterminals stieg im selben Zeitraum um 11 Prozent auf rund 1,3 Millionen Geräte. Zahlt ihr im Alltag fast nur noch per Karte und Smartphone oder gehört der Weg zum Geldautomaten bei euch noch fest dazu?

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