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Sind Nickerchen gut für unser Wohlbefinden? Worauf solltet ihr dabei besonders achten? Forscher:innen haben sich genauer mit der Thematik beschäftigt und sind dabei zu interessanten Ergebnissen gekommen.
Etwa, dass die Art des Schlafs genauso wichtig ist wie die Dauer. Deshalb achten Schlafexpert:innen mittlerweile vermehrt auf Schlafmustern, bei denen der nächtliche Kernschlaf mit einem oder mehreren Nickerchen über den Tag verteilt kombiniert wird.
Wie wirkt sich strategischer, unterbrochener Schlaf auf Gesundheit aus?
Nickerchen unterschieden sich in Dauer, Zeitpunkt, Häufigkeit und gesellschaftlicher Bedeutung untereinander. Die gängige Praxis, alle Nickerchen gleich zu behandeln, hat laut der Wissenschaftsplattform sciencenews.org zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen geführt: Einige Forscher:innen kommen sogar zu dem Schluss, dass Nickerchen der Gesundheit schaden, andere zum gegenteiligen Ergebnis.
Die Kernfrage für viele Schlaf-Forscher:innen lautet: Wie kann man erschöpfte Menschen am besten beraten. Line Victoria Moen vom Nationalen Institut für Arbeitsmedizin in Oslo (Norwegen) sagte, es sei weiterhin unklar, wie sich strategischer, unterbrochener Schlaf langfristig auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. „Die Beweislage ist zu lückenhaft“, erklärte sie.
Experten raten zu einer besseren Schlafhygiene
Viele Menschen in den Industrieländern leiden unter chronischem Schlafmangel. Schlafmangel wird mit zahlreichen psychischen und physischen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, darunter Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsminderung, Herzprobleme und Übergewicht.
Experten raten im Allgemeinen zu einer besseren Schlafhygiene, beispielsweise durch Dimmen des Lichts und Abschalten von Bildschirmen einige Stunden vor dem Schlafengehen. Solche pauschalen Ratschläge werden jedoch den modernen Realitäten nicht gerecht, wie beispielsweise bei Schichtarbeiter:innen.
Studie: Mittagsschlaf von mehr als einer Stunde kann zu Übergewicht führen
Ein kurzes Nickerchen nach dem Mittagessen von weniger als einer halben Stunde kann die Wachheit und die kognitive Leistungsfähigkeit laut Studien steigern. Doch Vorsicht: Kürzere Nickerchen über den Tag verteilt scheinen der psychischen und physischen Gesundheit zu schaden, wie Forscher:innen im Juni 2021 in der Fachzeitschrift Sleep Health berichteten .
Ein Mittagsschlaf von mehr als einer Stunde ist mit einem höheren Risiko für Übergewicht und erhöhte Blutzuckerwerte verbunden: einem Risikofaktor für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes, wie Mohammed Al-Abri von der Universität Maskat (Oman) und Kollegen im Oktober 2022 in der Fachzeitschrift Frontiers in Psychology berichteten . „Ich rate den Leuten in der Regel, wenn sie ein Nickerchen machen, dieses auf unter eine halbe Stunde zu beschränken“, sagte Al-Abri.
Schlafempfehlungen sollten individuell angepasst werden, erklärte Forscher Joao Sena Ribeiros. Eine solche Personalisierung sollte eine Genanalyse umfassen , berichteten Forscher:innen im Januar 2025 in der Fachzeitschrift Obesity. „Wir sollten Schlaf individueller betrachten, anstatt einfach allen zu sagen: Versucht, diese sieben Stunden zu schlafen“, sagte Sena Ribeiros.
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