Warum die KI-Blase bald platzen könnte


Ende Mai 2026 waren sich Michael Burry und Steve Eisman, beides Investoren, die mit Short-Wetten im Vorfeld der Immobilien- und Finanzkrise 2007/08 bekannt geworden sind, beim Thema Nvidia-Aktien noch uneins. Während Burry Anzeichen für einen bevorstehenden Kurssturz der im Rahmen des KI-Hypes explodierten Nvidia-Aktie entdeckt haben will, sah Eisman das komplett anders.

KI-Hype: 2 Big-Short-Investoren, 1 Meinung

Der Umsatzsprung um 85 Prozent im abgelaufenen Quartal sowie die angekündigten milliardenschweren Ausgaben von KI-Hyperscalern wie Alphabet, Amazon oder Meta – die nicht zuletzt Nvidia zugutekommen – ließen Eisman laut Benzinga weiter hoffen. Was den KI-Hype insgesamt angeht, scheint sich Eisman jetzt aber der Meinung von Burry anzunähern.

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Wie der Investor in einem CNBC-Interview erklärte, habe er sein Engagement im KI-Bereich reduziert. Zuvor hatte Eisman eigenen Angaben zufolge seine langjährigen Anteile an Alphabet verkauft, einem der Hyperscaler, die voll auf den KI-Zug setzen. Eisman warnte davor, dass Investor:innen möglicherweise das Risiko unterschätzten, dass der KI-Boom die hohen Erwartungen nicht erfüllen könnte.

Steve Eisman vollzieht Kurswende

Zuvor hatte Eisman sich deutlich positiver zu den Marktaussichten geäußert. So hatte er den großen Tech-Konzernen eine anhaltende Stärke attestiert, die auf Forschritten in der KI-Entwicklung beruhten, wie Crypto-Briefing schreibt. Marktteilnehmer:innen scheinen den Kurswechsel und die Warnungen Eismans jedenfalls als Indiz für eine mögliche Abkühlung des Tech-Sektors zu interpretieren.

Einblick in die Lithografiemaschinen von ASML

Am Montag, dem 27. Juli 2026, gaben einige KI- und Chip-Aktien dann auch kräftig nach. So verlor die Nvidia-Aktie rund 4,5 Prozent an Wert. Auch die Aktien von ASML (minus 5,8 Prozent) oder AMD (minus 5,5 Prozent) brachen ein. Mit einem Plus von knapp 2,5 Prozent konnte dagegen Google-Konzern Alphabet punkten. Das Unternehmen durchbrach einmal mehr die Schallmauer von vier Billionen US-Dollar an Marktwert.

KI-Werte verlieren, Krypto-Markt gewinnt

Das von den KI- und Chip-Werten abgezogenen Gelder flossen CNBC zufolge derweil vor allem in Krypto-Aktien wie Bitmine Immersion, Strategy oder Coinbase, die jeweils deutliche Zugewinne verbuchten. Der Kryptomarkt profitierte aber nicht. Hier gab es laut Coinmarketcap nur minimale Zuwächse. Der Bitcoin notiert mit 65.000 Dollar auf Jahresbasis immer noch deutlich im Minus, hat sich aber von dem Einbruch Anfang Juli bis unter die 60.000-Dollar-Marke etwas erholen können.



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