Top 10: Die besten Poolroboter mit Akku im Test – Aiper vor Beatbot & Mammotion


Poolroboter halten Wasser sowie Becken sauber und sparen Zeit. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests von Aiper, Beatbot, Mammotion & Co.

Ein Poolroboter übernimmt die Routinearbeit im Becken: Er sammelt Blätter, Sand und Pollen vom Boden, viele Modelle erklimmen zusätzlich Wände und fahren die Wasserlinie ab. Das entlastet die Filteranlage, reduziert Nacharbeit mit Kescher und Bürsten und hilft, die Wasserqualität konstant zu halten. Für unsere Bestenliste haben wir insgesamt acht Poolroboter getestet. Wir zeigen, wie stark sich Navigation, Saugleistung, App-Komfort und Wartung im Alltag unterscheiden – vom High-End-Gerät mit Skimmer- und Multizonen-Modus bis zum preisbewussten Kameranavigator.

Welcher ist der beste Poolroboter?

Testsieger ist der Aiper Scuba V3 für 849 Euro. Er reinigt Boden, Wände und Wasserlinie zuverlässig und kommt mit KI-Navigation, einer Ladestation und unkompliziertem Handling.

Neuer Technologiesieger ist der Beatbot Sora 70 ab 1049 Euro, weil er zusätzlich die Wasseroberfläche reinigt. Er fährt zudem Ecken ab und bietet einen großen Filterkorb sowie hohen Komfort.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Mammotion Spino E1 für 499 Euro. Mit starker Saugleistung und einer kräftigen Reinigung von Wänden, Treppen und der Wasserlinie bietet er eine gute Option für Sparfüchse.

KURZÜBERSICHT

Der Aiper Scuba V3 reinigt Boden, Wände und Wasserlinie zuverlässig und bleibt dabei angenehm unkompliziert. Für rund 849 Euro gibt es KI-Navigation, gute Handhabung und eine praktische Ladestation

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung
  • reinigt Boden, Wände und Wasserlinie
  • KI-gestützte Schmutzerkennung mit geordneter Routenführung
  • klappbare Ladestation, einfache Bedienung am Gerät

NACHTEILE

  • keine echte Oberflächenreinigung
  • App-Steuerung nur außerhalb des Wassers
  • Feinfilter etwas fummelig zu reinigen
  • Laufzeit gut, aber nicht überragend

Im Alltag überzeugt der Beatbot Sora 70 für aktuell 1049 Euro durch die Kombination aus großem Filter, Oberflächenreinigung und automatischem Parken. Er fühlt sich weniger wie ein Spezialgerät und mehr wie ein vollwertiger Poolhelfer an. Man muss nicht ständig zusätzlich keschern und auch nicht jedes Mal mühsam den Roboter vom Grund holen. Genau darin liegt der praktische Mehrwert gegenüber günstigeren Modellen.

VORTEILE

  • sehr gute Reinigungsleistung & reinigt zusätzlich die Wasseroberfläche
  • Flachwasserreinigung ab etwa 20 cm Tiefe
  • fährt Ecken sehr ordentlich an
  • großer 6-Liter-Filterkorb
  • Filter gut ausspülbar & optionaler 3-µm-Feinfilter

NACHTEILE

  • Saugkraft nur ordentlich, nicht überragend
  • manche günstigeren Modelle wirken kräftiger
  • Wasserlinienreinigung gut, aber nicht die beste im Test
  • Filter hat keine durchgehende Klappe

Der Mammotion Spino E1 tritt mit 499 Euro klar im unteren Segment an, reinigt aber stärker, als man es dort erwarten würde. Besonders die kräftige Wasserlinienreinigung, die gute Wandhaftung, die automatische Parkposition und die kompakte Bauform heben ihn von vielen einfachen Geräten ab.

VORTEILE

  • niedriger Preis
  • starke Saugleistung
  • sehr kräftige Wand-, Wasserlinien- & Treppenreinigung
  • fährt deutlich über die Wasserlinie hinaus
  • Modi direkt am Gerät wählbar, App nicht zwingend notwendig

NACHTEILE

  • Laden nur per Kabel
  • wenige smarte Funktionen
  • Aufgabenprotokoll wenig aussagekräftig
  • keine besonders detaillierte Sensorik
  • App eher Ergänzung als echtes Steuerzentrum

Ratgeber

So haben wir bewertet

Die Gesamtnote (0–5 Sterne, in halben Schritten) setzt sich aus folgenden Kriterien zusammen:

  • Reinigung & Abdeckung: 40 Prozent
  • Navigation & Hindernisvermeidung: 20 Prozent
  • Bedienung & App: 15 Prozent
  • Wartung & Pflege: 15 Prozent
  • Akku & Laufzeit: 5 Prozent
  • Preis/Leistung: 5 Prozent

Getestet haben wir die Reinigung von Boden, Ecken/Kanten und Wasserlinie, die Navigation (z. B. S-/N-Muster, Randfahrten, Kartierung), den Filterzugang und die Filterfeinheit. Außerdem flossen Komfortfunktionen wie Rückkehr- oder Parkposition, Skimmer- und Multizonen-Modus sowie – falls vorhanden – die Qualität der App mit Zeitplänen und Protokollen in die Bewertung ein.

Was macht einen guten Poolroboter aus?

Ein guter Akku-Poolroboter muss zum Becken passen. Entscheidend sind die Abdeckung, die Navigation und die Wartungsfreundlichkeit. Nicht jeder Poolroboter ist unbedingt für jede Poolgröße geeignet.

Wer nur den Boden eines kleinen, runden Schwimmbeckens reinigen möchte, kommt meist mit einem einfachen Modell ohne App aus.

In großen, rechteckigen oder komplex geformten Pools punkten Geräte mit systematischer Navigation – zum Beispiel mit Gyroskop- oder Kameraführung, klaren S- oder N-Bahnen und Randfahrt, um den Reinigungsbereich ideal abzudecken und abzuarbeiten. Sie erreichen Ecken zuverlässiger, steigen sicher Wände hoch für eine gründliche Wandreinigung und reinigen auch die Wasserlinie, an der sich oft Ablagerungen aus Kalk bilden.

Ebenso wichtig ist das Zusammenspiel von Fördermenge und Filtertechnik:

  • Grobeinsätze fangen Blätter und Nadeln
  • Feinsiebe halten Staub und Sand zurück
  • Mikroeinsätze (bis ca. 3 µm) filtern Pollen und Algen
  • Ohne den passenden Filter bringt auch eine hohe Literleistung pro Stunde wenig.

Praxistaugliche Details erhöhen den Komfort: Eine Bodenklappe am Filterkorb zum schnellen Ausspülen, eine zuverlässige Rückkehr- und Parkfunktion an der Wasserlinie, verschiedene Reinigungsprogramme wie einen Skimmer- oder Oberflächenmodus bei viel Pollen oder Laub sowie eine robuste App mit Zeitplänen und Protokollen.

Wer besonderen Wert auf Komfort legt, achtet zudem auf kabelloses Laden (weniger Fummelei) und eine lange Ersatzteilversorgung.

Muss ich den Poolroboter nach jedem Einsatz reinigen?

Ja – das zahlt direkt auf Leistung und Lebensdauer ein. Nach jedem Lauf gehört der Filter in die Hand: Korb entleeren, gründlich mit dem Schlauch ausspülen, Feinsiebe von innen nach außen durchspülen, damit sich Partikel nicht festsetzen. Ein sauberer Filter senkt den Strömungswiderstand, erhöht die Sogkraft und verbessert die Haftung an Wänden. Danach kurz das Gehäuse abbrausen, Haare oder Fasern aus der Ansaugöffnung und den Rollen entfernen und die Dichtungen sichten.

Wer einen Mikroeinsatz nutzt, reinigt öfter: Feinsiebe setzen sich schneller zu – im Zweifel lohnt ein zweiter, trockener Filterkorb als Wechsel-Set, damit der Roboter sofort wieder einsatzbereit ist und die Reinigung nicht am nassen Sieb scheitert. Trocknen im Schatten schont Kunststoffe und Dichtungen; direktes Sonnenlicht lässt Materialien altern.

Beim Laden gilt: Kontakte sauber halten, Station spritzwassergeschützt stellen und die Lüftungsschlitze frei halten. Diese fünf Minuten Pflege nach jedem Einsatz verhindern Geruch, sichern die Saugleistung und schonen den Akku, weil der Roboter nicht gegen einen zugesetzten Filter ankämpfen muss.

Qytron Spider QP01 - Bilder

Wie oft sollte ich den Roboter laufen lassen?

Die Einsatzfrequenz der selbstständigen Poolreiniger hängt von Eintrag und Nutzung ab. In der Poolsaison reicht in vielen Gärten ein Rhythmus von täglich bis alle zwei bis drei Tage. Bei starkem Pollenflug, viel Laub, nach Gewittern oder Poolpartys lohnt sich ein zusätzlicher Durchgang – am besten als Vollzyklus inklusive Wände und Wasserlinie, damit sich Schmutz nicht festsetzt. Zwischen den Vollzyklen halten Eco- oder Erhaltungsmodi den Boden sauber und sparen zugleich Zeit und Akku.

Zum Saisonstart empfiehlt sich ein „Clean Slate“: Groben Schmutz manuell entfernen, Wasserwerte stabilisieren und mit sauberem Filter beginnen – dann arbeiten die Programme deutlich effektiver. Wer Zeitpläne nutzt, sollte Reinigungen direkt nach Phasen mit hohem Eintrag einplanen, etwa morgens nach einer windigen Nacht.

In Ferienphasen oder bei Dauerbetrieb bleiben viele Geräte mehrere Tage im Becken. Trotzdem gilt: Filter regelmäßig leeren, Akku laden und Dichtungen kurz prüfen. Bei Schockchlorung, sehr hoher Wassertemperatur oder stark abweichenden pH-Werten besser eine Pause einlegen, bis die Wasserwerte wieder stabil sind – das schont Lager, Elektronik und Gummiteile. Der ideale Rhythmus: Regelmäßige leichte Läufe zur Pflege kombiniert mit strategischen Vollzyklen für die Grundhygiene – so reduziert sich die Handarbeit mit Kescher und Bürsten deutlich.

Skimmer-Modus: Wann lohnt er sich?

Bei viel Oberflächeneintrag: Pollenflüge, Laubfall, Insekten, Sonnenöl nach Badetagen – all das sammelt sich zunächst oben. Ein Oberflächen- bzw. Skimmer-Modus fängt diese Partikel ab, bevor sie absinken und den Hauptfilter belasten. Das senkt die Nacharbeit am Skimmerkorb, hält die Wasserlinie sauberer und reduziert den Gesamtschmutz im Poolwasser.

Besonders sinnvoll ist der Modus in windigen Lagen und bei Pools in der Nähe von Bäumen. Ideal: Oberflächenreinigung kurz nach starkem Eintrag (morgens nach einer windigen Nacht oder direkt nach dem Badebetrieb) einplanen und mit regulären Boden-/Wandläufen kombinieren.

Darf der Akku-Poolroboter im Wasser bleiben?

Viele Poolroboter unterstützen Zeitpläne über mehrere Tage und können in dieser Zeit im Becken bleiben. Eine Routine mit regelmäßiger Pflege ist dennoch sinnvoll, um die Langlebigkeit des Roboters zu gewährleisten. Dazu gehören diese Schritte:

  • Filter regelmäßig leeren und ausspülen
  • Akku nachladen
  • Dichtungen kurz prüfen

Bei Gewitter, Starkregen, Frost oder Schockchlorung den Roboter besser herausnehmen, abspülen, im Schatten trocknen und frostfrei lagern. Für die Winterpause empfehlen sich 40–60 Prozent Akkuladung, ein sauberer, trockener Filter und trockene Lagerung – so bleiben Akku, Dichtungen und Elektronik lange funktionsfähig.

Aiper Scuba X1 Pro Max - Bilder

Wie lange hält ein Akku beim Poolroboter?

Die Akkulaufzeit hängt vom Modell, der Reinigungsleistung und den gewählten Programmen ab. Die meisten kabellosen Poolroboter arbeiten zwischen 60 und 180 Minuten pro Ladung. Für kleine bis mittelgroße Becken reicht oft schon eine Stunde, leistungsstarke Modelle schaffen auch komplexe Becken in einem Durchgang.

Wird zusätzlich die Wasserlinie oder der Skimmermodus genutzt, verkürzt sich die Laufzeit etwas. Nach dem Zyklus muss der Akku geladen werden – je nach Gerät dauert das 2 bis 5 Stunden. Hochwertige Modelle mit größerem Akku oder Energiesparmodus können auch längere Einsätze abdecken.

Mit App-Steuerung oder „ohne alles“?

Das hängt vom Becken und vom Anspruch ab. App-Modelle punkten mit Zeitplänen, Protokollen, Firmware-Updates und oft smarterer Navigation (S-/N-Bahnen, Randfahrt, teils Kartierung). Sie automatisieren die Pflege und sparen über die Saison spürbar Zeit. In kleinen, runden Becken reicht ein einfacher Bodenreiniger ohne App häufig aus – Start per Knopf, Korb leeren, fertig.

Wer jedoch ein großes, rechteckiges oder komplexes Becken betreibt, profitiert klar von einer App mit planbaren Läufen, angepassten Modi (Multizonen- oder Skimmer-Modus) und sauberer Dokumentation. Kurz: „Ohne alles“ für einfache Pools, App-Komfort für anspruchsvollere Szenarien.

Fazit

Wer die Poolpflege entspannt halten will, kommt an einem guten Poolroboter kaum vorbei. Handarbeit mit Kescher und Bürsten ist zwar billig, kostet aber Zeit – besonders bei viel Laub, Pollen oder häufiger Nutzung. Roboter übernehmen die Grundreinigung zuverlässig und halten die Wasserqualität und Optik stabil. Einfache Bodenreiniger sind der unkomplizierte Einstieg; Modelle mit Wand- und Wasserlinienreinigung, Skimmer- oder Multizonen-Modus reduzieren die Nacharbeit deutlich.

Entscheidend ist die Passform zum Becken: Kleine, runde Pools kommen mit einfachen Bodenreinigern aus, große oder komplexe Becken profitieren von planvoller Navigation, Wasserlinienfahrt, Multizonen-Programmen und abgestuften Filtern. Komfortfunktionen wie Rückkehrposition, kabelloses Laden, App-Steuerung, Wartungsfreundlichkeit und eine gesicherte Ersatzteilversorgung sorgen für langfristige Zufriedenheit – und mehr Zeit im Wasser als mit dem Kescher.

Testsieger ist der Aiper Scuba V3, der dank zuverlässiger Reinigung, KI-Navigation und einfacher Handhabung das rundeste Gesamtpaket bietet. Technologiesieger ist der Beatbot Sora 70 mit zusätzlicher Wasseroberflächenreiniging, großem Filterkorb und Komfort. Preis-Leistungs-Sieger ist der Mammotion Spino E1: Er wartet mit einer guten Saugleistung sowie starker Reinigung von Wänden, Treppen und Wasserlinie zum fairen Preis auf.

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Aiper Scuba V3 im Test: Kompakter Poolroboter für Boden, Wand und Wasserlinie

Der Aiper Scuba V3 überzeugt im Test als kompakter Poolroboter mit KI-Kamera, starker Reinigung und praktischer Ladestation – ein Alleskönner für viele Pools.

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung
  • reinigt Boden, Wände und Wasserlinie
  • KI-gestützte Schmutzerkennung mit geordneter Routenführung
  • klappbare Ladestation, einfache Bedienung am Gerät

NACHTEILE

  • keine echte Oberflächenreinigung
  • App-Steuerung nur außerhalb des Wassers
  • Feinfilter etwas fummelig zu reinigen
  • Laufzeit gut, aber nicht überragend

Der Aiper Scuba V3 überzeugt im Test als kompakter Poolroboter mit KI-Kamera, starker Reinigung und praktischer Ladestation – ein Alleskönner für viele Pools.

Der Aiper Scuba V3 ist ein moderner Poolroboter für alle, die möglichst wenig falsch machen wollen. Er ist nicht der günstigste – aber auch nicht so teuer und sperrig wie mancher Premiumroboter mit Oberflächenreinigung oder riesiger Dockingstation. Aiper setzt stattdessen auf einen ausgewogenen Mix: starke Grundreinigung, KI-Navigation, einfache Bedienung und eine praktische Ladestation.

Und das macht ihn im Test so interessant: Der Scuba V3 reinigt Boden, Wände und Wasserlinie, erkennt Verschmutzungen per Kamera und Sensorik, fährt ordentliche Bahnen – und lässt sich danach komfortabel auf die mitgelieferte Ladestation setzen. Die klappt sich mit wenigen Handgriffen auf, benötigt kaum Platz und erspart den Kampf mit einem nassen Ladeanschluss. Für viele Pools ist der Scuba V3 damit eines der ausgewogensten Modelle im Testfeld.

Design und Komfort

Der Scuba V3 ist vergleichsweise flach, funktional und trotz der kantigen Form sauber verarbeitet. Mit rund 8,2 kg bleibt er gut zu handhaben – leichter in den Pool zu setzen oder herauszuheben als die großen Oberklassemodelle. Billig wirkt er dabei nicht: Die Kunststoffe sind robust, die Laufbänder sitzen ordentlich, und die Bürsten vorn und hinten bearbeiten Boden, Wand und Wasserlinie sinnvoll.

Ein echter Pluspunkt ist die klappbare Ladestation. Statt einer sperrigen Basis oder eines fummligen Ladeports am nassen Gerät wird der Scuba V3 einfach aufgesetzt – bequemer und im Poolumfeld deutlich angenehmer. Für die Lagerung klappt die Station platzsparend zusammen.

Praktisch ist auch die Wasserlinien-Parkfunktion. Nach der Reinigung fährt der Roboter an die Wasserlinie und meldet sich per App – von dort lässt er sich deutlich leichter greifen als vom Beckenboden. Das Zeitfenster zum Parken ist auf 10 min begrenzt. Das ist zwar kein vollständiges Auftauchen wie bei manchen Oberflächenrobotern, in der Praxis aber trotzdem sehr hilfreich. Wer den Poolroboter nicht rechtzeitig entnimmt, muss ihn mit dem beiliegenden Haken holen.

Insgesamt passt die Verarbeitung zum Anspruch: kompakt genug für den Alltag, kräftig genug für ernsthafte Poolpflege – und nicht überdimensioniert, aber auch kein simpler Bodenreiniger mit Zusatzfunktionen.

Bedienung und App

Die Grundbedienung ist unkompliziert. Am Gerät lassen sich die wichtigsten Modi direkt auswählen: Bodenreinigung, Wandreinigung, Wasserlinienreinigung und Automatik. Für viele Nutzer reicht das völlig – wer den Roboter einfach in den Pool setzen und reinigen lassen will, muss sich nicht durch Menüs kämpfen.

Die App erweitert den Funktionsumfang, hat aber eine klare Einschränkung: Sie funktioniert nur, solange der Scuba V3 außerhalb des Wassers verbunden ist. Aktive Steuerung unter Wasser gibt es nicht. Bei kabellosen Poolrobotern ist das nicht ungewöhnlich, sollte aber klar sein. Zeitpläne und Einstellungen werden vor dem Einsatz festgelegt – danach arbeitet der Roboter eigenständig.

Besonders bewirbt Aiper die KI-Funktionen. Der Scuba V3 nutzt eine Kamera und Direct-ToF-Sensorik, um Schmutz und Hindernisse zu erkennen und seine Route anzupassen. In der Praxis wirkt das sinnvoll – aber nicht wie Magie. Der Roboter fährt geordneter und zielgerichteter als einfache Modelle, die stur ein Muster abarbeiten oder ständig gegen Wände krachen. Gleichzeitig ersetzt die KI keine echte Oberflächenreinigung und macht aus dem Scuba V3 keinen vollautonomen Poolbutler, den man wochenlang vergessen kann.

Reinigung und Navigation

Die Reinigungsleistung ist die große Stärke des Scuba V3. Auf dem Boden arbeitet er zuverlässig: Sand, Blätter, Insekten und feiner Bodensatz werden gut aufgenommen, die Routenführung wirkt geordnet, und große Flächen arbeitet er zügig und sauber ab.

An den Wänden macht er ebenfalls eine gute Figur. Er klettert stabil hoch und bearbeitet die Flächen mit seinen Bürsten. An der Wasserlinie hilft Aipers Jetassist-System, das den Roboter horizontal entlang der Kante arbeiten lässt – praktisch, weil sich dort Fett, Sonnencreme, Pollen und Schmutzränder besonders hartnäckig festsetzen. Bei normaler Verschmutzung reinigt der Scuba V3 die Wasserlinie gut. Sehr hartnäckige Ablagerungen oder alte Ränder bleiben aber auch für ihn eine Herausforderung.

Ecken und schwierige Übergänge gelingen ordentlich, aber nicht perfekt. Der Roboter fährt die meisten Bereiche gut an und lässt insgesamt wenig liegen. In sehr engen Ecken oder bei komplexen Poolformen kann trotzdem Nacharbeit nötig sein – das ist aber kein Aiper-spezifisches Problem, sondern typisch für diese Geräteklasse.

Eine echte Oberflächenreinigung bietet der Scuba V3 nicht. Blätter oder Insekten, die oben schwimmen, werden nicht wie bei einem Skimmer eingesammelt. Wer regelmäßig Schmutz auf der Oberfläche hat, sollte das einkalkulieren – oder zu einem Modell mit Skimming-Funktion greifen.

Filter und Wartung

Der Filterkorb fasst 3,5 l – nicht riesig, für die regelmäßige Reinigung normaler Pools aber gut ausreichend. Er wird von oben entnommen und lässt sich ordentlich ausspülen. Für groben und mittleren Schmutz setzt Aiper auf einen 180-µm-Filter, der Blätter, Insekten, Sand und die meisten üblichen Rückstände zuverlässig zurückhält.

Optional gibt es einen 3-µm-Micromesh-Feinfilter – interessant, wenn feiner Staub, Pollen oder winzige Partikel im Wasser ein Thema sind. Die Filterleistung fällt damit spürbar feiner aus, der Reinigungsaufwand steigt aber auch. Das Material hält feinen Schmutz gut zurück, muss dafür aber gründlicher ausgespült werden. Wer den Feinfilter regelmäßig nutzt, sollte etwas mehr Pflegezeit einplanen.

Insgesamt ist die Wartung gut gelöst – aber nicht perfekt. Der Korb ist leicht erreichbar, die Reinigung geht schnell von der Hand, und die Ladestation vereinfacht den Einsatz spürbar. Nur beim Filter wünscht man sich etwas mehr Komfort: Eine Klappe an der Unterseite zum einfachen Durchspülen fehlt – und das merkt man in der Praxis.

Akku und Alltag

Aiper gibt bis zu 180 min Laufzeit an, im Eco-Modus bis zu 210 min. Für viele private Pools reicht das problemlos aus. Die Laufzeit liegt nicht an der Spitze des Testfelds, wird aber durch die effiziente Routenführung gut genutzt – der Roboter wirkt nicht so, als würde er planlos herumfahren.

Die Ladezeit liegt bei rund 5 h. In Ordnung, aber nicht besonders schnell. Dafür ist der Ladevorgang angenehm unkompliziert: Der Scuba V3 wird einfach auf die klappbare Station gestellt – kein Ladeport öffnen, trocknen oder wieder sicher verschließen. Im täglichen Einsatz ist das ein deutlicher Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten.

Sehr praktisch ist auch die Kombination aus Wasserlinien-Parken und App-Hinweis. Nach der Reinigung macht sich der Roboter bemerkbar und lässt sich an der Wasserlinie deutlich leichter entnehmen als vom Beckenboden. Damit wirkt der Scuba V3 insgesamt praktischer bei der Nutzung als viele andere Poolroboter.

Preis

Mit rund 849 Euro liegt der Aiper Scuba V3 in der gehobenen Mittelklasse. Er ist deutlich teurer als einfache Bodenreiniger, aber günstiger als viele Premiumroboter mit Oberflächenreinigung oder großer Dockinglösung. Dafür bekommt man eine starke Mischung aus Reinigungsleistung, KI-Navigation, Wasserlinienreinigung, guter Handhabung und praktischer Ladestation – das ist ein fairer Deal.

Fazit

Der Aiper Scuba V3 ist eines der ausgewogensten Modelle im Testfeld. Er reinigt Boden, Wände und Wasserlinie zuverlässig, fährt geordnet, nutzt seine KI-Funktionen sinnvoll und bleibt dabei kompakt genug für den Alltag. Die klappbare Ladestation ist mehr als nettes Zubehör: Sie macht den Aufbau einfach, spart Kabel- und Ladeport-Gefummel und sorgt dafür, dass der Roboter nach dem Einsatz schnell wieder einsatzbereit ist.

Ganz ohne Schwächen ist der Scuba V3 nicht. Eine echte Oberflächenreinigung fehlt, die App funktioniert nur außerhalb des Wassers, und der Feinfilter ist etwas fummelig zu reinigen. Trotzdem überwiegen die Stärken klar.

Wer nur gelegentlich den Poolboden reinigen will, braucht den Scuba V3 nicht unbedingt. Wer aber einen unkomplizierten Poolroboter für Boden, Wände und Wasserlinie sucht, bekommt hier ein sehr rundes Paket – und mit der klappbaren Ladestation einen echten Alltagsvorteil bei Aufbau, Laden und Lagerung.

Poolroboter Beatbot Sora 70 im Test: reinigt auch die Wasseroberfläche gut

Der Beatbot Sora 70 reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Wasseroberfläche. Damit ist er deutlich vielseitiger als der Sora 30. Ganz perfekt ist er aber nicht.

VORTEILE

  • sehr gute Reinigungsleistung & reinigt zusätzlich die Wasseroberfläche
  • Flachwasserreinigung ab etwa 20 cm Tiefe
  • fährt Ecken sehr ordentlich an
  • großer 6-Liter-Filterkorb
  • Filter gut ausspülbar & optionaler 3-µm-Feinfilter

NACHTEILE

  • Saugkraft nur ordentlich, nicht überragend
  • manche günstigeren Modelle wirken kräftiger
  • Wasserlinienreinigung gut, aber nicht die beste im Test
  • Filter hat keine durchgehende Klappe

Der Beatbot Sora 70 reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Wasseroberfläche. Damit ist er deutlich vielseitiger als der Sora 30. Ganz perfekt ist er aber nicht.

Der Beatbot Sora 70 ist das umfassendere Schwestermodell des Sora 30 (Testbericht). Während der günstigere Sora 30 Boden, Wände und Wasserlinie reinigt, kümmert sich der Sora 70 zusätzlich um die Wasseroberfläche. Das macht im Alltag einen größeren Unterschied, als es zunächst klingt. Blätter, Pollen, Insekten und leichter Schmutz schwimmen häufig erst auf dem Wasser, bevor sie später absinken. Der Sora 70 kann diesen Schmutz direkt aufnehmen und entlastet damit Skimmer, Kescher und die spätere Bodenreinigung.

Mit einem Preis von 1049 Euro gehört der Sora 70 nicht mehr zu den günstigen Poolrobotern. Er liegt klar oberhalb einfacher Bodenreiniger und auch deutlich über dem Sora 30. Dafür bietet er eine spürbar vollständigere Reinigung, einen großen Filterkorb, mehrere Modi, App-Steuerung und eine komfortable Entnahme an der Wasseroberfläche. Im Test zeigt sich: Der Sora 70 ist nicht der kräftigste Poolroboter, aber einer der ausgewogensten Allrounder.

Design und Verarbeitung

Der Beatbot Sora 70 wirkt mehr wie ein modernes Technikgerät und weniger wie ein klassischer Poolsauger. Das Gehäuse ist groß und breit gebaut. Mit rund 10 kg Gewicht ist der Roboter nicht leicht, bleibt aber noch handhabbar. Er ist etwas größer als der Sora 30, aber nicht so unhandlich wie manche Premiumgeräte mit noch aufwendigerer Sensorik.

Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck. Kunststoffteile sitzen sauber, das Gehäuse wirkt robust, und die Laufbänder sorgen für guten Kontakt am Boden und an den Wänden. Die Bauform ist nicht optisch auffällig und funktional: Der Roboter liegt stabil im Wasser, kann sich an Wänden hochziehen und bleibt an der Wasserlinie kontrolliert in Position. Mit der breiten Ansaugöffnung soll er Schmutz effizient aufnehmen.

Beim Design zeigt sich auch der größte Unterschied zum Sora 30. Der Sora 70 ist nicht nur ein Boden- und Wandreiniger, sondern zusätzlich ein Oberflächenreiniger. Dafür nutzt er Wasserstrahlen, die schwimmenden Schmutz zur Ansaugöffnung lenken. Blätter, Insekten und Pollen werden so direkt von der Oberfläche gesammelt, bevor sie auf den Boden sinken. Gerade bei offenen Pools in der Nähe von Bäumen oder Hecken ist das echt praktisch.

Ebenfalls praktisch ist das Parken an der Wasseroberfläche. Nach dem Reinigungsvorgang kommt der Sora 70 nach oben und bleibt dort erreichbar. Beim Auftauchen läuft bereits Wasser aus dem Gehäuse, wodurch der Roboter etwas leichter zu handhaben ist. Das ist deutlich angenehmer als bei Geräten, die nach der Reinigung am Beckenboden stehen bleiben und erst mit Haken oder Stange geholt werden müssen.

Bedienung und Funktionen

Die Bedienung des Sora 70 ist angenehm unkompliziert. Der Roboter lässt sich direkt starten, bietet aber auch eine App-Anbindung. Über die App können Reinigungsmodi ausgewählt, Durchgänge überwacht und Funktionen angepasst werden. Besonders sinnvoll ist die App bei einem Modell wie dem Sora 70, weil er mehrere Bereiche abdeckt und nicht nur einen einfachen Bodenmodus bietet.

Neben Boden, Wänden und Wasserlinie reinigt der Sora 70 auch die Wasseroberfläche. Zusätzlich beherrscht er die Reinigung von Flachwasserbereichen ab etwa 20 cm Tiefe. Damit erreicht er beispielsweise größere Einstiegsstufen, Sonnenplateaus oder flache Plattformen, sofern diese für den Roboter ausreichend zugänglich sind. Das macht ihn vielseitiger als viele klassische Poolroboter.

Im Vergleich zum Sora 30 wirkt der Sora 70 in fast allen Punkten kompletter. Der wichtigste Unterschied bleibt aber die Oberflächenreinigung.

Reinigung und Navigation

Die Reinigungsleistung des Beatbot Sora 70 ist sehr gut. Der Roboter fährt den Pool zuverlässig ab und arbeitet auch Ecken ordentlich aus. Während viele Poolroboter an Randbereichen sichtbar Schmutz zurücklassen, kommt der Sora 70 gut an die Kanten heran. Perfekt wird es in Ecken zwar selten, im Vergleich zu vielen anderen Modellen bleibt aber nur wenig liegen.

Auf dem Boden arbeitet der Sora 70 gleichmäßig und nachvollziehbar. Die Routenführung wirkt geordnet, ohne dass der Roboter hektisch oder planlos unterwegs ist. Auch an den Wänden macht er eine gute Figur. Er klettert zuverlässig hoch und bearbeitet die Wasserlinie sauber. Trotzdem gibt es Modelle, die dort mehr Druck aufbauen und hartnäckige Ablagerungen energischer lösen. Für die regelmäßige Pflege reicht die Leistung gut aus, für stark verschmutzte Ränder bleibt gelegentlich Handarbeit nötig.

Die Saugkraft geht insgesamt in Ordnung. Auf dem Papier ist der Wert hoch, in der Praxis wirken einige günstigere Modelle aber kräftiger, wenn es um groben oder schwereren Schmutz geht. Der Sora 70 gewinnt seinen Testeindruck daher weniger über rohe Kraft, sondern über die Kombination aus guter Flächenabdeckung, Oberflächenreinigung, großem Filter und komfortabler Bedienung.

Die Wasseroberflächenreinigung ist im Alltag der größte Pluspunkt. Der Roboter sammelt schwimmenden Schmutz ein, bevor er absinkt. Wer seinen Pool häufig offen stehen lässt, profitiert deutlich stärker vom Sora 70 als vom Sora 30.

Filter und Wartung

Der Filterkorb fasst sechs Liter und ist damit sehr großzügig dimensioniert. Das Volumen passt gut zum Funktionsumfang, denn ein Roboter mit Oberflächenreinigung sammelt häufig mehr Laub und schwimmenden Schmutz ein als ein reiner Bodenreiniger. Im Alltag muss der Korb dadurch nicht konstant geleert werden.

Der Standardfilter arbeitet mit 150 µm und ist für die tägliche Reinigung sinnvoll abgestimmt. Er hält Blätter, Insekten, Haare, Sand und viele typische Schmutzpartikel zurück, ohne zu schnell zuzusetzen. Für feinere Partikel lässt sich optional ein 3-µm-Filter einsetzen. Das ist vor allem dann interessant, wenn sehr feiner Schmutz, Pollen oder leicht trübes Wasser ein Thema sind.

Die Reinigung des Filters gelingt insgesamt gut. Der Korb lässt sich leicht entnehmen und ordentlich ausspülen. Eine durchgehende Klappe gibt es allerdings nicht. Dadurch ist die Reinigung nicht ganz so komfortabel, wie sie bei einem Gerät dieser Preisklasse sein könnte. Mit einem Gartenschlauch und Nachspülen bekommt man den Filter sauber, ein noch offeneres beziehungsweise durchgehendes Design wäre aber praktischer.

Akku

Die Akkulaufzeit ist für die meisten Pools mehr als ausreichend. Beatbot gibt bis zu fünf Stunden Bodenreinigung und bis zu sieben Stunden Oberflächenreinigung an. In der Praxis hängt die Laufzeit wie üblich vom Modus, der Poolgröße und der Verschmutzung ab. Für normale Reinigungsdurchgänge reicht der Akku problemlos aus. Bei intensiver Reinigung verbrachte er auch mal mehr als vier Stunden im Becken.

Geladen wird nicht über eine große Dockingstation, sondern klassisch über einen Ladeanschluss. Die Ladezeit liegt bei rund viereinhalb Stunden. Das ist in Ordnung, wirkt aber weniger elegant als induktive Ladesysteme oder komfortable Stationen mancher Premiumgeräte. Immerhin ist die Entnahme aus dem Pool durch das Oberflächenparken sehr angenehm gelöst. Grob kann man sagen: Die Ladezeit entspricht der Laufzeit.

Preis

Mit rund 1049 Euro ist der Beatbot Sora 70 teurer als der Sora 30. Der Aufpreis lohnt sich vor allem dann, wenn die Oberflächenreinigung regelmäßig gebraucht wird. Wer häufig Blätter, Pollen oder Insekten auf dem Wasser hat, bekommt mit dem Sora 70 einen spürbaren Komfortgewinn. Wer dagegen fast nur den Boden reinigen möchte oder bereits eine sehr gute Skimmerlösung nutzt, kann zum Sora 30 greifen und Geld sparen.

Fazit

Der Beatbot Sora 70 ist ein sehr guter und vielseitiger Poolroboter. Er ist dem Sora 30 in nahezu allen Belangen überlegen und erweitert dessen Funktionsumfang um die wichtige Oberflächenreinigung. Dazu kommen die Reinigung von Boden, Wänden, Wasserlinie und Flachwasserbereichen, ein großer Filterkorb und eine komfortable Entnahme an der Wasseroberfläche.

Ganz perfekt ist er nicht. Die Saugkraft ist ordentlich, aber nicht überragend, und an der Wasserlinie gibt es kräftigere Modelle. Auch der Filter könnte mit einer durchgehenden Klappe noch komfortabler zu reinigen sein. Trotzdem überzeugt der Sora 70 als sehr kompletter Poolroboter für Nutzer, die möglichst wenig manuell nacharbeiten möchten. Wer die Oberflächenreinigung nutzt, bekommt gegenüber dem Sora 30 den klar besseren Allrounder.

Mammotion Spino E1 im Test: kompakter Poolroboter mit viel Kraft für 500 Euro

Der Mammotion Spino E1 ist günstig, kompakt und kräftig. Boden, Wände und Wasserlinie reinigt er gut, bei Smart-Funktionen und Laden spart er.

VORTEILE

  • niedriger Preis
  • starke Saugleistung
  • sehr kräftige Wand-, Wasserlinien- & Treppenreinigung
  • fährt deutlich über die Wasserlinie hinaus
  • Modi direkt am Gerät wählbar, App nicht zwingend notwendig

NACHTEILE

  • Laden nur per Kabel
  • wenige smarte Funktionen
  • Aufgabenprotokoll wenig aussagekräftig
  • keine besonders detaillierte Sensorik
  • App eher Ergänzung als echtes Steuerzentrum

Der Mammotion Spino E1 ist günstig, kompakt und kräftig. Boden, Wände und Wasserlinie reinigt er gut, bei Smart-Funktionen und Laden spart er.

Der Mammotion Spino E1 ist einer der günstigsten Poolroboter im Testfeld, gehört aber gleichzeitig zu den positiven Überraschungen. Er ist kompakt, vergleichsweise leicht zu handhaben und arbeitet deutlich kräftiger, als es der Preis vermuten lässt. Besonders bei der Wand- und Wasserlinienreinigung zeigt der Spino E1, dass günstige Poolroboter nicht automatisch schwach sein müssen.

Mammotion verzichtet allerdings auf viele Komfort- und Smart-Funktionen, die teurere Modelle bieten. Der Spino E1 ist daher kein Poolroboter für Nutzer, die eine besonders umfangreiche App, detaillierte Karten oder smarte Analysefunktionen erwarten. Stattdessen konzentriert er sich auf das Wesentliche: Modus wählen, hineinsetzen, reinigen lassen. Das macht er überraschend gut.

Design und Verarbeitung

Der Spino E1 ist angenehm kompakt. Im Vergleich zu großen Premiumrobotern wirkt er fast handlich, ohne billig zu erscheinen. Das spürt man im Alltag schnell. Poolroboter müssen regelmäßig aus dem Wasser gehoben, gereinigt und geladen werden. Je kleiner und leichter ein Gerät ist, desto eher nutzt man es auch wirklich regelmäßig. Genau hier punktet der Mammotion.

Die Bauform hilft zudem bei schwierigeren Bereichen. Während große Poolroboter auf Treppen oder in engeren Übergängen oft Probleme bekommen, kommt der Spino E1 dort besser zurecht. Er ist wendig genug, um auch kleinere Strukturen im Pool anzufahren, und versucht nicht nur den Boden, sondern auch Wandbereiche und Stufen aktiv zu bearbeiten.

Ungewöhnlich für diese Preisklasse ist die automatische Parkfunktion an der Wasserlinie. Der Roboter kann an der Wand hochfahren und dort in einer besser erreichbaren Position stehen bleiben. Das erleichtert das Herausnehmen deutlich. Bei günstigen Poolrobotern ist das keineswegs selbstverständlich. Viele Geräte bleiben nach der Reinigung einfach auf dem Grund stehen und müssen mühsam herausgefischt werden.

Bedienung und App

Bei der Bedienung bleibt Mammotion erfreulich pragmatisch. Die wichtigsten Modi können direkt am Gerät per Knopfdruck ausgewählt werden. Eine Modi-Anzeige am Roboter zeigt, welcher Reinigungsmodus aktiv ist. Dadurch ist die App nicht zwingend notwendig. Wer den Spino E1 einfach starten möchte, kann das direkt am Becken tun.

Zur Auswahl stehen eine vollständige Reinigung von Boden und Wänden, eine reine Bodenreinigung, eine reine Wandreinigung sowie ein Eco-Bodenmodus. Zusätzlich gibt es eine Turboreinigung und eine Plattformreinigung. Die Geschwindigkeit kann man ebenfalls einstellen. Dadurch lässt sich der Roboter besser an unterschiedliche Verschmutzungen und Poolbereiche anpassen.

In der App kann man außerdem Einstellungen zum Poolmaterial vornehmen. Mammotion unterscheidet unter anderem zwischen Fliesen, Glas und weiteren Oberflächen. Das soll helfen, die Reinigung und das Kletterverhalten besser auf den Pool abzustimmen. In der Praxis passt das gut zum Charakter des Geräts: Der Spino E1 ist nicht übermäßig smart, nutzt die vorhandenen Einstellmöglichkeiten aber sinnvoll.

Nicht sonderlich überzeugend ist das Aufgabenprotokoll. Es liefert nur wenige, wirklich aussagekräftige Informationen. Das liegt auch daran, dass der Roboter nicht mit einer besonders umfangreichen Sensorik arbeitet. Wer detaillierte Karten, exakte Reinigungsflächen oder smarte Auswertungen erwartet, wird hier nicht glücklich. Für die einfache Kontrolle reicht es, mehr aber nicht.

Reinigung und Navigation

Die Reinigungsleistung ist die große Stärke des Mammotion Spino E1. Der Roboter arbeitet sehr kräftig und saugstark. Im Test konnte er sogar einen größeren Stein (<50 Gramm) vom Poolgrund aufnehmen. Das zeigt eindrucksvoll, wie viel Kraft in dem kompakten Gerät steckt. Auch feinerer Schmutz, Sand und übliche Ablagerungen sammelt er zuverlässig ein.

Besonders auffällig ist die Wand- und Wasserlinienreinigung. Der Spino E1 fährt wirklich weit über die Wasserlinie hinaus – mehr als fünf Zentimeter – und bringt dabei spürbar Druck auf die Fläche, der allerdings auch gut hörbar ist. Jedoch ist die Leistung in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich. Viele günstige Poolroboter reinigen zwar formal die Wasserlinie, fahren dort aber nur kurz entlang oder verlieren schnell den Kontakt. Der Mammotion wirkt hier deutlich entschlossener.

Auch bei Treppen schlägt er sich besser als größere Modelle. Das liegt vor allem an der kompakten Bauform. Er kommt besser an Stufen heran und kann kleinere Absätze eher bearbeiten. Perfekt ist das nicht, aber für ein günstiges Gerät ist die Leistung stark. In offenen Bereichen reinigt der Spino E1 ohnehin sehr ordentlich. Die Navigation wirkt nicht so ausgefeilt wie bei teureren Robotern mit besserer Kartierung, aber der praktische Reinigungseffekt überzeugt.

Filter und Wartung

Der Spino E1 setzt auf einen von oben entnehmbaren, transparenten Filterkorb. Nach dem Einsatz lässt sich der Korb einfach herausnehmen und ausspülen. Für den Alltag reicht das völlig aus.

Das Filtersystem ist nicht so aufwendig wie bei teureren Modellen mit besonders feinen Zusatzfiltern, erfüllt seinen Zweck aber gut. Der Roboter sammelt groben Schmutz zuverlässig ein und kommt auch mit typischem Bodensatz zurecht. Wer sehr feine Partikel aus dem Wasser holen möchte, findet bei teureren Poolrobotern stärkere Lösungen. Beim Spino E1 steht eher die kräftige mechanische Reinigung im Vordergrund.

Positiv ist, dass Bürsten und Laufbänder vergleichsweise gut zugänglich sind. Gerade bei Poolrobotern können sich Haare, Blätterreste oder andere Fremdkörper verfangen. Eine einfache Wartung ist deshalb wichtiger, als es auf dem Datenblatt wirkt.

Akku und Laden

Mammotion gibt für den Spino E1 bis zu 210 Minuten Laufzeit an. Dieser Wert ist realistisch. Im Test erreichte der Roboter 185 Minuten. Damit liegt er zwar unter der Herstellerangabe, bleibt aber in einem sehr guten Bereich. Für die meisten privaten Pools reicht die Laufzeit problemlos aus.

Der größte Komfortnachteil ist das Laden. Der Spino E1 lädt ausschließlich per Kabel, eine Ladestation gibt es nicht. Dadurch muss man nach dem Einsatz darauf achten, dass der Roboter trocken genug ist – vor allem der Ladeanschluss. Bei einem Poolroboter ist das immer etwas umständlicher als eine Dockinglösung. Gerade weil der Spino E1 sonst so einfach und unkompliziert wirkt, fällt dieser Punkt im Alltag auf.

Preis

Der Preis von 499 Euro macht den Mammotion Spino E1 besonders interessant. Er tritt klar im unteren Segment an, reinigt aber stärker, als man es dort erwarten würde.

Fazit

Der Mammotion Spino E1 ist einer der besten günstigen Poolroboter im Testfeld. Er ist kompakt, kräftig und erstaunlich gründlich. Besonders die Wand- und Wasserlinienreinigung überzeugt, weil der Roboter weit über die Wasserlinie hinausfährt und dort ordentlich Druck aufbaut. Auch Treppen meistert er aufgrund seiner Größe besser als viele große Konkurrenten.

Die Schwächen liegen weniger bei der Reinigung als beim Komfort. Es fehlen umfangreiche smarte Funktionen, das Aufgabenprotokoll ist wenig aussagekräftig und das Laden per Kabel wirkt altmodisch. Trotzdem bleibt der Gesamteindruck stark. Wer einen günstigen Poolroboter mit hervorragender Grundreinigung sucht und auf High-End-App-Funktionen verzichten kann, bekommt mit dem Mammotion Spino E1 eine überraschend gute Lösung.

Beatbot Aquasense X im Test: Top-Poolroboter mit Station für große Pools

Der Beatbot Aquasense X reinigt nahezu alle Bereiche des Pools hervorragend und säubert anschließend sogar seinen eigenen Filter per Station.

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung mit KI & präziser Navigation
  • reinigt Boden, Wände, Wasserlinie & Wasseroberfläche
  • fährt auch Flachwasserbereiche und Plattformen an
  • sehr gute App-Anbindung mit zahlreichen Reinigungsprogrammen
  • Station automatisiert vieles und lädt den Roboter induktiv

NACHTEILE

  • extrem hoher Preis
  • aufwendige Installation der Station mit hohem Platzbedarf
  • Strom-, Frischwasser- und Abwasseranschluss erforderlich
  • Roboter ist sehr schwer und muss von Hand in die Station gehoben werden
  • kein ultrafeiner Filter

Der Beatbot Aquasense X reinigt nahezu alle Bereiche des Pools hervorragend und säubert anschließend sogar seinen eigenen Filter per Station.

Der Beatbot Aquasense X soll die Poolpflege nicht nur automatisieren, sondern einen der letzten Handgriffe übernehmen: die Reinigung des Poolroboters selbst. Nach dem Einsatz wird das Gerät in die große Astrorinse-Station gestellt. Dort wird der Filter automatisch ausgespült, der Schmutz abgesaugt und in einem separaten Behälter gesammelt. Gleichzeitig lädt die Station den Akku induktiv auf.

Technisch basiert der Aquasense X weitgehend auf dem bereits sehr leistungsfähigen Aquasense 2 Ultra. Er reinigt Boden, Wände, Wasserlinie, Flachwasserbereiche und Wasseroberfläche, kartiert das Becken und erkennt Verschmutzungen mithilfe einer Kamera und zahlreicher weiterer Sensoren. Dazu kommt eine sehr umfangreiche App. Der große Unterschied liegt deshalb weniger im Pool als außerhalb: Die Station soll die regelmäßige Wartung reduzieren.

Im Test funktioniert das grundsätzlich überzeugend. Die Reinigungsleistung ist sehr gut, die Navigation erfolgt clever durchs Becken, und die Station erspart das Ausspülen des Filterkorbs. Ganz ohne Arbeit geht es trotzdem nicht. Der schwere Roboter fährt nicht selbstständig in die Station, sondern muss nach jedem Einsatz aus dem Pool gehoben und hineingestellt werden. Hinzu kommen ein hoher Installationsaufwand und ein Preis von rund 4000 Euro.

Design und Verarbeitung

Der Aquasense X ist unverkennbar ein Designprodukt. Der Roboter wirkt modern, technisch aufwendig und hochwertig verarbeitet. Seine flache und zugleich breite Bauform erinnert 1:1 an den Aquasense 2 Ultra. Laufbänder, Bürsten, Seitenrollen, Kamera und Sensoren sind sauber in das Gehäuse integriert. Mit mehr als 13 kg gehört der Aquasense X allerdings zu den schwersten Geräten im Testfeld.

Beim Herausheben hilft eine automatische Entwässerung. Sobald der Roboter an der Wasseroberfläche parkt, lässt er einen Großteil des enthaltenen Wassers ab. Dadurch wird er spürbar leichter, wirklich handlich ist er aber weiterhin nicht. Gerade der Weg vom Pool zur Station sollte deshalb möglichst kurz sein.

Noch auffälliger als der Roboter ist die Astrorinse-Station. Sie wirkt eher wie ein hochwertiges Gartengerät oder ein kompakter Haushaltsroboter als eine klassische Ladestation. Das Gehäuse ist groß, massiv und überwiegend mit glänzenden Oberflächen versehen. Optisch passt das zum Premiumanspruch, im Freien erweist sich die Materialwahl aber als wenig praktisch.

Auf dem Hochglanzkunststoff werden Fingerabdrücke, Staub, getrocknete Wassertropfen und anderer Schmutz schnell sichtbar. Gerade neben einem Pool lässt sich das kaum vermeiden. Die Station sieht deshalb nur direkt nach dem Abwischen so makellos aus wie auf den Produktbildern. Bei einem Gerät, das dauerhaft oder zumindest regelmäßig im Außenbereich steht, wäre eine matte und unempfindlichere Oberfläche die bessere Wahl gewesen.

Auch der Platzbedarf darf nicht unterschätzt werden. Die Station misst etwa 64 × 54 × 56 cm und wiegt rund 19 kg. Sie lässt sich daher nicht nach jedem Einsatz unkompliziert wegstellen. Sinnvoll ist ein dauerhafter, ebener und geschützter Standort in unmittelbarer Poolnähe.

Station und Einrichtung

Die Station ist gleichzeitig das größte Highlight und die größte Hürde des Aquasense X. Für den Betrieb reicht keine einfache Steckdose. Am Aufstellort werden Strom, ein Frischwasseranschluss, ein Abfluss und eine stabile WLAN-Verbindung benötigt. Grundsätzlich kann man hier auch einen Gartenschlauch anschließen und das Schmutzwasser auf die Wiese laufen lassen.

Jedoch beginnt vor dem ersten Einsatz eine kleine Standortplanung. Eine passende Ecke am Pool muss ausreichend Platz bieten und zugleich sämtliche Anschlüsse bereitstellen. Bei vielen privaten Pools befinden sich Wasseranschluss, Steckdose und Abfluss nicht direkt in Beckennähe. Dann werden längere Leitungen, zusätzliche Installationen oder zumindest eine optisch weniger elegante Schlauchführung notwendig.

Andere Systeme lösen das teilweise geschickter. Beim Wybot S3 bleibt die Station beispielsweise im Becken, sodass der Roboter automatisch andocken kann und keine separate Abwasserinstallation erforderlich ist. Dessen Lösung bringt andere Probleme mit sich, zeigt aber, dass eine Wartungsstation nicht zwingend so viel Infrastruktur benötigen muss.

Beim Aquasense X wird der Roboter nach der Reinigung von Hand in die Station gehoben. Eine automatische Rückkehr und ein selbstständiges Andocken gibt es nicht. Sobald er korrekt eingesetzt ist, übernimmt die Station den Rest. Sie spült den Filter in wenigen Minuten aus, befördert den Schmutz in einen großen Auffangbehälter und startet den induktiven Ladevorgang. Die Lautstärke lässt sich dabei als moderat und nicht übermäßig störend beschreiben.

Das funktioniert komfortabel und sauber. Nutzer müssen den nassen Filterkorb nicht nach jedem Einsatz öffnen und mit dem Gartenschlauch ausspülen. Der Auffangbehälter der Station fasst 22 Liter und soll abhängig von Verschmutzung und Nutzung mehrere Wochen ohne Entleerung auskommen. Komplett wartungsfrei wird das System dadurch nicht. Behälter, Leitungen, Filter und Station müssen weiterhin gelegentlich kontrolliert und gereinigt werden.

Bedienung und App

Die App gehört zu den Stärken des Aquasense X. Einrichtung, Moduswahl und Statusanzeige sind übersichtlich gestaltet. Nutzer können unterschiedliche Reinigungsprogramme auswählen, Wartungszustände einsehen und Protokolle abrufen.

Zur Auswahl stehen Programme für Boden, Wände, Wasserlinie, Wasseroberfläche und vollständige Reinigung. Auch Flachwasserbereiche beziehungsweise größere Plattformen kann der Roboter bearbeiten, sofern sie ausreichend tief und groß sind. Über die App lässt sich außerdem festlegen, ob gezielt verschmutzte Bereiche priorisiert werden sollen.

Die Verbindung funktioniert an der Wasseroberfläche gut. Eine freie manuelle Steuerung ist nur auf der Wasseroberfläche vorgesehen und funktioniert ähnlich gut wie bei einem Mähroboter. Im normalen Betrieb ist das kaum ein Nachteil, da der Aquasense X seine Route weitgehend selbstständig plant und abarbeitet – über wie unter Wasser.

Reinigung und Navigation

Bei der eigentlichen Poolreinigung liefert der Aquasense X eine ausgesprochen gute Leistung. Er nimmt Sand, Insekten, Blätter und normalen Bodensatz zuverlässig auf. Die Navigation erfolgt geordnet, und der Roboter deckt auch große Flächen systematisch ab. Eine Kombination aus Kamera, Ultraschall- und Infrarotsensoren hilft ihm bei der Kartierung, Hinderniserkennung und Routenplanung.

Die KI-gestützte Schmutzerkennung kann stärker verschmutzte Bereiche identifizieren und gezielt anfahren. Das funktioniert grundsätzlich gut, verhindert aber nicht jede unnötige Wiederholung. Bei Übergängen zwischen Boden, Wand und Plattformen fährt der Aquasense X gelegentlich bereits gereinigte Bereiche erneut ab. Angesichts der großen Akkureserven fällt das kaum ins Gewicht.

Wände und Wasserlinie reinigt der Roboter gründlich. Er hält stabil Kontakt zur Oberfläche und arbeitet kontrolliert an der Kante entlang. Auch Flachwasserbereiche und größere Stufen gehören zu seinem Repertoire. In komplizierten Becken hängt das Ergebnis jedoch weiterhin von Form, Oberfläche und Größe der einzelnen Plattformen ab.

Zusätzlich reinigt der Aquasense X die Wasseroberfläche. Er sammelt Blätter, Pollen und Insekten ein, bevor diese absinken. Die Funktion ist praktisch, kann bei stärkerer Verschmutzung aber einen zweiten Durchgang benötigen. Trotzdem reduziert sie den Einsatz des Keschers deutlich.

Die Reinigungsleistung liegt auf dem hohen Niveau des Aquasense 2 Ultra. Der Aquasense X reinigt nicht zwangsläufig besser als viele deutlich günstigere Spitzenmodelle. Sein eigentlicher Mehrwert liegt in der automatischen Filterreinigung und damit im Komfort nach dem Einsatz.

Filter und Wartung

Im Roboter sitzt ein von oben zugänglicher Filterkorb mit fünf Litern Volumen. Für groben Schmutz und normale Reinigungsdurchgänge reicht das aus. Ein Schwachpunkt ist die Filterfeinheit. Das System filtert Partikel bis 150 µm. Einen zusätzlichen Filter mit 3 oder 10 µm, wie ihn verschiedene andere Poolroboter anbieten, gibt es nicht. Sehr feiner Schmutz, feinste Pollen, Algen und andere kleine Schwebstoffe werden dadurch weniger zuverlässig mechanisch zurückgehalten.

Das hängt auch mit der Station zusammen. Da der Filter automatisch ausgespült und der Schmutz durch Leitungen in den externen Behälter transportiert wird, muss das gesamte System mit der Filterstruktur zurechtkommen. Ein extrem feines Filtermaterial würde schneller zusetzen und die automatische Reinigung vermutlich erschweren.

Beatbot versucht, das mit einem optionalen Klärmittel zu kompensieren. Dieses bindet feine Partikel, damit sie leichter vom Filtersystem oder der Poolanlage aufgenommen werden. Das kann helfen, ersetzt aber keinen echten ultrafeinen Filter und verursacht zusätzliche laufende Kosten.

Akku und Alltag

Der 13.400-mAh-Akku bietet große Reserven. Beatbot nennt bis zu fünf Stunden Bodenreinigung, bis zu fünf Stunden Wand- und Wasserlinienreinigung sowie bis zu zehn Stunden an der Wasseroberfläche. Für die meisten Pools ist das mehr als ausreichend. Auch größere Becken lassen sich in der Regel in einem Durchgang bearbeiten.

Geladen wird der Roboter induktiv in der Station. Offene Ladeports, Stecker und Schutzkappen entfallen. Nach der automatischen Filterreinigung beginnt der Ladevorgang mit bis zu 88 Watt. Nach rund viereinhalb bis fünf Stunden ist der Akku wieder vollständig geladen.

Hervorragend funktioniert die Parkfunktion. Nach Abschluss des Programms oder bei niedrigem Akkustand fährt der Aquasense X an den Beckenrand, steigt teilweise aus dem Wasser und bleibt dort. Über die App kann er zudem vorzeitig zurückgerufen werden. Das ist angesichts des hohen Gewichts unverzichtbar und erspart das Herausziehen vom Beckenboden.

Ganz automatisch wird der Alltag trotzdem nicht. Der Roboter muss nach jedem gewünschten Lade- und Reinigungsvorgang vom Pool zur Station getragen werden. Erst dort beginnt der automatisierte Teil.

Preis

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 4250 Euro ist der Beatbot Aquasense X einer der teuersten Poolroboter für Privatkunden. Aktuell gibt es ihn für 3999 Euro. Er kostet ein Vielfaches guter Mittelklassegeräte und noch deutlich mehr als der Aquasense 2 Ultra.

Fazit

Der Beatbot Aquasense X ist der komfortabelste, aber nicht automatisch der sinnvollste Poolroboter im Testfeld. Boden, Wände, Wasserlinie, Flachwasserbereiche und Oberfläche reinigt er sehr gut. Navigation, App und Parkfunktion gehören zur Spitzenklasse. Die Astrorinse-Station spült den Filter automatisch aus, sammelt den Schmutz und lädt den Akku induktiv.

Dieses Plus an Komfort hat jedoch einen hohen Preis – nicht nur finanziell. Die Station braucht viel Platz sowie Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser. Ihr Hochglanzgehäuse ist im Außenbereich empfindlich, und der schwere Roboter muss weiterhin von Hand aus dem Pool gehoben werden. Ein ultrafeiner Filter fehlt ebenfalls.

Wer einen großen Pool besitzt, die nötige Infrastruktur bereitstellen kann und die Filterpflege möglichst weit automatisieren möchte, bekommt ein beeindruckendes Luxussystem. Für die meisten privaten Pools bietet der Aquasense 2 Ultra jedoch eine ähnlich gute Reinigung und App-Erfahrung zu einem deutlich niedrigeren Preis. Der Aquasense X verkauft deshalb weniger eine bessere Reinigung als maximalen Komfort nach dem Reinigungslauf.

Poolroboter Mova Rover X10 im Test: reinigt top, per Boje immer erreichbar

Der Mova Rover X10 reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Oberfläche – mit cleverer Navigation und komfortablem Dock. Der Poolroboter ist aber groß und schwer.

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung
  • reinigt auch die Wasseroberfläche
  • Boje für Steuerung unter Wasser
  • induktive Ladestation im Lieferumfang
  • automatische Rückkehr zur Oberfläche

NACHTEILE

  • groß und schwer
  • Entnahme trotz Oberflächenparken etwas mühsam
  • Treppen bleiben schwierig
  • Filterreinigung nicht ganz einfach
  • hoher Preis

Der Mova Rover X10 reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Oberfläche – mit cleverer Navigation und komfortablem Dock. Der Poolroboter ist aber groß und schwer.

Der Mova Rover X10 ist das große Gegenstück zum deutlich günstigeren Diver A10. Wo der A10 als kompakter Preis-Leistungs-Tipp punktet, zielt der Rover X10 klar auf die Oberklasse – und das merkt man sofort: Der Poolroboter ist groß, schwer und aufwendig konstruiert. Dafür reinigt er Boden, Wände, Wasserlinie und Wasseroberfläche. Praktisch: Die mitgelieferte Aquasonar-Boje ermöglicht Steuerung und Umleitung auch unter Wasser.

Im Test überzeugt der Rover X10 als technisch ausgereifter Poolroboter. Er kartiert seine Umgebung, arbeitet systematisch, fährt Kanten ab und weicht Hindernissen dynamisch aus. Die induktive Ladestation erleichtert den Alltag spürbar. Abzüge gibt es für das hohe Gewicht, die umständliche Filterreinigung und Schwächen auf Treppen.

Design und Verarbeitung

Der Rover X10 erinnert weniger an einen klassischen Poolroboter als an ein kompaktes Unterwasserfahrzeug. Das Gehäuse ist groß, massiv und entsprechend schwer – was einerseits hochwertig wirkt, andererseits die Handhabung erschwert. Wer das Gerät aus dem Becken holen möchte, spürt sofort: Hier ist deutlich mehr Gewicht im Spiel als bei kompakteren Modellen.

Immerhin parkt der X10 nach der Reinigung an der Wasseroberfläche – ein klarer Vorteil, denn den Roboter regelmäßig vom Beckenboden zu heben wäre mühsam. Beim Auftauchen lässt er bereits Wasser ab und wird dadurch etwas leichter. Vollkommen mühelos ist die Entnahme trotzdem nicht. Der Vorteil gegenüber einfacheren Geräten bleibt aber deutlich: An der Oberfläche ist der Rover gut erreichbar und lässt sich wesentlich leichter greifen.

Die Verarbeitung entspricht dem Premiumanspruch. Mova setzt auf ein komplexes Antriebssystem, mehrere Reinigungselemente und zusätzliche Seitenbürsten, die in der Praxis besonders nützlich sind: Sie verbessern die Navigation an der Oberfläche und sammeln Schmutz effizienter ein. Das steigert die Reinigungsleistung – erhöht aber auch Größe und Komplexität des Geräts.

Modi, App und Aquasonar

Bei den Reinigungsmodi geht der Rover X10 über den Diver A10 hinaus: Er reinigt Boden, Wände, Wasserlinie, Kanten, Flachwasserbereiche und die Wasseroberfläche. Eco- und Turbo-Modus sind keine separaten Hauptmodi, sondern lassen sich bei den meisten Programmen direkt zuschalten. Auch mehrfache Reinigungsdurchläufe lassen sich vorab festlegen – das macht die Bedienung flexibler und erlaubt eine gezieltere Anpassung an den jeweiligen Poolzustand.

Das größte Highlight ist Aquasonar. Die mitgelieferte Boje schwimmt auf der Wasseroberfläche, misst die Wassertemperatur und fungiert als Kommunikationsbrücke zum Roboter. Da Funksignale unter Wasser stark gedämpft werden, setzt Mova auf Ultraschall zur Signalübertragung – und ermöglicht so Steuerbefehle während der laufenden Reinigung. Wer merkt, dass ein Bereich bereits sauber ist oder mehr Aufmerksamkeit benötigt, kann also jederzeit eingreifen.

Besonders praktisch: der Rückruf zur Oberfläche. Statt den Reinigungszyklus abzuwarten, lässt sich der X10 gezielt zurückholen. Das hebt ihn deutlich von einfacheren Poolrobotern ab, die nach dem Start autonom und ohne Eingriffsmöglichkeit arbeiten.

Navigation und Reinigung

Nach dem Start benötigt der Rover X10 einen kurzen Moment zum Abtauchen, arbeitet danach aber überzeugend. Er kartiert seine Umgebung in 360 Grad, fährt Kanten ab und passt seine Route dynamisch an – ähnlich einem Saug- oder Mähroboter reagiert die Navigation nachvollziehbar auf Hindernisse und schwierige Bereiche.

Die Reinigungsleistung ist insgesamt hervorragend. Der X10 deckt mehr Bereiche ab als klassische Poolroboter – auch die Wasseroberfläche gehört dazu. Das ist besonders nützlich, um Blätter, Insekten und leichten Schmutz abzuschöpfen, bevor er absinkt. Auf dem Boden und an der Wasserlinie arbeitet der Roboter gründlich.

Ecken und Kanten bewältigt der X10 besser als viele einfachere Modelle – die Baugröße ist dabei aber nicht immer ein Vorteil. Bei Treppen zeigt sich die Kehrseite des großen Gehäuses: Der Roboter versucht zwar, solche Bereiche zu bewältigen, kommt dort aber nicht so souverän zurecht wie auf offenen Flächen. Wer einen Pool mit vielen Stufen, engen Zwischenräumen oder stark verwinkelten Bereichen hat, sollte das einkalkulieren.

Filter und Wartung

Beim Filtersystem setzt Mova auf einen Grobfilter mit 180 µm und einen optional einsetzbaren Feinfilter mit 3 µm. Damit erfasst der Rover X10 sowohl grobe Verschmutzungen wie Blätter und Insekten als auch sehr feine Partikel. Im Test passt das zur insgesamt starken Reinigungsleistung – gerade nach der Oberflächenreinigung und in Randbereichen sammelt der Roboter sichtbar viel Schmutz ein.

Die Filterreinigung ist weniger komfortabel gelöst. Eine zweite Klappe zum einfachen Ausspülen fehlt – wie schon beim Diver A10. Immerhin lassen sich einzelne Filterelemente abnehmen, was eine gründlichere Reinigung ermöglicht, aber Zeit kostet. Wer den X10 regelmäßig nutzt, sollte das einplanen. Für ein Premiumgerät hätte die Filterentnahme komfortabler ausfallen dürfen.

Akku und Laden

Bei der Laufzeit gehört der Rover X10 zur Spitzengruppe im Test. Mova gibt bis zu sechs Stunden an. Realistisch sind im normalen Betrieb vier bis viereinhalb Stunden. Das reicht problemlos für große Privatpools und längere Reinigungsprogramme.

Einwandfrei gelöst ist die Ladestation. Der X10 lädt nicht per Kabel, sondern induktiv über ein mitgeliefertes Dock – das ist komfortabler und sicherer als ein offener Ladeport am nassen Gerät. Roboter abstellen, fertig. Gerade bei einem Poolroboter ist das ein spürbarer Alltagsvorteil.

Preis

Mit einem Listenpreis von 2499 ist der Mova Rover X10 kein Gerät für Gelegenheitsnutzer. Im Angebot ist er teilweise auch schon ab 1299 Euro zu haben – auch das ist noch ein stolzer Preis, der aber durch die Ausstattung gerechtfertigt wird: Oberflächenreinigung, Aquasonar-Boje, 360-Grad-Kartierung, dynamische Routenführung, induktives Laden und starke Filterung heben den X10 deutlich von günstigeren Modellen ab.

Fazit

Der Mova Rover X10 ist ein beeindruckender, aber nicht perfekter Poolroboter. Die Reinigungsleistung überzeugt, weil das Gerät nicht nur Boden, Wände und Wasserlinie, sondern auch die Wasseroberfläche bearbeitet. Aquasonar ist mehr als ein Gimmick: Die Boje macht den Roboter unter Wasser erreichbar, erlaubt nachträgliche Steuerbefehle und ermöglicht den Rückruf zur Oberfläche. Zusammen mit 360-Grad-Kartierung, dynamischer Routenführung und induktiver Ladestation wirkt der X10 technisch deutlich moderner als viele Konkurrenten.

Gleichzeitig ist er groß, schwer und nicht in jeder Situation handlich. Treppen bleiben trotz Premiumanspruch eine Schwäche, die Filterreinigung könnte komfortabler sein. Der hohe Preis setzt voraus, dass man die vielen Funktionen wirklich ausreizt. Für große Pools und Nutzer, die eine möglichst vollständige Reinigung inklusive Oberfläche wollen, ist der Rover X10 dennoch eine klare Empfehlung.

Wer nur gelegentlich den Poolboden reinigen möchte, fährt mit einem einfacheren Gerät besser. Wer dagegen maximale Automatisierung, flexible Steuerung und eine umfassende Reinigung sucht, bekommt mit dem Rover X10 ein starkes Gesamtpaket.

Poolroboter Beatbot Sora 30 im Test: Günstiger Allrounder reinigt gut

Der Beatbot Sora 30 reinigt als Poolroboter Boden, Wände und Wasserlinie zuverlässig, parkt an der Oberfläche und bietet einen großen Filterkorb.

VORTEILE

  • gute Reinigungsleistung mit solider Laufzeit
  • reinigt Boden, Wände und Wasserlinie
  • auch für flache Bereiche geeignet
  • großer, gut erreichbarer 5-Liter-Filterkorb
  • automatisches Parken an der Wasseroberfläche

NACHTEILE

  • keine Reinigung der Wasseroberfläche
  • Ecken bleiben eine typische Schwachstelle
  • Filter nicht ganz so komfortabel wie bei den besten Modellen

Der Beatbot Sora 30 reinigt als Poolroboter Boden, Wände und Wasserlinie zuverlässig, parkt an der Oberfläche und bietet einen großen Filterkorb.

Der Beatbot Sora 30 positioniert sich als vernünftiger Einstieg in die Mittelklasse kabelloser Poolroboter. Er verzichtet zwar auf die Oberflächenreinigung des größeren Sora 70, deckt aber die wichtigsten Reinigungsbereiche ab: Boden, Wände und Wasserlinie. Dazu kommen ein großer Filterkorb, App-Anbindung, mehrere Reinigungsmodi und das automatische Parken an der Wasseroberfläche. Preislich bleibt der Sora 30 dennoch attraktiv, da er bereits für unter 600 Euro erhältlich ist.

Im Test zeigt sich der Beatbot Sora 30 als angenehm unaufgeregter Allrounder. Er ist nicht das technisch spektakulärste Modell im Vergleich, erledigt seine Kernaufgaben aber zuverlässig und mit spürbar mehr Komfort als einfache Bodenreiniger. Wer keine automatische Reinigung der Wasseroberfläche benötigt, bekommt hier einen soliden Poolroboter für viele private Becken.

Design und Komfort

Beim Design orientiert sich der Sora 30 sichtbar an den größeren Beatbot-Modellen, fällt aber kompakter und alltagstauglicher aus. Das Gehäuse wirkt modern, sauber verarbeitet und deutlich hochwertiger als bei vielen günstigen Poolrobotern. Die Form ist funktional: Der Roboter liegt breit und stabil im Wasser, besitzt griffige Laufbänder beziehungsweise Ketten und ist so gebaut, dass er sowohl am Boden als auch an der Wand zuverlässig Kontakt hält.

Trotz seiner Ausstattung bleibt der Sora 30 noch gut handhabbar. Er ist nicht so leicht wie einfache Bodenroboter, aber deutlich angenehmer zu bewegen als große Premiumgeräte mit zusätzlicher Oberflächenreinigung. Das macht sich spätestens nach der Reinigung bemerkbar, wenn der Roboter aus dem Pool genommen und der Filter geleert werden muss.

Die Laufbänder sorgen für guten Vortrieb auf Boden und Wand. Der Sora 30 klettert zuverlässig an geeigneten Poolwänden hoch und hält auch an der Wasserlinie stabil genug, um dort zu reinigen. Die Bürsten sind sinnvoll platziert und nehmen Schmutz am Boden sowie an Übergängen gut auf. Die Unterseite wirkt robust, ohne unnötig kompliziert aufgebaut zu sein.

Ein großer Vorteil im Alltag ist das Parken an der Wasseroberfläche. Nach dem Reinigungsdurchgang bleibt der Sora 30 nicht irgendwo auf dem Grund stehen, sondern kommt nach oben und lässt sich dort deutlich leichter greifen. Gerade bei tieferen Becken spart das Kraft und Nerven. Bei einfacheren Modellen muss man den Roboter häufig mit Haken oder Stange vom Boden holen. Beatbot löst das deutlich komfortabler.

Bedienung und App

Die Bedienung des Beatbot Sora 30 ist unkompliziert. Der Roboter lässt sich klassisch starten, bietet aber zusätzlich eine App-Anbindung. Dort kann man Reinigungsmodi auswählen und Durchgänge kontrollieren. Beatbot überfrachtet die App nicht mit unnötigen Zusatzfunktionen, sondern konzentriert sich auf die wichtigsten Einstellungen.

Im Mittelpunkt steht die Reinigung von Boden, Wänden und Wasserlinie. Für viele private Pools reicht das völlig aus. Besonders praktisch ist, dass der Sora 30 auch flache Bereiche wie Plattformen oder größere Stufen bearbeiten kann, sofern sie für den Roboter erreichbar sind. Damit ist er vielseitiger als einfache Bodenreiniger, aber nicht ganz so flexibel wie Modelle mit zusätzlicher Oberflächenreinigung.

Die App macht die Nutzung komfortabler, ist aber kein zwingender Bestandteil der Bedienung. Das passt gut zum Charakter des Geräts. Der Sora 30 soll keine technische Spielerei sein, sondern ein zuverlässiger Helfer für die regelmäßige Poolpflege. Wer den Roboter einfach starten und reinigen lassen möchte, kommt schnell zurecht.

Reinigung und Navigation

Bei der Reinigung liefert der Beatbot Sora 30 eine sehr solide Leistung. Der Roboter fährt den Boden systematisch ab, arbeitet sich an Wänden hoch und bearbeitet auch die Wasserlinie. Gerade bei normaler Alltagsverschmutzung mit Sand, Insekten, Blättern und leichtem Schmutz kommt er gut zurecht.

Die Wasserlinienreinigung fällt ordentlich aus. Hartnäckige Ablagerungen oder stark verschmutzte Ränder bleiben aber auch hier eine Herausforderung. Das gilt besonders dann, wenn sich Schmutz über längere Zeit festgesetzt hat. Für die laufende Pflege reicht die Leistung gut aus, für die Grundreinigung eines lange vernachlässigten Pools ist der Sora 30 weniger gedacht.

Typisch für diese Klasse sind leichte Schwächen in Ecken. Der Roboter kommt zwar an viele Randbereiche gut heran, erwischt aber nicht immer jeden Schmutzrest vollständig. Das ist kein gravierender Mangel, sollte aber eingeplant werden. Wer perfekte Rand- und Eckreinigung erwartet, muss zu teureren Geräten mit aufwendigerer Navigation greifen.

Die Navigation wirkt insgesamt ordentlich, aber nicht übertrieben smart. Der Sora 30 arbeitet nachvollziehbar und effizient, besitzt aber keine Kamera- oder KI-Navigation wie manche Premiumkonkurrenten. Im Alltag stört das wenig, solange der Pool nicht zu verwinkelt ist.

Der wichtigste funktionale Unterschied zum Sora 70 bleibt die fehlende Oberflächenreinigung. Blätter, Insekten und anderer schwimmender Schmutz werden also nicht wie bei einem Skimmer oder dem größeren Modell eingesammelt. Wer häufig Schmutz auf der Wasseroberfläche hat, sollte diesen Punkt beim Kauf berücksichtigen.

Filter und Wartung

Ein klarer Pluspunkt ist der große Filterkorb. Mit rund fünf Litern Volumen muss er nicht ständig geleert werden und bietet genug Platz für typische Verschmutzungen im Alltag. Das ist gerade bei Pools mit Bäumen, Sträuchern oder vielen Insekten in der Umgebung nicht zu vernachlässigen.

Der Filter ist gut erreichbar und lässt sich ordentlich reinigen. Beatbot setzt serienmäßig auf einen 150-µm-Filter, der Blätter, Insekten, Sand und viele übliche Schmutzpartikel zuverlässig zurückhält. Für sehr feine Partikel gibt es optional einen 3-µm-Feinfilter. Damit lässt sich der Sora 30 stärker auf feine Teile wie Algen oder leicht trübes Wasser ausrichten.

Die Reinigung des Filterkorbs ist insgesamt gut gelöst. Ganz perfekt ist sie aber nicht. Wie bei vielen Poolrobotern bleiben in Ecken und Vertiefungen des Korbs gelegentlich Rückstände hängen, die man mit dem Wasserstrahl nicht sofort herausbekommt. Trotzdem gehört die Wartung zu den angenehmeren Lösungen in dieser Preisklasse.

Akku und Alltag

Die Laufzeit ist stark. Beatbot gibt bis zu fünf Stunden an, was für die Bodenreinigung und viele Pools mehr als ausreichend ist. Je nach Modus, Wandanteil und Verschmutzung fällt die tatsächliche Laufzeit meist etwas kürzer aus, bleibt aber praxistauglich. Für normale Reinigungsgänge eines 4-x-8-Meter-Pools reicht der Akku problemlos.

Preis

Aktuell kostet der Beatbot Sora 30 578 Euro. Für unter 600 Euro bietet er deutlich mehr Komfort als viele einfache Bodenreiniger. Gleichzeitig bleibt er spürbar günstiger als Premiumgeräte mit Oberflächenreinigung, Dockinglösungen oder besonders aufwendiger Navigation.

Fazit

Der Beatbot Sora 30 ist ein sehr solider Poolroboter mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Er reinigt Boden, Wände und Wasserlinie zuverlässig, bietet einen großen Filterkorb und parkt nach der Reinigung praktisch an der Wasseroberfläche. Damit ist er im Alltag deutlich komfortabler als viele günstigere Modelle.

Die größte Einschränkung ist die fehlende Oberflächenreinigung. Außerdem ist die Navigation solide, aber nicht auf Premium-Niveau, und in Ecken bleibt gelegentlich Nacharbeit nötig. Trotzdem überzeugt der Sora 30 als ausgewogener Allrounder für alle, die keine High-End-Spielereien brauchen, sondern einen zuverlässigen Poolroboter für die regelmäßige Pflege suchen.

Der wichtigste Unterschied zum größeren Sora 70 ist die fehlende Oberflächenreinigung. Wer diese Funktion nicht braucht, spart mit dem Sora 30 Geld und bekommt trotzdem einen starken Poolroboter für Boden, Wände und Wasserlinie. Wer dagegen regelmäßig Blätter und Insekten von der Wasseroberfläche entfernen möchte, sollte eher zum Sora 70 oder einem zusätzlichen Skimmer greifen.

Ecovacs Ultramarine P1 im Test: Poolroboter mit guter Reinigung unter 500 Euro

Der Ecovacs Ultramarine P1 ist ein günstiger Poolroboter mit guter App, feinen Filtern und solider Reinigung. Beim Komfort spart Ecovacs aber sichtbar.

VORTEILE

  • günstiger Preis
  • einfache Einrichtung per App
  • überraschend gute Filterleistung und -reinigung
  • gute Reinigung an Boden und Wänden
  • kabelloser Betrieb

NACHTEILE

  • keine Ladestation
  • Anschluss muss beim Laden unbedingt trocken bleiben
  • fährt nach der Reinigung nicht automatisch an den Rand
  • reduzierte Sensorik im Vergleich zu teureren Modellen

Der Ecovacs Ultramarine P1 ist ein günstiger Poolroboter mit guter App, feinen Filtern und solider Reinigung. Beim Komfort spart Ecovacs aber sichtbar.

Mit dem Ultramarine P1 steigt Ecovacs in eine Geräteklasse ein, die zuletzt deutlich spannender geworden ist. Poolroboter sollen nicht mehr nur den Boden absaugen, sondern möglichst eigenständig navigieren, Wände reinigen, feinen Schmutz filtern und sich komfortabel per App bedienen lassen.

Viele aktuelle Modelle kosten allerdings schnell mehr als 800 oder sogar 1000 Euro. Der Ecovacs Ultramarine P1 setzt darunter an: Mit einem Preis von 549 Euro gehört er zu den günstigeren kabellosen Poolrobotern. Ausgestattet ist er mit einer Saugleistung von 18.200 Litern pro Stunde, einem zweistufigen Filter mit 180-Mikron-Außennetz und 3-Mikron-Innenfilter sowie einem 5200-mAh-Akku mit bis zu drei Stunden Laufzeit im Eco-Modus.

Im Test zeigt sich schnell: Der Ultramarine P1 ist kein Luxusmodell mit maximaler Sensorik, Dockingstation oder besonders ausgefeilter Rückholfunktion. Dafür macht er vieles richtig, was im Alltag wichtiger ist. Die Einrichtung gelingt einfach, die App führt gut durch den ersten Start, die Filter sind besser als in dieser Preisklasse erwartet und die Reinigungsleistung fällt solide aus. Gerade für kleinere bis mittlere Pools ist der Ecovacs damit ein spannender Einstieg. Auf die Details seiner Performance gehen wir im Test ein.

Design & Verarbeitung

Optisch bleibt der Ultramarine P1 klassisch. Das Gehäuse wirkt funktional, robust und zweckmäßig. Ecovacs setzt auf ein geschlossenes, pooltaugliches Design mit Raupenantrieb und vier Bürstenrollen.

Im Alltag zählt vor allem die Handhabung. Der Roboter lässt sich gut greifen und in den Pool setzen. Nach der Reinigung muss man ihn allerdings wieder vom Grund holen. Genau hier zeigt sich einer der größten Unterschiede zu teureren Modellen: Der P1 fährt nicht automatisch an den Rand und bleibt dort wartend stehen. Wer das von höherpreisigen Geräten wie dem Dreame Z1 Pro kennt, vermisst diesen Komfort sofort. Beim Ecovacs muss man den Poolroboter klassisch herausfischen. Dazu liegt ein Haken bei, der sich an typischen Poolstangen anbringen lässt. Wer seinen Poolroboter möglichst bequem und ohne nasse Arme nutzen möchte, sollte diesen Punkt ernst nehmen.

Dafür ist der Aufbau angenehm unkompliziert. Die Filtereinheit lässt sich leicht per Knopfdruck entnehmen, öffnen und ausspülen. Das ist wichtiger, als es zunächst klingt. Poolroboter sammeln nicht nur Blätter, sondern auch Sand, Pollen, Insektenreste und feinen Bodensatz ein. Wenn die Reinigung des Filters umständlich ist, nervt das nach wenigen Einsätzen. Beim Ultramarine P1 bleibt dieser Wartungsschritt für den Innenfilter einfach, während der grobe Filter das typische Problem anderer Modelle übernimmt: Der Boden ist geschlossen und nicht abnehmbar. Dadurch ist das Ausspülen etwas umständlich.

Einrichtung & App

Positiv überrascht die App-Einrichtung. Beim ersten Start führt Ecovacs sehr verständlich durch die Konfiguration. Dabei fragt die App nicht nur grundlegende Angaben ab, sondern will auch wissen, welche Form das Becken hat, wie groß und tief es ist und ob es sich um einen Aufstell- oder Einbaupool handelt. Zusätzlich lassen sich Besonderheiten zum Boden hinterlegen: eben, schräg oder stufig.

Das ist sinnvoll, weil der Ultramarine P1 nicht mit der aufwendigsten Sensorik arbeitet. Ecovacs setzt auf das hauseigene Smartnavi-System mit einem IMU-Sensor (Inertial Measurement Unit), wie er in ähnlicher Form auch in Smartphones zum Einsatz kommt. Dieser misst Beschleunigung und Drehbewegungen, sodass der Roboter seine Position einschätzen und daraus effizientere Bahnen ableiten kann. Die App-Angaben helfen dem Gerät, den Pool besser einzuschätzen.

Im Vergleich zu teureren Poolrobotern von Aiper, Dreame oder anderen Herstellern wirkt die Navigation zwar weniger souverän, aber nicht völlig planlos, wie wir es schon bei anderen Geräten in dieser Preisklasse gesehen haben. Der P1 arbeitet den Pool nachvollziehbar ab und vermeidet im Test grobe Aussetzer.

Auch die Bedienung bleibt angenehm simpel. Nutzer können laut Hersteller zwischen verschiedenen Reinigungsmodi und Effizienzstufen wählen, etwa für Boden, Wände oder den gesamten Pool. Außerdem unterstützt der Roboter Zeitpläne. Für die meisten Nutzer reicht das völlig aus. Wer hingegen möglichst detaillierte Karten, besonders präzise Live-Darstellung oder erweiterte Automationen erwartet, muss eine Klasse höher schauen.

Wer manuell starten möchte, kann das auch tun. Der Einschalter ist gleichzeitig der Wahlknopf für die Modi. Welcher Modus ausgewählt ist, sieht man auf der Vorderseite an einer LED-Leiste.

Reinigung & Filter

Bei der Reinigung liefert der Ultramarine P1 eine für den Preis überraschend gute Leistung. Er entfernt losen Schmutz zuverlässig vom Boden und kommt auch mit feinerem Material ordentlich zurecht. Besonders positiv fallen die Filter auf: Ecovacs kombiniert ein gröberes Außennetz mit einem feineren Innenfilter. Gröbere Rückstände bleiben gut hängen, feinerer Schmutz wird ebenfalls besser zurückgehalten, als man es bei einem einfachen Einstiegsgerät erwarten würde. Allerdings könnte der feine Innenfilter dichter sitzen, da vor allem im unteren Bereich noch eine größere Lücke ist, die feine Partikel durchlässt.

Wichtig ist daher die richtige Erwartung. Der P1 ist kein High-End-Roboter, der jeden Winkel perfekt erkennt und jeden Bereich mit maximaler Präzision abarbeitet. In einfachen Becken mit ebenem Boden überzeugt er am meisten – nur bei den Ecken schwächelt er. Bei komplexeren Formen, Stufen oder stark strukturierten Bereichen merkt man eher, dass die Sensorik reduziert ist. Die App-Abfrage zur Poolform und Bodenbeschaffenheit hilft, ersetzt aber keine hochauflösende Navigation.

Die Wandreinigung funktioniert grundsätzlich, hängt aber wie bei allen Poolrobotern stark von Oberfläche, Verschmutzung und Poolform ab. Leichte Ablagerungen bekommt der Ecovacs gut in den Griff. Für hartnäckige Ränder, stark haftenden Schmutz oder problematische Ecken bleibt gelegentlich Handarbeit nötig. Das ist aber nichts Ungewöhnliches, sondern kommt selbst bei hochpreisigen Modellen vor.

Akku

Der größte Komfortnachteil ist die fehlende Ladestation. Der Ultramarine P1 arbeitet kabellos im Pool, wird aber nicht über ein Dock geladen. Stattdessen muss man ihn per Kabel aufladen. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Anschluss trocken ist. Das wirkt weniger elegant als bei Modellen mit Station und passt nicht ganz zu dem ansonsten einfachen Bedienkonzept.

Andere Modelle haben übrigens auch keine Station, lösen das Lade-Dilemma jedoch eleganter mit magnetischen Ladeanschlüssen, die offen zugänglich bleiben dürfen. Beim Ecovacs muss man hingegen penibel darauf achten, dass man den Ladeanschluss wieder gut verschraubt hat.

Die Laufzeit ist dagegen unkritisch. Ecovacs gibt bis zu drei Stunden im Eco-Modus und eine mögliche Bodenabdeckung von bis zu 180 Quadratmetern an. In typischen privaten Pools reicht das problemlos. Entscheidend ist eher, dass man den Roboter nach dem Einsatz herausnimmt, reinigt und trocknet, statt ihn dauerhaft im Wasser zu lassen, was wir je nach Modus ohnehin anraten.

Preis

Mit einer UVP von 549 Euro ist der Ecovacs Ultramarine P1 vergleichsweise günstig positioniert. Genau darüber definiert sich auch seine Stärke. Er bietet nicht den Komfort teurer Modelle, reinigt aber besser, als es der Einstiegspreis vermuten lässt. Besonders die Filter, die App-Einrichtung und die solide Grundreinigung machen ihn interessant. Aktuell gibt es ihn sogar schon für 472 Euro.

Fazit

Der Ecovacs Ultramarine P1 ist ein angenehm ehrlicher Poolroboter. Er will kein High-End-Modell sein, sondern eine günstige und einfache Lösung für die regelmäßige Poolpflege. Das gelingt überraschend gut. Die App führt hervorragend durch die Einrichtung, die Angaben zur Poolform, Größe, Tiefe und Bodenbeschaffenheit helfen bei der Reinigung, und die Filter sind für diese Preisklasse erstaunlich stark.

Die Reinigungsleistung ist solide und für ein Gerät der Preisklasse überzeugend. Gleichzeitig spart Ecovacs an Komfortfunktionen. Eine Ladestation fehlt, geladen wird per Kabel, und nach der Reinigung muss man den Roboter selbst aus dem Pool holen. Wer damit leben kann, bekommt einen günstigen Poolroboter mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Poolroboter Mova Diver A10 im Test: günstig und mit langer Akkulaufzeit

Mit bis zu vier Stunden Akkulaufzeit und einem Funktionsumfang, der in der Preisklasse nicht die Norm ist, reinigt der Mova Diver A10 mittelgroße Pools.

VORTEILE

  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • systematische Bodenreinigung & ordentliche Reinigung der Wasserlinie
  • viele Reinigungsmodi mit Zeitplänen
  • gute Akkulaufzeit
  • automatisches Parken am Rand
  • einfache Filterreinigung & zusätzlicher Feinfilter einsetzbar

NACHTEILE

  • Ecken brauchen teils Nacharbeit
  • Treppen schafft er nur bedingt
  • Filterkorb nur mit einer Klappe
  • 3,5-Liter-Filterkorb nicht riesig
  • Wasserlinienreinigung mit weniger Druck als bei stärkeren Modellen

Mit bis zu vier Stunden Akkulaufzeit und einem Funktionsumfang, der in der Preisklasse nicht die Norm ist, reinigt der Mova Diver A10 mittelgroße Pools.

Der Mova Diver A10 zählt zu den günstigeren Poolrobotern im Testfeld, wirkt aber nicht wie ein einfaches Sparmodell. Das beginnt bereits beim Gehäuse: Der Roboter ist vergleichsweise kompakt, sieht modern aus und lässt sich dank großen Griffs gut handhaben. Gleichzeitig verspricht Mova eine Ausstattung, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Der Diver A10 reinigt Boden, Wände und Wasserlinie, bietet mehrere Reinigungsprogramme, lässt sich per App steuern und fährt nach der Reinigung automatisch an den Rand.

Im Alltag zeigt sich der Mova Diver A10 als erfreulich runder Poolroboter für kleinere bis mittelgroße Pools. Er fährt den Boden systematisch ab, reinigt die Wasserlinie ordentlich und bietet genügend Modusauswahl, um ihn an unterschiedliche Verschmutzungen anzupassen. High-End-Modelle arbeiten in schwierigen Bereichen zwar druckvoller und souveräner, doch gemessen am Preis liefert der Diver A10 eine starke Vorstellung.

Design und Verarbeitung

Der Mova Diver A10 gehört zu den unauffälligeren Geräten im Test – im positiven Sinn. Er ist kompakt, wirkt nicht überladen und macht optisch einen modernen Eindruck. Das Gehäuse ist handlich genug, um den Roboter bequem in den Pool zu setzen oder nach der Reinigung wieder herauszunehmen. Dabei hilft der großzügige Griff. Sollte der Roboter doch einmal am Beckenboden stehen, lässt er sich mit dem mitgelieferten Haken gut greifen und herausziehen.

Die Verarbeitung passt zur Preisklasse, fällt aber nicht billig aus. Der Diver A10 wirkt robust genug für den regelmäßigen Einsatz und lässt sich im Alltag unkompliziert bedienen. Besonders praktisch ist das automatische Parken am Beckenrand. Nach dem Reinigungszyklus oder bei weniger als zehn Prozent Akkuladung fährt der Roboter an eine besser erreichbare Position. Das ist deutlich angenehmer als bei einfachen Modellen, die nach der Arbeit irgendwo auf dem Grund stehen bleiben.

Einrichtung, App und Bedienung

Die App gehört zu den Stärken des Mova Diver A10. Sie wirkt übersichtlich und bietet mehr Einstellmöglichkeiten, als man bei einem Gerät im unteren Preissegment erwarten würde. Besonders gut gefällt die Auswahl der Reinigungsmodi. Zur Verfügung stehen Eco für die Bodenreinigung, „Erst Wand, dann Boden“, „Nur Boden“, „Nur Wand mit Wasserlinie“, „Turbo Boden“, „Sonnendeck“ für Flachwasserbereiche, „Bodenkante“ und eine vollständige Reinigung.

Damit lässt sich der Roboter gut auf den jeweiligen Pool und den aktuellen Verschmutzungsgrad abstimmen. Wer nur etwas Sand vom Boden entfernen möchte, wählt einen anderen Modus als nach einem windigen Tag mit Schmutz an der Wasserlinie. Auch Zeitpläne lassen sich anpassen. Dabei kann man Startzeit, Wochentag und Reinigungsmodus festlegen. Das ist praktisch, wenn der Poolroboter regelmäßig arbeiten soll, ohne jedes Mal manuell gestartet zu werden.

Das Reinigungsprotokoll zeigt anschließend die Reinigungsdauer und das gefilterte Wasservolumen in Litern an. Die Funktion ist nicht zwingend notwendig, vermittelt aber einen guten Eindruck davon, wie viel der Roboter gearbeitet hat. Insgesamt wirkt die App nicht überfrachtet, sondern sinnvoll auf die Praxis abgestimmt.

Reinigung und Navigation

Bei der Bodenreinigung macht der Mova Diver A10 eine gute Figur. Er fährt den Boden systematisch ab und arbeitet deutlich geordneter als einfache Poolroboter, die eher zufällig durch das Becken fahren. Dadurch wirkt die Reinigung nachvollziehbar und effizient.

Leichte Schwächen zeigt er in Ecken. Er fährt zwar ordentlich an sie heran, nimmt dort aber nicht immer alles vollständig mit. Der Rest fällt nicht dramatisch aus, dennoch ist gelegentlich Nacharbeit nötig. Auch bei Treppen ist der Diver A10 nur bedingt überzeugend. Er probiert sich an Stufen und Hindernissen, kommt dort aber nicht mit der gleichen Sicherheit weiter als teurere Modelle mit stärkerer Sensorik oder kräftigerem Antrieb.

Die Wasserlinienreinigung gelingt grundsätzlich ordentlich. Andere Poolroboter bringen hier allerdings mehr Druck auf die Oberfläche und lösen hartnäckige Ablagerungen besser. Mova versucht, das mit einem Doppelreinigungsmodus auszugleichen. Das funktioniert im Alltag besser als erwartet, ersetzt aber keine kräftige mechanische Reinigung. Für normale Verschmutzungen reicht die Leistung aus, bei stärker anhaftenden Rändern muss man gelegentlich manuell nachhelfen.

Filter und Wartung

Der Filter gehört zu den positiven Überraschungen des Diver A10. Der Filterkorb fasst 3,5 Liter und ist damit nicht riesig, im Alltag aber ausreichend groß. Für typische Verschmutzungen wie Blätter, Sand, Insekten und feineren Bodensatz reicht das Volumen problemlos aus. Bei sehr stark verschmutzten Pools oder nach längerer Standzeit muss man den Korb entsprechend häufiger leeren. Ohnehin sollte man den Filterkorb nach jedem Reinigungszyklus säubern.

Die Reinigung gelingt einfach. Der Filter lässt sich über eine Klappe auf der Oberseite öffnen und gut ausspülen. Noch komfortabler wäre eine Konstruktion mit zwei Klappen, weil sich der Schmutz dann leichter vollständig herausspülen ließe. In der Praxis stört das aber nur wenig. Positiv ist der zusätzliche Feinfilter, der separat eingesetzt werden kann. Damit holt der Roboter auch feineren Schmutz aus dem Wasser und wirkt nicht nur wie ein grober Laubsammler.

Akku und Alltag

Bei der Laufzeit überzeugt der Mova Diver A10. Mova gibt im Eco-Modus bei reiner Bodenreinigung bis zu vier Stunden an. Das ist realistisch. Im Test hielt der Roboter bei normaler Leistung mit Boden- und Wandreinigung 182 Minuten durch. Das ist ein starker Wert und reicht für die meisten privaten Pools mehr als aus.

Weniger komfortabel ist das Laden. Der Diver A10 wird per Kabel geladen und besitzt dafür einen Ladeport am Gehäuse. Nach dem Einsatz sollte man unbedingt darauf achten, dass der Anschluss trocken ist und die Abdeckung sauber verschlossen wird. Gerade bei einem Poolroboter ist dieser Punkt wichtig, weil Feuchtigkeit und ein nicht korrekt geschlossener Ladeport langfristig problematisch werden können. Eine Ladestation oder eine kontaktlose Lösung wären im Alltag bequemer.

Positiv bleibt das automatische Parken. Nach erledigter Arbeit oder bei niedrigem Akkustand fährt der Roboter an den Rand. Zusammen mit dem großen Griff und dem Haken ist die Handhabung dadurch angenehmer als bei einfacheren Poolrobotern. Man muss zwar weiterhin zum Becken gehen und das Gerät herausnehmen, muss ihn aber nicht umständlich vom Grund fischen.

Preis

Die UVP des Mova Diver A10 liegt bei 699 Euro. Aktuell gibt es den Poolroboter für 489 Euro .

Fazit

Der Mova Diver A10 ist ein spannender, günstiger Poolroboter. Er sieht gut aus, ist kompakt, lässt sich einfach bedienen und bietet eine überraschend vollständige Ausstattung. Besonders die systematische Bodenreinigung, die lange Laufzeit, die vielen Modi und das automatische Parken am Rand machen ihn im Alltag angenehm.

Schwächen gibt es vor allem bei Ecken, Treppen und hartnäckiger Wasserlinienverschmutzung. Zudem ist das kabelgebundene Laden nicht ideal: Der Ladeport muss nach dem Einsatz trocken sein und sorgfältig verschlossen werden. Das kostet Komfort und verlangt etwas Aufmerksamkeit. Trotzdem bleibt der Gesamteindruck ordentlich. Für Nutzer, die einen bezahlbaren Poolroboter suchen und keine perfekte High-End-Reinigung erwarten, ist der Mova Diver A10 eine gute Wahl.

Wybot S3 im Test: Poolroboter entleert Schmutz eigenständig an Dockingstation

Der Wybot S3 will Poolpflege fast vollständig automatisieren: Er dockt im Wasser an, lädt per Solarstation und entleert sich selbst.

VORTEILE

  • innovative Dockingstation im Wasser
  • automatische Ladung und Selbstentleerung
  • Solarladung spart Kabelverlegung bei ausreichend Sonne
  • externer Schmutzbehälter reduziert Wartungsaufwand
  • Unterwassersteuerung per App, 3D-Kartierung & smarte Navigation

NACHTEILE

  • Dockingstation sehr groß & liegt nicht immer flach an der Wand an
  • problematisch bei manchen Poolabdeckungen
  • keine Reinigung der Wasseroberfläche
  • Verbindung zur Station nicht immer stabil
  • Andocken klappt nicht immer zuverlässig

Der Wybot S3 will Poolpflege fast vollständig automatisieren: Er dockt im Wasser an, lädt per Solarstation und entleert sich selbst.

Der Wybot S3 ist kein gewöhnlicher Poolroboter. Während viele Modelle nach der Reinigung aus dem Wasser geholt, gereinigt und geladen werden müssen, zielt Wybot darauf ab, möglichst viele dieser Schritte zu automatisieren. Der Roboter fährt nach getaner Arbeit zur Dockingstation zurück, lädt dort und entleert seinen Schmutzbehälter in einen externen Auffangbehälter. Die Station bleibt teilweise im Wasser und kann bei ausreichend Sonne per integriertem Solarpanel betrieben werden. Damit entfällt im besten Fall das ständige Kabelverlegen rund um den Pool.

Das klingt nach dem nächsten großen Schritt bei Poolrobotern – und in bestimmten Situationen ist es das auch. Wenn der S3 zuverlässig andockt, die Station gut sitzt und genug Sonne vorhanden ist, reduziert sich der Wartungsaufwand deutlich. Dann muss man im Idealfall nur noch alle paar Wochen den externen Filter beziehungsweise Schmutzbehälter reinigen. Ganz so sorglos funktioniert das System im Test aber nicht immer und lässt Luft für kommende Generationen.

Design und Verarbeitung

Der eigentliche Roboter fällt überraschend kompakt aus und ist mit dem C2 Vision aus dem Vorjahr vergleichbar. Neben großen Premiumgeräten wirkt der Wybot S3 fast handlich. Das ist ein Vorteil, denn auch bei einem automatisierten System muss der Roboter gelegentlich aus dem Wasser genommen oder kontrolliert werden. Das geringe Gewicht erleichtert die Handhabung spürbar. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck: Das Gehäuse wirkt sauber gefertigt, die Laufbänder sitzen ordentlich und die Bauform ist funktional auf Boden-, Wand- und Wasserlinienreinigung ausgelegt.

Der spannendere Teil des Systems ist jedoch die Dockingstation. Sie bleibt im Pool und dient gleichzeitig als Ladebasis und Entleerungsstation. Nach der Reinigung fährt der Roboter zur Station, dockt an und gibt den eingesammelten Schmutz an einen externen Behälter weiter. Genau hier liegt der große Unterschied zu klassischen Poolrobotern: Man muss den S3 nicht nach jedem Einsatz aus dem Wasser holen, öffnen, ausspülen und wieder laden.

Allerdings ist die Station kein kleines Zubehörteil, das man irgendwo unauffällig platziert. Sie benötigt sichtbar Platz am und im Pool und muss so positioniert werden, dass der Roboter sie zuverlässig erreichen kann. Je nach Poolform, Einstieg, Wandbeschaffenheit oder Abdeckung kann das problematisch werden. Bei runden Pools oder Becken mit weit überstehenden Randsteinen ist die Verwendung eventuell nicht möglich. Aber auch die Poolabdeckung sollte man vorher genau prüfen, ob genug Platz bleibt und ob die Station dauerhaft im Wasser bleiben kann, ohne im Weg zu sein.

Im Test lag die Station nicht immer perfekt flach an der Wand an. Dadurch kann es beim Andocken zu Problemen kommen. Eine feste Fixierung an der Wand wäre wünschenswert, ist aber in der Praxis nicht ohne Weiteres möglich. Genau deshalb eignet sich das System vor allem für Einbaupools mit ausreichend Platz und passender Wand. Für Aufstellpools oder sehr kleine Becken ist der S3 dagegen kaum die richtige Wahl.

Bedienung und App

Die App spielt beim Wybot S3 eine größere Rolle als bei einfachen Poolrobotern. Der Roboter kartiert den Pool, kann seine Position anzeigen und lässt sich unter Wasser steuern. Das ist ungewöhnlich und grundsätzlich nützlich. Wer während der Reinigung merkt, dass ein bestimmter Bereich mehr Aufmerksamkeit braucht, kann den S3 gezielt dorthin schicken.

In der Praxis zeigt sich aber auch hier eine Schwäche: Die Verbindung vom Unterwasser-Teil der Station geht gelegentlich verloren und damit auch die zum Roboter. Das irritiert, weil beide eigentlich per Kabel miteinander verbunden sind und gerade diese Kommunikation die Grundlage für Kartierung, Steuerung und automatisches Andocken bildet. Wenn die Verbindung abbricht, wirkt der S3 weniger souverän, als es das Konzept verspricht.

Die Unterwassersteuerung ist dennoch ein spannendes Feature. Sie macht den Roboter flexibler als Modelle, die nach dem Start nur noch ihr festgelegtes Programm abarbeiten und nach getaner Arbeit auftauchen. Gleichzeitig ist sie eher eine Ergänzung als ein Ersatz für zuverlässige Automatik. Bei einem Gerät dieser Preisklasse sollte das System möglichst ohne Eingriffe funktionieren. Genau daran muss Wybot noch etwas arbeiten.

Reinigung und Navigation

Der Wybot S3 reinigt Boden, Wände und Wasserlinie. Eine Reinigung der Wasseroberfläche bietet er allerdings nicht. Das ist bei einem so teuren und technisch aufwendigen Gerät ein wichtiger Punkt, denn schwimmender Schmutz bleibt damit alleinig Aufgabe des Skimmers, eines separaten Oberflächenroboters oder des Keschers. Gerade weil der S3 sonst so stark auf Automatisierung ausgelegt ist, fällt diese Lücke auf.

Bei der eigentlichen Reinigung macht der Roboter einen guten Eindruck. Er fährt den Pool geordnet ab und arbeitet Boden sowie Wandbereiche zuverlässig ab. Auch die Wasserlinie wird ordentlich bearbeitet. Die Reinigungsleistung hängt aber stark davon ab, dass Roboter, Dockingstation und Kartierung sauber zusammenspielen. Wenn die Station ungünstig steht oder die Verbindung wackelt, leidet der Gesamteindruck.

Positiv ist, dass der Roboter kompakt und leicht bleibt. Dadurch kommt er besser mit engen Bereichen zurecht als viele große Premiumgeräte. Gleichzeitig fehlt ihm die Oberflächenreinigung, die bei anderen teuren Modellen inzwischen ein wichtiges Komfortmerkmal ist. Der S3 punktet also weniger durch maximale Reinigungsvielfalt, sondern durch sein automatisiertes Wartungskonzept.

Filter und Wartung

Das Filtersystem ist einer der spannendsten Punkte des Wybot S3. Der Roboter bringt den aufgenommenen Schmutz nach der Reinigung zur Station, die ihn in einen externen Behälter weiterleitet. Wenn das zuverlässig funktioniert, ist der Komfortgewinn erheblich. Statt nach jedem Reinigungslauf den Roboter zu öffnen und den Filterkorb auszuspülen, reicht es im Idealfall, den externen Filter alle paar Wochen zu prüfen und zu reinigen.

Genau das ist der Moment, in dem der S3 sein Versprechen einlöst. Man kann den Poolroboter fast vergessen. Er fährt, reinigt, dockt an, lädt und entleert sich. Für Besitzer größerer Einbaupools, die ihren Pool sauber halten wollen, ist das eine sehr angenehme Vorstellung.

Trotzdem bleibt etwas Skepsis. Die Selbstentleerung funktioniert nur dann wirklich überzeugend, wenn das Andocken zuverlässig klappt und die Station korrekt sitzt. Zudem ersetzt das System nicht jede Wartung. Filter, Bürsten, Ansaugwege und Station müssen weiterhin kontrolliert werden. Der Aufwand sinkt deutlich, verschwindet aber nicht vollständig.

Akku, Laden und Solarbetrieb

Das Laden ist einer der größten Vorteile des Systems. Der Wybot S3 muss nicht wie klassische Poolroboter per Kabel geladen werden. Stattdessen fährt er zur Station zurück. Diese wird per Netzteil oder über Solarenergie versorgt. Bei ausreichend Sonne macht das die Nutzung besonders elegant, weil kein dauerhaftes Stromkabel quer zum Pool gelegt werden muss. Ladezeiten und Laufzeiten spielen dadurch eine sehr untergeordnete Rolle.

In der Praxis hängt der Komfort aber stark von der Umgebung ab. Ein sonniger Standort ist wichtig. Liegt der Pool teilweise im Schatten oder die Station ungünstig ausgerichtet, reicht Solarenergie nicht immer aus. Dann bleibt die Netzladung als Alternative. Das ist gut, relativiert aber den komplett kabellosen Traum.

Auch die Platzfrage bleibt. Die Dockingstation ist nützlich, aber nicht unsichtbar. Sie muss dauerhaft dort bleiben, wo der Roboter sie erreicht, und sie darf weder den Badebetrieb noch die Abdeckung stören. Wer seinen Pool regelmäßig abdeckt, sollte vorher genau prüfen, ob die Station zum eigenen Setup passt.

Preis

Der Wybot S3 ist teuer. Mit einem Preis von etwa 2372 Euro spielt er klar in der Premiumklasse.

Fazit

Der Wybot S3 ist einer der innovativsten Poolroboter im Testfeld. Die Idee ist stark: Der Roboter bleibt im Wasser, fährt automatisch zur Dockingstation, lädt dort, entleert sich selbst und kann bei ausreichend Sonne ohne zusätzliches Kabel betrieben werden. Wenn alles passt, reduziert das den Wartungsaufwand enorm. Dann muss man im Alltag fast nur noch den externen Filter kontrollieren und reinigen.

Genau dieses „wenn alles passt“ ist aber entscheidend. Die Station braucht Platz, funktioniert nicht mit jeder Poolabdeckung problemlos, liegt nicht immer perfekt an der Wand und kann beim Andocken Schwierigkeiten machen. Zudem war die Verbindung zwischen Roboter und Station im Test nicht immer stabil. Eine Oberflächenreinigung fehlt ebenfalls. Damit ist der Wybot S3 kein universeller Testsieger, sondern ein faszinierendes Spezialgerät für passende Einbaupools.

Wer einen geeigneten Pool hat und möglichst viel Automatisierung möchte, findet hier ein technisch spannendes System mit echtem Komfortgewinn. Wer dagegen einen einfachen, flexiblen und verlässlichen Poolroboter sucht, fährt mit günstigeren Modellen oft entspannter.

Medion Life PR1 im Test: Poolroboter mit guter Bodenreinigung für 100 Euro

Der Medion Life PR1 konzentriert sich für rund 100 Euro vollständig auf die Reinigung des Poolbodens. Diese erledigt der kompakte Roboter aber überraschend gut.

VORTEILE

  • sehr günstig
  • überraschend gute Bodenreinigung
  • kompakt und mit 3,3 kg sehr leicht
  • einfache Ein-Knopf-Bedienung und unkomplizierte Reinigung
  • kurze Ladezeit

NACHTEILE

  • reinigt ausschließlich den Boden
  • keine App-Steuerung, Kartierung oder systematische Navigation
  • kein zusätzlicher Feinfilter
  • nur für flache, möglichst faltenfreie Poolböden
  • kleiner 2,2-Liter-Filterbehälter

Der Medion Life PR1 konzentriert sich für rund 100 Euro vollständig auf die Reinigung des Poolbodens. Diese erledigt der kompakte Roboter aber überraschend gut.

Poolroboter kosten schnell mehrere Hundert Euro, besonders wenn sie nicht nur den Boden, sondern auch Wände, Wasserlinie oder sogar die Wasseroberfläche reinigen sollen. Der Medion Life PR1 verfolgt einen deutlich einfacheren Ansatz. Das kompakte Modell kostet rund 100 Euro und kümmert sich ausschließlich um den Poolboden. Eine App, verschiedene Reinigungsprogramme oder eine intelligente Kartierung sind nicht vorgesehen.

Was zunächst nach einem sehr einfachen Einstiegsgerät klingt, erweist sich im Test als durchaus sinnvoll. Der PR1 sammelt üblichen Bodenschmutz ordentlich ein, lässt sich mit einem Knopfdruck starten und ist nach dem Einsatz schnell gereinigt. Er ersetzt keinen vollwertigen Poolroboter der Mittel- oder Oberklasse, nimmt Besitzern kleinerer Aufstell- und Einbaupools aber einen wesentlichen Teil der regelmäßigen Bodenpflege ab.

Design und Verarbeitung

Der Medion Life PR1 ist deutlich kompakter als die meisten Poolroboter im Vergleich. Mit Abmessungen von etwa 34,5 × 26,4 × 15,8 cm und einem Gewicht von lediglich 3,3 kg lässt er sich problemlos tragen, in den Pool setzen und anschließend wieder herausnehmen. Gerade im Vergleich zu großen Geräten mit Wand- und Oberflächenreinigung ist das angenehm. Einige Premiumroboter bringen gefüllt mit Wasser ein erhebliches Gewicht auf die Waage.

Das Gehäuse fällt funktional aus und verzichtet auf aufwendige Sensoren, Kameras oder große Laufketten. Stattdessen bewegt sich der PR1 mit einem einfachen Wasserstrahlantrieb über den Boden. Die Verarbeitungsqualität passt zum niedrigen Preis, ohne einen ausgesprochen billigen Eindruck zu hinterlassen.

Ein Griff erleichtert das Tragen. Zusätzlich legt Medion einen Haken bei, der sich an einer geeigneten Poolstange befestigen lässt. Damit kann der Roboter aus dem Wasser gezogen werden, falls er nach dem Reinigungsvorgang nicht direkt erreichbar ist. In der Regel fährt der PR1 bei niedrigem Akkustand oder am Ende des Programms jedoch an den Beckenrand. Ein vollständiges Auftauchen oder gar Parken an der Wasseroberfläche beherrscht er nicht.

Bedienung ohne App

Einfacher lässt sich ein Poolroboter kaum bedienen. Der Medion PR1 besitzt weder WLAN noch Bluetooth und benötigt keine App oder Benutzerregistrierung. Vor dem Einsatz wird lediglich der Schalter am Gerät betätigt. Anschließend setzt man den Roboter ins Wasser und wartet, bis die enthaltene Luft entwichen ist. Danach beginnt er selbstständig mit der Reinigung.

Unterschiedliche Modi stehen nicht zur Verfügung. Es gibt keine Auswahl für besonders verschmutzte Bereiche, keine Zeitpläne und keine Anpassung der Fahrgeschwindigkeit. Der PR1 bietet im wörtlichen Sinn nur die Grundfunktionen.

Das ist nicht für jeden zwingend ein Nachteil. Gerade bei saisonal genutzten Aufstellpools wollen viele Nutzer keinen weiteren Account anlegen oder vor jeder Reinigung Einstellungen in einer App vornehmen müssen. Der PR1 lässt sich einschalten und direkt einsetzen.

Reinigung und Navigation

Bei der Bodenreinigung schlägt sich der günstige Medion überraschend gut. Er nimmt Sand, kleine Blätter, Insekten und normalen Bodensatz zuverlässig auf. Der Reinigungseffekt ist deutlich sichtbar und fällt besser aus, als es der niedrige Preis zunächst vermuten lässt. Für die regelmäßige Pflege eines kleineren Gartenpools ist die Leistung vollkommen ausreichend.

Der Roboter kartiert den Pool nicht und arbeitet daher keine präzise geplanten Bahnen ab. Stattdessen ändert er nach dem Kontakt mit dem Beckenrand seine Fahrtrichtung. Dadurch werden einzelne Bereiche mehrfach überfahren, während andere möglicherweise erst später erreicht werden. Bei einfachen rechteckigen oder runden Pools funktioniert dieses Prinzip ordentlich. In verwinkelten Becken kann die Flächenabdeckung weniger gleichmäßig ausfallen.

Wichtig ist der passende Untergrund. Der PR1 ist für flache Poolböden ausgelegt. Starke Steigungen, Stufen, ausgeprägte Falten in einer Poolfolie oder stark gerundete Übergänge zwischen Boden und Wand können ihn behindern. Für solche Pools ist ein Modell mit Laufketten und kompetenterer Hindernisbewältigung die bessere Wahl.

An den Wänden fährt der Medion nicht hoch. Auch die Wasserlinie und die Wasseroberfläche bleiben vollständig außen vor.

Filter und Wartung

Der Filterbehälter fasst 2,2 Liter. Damit ist er deutlich kleiner als die drei bis sechs Liter großen Körbe teurerer Modelle. Für kleine und regelmäßig gereinigte Pools reicht das Volumen völlig aus. Ohnehin sollte der Filter unmittelbar nach einem Durchgang geleert werden.

Das Filtersystem arbeitet mit einer Maschenweite von 180 µm. Blätter, Insekten, Haare, Sand und andere typische Verschmutzungen werden damit ordentlich zurückgehalten. Einen zusätzlichen Feinfilter für sehr kleine Partikel bietet Medion nicht an. Feiner Schmutz, Algen oder sehr leichte Ablagerungen können deshalb teilweise wieder ins Wasser gelangen oder nur aufgewirbelt werden.

Die Reinigung ist unkompliziert. Das Gehäuse kann man öffnen, die Filterplatte entnehmen und unter fließendem Wasser ausspülen. Aufgrund des einfachen Aufbaus gibt es kaum schwer zugängliche Stellen. Gerade bei einem Gerät, dessen Filter idealerweise nach jedem Einsatz gereinigt wird, ist das praktisch.

Akku und Laden

Der integrierte Akku hat eine Kapazität von 4500 mAh. Medion gibt abhängig von den Bedingungen eine Laufzeit von 100 bis 120 Minuten an. Für kleinere und mittelgroße Aufstellpools reicht das meist aus, um den Boden in einem Durchgang weitgehend abzufahren. Bei Becken mit 80 bis 100 m² ist allerdings zu bedenken, dass die einfache Navigation keine vollständige und lückenlose Abdeckung garantiert.

Geladen wird der PR1 über ein Kabel direkt am Gerät. Eine Ladestation ist angesichts des Preises nicht zu erwarten. Vor dem Anschließen muss der Ladebereich vollständig trocken sein. Die Ladezeit liegt bei rund 150 Minuten und fällt damit vergleichsweise kurz aus. Der Roboter kann nach einer Reinigungspause noch am selben Tag erneut eingesetzt werden.

Preis

Der geringe Preis ist das stärkste Argument für den Medion Life PR1. Man bekommt ihn für 100 Euro.

Fazit

Der Medion Life PR1 ist kein Konkurrent für Poolroboter mit App, intelligenter Navigation oder Wandreinigung. Er versucht das aber auch nicht. Das günstige Modell beschränkt sich konsequent auf den Boden und erledigt diese Aufgabe überraschend gut. Normaler Schmutz, Sand, kleine Blätter und Insekten werden zuverlässig aufgenommen.

Seine größten Stärken sind der geringe Preis, das niedrige Gewicht und die einfache Bedienung. Einschalten, ins Wasser setzen und nach dem Durchgang den Filter ausspülen – mehr ist nicht nötig. Gleichzeitig sollte man die Einschränkungen nicht unterschätzen. Der PR1 benötigt einen flachen, möglichst faltenfreien Boden, besitzt keinen Feinfilter und lässt Wände, Wasserlinie sowie Oberfläche unangetastet.

Für kleine bis mittelgroße Aufstellpools und Nutzer, die lediglich die regelmäßige Bodenpflege automatisieren möchten, ist der Medion Life PR1 ein überzeugender Preistipp. Wer eine vollständige Poolreinigung erwartet, muss deutlich mehr investieren.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Aiper Scuba X1 Pro Max

Aiper Scuba X1

AGT PRR-85

AGT PRR-120 Poolroboter

Dreame Z1 Pro

Qytron Spider QP01

Wybot C2 Vision

Beatbot Aquasense 2 Ultra



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