
Im Monatsrhythmus blickt ComputerBase auf die Preisentwicklung bei RAM, HDDs und SSDs. Mitte August zeigt sich: In allen Speicherkategorien stiegen die Preise weiter und erreichten somit neue Höchstmarken. Besonders extrem ist die Verteuerung nach wie vor beim Arbeitsspeicher.
Preissteigerung bei RAM, HDD und SSD im Überblick
Das nachfolgende Diagramm veranschaulicht den aktuellen Trend und zeigt das Preisniveau von RAM, HDD und SSD in Form der prozentualen Steigerung gegenüber dem Ausgangspunkt von Mitte September 2025.
Anstieg der Preise von RAM, HDD und SSD seit Mitte September 2025
Aktuelle Meldungen
Die Engpässe bei der globalen Versorgung mit Speicherchips sind mittlerweile fast überall spürbar. Zum Beispiel muss bei Apple trotz saftiger Preiserhöhung wochenlang auf ein MacBook Air gewartet werden, neue Produkte wie das iPhone 18 könnten wegen geringer Stückzahl schnell vergriffen sein. Microsoft hat Anfang August die Preise für Xbox Series X|S wegen der Speicherknappheit nochmals angehoben.
Weitere Meldungen zur Speicherkrise können auf der Themenseite „RAMageddon“ gelesen werden.
Aktuelle RAM-Preise
Die Verteuerung gegenüber den Zeiten vor der Speicherkrise erreichte beim Arbeitsspeicher mit nun 345 Prozent einen neuen Höchstwert, nachdem es zwischenzeitlich eine kleinere Entlastung gab. Die Marke liegt somit jetzt sogar leicht über dem vorherigen Höchstwert von 344 Prozent von Mitte Januar.
Aktuelle HDD-Preise
Die Preise für Festplatten haben sich jetzt gegenüber dem September 2025 um 129 Prozent erhöht. Das sind noch einmal 4 Prozentpunkte mehr als Mitte Juli. Der Preisanstieg erfolgt weiterhin relativ gemächlich und nahezu im Gleichklang mit den SSD-Preisen.
Aktuelle SSD-Preise
Die Preise für SSDs legten in den letzten vier Wochen deutlich zu. Die Verteuerung liegt jetzt bei 126 Prozent und somit nochmals 8 Prozentpunkte höher als zuvor.
Hinweise zur Methodik
Jeweils ein Dutzend der Mitte Oktober 2025 populärsten (nach Aufrufen) Speicherprodukte im Preisvergleich sind die Basis für die Studie zur Preisentwicklung von RAM, HDD und SSD im Online-Handel. Der Überblick zeigt die Teuerung jedes Produkts in Prozent und liefert abschließend einen Durchschnittswert.
Neuerdings ist die Liste der Händler im Preisvergleich bei manchem Produkt voll von kleineren, unbekannten eBay-Händlern. Hier drängt sich die Vermutung auf, dass sich diese erst im Zuge der Speicherkrise eingedeckt haben, um aus den weiter steigenden Preisen Profit zu schlagen – „Scalper“ werden solche Akteure umgangssprachlich genannt.
Die eBay-Verkäufer bieten die Kits teils erheblich günstiger als renommierte Online-Shops an. Da aber ein gewisses Risiko besteht, nicht die gewünschte Ware zu erhalten und solche Angebote den allgemeinen Preistrend verfälschen, werden eBay-Angebote nicht bei der Analyse berücksichtigt. Das gilt auch für Marketplace-Angebote bei Amazon.




