Zahlreiche Tech-Unternehmen wollen, dass Nutzer:innen von Passwörtern auf sicherere Methoden umsteigen. Google hatte schon 2021 angekündigt, dass die Zukunft ohne Passwörter auskommen wird. Stattdessen können Passkeys und andere Methoden schnellere und sicherere Logins garantieren. Jetzt führt das Unternehmen eine weitere Methode ein, um Nutzer:innen das Eingeben von Passwörtern für ihren Google-Account zu ersparen.
Selfie-Video als Google-Login: So geht’s
In einem Blog-Beitrag verkündet Google, dass User:innen sich künftig mit einem Selfie-Video in ihren Account einloggen können. Bei der Einrichtung müssen Nutzer:innen zunächst einen kurzen Clip von ihrem Gesicht mit der Frontkamera des Smartphones aufnehmen. Wie auch bei anderen Verifizierungsmethoden wie Video-Ident müssen User:innen den Kopf anhand der Anweisungen auf dem Bildschirm in verschiedene Richtungen drehen, um alle Seiten des Gesichts einzufangen.
Das Video wird laut Google sicher im zugehörigen Account gespeichert. Versuchst du dich später einzuloggen, hast aber dein Passwort nicht parat, kannst du erneut Selfie-Video auswählen. Google führt dich dann erneut durch die Schritte der Aufnahme und vergleicht im Anschluss beide Aufnahmen miteinander. Stimmen sie überein, bekommst du Zugriff auf deinen Google-Account.
Wie Google betont, soll diese Login-Methode durch „mehrere Sicherheitsebenen“ geschützt sein. Besagte Bewegungen, die Nutzer:innen während des Selfie-Videos durchführen müssen, sollen beispielsweise verhindern, dass jemand ein Foto von dir oder einen Deepfake nutzen kann, um sich in den Account einzuloggen. Zudem sollen verdächtige Anmeldeversuche jederzeit sofort an dich gemeldet werden.
Die Neuerung soll laut Google ab sofort zur Verfügung stehen. Bei einem ersten Versuch konnten wir die neue Login-Methode allerdings noch keinem Google-Account hinzufügen. Google betont zwar, dass es Regionsbeschränkungen geben wird, verrät allerdings nicht, in welchen Regionen das Selfie-Video nicht zur Verfügung stehen wird. Da die Funktion wahrscheinlich in Wellen ausgerollt wird, müssen sich Nutzer:innen vorerst noch gedulden und warten, bis der Rollout vollständig abgeschlossen ist.





