Mini-PC Minisforum AI X1 470 im Test: Mit Ryzen AI 9 flüsterleise unter Last


Minisforum bringt mit dem AI X1 470 einen weiteren High-End-Mini-PC mit sehr starker Ausstattung und zugleich den Nachfolger des X1 AI. Wir haben ihn getestet.

Vor Kurzem haben wir bereits einen Minisforum AI X1 (Testbericht) getestet, da aber nur mit dem etwas älteren Ryzen 7 255 H. Das neue Modell mit dem Namenszusatz „470“ setzt, wie man schon vermuten kann, auf den stärkeren und noch einmal aktuelleren Ryzen AI 9 HX 470 mit Radeon 890M und NPU. Damit soll der KI-Mini-PC noch einmal leistungsstärker und auch effizienter arbeiten.

Auch die restliche Ausstattung passt in das Gesamtbild eines absoluten High-End-Mini-PCs: 32 GB RAM, zweimal USB4, Oculink und Wifi 7. Wir haben den Mini-PC getestet und zeigen, ob er seinen stolzen Preis von 1359 Euro wirklich wert ist. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum AI X1 470?

Im Minisforum AI X1 470 arbeitet der AMD Ryzen AI 9 HX 470 aus der Ryzen-AI-400-Serie. Der im 4-nm-Verfahren gefertigte Prozessor kombiniert vier Zen-5- mit acht kompakteren Zen-5c-Kernen und verarbeitet mit SMT insgesamt 24 Threads. Der Basistakt liegt bei 2,0 GHz, im Boost sind bis zu 5,2 GHz möglich. Die TDP kann der Systemkonfigurator zwischen 15 und 54 W einstellen.

Für die Grafik ist die integrierte Radeon 890M zuständig. Sie basiert auf der RDNA-3.5-Architektur, bietet 16 Compute Units und erreicht laut AMD bis zu 3100 MHz. Dazu kommt eine NPU mit einer Rechenleistung von bis zu 55 TOPS. Das gesamte System aus CPU, GPU und NPU erreicht somit bis zu 86 TOPS.

Unser Testgerät enthält 32 GB DDR5-RAM von Crucial mit 5600 MT/s. Minisforum bestückt dafür nur einen der beiden SO-DIMM-Steckplätze. Aida64 weist intern einen Quad-Channel-Speichercontroller mit 256 Bit aus, im Testgerät arbeitet der Speicher jedoch im Dual-Channel-Modus mit 128 Bit. Die Angaben beziehen sich dabei auf die interne Organisation des Speichercontrollers und sind nicht mit einer klassischen Quad-Channel-Bestückung aus vier Speichermodulen gleichzusetzen.

Offiziell unterstützt der Mini-PC bis zu 64 GB RAM. Im Test arbeitet das System allerdings auch mit insgesamt 96 GB, verteilt auf zwei 48-GB-Module von Crucial mit jeweils 5600 MT/s, einwandfrei. Damit bietet der AI X1 470 deutlich mehr Spielraum als vom Hersteller angegeben.

Als Systemlaufwerk dient eine Kingston-SSD mit 1 TB im M.2-2280-Format. Sie bindet Minisforum über vier PCIe-4.0-Lanes an und erreicht in Crystaldiskmark 6139 MB/s beim sequenziellen Lesen sowie 5334 MB/s beim Schreiben. Damit liefert sie eine für PCIe 4.0 angemessene Leistung. Ein zweiter Steckplatz im Format M.2 2280 steht für eine weitere NVMe-SSD bereit. Laut Hersteller fasst jeder Slot maximal 4 TB, womit insgesamt bis zu 8 TB möglich sind. Ein kleiner Zusatzlüfter versorgt den RAM und beide Laufwerke mit Frischluft.

PCIe 5.0 unterstützt der Mini-PC bei den NVMe-Laufwerken nicht. Das bestätigt ein zusätzlicher Test mit einer 4 TB großen Crucial T700, die grundsätzlich PCIe 5.0 x4 beherrscht. Im AI X1 470 erreicht sie maximal 7126 MB/s beim Lesen und 6987 MB/s beim Schreiben und bleibt damit im Bereich einer schnellen PCIe-4.0-Verbindung. Der Prozessor selbst stellt laut AMD ebenfalls nur PCIe 4.0 bereit.

Das Anschlusspaket fällt umfangreich aus. Dazu gehören Displayport 2.0, HDMI 2.1 und zweimal USB4 mit Displayport-Alt-Mode. Der USB4-Anschluss auf der Rückseite bietet zusätzlich die Fähigkeit zur Eingangsstromversorgung und so kann man den gesamten Mini-PC über USB-C betreiben. Für externe Grafikkarten oder andere PCIe-Hardware steht außerdem Oculink bereit. Etwas knapp fällt dagegen die Auswahl an klassischen USB-Buchsen aus: Insgesamt gibt es nur drei USB-A-Anschlüsse.

Netzwerkverbindungen übernimmt kabelgebunden ein Realtek RTL8125 Gaming mit bis zu 2,5 Gigabit/s. Kabellos kommuniziert der AI X1 470 über Wifi 7 und Bluetooth 5.4. Minisforum setzt dafür auf den Mediatek MT7925, was auch für die Treiberunterstützung unter Linux eine relevante Information darstellt.

Eine Besonderheit sind das integrierte Dual-Mikrofon und der verbaute Lautsprecher. Letztere klingen sehr flach und eignen sich primär für System- und Benachrichtigungstöne. Für Musik, Filme oder Spiele empfiehlt sich weiterhin eine externe Audiolösung. Das Mikrofon liefert grundsätzlich eine solide Sprachqualität, nimmt allerdings viel vom Lüfterrauschen auf. Für gelegentliche Gespräche reicht es aus, für längere Videokonferenzen oder Gaming-Sessions ist ein Headset (Bestenliste) die bessere Wahl.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum AI X1 470?

Im PCmark 10 erreicht der Minisforum AI X1 470 mit dem Workflow der Version 1 durchschnittlich 7597 Punkte. Beim neueren Workflow V2 steigt das Ergebnis auf durchschnittlich 8833 Punkte. Da UL Solutions mit dem zweiten Workflow auch die Testmethodik geändert hat, lassen sich die Ergebnisse beider Versionen nicht direkt miteinander vergleichen. Gegenüber dem kleineren Minisforum AI X1 mit Ryzen 7 H 255 schneidet die X1-470-Variante in beiden Workflows besser ab. Das Modell mit Ryzen 7 war durchschnittlich auf 7168 (V1) oder 8396 Punkte (V2) gekommen. Im älteren Workflow liegt der AI X1 470 so nahezu gleichauf mit dem Minisforum UM890 Pro (Testbericht).

Ein anderes Bild zeichnet 3Dmark Time Spy. Dort erreicht der AI X1 470 insgesamt nur 2321 Punkte. Davon entfallen 2053 Punkte auf die Radeon 890M und 8962 Punkte auf den Prozessor. Das ist insbesondere für die eigentlich leistungsstarke Grafikeinheit enttäuschend. Der ältere AI X1 mit Radeon 780M erreicht 3349 Gesamtpunkte sowie 2986 Grafik-Punkte, der UM890 Pro sogar 3437 und 3063 Grafik-Punkte.

Minisforum AI X1 470 – Performance

In Geekbench 6 erreicht der Mini-PC 2906 Punkte im Single-Core- und 11.255 Punkte im Multi-Core-Test. Hinzu kommen 29.675 Punkte im Grafiktest. Die Single-Core-Leistung liegt damit deutlich vor dem AI X1 mit Ryzen 7 H 255 und dem UM890 Pro, die auf 2599 beziehungsweise 2684 Punkte kommen. Bei der Multi-Core-Leistung kehrt sich das Verhältnis um: Der kleinere AI X1 erzielte 13.086 und der UM890 Pro 13.587 Punkte.

In Cinebench R24 erzielt der AI X1 470 119 Punkte im Single-Core- und 1120 Punkte im Multi-Core-Test. Hier liegt er in beiden Disziplinen vor dem AI X1 mit 104 und 945 Punkten. Auch den UM890 Pro mit 107 und 985 Punkten überholt das neue Modell.

Für aufwendige Spiele reicht die Radeon 890M in der getesteten Konfiguration nur eingeschränkt. In Anno 1800 messen wir in Full-HD und einem fortgeschrittenen Endlosspiel mit 50.000 Einwohnern auf der Hauptinsel durchschnittlich 32 FPS. Dafür nutzen wir das Grafik-Preset „Hoch“ und FSR im Modus „Leistung“. Mit mittleren Einstellungen steigt die Bildrate auf 41 FPS. Das reicht für ein Strategiespiel aus, liegt aber deutlich unter den bis zu 50 FPS, die der kleinere AI X1 mit Radeon 780M bei hohen Details erreicht.

Cities Skylines 2 überfordert die integrierte Grafik weitgehend. In unserem noch relativ frischen Spielstand mit knapp 12.000 Einwohnern erreicht das System in Full-HD durchschnittlich 8 FPS im Preset „Hoch“. Mit mittleren Details sind es 15 FPS, mit niedrigen Einstellungen 17 FPS und im Preset „Sehr niedrig“ maximal 19 FPS. Selbst mit den geringsten Details läuft das Aufbauspiel damit nicht wirklich flüssig.

In CS2 erhalten wir bei hohen Voreinstellungen im Schnitt 43 FPS, ebenfalls in Full-HD.

Der AI X1 470 eignet sich insgesamt hervorragend etwa für Office, Bildbearbeitung und andere CPU-lastige Aufgaben. Die Spieleleistung entspricht dagegen nicht den Erwartungen an eine Radeon 890M, die Werte sind hier trotz aktuellem Treiber enorm schwach und bleiben sogar deutlich hinter der älteren Radeon 780M. Das einzelne SO-DIMM dürfte dabei eine gewisse Rolle spielen, da sich CPU und integrierte Grafikeinheit den Arbeitsspeicher teilen.

Wir vermuten hier aber fast ein Treiberproblem, da der Grafikchip etwa im Geekom A9 Max (Testbericht) mit einem älteren Prozessor der AI-300-Serie problemlos funktioniert und starke Ergebnisse geliefert hat. Oculink schafft immerhin die Möglichkeit, eine externe Grafikkarte mit hoher Bandbreite anzuschließen.

KI: Wie gut ist die NPU des Minisforum AI X1 470?

Die NPU gehört zu den größten Unterschieden zwischen dem AI X1 470 und dem kleineren AI X1 mit Ryzen 7 H 255. Während das ältere Modell keine aktive NPU besitzt, bringt der Ryzen AI 9 HX 470 einen dedizierten KI-Beschleuniger mit. AMD gibt dessen Leistung mit bis zu 55 TOPS an. Damit erfüllt der Prozessor auch die grundlegenden Hardwareanforderungen an einen Copilot+-PC.

Im Procyon AI Computer Vision Benchmark erreicht die Radeon 890M über Microsoft Windows ML und mit FP16-Berechnungen 267 Punkte. Die NPU kommt mit dem AMD-Ryzen-AI-Backend und Integer-Berechnungen dagegen auf 1517 Punkte. Sie bewältigt die Computer-Vision-Aufgaben damit erheblich effizienter und erzielt mehr als das Fünffache des GPU-Ergebnisses. Der direkte Zahlenvergleich beschreibt allerdings nicht ausschließlich die Hardwareleistung, da beide Durchläufe unterschiedliche Datentypen und Backends verwenden.

Im Procyon AI Image Generation Light erzielt die Radeon 890M 1598 Punkte. Der Test läuft mit FP16 über ONNX Runtime, DirectML und Olive 1.20.0. Dabei übernimmt die integrierte Grafik die Bilderzeugung. Die NPU ist für diese Art von hoher, länger anhaltender Rechenlast weniger relevant und eignet sich eher für effizient ausgeführte Hintergrundaufgaben wie Bildanalyse, Sprachverarbeitung oder Funktionen des Betriebssystems.

Der AI X1 470 bietet damit eine deutlich modernere KI-Ausstattung als Mini-PCs mit Ryzen 7000 oder Ryzen 8000. Für kompakte lokale Modelle und KI-gestützte Anwendungen steht zudem viel Arbeitsspeicher zur Verfügung, zumal der Rechner im Test auch mit 96 GB stabil arbeitet. Sehr große Sprachmodelle oder eine schnelle, professionelle Bilderzeugung bleiben allerdings weiterhin das Metier dedizierter Grafikkarten.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Minisforum AI X1 470?

Im Leerlauf begnügt sich der Minisforum AI X1 470 mit etwa 6 W. Bei typischer Alltagsnutzung steigt die Leistungsaufnahme auf durchschnittlich rund 15 W. Für einen Mini-PC dieser Leistungsklasse sind das niedrige Werte.

Unter kombinierter Volllast für CPU, RAM, GPU und SSD steigt die Leistungsaufnahme ganz kurz auf bis zu 95 W. Anschließend zieht das System zunächst maximal 88 W. Die Prozessorkerne arbeiten dabei mit ungefähr 3,5 GHz, während die Radeon 890M etwa 1,6 GHz erreicht. Nach knapp vier Minuten stabilisiert sich die Leistungsaufnahme bei rund 80 W. Der CPU-Takt liegt dann bei knapp 3,3 GHz über alle Kerne, die GPU arbeitet mit etwa 1,5 GHz.

Diese Werte stammen aus einem zweieinhalbstündigen Belastungstest mit Aida64. Das System kann seine Leistung somit über einen langen Zeitraum stabil halten, reduziert nach der anfänglichen Spitzenlast aber sowohl Leistungsaufnahme als auch Taktraten. Im BIOS stehen mit „Silent“, „Balance“ und „Performance“ drei Leistungsprofile zur Auswahl. Unsere Messwerte beziehen sich auf das ab Werk aktive Profil „Balance“.

Minisforum AI X1 470 – Verbrauch

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum AI X1 470?

Der Hauptlüfter des Minisforum AI X1 470 läuft bereits im Leerlauf dauerhaft. Direkt am Gehäuse messen wir dabei rund 23 dB(A). Der Mini-PC ist somit nicht lautlos, bleibt aus üblicher Entfernung aber sehr unauffällig.

Unter kombinierter Volllast zeigt die Lüftersteuerung ein auffälliges, zweistufiges Verhalten. Direkt am Gehäuse steigt die Lautstärke für ungefähr 20 Sekunden auf bis zu 30 dB(A). Anschließend sinkt sie für etwa 20 Sekunden auf rund 25 dB(A), bevor der Ablauf erneut beginnt. Aus einem Meter Entfernung messen wir entsprechend bis zu 22 dB(A) in der lauteren und ungefähr 20 dB(A) in der ruhigeren Phase.

Absolut betrachtet bleibt der Mini-PC damit selbst unter Volllast leise. Der regelmäßige Wechsel zwischen den beiden Lüfterstufen fällt subjektiv allerdings stärker auf als ein gleichmäßiges Geräusch. Das integrierte Mikrofon nimmt den Lüfter zudem deutlich auf, was bei Sprachaufnahmen und Videokonferenzen mit unzureichender Geräuschunterdrückung stören kann.

Die Kühlung behält die Temperaturen zuverlässig im Griff. Während des zweieinhalbstündigen Belastungstests erreicht die CPU maximal 82,2 Grad. Kritische Temperaturen oder ein drastischer Einbruch der Taktraten treten demnach nicht auf. Neben dem Hauptlüfter arbeitet ein kleinerer Zusatzlüfter für den Arbeitsspeicher und die beiden SSD-Steckplätze.

Das BIOS erlaubt eine Anpassung beider Lüfter. Neben der standardmäßig aktiven Automatik stehen „Smart Manual“ und „Fix PWM“ zur Verfügung. Damit lässt sich entweder eine eigene temperaturabhängige Regelung einrichten oder eine feste Lüfterleistung vorgeben. Vor allem das wiederkehrende Hoch- und Herunterregeln unter Last dürfte sich auf diesem Weg reduzieren lassen.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Minisforum AI X1 470 installiert?

Auf dem Minisforum AI X1 470 ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Das System verzichtet zudem auf jedliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Minisforum installiert eine Version der AMD Radeon Software vor, diese ist aber auf einer spezifischen, veralteten Version eingefroren und lässt sich nicht aktualisieren. Hier haben wir stattdessen die aktuellste Version von AMD installiert. Dabei fällt allerdings auch auf, dass die NPU keinen Temperaturwert im Taskmanager anzeigt. Komisch, aber nicht allzu tragisch, da wir die Rechenleistung in unseren Tests zumindest scheinbar problemlos ausschöpfen konnten.

Wir testen zudem Ubuntu 24.04.3 LTS, indem wir über das erweiterte Startmenü in das BIOS gehen, dort Secure Boot deaktivieren sowie die Bootreihenfolge anpassen. Anschließend starten wir Ubuntu von unserem USB-Stick mit Ventoy. Dort angelangt funktioniert erst einmal alles auf Anhieb. Das Display wird korrekt erkannt, WLAN, Bluetooth und LAN sehen die umgebenden Geräte und verbinden sich einwandfrei, und auch der Lautsprecher tut, was er soll. Der AI X1 lässt sich auch durch das Drücken des Power-Knopfs ohne Weiteres aus dem Ruhemodus wieder aufwecken.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum AI X1 470?

Der Minisforum AI X1 470 ist tadellos verarbeitet. Das hellgraue Gehäuse ist aus Metall gefertigt, nur auf der Unter- und Rückseite des Geräts gibt es Kunststoff. Seitlich und auf der Unterseite sind große Meshfronten eingearbeitet, um den Mini-PC mit Frischluft zu versorgen. Die Abluft stößt dieser nach hinten aus. Das Design ist sehr schlicht gehalten und erinnert, wie bei allen hochklassigen Mini-PCs von Minisforum, doch ziemlich an einen Mac Mini von Apple.

Das Gehäuse misst dabei 128 × 126 × 52 mm und lässt sich relativ einfach öffnen. Wir müssen auf der Unterseite nur vier Schrauben lösen und den Deckel abnehmen. Dabei sollten wir vorher auch alle Schrauben ganz aus ihren Versenkungen herausnehmen, da sich diese sonst leicht verhaken und den Prozess deutlich erschweren. Beim Abnehmen achten wir zudem auf die beiden kurzen Kabel für Lüfter und Lautsprecher, damit wir diese nicht versehentlich beschädigen. So haben wir Zugriff auf RAM, SSD, CMOS-Batterie und das WLAN-Modul.

Etwa für das Säubern des Hauptlüfters müssten wir allerdings die gesamte Platine herausnehmen. Dazu muss man allerdings noch die beiden Antennenkabel des WLAN-Moduls an selbigem entfernen, da deren Gegenstück fest mit dem Gehäuse verbunden ist und deren Kürze nur wenig Spielraum zum Manövrieren lässt. Mit etwas Vorsicht und Geduld ist aber auch das für jedermann möglich.

Preis: Was kostet der Minisforum AI X1 470?

Den Minisforum AI X1 470 gibt es derzeit sowohl im Onlineshop des Herstellers selbst für 1359 Euro, als auch bei Amazon für ebenfalls 1359 Euro, allerdings „nur“ mit 32 GB RAM. Als Barebone kostet der Mini-PC noch 759 Euro beim Hersteller. Bei Amazon ist der Preis erneut mit 759 Euro identisch.

Fazit

Der Minisforum AI X1 470 wird nahezu allen Anforderungen an seine Preis- und auch Leistungsklasse gerecht. Gerade bei der CPU-Leistung zeigt er seine Stärken und arbeitet zudem enorm effizient. Die Ausstattung ist ebenfalls stark mit 32 GB RAM, 1 TB SSD, Oculink, Mikrofon, Lautsprecher und gleich zweimal USB4. Hier gibt es nur beim RAM einen Grund zu klagen, dieser kommt nämlich nur als einzelnes Modul – gut fürs Aufrüsten, aber verlorenes Potenzial im Ausgangszustand. Mancher könnte sich auch einen zweiten LAN-Port wünschen, aber hier gibt es ohnehin schon 2,5 Gigabit.

Die beiden größten Probleme des Mini-PCs liegen aber wohl beim Lüfter und der Grafikleistung der Radeon 890M. Der Lüfter ist immer aktiv, was einfach nervt, obwohl er dabei nicht einmal laut ist. Gerade unter Last ist er sogar erstaunlich leise, in dieser Leistungsklasse kann man aber Besseres erwarten für ein richtiges Premium-Gefühl. Die Grafik ist einfach enttäuschend, sodass wir fast ein Treiberproblem vermuten. Hier bleiben wir sogar sehr deutlich hinter der älteren Radeon 780M zurück, die es mittlerweile schon in Mini-PCs der Mittelklasse gibt. In anderen Mini-PCs, wie dem Geekom A9 Max (Anfang Oktober 2025 getestet) gab es keine derartigen Probleme – da war es aber auch die Vorgängerversion dieses Prozessors.

Wir hoffen hier stark auf ein behebendes Update. Wer die Grafikleistung benötigt, sollte hier nicht auf Verdacht kaufen. So ist der AI X1 470 im getesteten Zustand aus unserer Sicht einfach zu teuer, gerade in Anbetracht seiner aktuellen, deutlichen Schwächen – wenn auch insgesamt ein erstklassig ausgestatteter Mini-PC.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.



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