KURZFAZIT | Kettenmähroboter für große Flächen
Der Lymow One Plus ist ein echter Sonderling unter den Mährobotern und verfolgt mit seinem Raupenantrieb ein völlig eigenes Konzept. In unserem Test hat uns die rohe Kraft dieses Geräts überzeugt, gleichzeitig zeigten sich aber deutliche Schwächen im Detail. Für weitläufige, offene Grundstücke ist er eine spannende Wahl, für kleine oder verwinkelte Gärten raten wir dagegen klar ab. Wer viel Fläche und schwieriges Gelände bändigen muss, bekommt hier einen Kraftprotz, sollte aber etwas Geduld bei der Einrichtung mitbringen.
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SCHNELL-CHECK | Das Wichtigste auf einen Blick
- Ideal für: sehr große, offene Rasenflächen und steiles Gelände, bei denen Fläche und Traktion wichtiger sind als millimetergenaue Kanten.
- Weniger ideal für: kleine oder verwinkelte Gärten mit vielen Engstellen, in denen es auf Präzision und einen sauberen Randschnitt ankommt.
- Highlights im Test: unsere rund 45 % steile Testrampe nahm er mühelos, und das kräftige Doppelmähwerk schnitt zügig in geraden Bahnen.
- Beachte: der Roboter ist sehr laut und schwer, außerdem fehlt ein Kantenschneidemodul, weshalb du die Rasenkanten von Hand nacharbeiten musst.
- Tipp: Vergleiche vor dem Kauf mehrere Modelle in unserem Mähroboter Finder, um das passende Gerät für deine Gartengröße zu finden.
VOR- & NACHTEILE | Lymow One Plus
In unserem Test sind uns über die bereits genannten Punkte hinaus einige konkrete Stärken und Schwächen aufgefallen, die wir dir hier gegenüberstellen.
Vorteile
- Kein Begrenzungskabel nötig
- Schnelle 10-A-Ladung
- Elektrische Schnitthöhenverstellung
- Zonenwechsel über Verbindungspfad
- Igel-Attrappe zuverlässig verschont
- Umfangreiche App-Einstellungen
Nachteile
- Nur manuelle Kartierung
- Zahlreiche Fehlermeldungen im Test
- Hindernisse überfahren
- Kein öffentlicher Firmware-Changelog
LANGZEITERFAHRUNG & PROBLEME | Erste Praxis mit dem Kettenmähroboter
Der Lymow One Plus ist noch recht neu auf dem Markt, weshalb sich in unserer SmarthomeAssistent Community bislang nur wenige Erfahrungswerte sammeln lassen. Wir tragen deshalb zunächst unsere eigenen Beobachtungen aus dem Test zusammen und aktualisieren diesen Abschnitt, sobald sich mehr Nutzer austauschen. Schon während unseres Tests fiel auf, dass das Gerät bei der Ersteinrichtung und in engen Bereichen zickte, und auch im Netz berichten Nutzer von ähnlichen Startschwierigkeiten. Damit du diese Punkte von Anfang an im Griff hast, haben wir die wichtigsten Erkenntnisse für dich gebündelt.
So kommst du mit den Startschwierigkeiten des Lymow One Plus zurecht:
- Deaktiviere bei der WLAN-Einrichtung das 5-GHz-Band deines Routers, weil das Gerät im Test nur mit dem 2,4-GHz-Netz zuverlässig eine Verbindung aufbaute.
- Fährst du bei einer Hub-Fehlermeldung das Mähwerk über die Plus- und Minus-Tasten manuell hoch und runter, verschwindet der Fehler in der Regel wieder.
- Räume enge Durchfahrten frei und plane deine Zonen so, dass der Roboter keine schmalen Lücken passieren muss, denn dort blieb er im Test wiederholt hängen.
- Plane nach jedem Mähen etwas Zeit fürs manuelle Nachschneiden der Kanten ein, da der Roboter dort deutlich Abstand hält.
TEST | Was leistet der Kettenmähroboter wirklich?
Hinter dem Lymow One Plus steht das 2022 gegründete Unternehmen Lymow, das sich auf kabellose Mähroboter für große und anspruchsvolle Grundstücke spezialisiert hat. Der One Plus ist der Nachfolger des Lymow One, den wir bereits vorgestellt haben, und positioniert sich klar als Flaggschiff für sehr große Flächen. Statt auf Räder setzt Lymow dabei auf einen Raupenantrieb, wie man ihn sonst eher von Baumaschinen kennt. Wie wir zu unserer Testnote kommen, kannst du transparent in der folgenden Bewertungstabelle nachvollziehen.

TESTERGEBNISSE | So gut hat der Lymow One Plus 10 A abgeschnitten!
| Test Performance 2,6 (Befriedigend) – Preis Leistung 3,8 (Ausreichend) | Ergebnis |
|---|---|
| Note Mähen: 2,9 (Befriedigend) | |
| Schnittbild | 3,5 von 5 |
| Schnitt Rasenkante | 1 von 5 |
| Schnitt Mauerkante | 0 von 5 |
| Rasenfreundlichkeit | 3,5 von 4 |
| Note Navigation: 2,9 (Befriedigend) | |
| Steigung | 5 von 5 |
| Orientierung | 2 von 3 |
| Navigation | 7,5 von 16 |
| Navigation Dauer | 80 von 80 |
| Hinderniserkennung | 22 von 44 |
| Note Technik: 1,4 (Sehr Gut) | |
| Installationskomfort | 2 von 5 |
| Navigationsart | 3 von 4 |
| App-Funktion | 4 von 4 |
| Qualität | 4 von 4 |
| Akkuverbrauch | 50 von 50 |
| Wichtige Funktionen | 5 von 5 |
| Features | 5 von 6 |
| Besonderheiten | 0 von 3 |
Testergebnisse ohne Gewähr
LIEFERUMFANG | Was ist im Paket enthalten?
Im Karton des Lymow One Plus steckt neben dem Mähroboter selbst alles, was du für den Start brauchst. Dazu gehören die Ladestation, ein Netzteil mit den nötigen Kabeln sowie Montagematerial wie Imbusschlüssel und Erdschrauben. Außerdem liegt ein komplettes RTK-System bei, bestehend aus RTK-Modul, RTK-Antenne, Gestänge, einer Wandhalterung und einem separaten Netzteil für die Wandmontage. Eine Bedienungsanleitung rundet das Paket ab. Praktisch ist, dass du den großen 15.000-mAh-Akku im Roboter zu Beginn nur einmalig separat verkabeln musst, sonst startet das Gerät nicht.

DESIGN & QUALITÄT | Ein Mähroboter wie ein kleines Kettenfahrzeug
Optisch erinnert der Lymow One Plus eher an ein kompaktes Kettenfahrzeug als an einen klassischen Mähroboter. Der Großteil des Gehäuses besteht aus Kunststoff, während der Rahmen selbst laut Hersteller aus Automobilstahl gefertigt ist. Das Gerät wirkt hochwertig verarbeitet und ist zweigeteilt in den eigentlichen Roboter und das vorne sitzende Mähwerk. Im Folgenden gehen wir die einzelnen Bereiche von oben nach unten für dich durch.

Oberseite
Auf der Oberseite sitzt ein winziger Regensensor. Dazu kommen Status-LEDs, die dir Fehler, Betrieb und Ladezustand anzeigen. Die obligatorische Stopptaste darf ebenfalls nicht fehlen. Unter einer Klappe versteckt sich zudem ein kleines, eher schlichtes Display, das Akkustand, Verbindung und Fehlermeldungen ausgibt. Über die Bedienelemente lässt sich der Roboter direkt starten, stoppen und zur Station schicken, und mit den Plus- und Minus-Tasten fährst du außerdem das Mähwerk manuell hoch und runter.

Front, Seite und Heck
An der Front sitzt ein Kamerasystem zusammen mit mehreren Ultraschallsensoren, denn der Roboter arbeitet nicht nur mit RTK, sondern auch mit optischer Erkennung. Für die Nachtarbeit sind zusätzlich LEDs verbaut. Seitlich findest du zwei Haltegriffe, wobei wir vom Tragen abraten, da das Gerät mit rund 35 kg extrem schwer ist. Am Heck verbirgt sich hinter einer Klappe schließlich der große Akku.

Unterseite
Unter dem hubgesteuerten Mähwerk arbeiten zwei große, starre Klingen mit bis zu 6000 Umdrehungen pro Minute. Sie decken eine Schnittbreite von 40 cm ab, während sich die Schnitthöhe elektronisch zwischen 3 und 10 cm verstellen lässt. Ein Kantenschneidemodul fehlt allerdings, was sich beim Randschnitt bemerkbar macht. Wie stark, das klären wir gleich im Abschnitt Navigation. Angetrieben wird der Roboter über ein Kettensystem, das ihn ähnlich einem Allradantrieb sogar auf der Stelle wenden lassen könnte. Seitlich sitzen zudem zwei omnidirektionale Räder, die sich mitverstellen und die eingestellte Schnitthöhe halten.

AUFBAU | RTK-Antenne und die ersten Hürden
Der Aufbau des Lymow One Plus verlangt etwas Geduld, ist aber gut machbar. Zuerst haben wir die Ladestation aufgestellt, im Boden verankert und das Netzteil an der Hauswand entlang bis zur Steckdose geführt. Beachte dabei, dass die Steckdose maximal rund 10 m entfernt sein sollte. Die Station selbst darf auch außerhalb des Rasens stehen, das ist überhaupt kein Problem.
RTK-Modul
Anschließend wird die RTK-Antenne zusammengebaut. Du steckst das Gestänge zusammen, führst das Kabel hindurch, setzt das RTK-Modul auf und schraubst die Antenne an. Danach stellst du die fertige Antenne unter freiem Himmel auf, entweder mit separatem Netzteil oder direkt per Kabel an der Station. Ähnlich wie beim ebenfalls RTK-basierten UBHOME M10 braucht die Antenne dabei freie Sicht zum Himmel. Wie sich RTK von anderen Systemen unterscheidet, erklären wir dir zudem in unserem Ratgeber zu den Navigationsmöglichkeiten eines Mähroboters sowie grundlegend im Beitrag zu Mährobotern mit GPS.

Ladestation
Zum Schluss verbindest du alle Kabel mit der Station und stellst den Roboter zum Laden auf. Genau dieser letzte Schritt ist wegen des hohen Gewichts der anstrengendste Teil der gesamten Installation. Bei der Verbindung mit dem WLAN hatten wir im Test allerdings Schwierigkeiten. Erst als wir im Router das 5-GHz-Band deaktivierten und nur das 2,4-GHz-Netz nutzten, klappte die Einrichtung zuverlässig. Zusätzlich meldete das Gerät einen Hub-Fehler, den wir erst durch manuelles Hoch- und Runterfahren des Mähwerks beheben konnten. Wie zuverlässig die kamerabasierte Erkennung anschließend arbeitet, prüfen wir weiter unten im Abschnitt Hindernisse.
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MÄHVORGANG | Kartierung und Zonen
Anders als viele Konkurrenten bietet der Lymow One Plus keine automatische Kartierung, du musst die Fläche also manuell anlernen. Dabei fährst du den Roboter über eine virtuelle Steuerung im Smartphone an den Rasenkanten entlang. Anders als kamerageführte Modelle wie der TerraMow V600, die ihre Fläche selbstständig anlernen, verlangt der Lymow ausschließlich diese manuelle Variante. Nach kurzer Eingewöhnung klappt das gut, auch wenn sich der Roboter anfangs etwas hakelig steuern lässt.

Zonen und Verbindungspfade
In unserem Testgarten mit zwei getrennten Rasenzonen zeigte sich schnell eine Schwäche. An einer Engstelle schloss der Roboter die erste Zone vorzeitig und löschte den bereits kartierten Teil, sodass wir die Zone 1 in zwei Teilstücken anlegen und über einen Pfad verbinden mussten. Die zweite Zone ließ sich anschließend problemlos kartieren, und auch der Verbindungspfad sowie eine Sperrzone rund um eine Tanne funktionierten zuverlässig. Wer mehrere Flächen betreiben will, findet weitere passende Geräte in unserem Mähroboter Finder.

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Sperrzonen
Sperrzonen richtest du beim Lymow One Plus einfach ein, indem du einmal mit dem Mähroboter um den betreffenden Bereich herumfährst. Im Test wurde so eine Tanne als Sperrzone markiert, die der Roboter danach zuverlässig gemieden hat. Auch eine Abbruchkante am Hauszugang, an der ein Absturz drohte, umfuhr das Gerät sicher, wenn auch mit recht großzügigem Abstand. Nachträglich lassen sich Sperrzonen jederzeit in der App anpassen, erweitern oder neu einzeichnen.

NAVIGATION | So bewegt sich der Lymow One Plus
Beim Mähen fährt der Lymow One Plus schön gerade Bahnen mit einem gewissen Abstand, was bei 40 cm Schnittbreite aber völlig normal ist. Der Roboter ist dabei zügig unterwegs und wirkt kraftvoll, gleichzeitig fällt sofort seine Lautstärke auf. Er gehört zu den lautesten Mährobotern, die wir bisher im Test hatten, in etwa vergleichbar mit dem Kantenschneidemodul der Ecovacs-Geräte. Für den ruhigen Sonntagseinsatz eignet er sich damit nicht.

Für unsere rund 200 m² große Testfläche benötigte er etwa 52 Minuten und verbrauchte dabei rund 23 % Akku. Dank der 10-A-Schnellladung war der große Akku anschließend zudem wieder flott einsatzbereit. Wer mit einer etwas längeren Ladezeit leben kann, findet in der günstigeren Variante mit 5-A-Ladung eine Alternative, die wir dir in unserem Lymow One Plus 5A Test ebenfalls genauer vorstellen.
Wendemanöver und Steigung
Obwohl der Kettenantrieb ein Wenden auf der Stelle erlauben würde, setzt der Roboter auf eine schonendere Mehrpunkt-Wendung. Durch das hohe Gewicht bleiben zwar Spuren im Rasen zurück, diese richten sich nach kurzer Zeit aber wieder auf. In unserem Testgarten gibt es eine Stelle mit rund 45 % Steigung. Diese bewältigte der Roboter, als wäre sie überhaupt kein Hindernis, und rutschte nur gelegentlich beim Drehen kurz weg, fing sich dann aber sofort wieder. Laut Hersteller sind sogar Steigungen bis 100 % möglich, was uns der Kettenantrieb nach diesem Eindruck ohne Weiteres abnimmt.

Rasenkanten
Beim Randschnitt zeigt sich hingegen die größte Schwäche. An geraden Mauern fährt der Roboter zwar recht eng entlang, an unserer geschwungenen Mauer und an vielen anderen Kanten hält er jedoch deutlich zu viel Abstand. Da ein Kantenschneidemodul fehlt, bleibt unter dem Roboter zwangsläufig ein Streifen Rasen stehen. Ein manuelles Nachmähen der Kanten ist bei diesem Gerät daher Pflicht. Immerhin bestand an einer Klippe am Hausaufgang keine Absturzgefahr, weil er ohnehin großen Abstand zu Kanten hält.

Engstellen
Bei Engstellen zeigt der Lymow One Plus deutliche Schwächen. Im Test stellte eine rund 60 cm schmale Passage den Roboter vor Probleme: Er blieb wiederholt hängen, produzierte über 50 Fehlermeldungen und musste mehrfach manuell neu gestartet werden. Nach einem Zusammenstoß verlor er trotz RTK-Navigation kurzzeitig die Orientierung und krachte gleich mehrmals gegen die Hauswand. Auch eine schwere Holzbank, die eine weitere Engstelle simulierte, schob er beim Durchfahren einfach vor sich her. Wer im eigenen Garten also enge Durchgänge hat, sollte hier vorsichtig sein, denn mit Präzision auf engem Raum kommt dieses Gerät nur bedingt zurecht.
HINDERNISSE | Wie sicher erkennt der Roboter Objekte?
Für die Hinderniserkennung kombiniert der Lymow One Plus ein Kamerasystem mit Ultraschallsensoren. Um dies zu prüfen, haben wir in einer Zone mehrere Objekte ausgelegt und den Roboter aus der Vogelperspektive beobachtet. Das Ergebnis fiel dabei gemischt aus.

Praxistest
Hindernisse im Alltag: Wie zuverlässig erkennt der Lymow One Plus Objekte?
Einen Fußball und eine Gartenschaufel berührte der Roboter zwar leicht, mied sie danach aber weitgehend. Einen Rasensprenger schob er dagegen vor sich her, den dahinterliegenden Gartenschlauch erkannte er hingegen zuverlässig. Unsere Igel-Attrappe verschonte er in allen Situationen, was uns besonders wichtig war. Ein Holzpferd und später den Baum stupste er dagegen deutlich an, verschob das Pferd sogar ein Stück und donnerte auch beim zweiten Baum im Garten spürbar dagegen, bevor er auswich. Ausgerechnet ein Paar Kinderschuhe erkannte er nicht und beschädigte sie dabei. Die Hinderniserkennung steckt hier also trotz Kamera und Ultraschall noch etwas in den Kinderschuhen und geht besser.

Sicherheit bei Dunkelheit
Weil die Kamera auf Licht angewiesen ist, empfehlen wir dir, den Roboter nur bei Tageslicht mähen zu lassen. Mehr dazu, wie Kameratechnik im Garten funktioniert und wo ihre Grenzen liegen, erklären wir dir in unserem Ratgeber zu Mährobotern mit Kamera. Des Weiteren ist es auch für den Kleintier- und Igelschutz hilfreich, den Roboter nicht nachts fahren zu lassen.
TECHNISCHE DATEN & ZUBEHÖR | Lymow One Plus 10 A
Allgemein
Maße (L/B/H)75,0 x 60,0 x 32,0 cm
Gewicht35,6 kg
Maße Station (B/T/H)70,0 x 80,4 x 35,25 cm
Bei der Arbeit
Schnittbreite40 cm
Schnitthöhe (min-max)30 mm – 100 mm
Kantenschnitt—
Max. Steigung100 %
Lautstärke62 dB
Umgebung
Fläche7000 qm
Zonen80
Max. Steigung100 %
Positionsbestimmung
GPS / Satellit
Rasenerkennung
Navigationsart
Geordnete Navigation
Hinderniserkennung
Ultraschall
Kamera
+ LED
Stromversorgung
Akkukapazität15 Ah
Ladedauer90 min
Mähdauer180 min
Konnektivität
Bluetooth
Wi-Fi
4G
Bedienung
Schnellwahlscheibe / LCD
Features
Elektrisch höhenverstellbares Mähwerk
Regensensor
Frostsensor
Selbstregulierendes Mähwerk
Wechselakku
Hebesensor
Diebstahlschutz
Zeitpläne
App
Ja
+ Mapping
+ Zonen
Herstellerangaben ohne Gewähr
APP | Lymow App, Steuerung und Übersicht
Gesteuert wird der Lymow One Plus über die kostenlose Lymow App, die für iOS und Android bereitsteht. Das Verbinden per Bluetooth klappte im Test schnell und unkompliziert, lediglich bei der WLAN-Einrichtung mussten wir wie beschrieben nachhelfen. Nach dem Öffnen siehst du zuerst deine erstellte Karte samt Steuerelementen zum Starten, Stoppen und Zurückschicken. Ferner bündelt die App zahlreiche Einstellungen, die wir dir in den folgenden Bereichen aufschlüsseln.

Mäheinstellungen
Die Mäheinstellungen kannst du sowohl global als auch für jede Zone einzeln festlegen.
| Fahrgeschwindigkeit | Tempo des Roboters, global oder pro Zone einstellbar |
| Schnitthöhe | stufenlose Anpassung zwischen 3 und 10 cm |
| Klingengeschwindigkeit | Drehzahl der Messer je nach Grasart |
| Mährichtung | Verlauf der Bahnen, die der Roboter abfährt |
| Kantenschnitt | Feineinstellung für das Verhalten an den Rasenkanten |
| Hinderniserkennung | Empfindlichkeit der Sensorik lässt sich verfeinern |
Neben dem Mähen aller oder einzelner Zonen ist zudem eine Spotzonen-Funktion angelegt, die laut App jedoch erst über ein späteres OTA-Update freigeschaltet wird.

Roboter- und Systemeinstellungen
In den Systemeinstellungen steckt außerdem ein wichtiger Knopf, mit dem du die aktuelle Mähaufgabe beenden und den Roboter zurücksetzen kannst.
| Scheinwerfer | LED-Beleuchtung für die Arbeit bei Dunkelheit |
| Mähen bei Regen | Verhalten des Roboters bei Niederschlag |
| Undock-Einstellung | Verhalten beim Verlassen der Station |
| Lautstärke | Anpassung der Signaltöne |
| Zeitplan | automatische Starts zu festgelegten Zeiten |
| Historische Fahrten | Übersicht der zurückliegenden Mähvorgänge |
| Kartenbackup | Sicherung der erstellten Karte |
| RTK-Diagnostik | Prüfung der Signalqualität |
| Diebstahlsicherung | Alarm beim Verlassen des festgelegten Bereichs |
| OTA-Updates | Installation neuer Firmware über die App |
Kartenbearbeitung
Über die Kartenbearbeitung passt du deine Flächen jederzeit nachträglich an.
| Zonen erweitern | zusätzliche Mähbereiche nachträglich anlegen |
| Pfade zusammenführen | Verbindungswege zwischen getrennten Zonen erstellen |
| Sperrzonen | Bereiche definieren, die der Roboter meidet |
| Station einkartieren | Position der Ladestation außerhalb des Rasens festlegen |
UPDATES | App & Firmware, wie aktuell ist das System?
Stand des Checks: 07.08.2026. Den aktuellen Versionsverlauf für iOS haben wir direkt im Apple App Store ausgelesen. Für Android nutzen wir die Angaben von APKPure, da Lymow nicht bei Uptodown gelistet ist und der Google Play Store keinen öffentlichen Versionsverlauf zeigt. Die Firmware wird ausschließlich over the air über die App verteilt, einen öffentlichen Changelog veröffentlicht Lymow nicht. Aus Übersichtlichkeit zeigen wir dir jeweils nur die neuesten Einträge.
- Lymow App (iOS), Versionsverlauf
-
Version 3.0.8 (03.07.2026): Funktionen zum Teilen und Zusammenführen von Zonen ergänzt, zusätzlich neue Sprachen wie Kroatisch, Tschechisch, Finnisch und Norwegisch.
Version 3.0.7 (28.05.2026): Sprachumschaltung direkt am Gerät (unter anderem Deutsch, Italienisch, Spanisch, Französisch) sowie die neue Funktion „Auto Return to Dock on Error“, beide setzen die Firmware v2.1.48 voraus. Zudem gab es Fehlerbehebungen auf der Zonen-Seite und eine optimierte Cloud-Kommunikation.
Version 3.0.6 (12.05.2026): Diverse Funktionen optimiert und mehrere bekannte Fehler behoben.
Version 3.0.5 (09.04.2026): RTK-Diagnose ergänzt (setzt Firmware v2.1.43 voraus), OTA-Verwaltung verbessert und weitere Sprachen wie Polnisch und Slowenisch nachgereicht. - Lymow App (Android), Versionsverlauf
-
Version 3.0.7 (28.05.2026): Sprachumschaltung am Gerät und die Funktion „Auto Return to Dock on Error“ (beide mit Firmware v2.1.48), außerdem eine Fehlerbehebung bei überlappenden Schaltflächen auf Android-Tablets sowie eine optimierte Cloud-Kommunikation.
Der Android-Versionsverlauf folgt inhaltlich den iOS-Updates, ältere Einträge sind bei APKPure teils ebenfalls einsehbar. - Lymow One Plus, Firmware
- Lymow spielt Firmware-Updates ausschließlich over the air über die Lymow App ein, sobald der Roboter mit dem Netzwerk verbunden ist. Eine öffentliche Versionshistorie veröffentlicht der Hersteller nicht. Die aktuell in den App-Updates referenzierte Firmware trägt die Version v2.1.48, frühere Stände waren unter anderem v2.1.43 und v2.1.42.
PREIS | Was kostet der Lymow One Plus?
Den Lymow One Plus gibt es in zwei Varianten, wir beziehen uns hier auf die von uns betrachtete 10-A-Version für bis zu 7000 m² pro Tag. Der Einführungspreis lag bei 3.199 €, während zum Marktstart zeitweise ein Frühbucherpreis von 2.699 € möglich war. Damit bewegt er sich klar im Premiumbereich der kabellosen Mähroboter und richtet sich an Besitzer sehr großer Flächen. Für dieses Geld bekommst du ein außergewöhnlich geländegängiges Gerät mit kräftigem Doppelmähwerk, musst aber bei Präzision und Randschnitt Abstriche machen. Hinweis: Der Preis kann sich geändert haben.
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FAZIT | Unser Urteil zum Lymow One Plus
Der Lymow One Plus ist ein Sonderling unter den Mährobotern und richtet sich ganz klar an Besitzer sehr großer, offener Grundstücke ab etwa 1000 m². Für den typischen, verwinkelten Hausgarten ist er dagegen überdimensioniert, dort raten wir ausdrücklich ab.
In unserem Test überzeugten vor allem der Raupenantrieb und die Steigfähigkeit, mit denen er unsere 45-%-Steigung mühelos nahm, sowie das kräftige Doppelmähwerk mit seinen sauberen, geraden Bahnen. Auf der anderen Seite kommt er mit Engstellen nicht zurecht, quittierte im Test mehrfach den Dienst und produzierte zahlreiche Fehlermeldungen. Auch bei der Hinderniserkennung und beim fehlenden Randschnitt bleibt deutlich Luft nach oben, und laut ist das Gerät obendrein.
Wer präzise Navigation und saubere Kanten auf kleiner Fläche sucht, ist mit einem Modell wie dem Mammotion LUBA mini AWD LiDAR besser bedient. Suchst du dagegen ein Flaggschiff für große Flächen mit sauberer Navigation, lohnt ein Blick auf unseren Testsieger, den Dreame A3 AWD Pro 3500, oder auf den Mammotion LUBA 3 AWD 3000. Weitere Geräte findest du außerdem jederzeit in unserem Mähroboter Finder.
FAQ | Häufige Fragen zum Lymow One Plus
Zum Abschluss beantworten wir dir die wichtigsten Fragen rund um den Kettenmähroboter.
- Was kann der Lymow One Plus und für welche Gärten eignet er sich?
- Der Lymow One Plus ist auf sehr große, offene Flächen bis zu 7000 m² pro Tag und auf steiles Gelände ausgelegt. Für kleine oder stark verwinkelte Gärten ist er dagegen überdimensioniert und zu wenig präzise.
- Braucht der Lymow One Plus ein Begrenzungskabel?
- Nein. Der Roboter navigiert über RTK und eine kamerabasierte Erkennung, ein Begrenzungskabel ist nicht nötig. Wichtig ist nur, dass die RTK-Antenne freie Sicht zum Himmel hat.
- Wie erstellt man die Karte für den Roboter?
- Die Karte wird ausschließlich manuell erstellt. Dazu fährst du den Roboter über eine virtuelle Steuerung an den Rasenkanten entlang, getrennte Flächen verbindest du anschließend über einen Pfad.
- Schafft der Lymow One Plus auch steile Hänge?
- Ja. In unserem Test bewältigte er eine rund 45 % steile Stelle mühelos. Laut Hersteller sind dank des Kettenantriebs sogar Steigungen bis 100 % möglich.
- Wie gut erkennt der Roboter Hindernisse wie Igel oder Spielzeug?
- Gemischt. Unsere Igel-Attrappe verschonte er zuverlässig, ein Paar Kinderschuhe erkannte er dagegen nicht und beschädigte sie.
- Wie laut ist der Lymow One Plus beim Mähen?
- Sehr laut. Er gehört zu den lautesten Mährobotern in unseren Tests und eignet sich damit nicht für den ruhigen Einsatz an Ruhetagen.
- Muss ich die Rasenkanten nachmähen?
- Ja. Da ein Kantenschneidemodul fehlt, bleibt an den Rändern ein Streifen Rasen stehen, den du von Hand nacharbeiten musst.
- Wie steht es um Akku und Ladezeit?
- Im Roboter arbeitet ein 15.000-mAh-LiFePO4-Akku mit schneller 10-A-Ladung. In unserem Test mähte er rund 200 m² in etwa 52 Minuten und verbrauchte dabei ungefähr 23 % Akku.
- Wo kann ich weitere kabellose Mähroboter vergleichen?
- Passende Alternativen ohne Begrenzungskabel findest du samt Testergebnissen in unserem Mähroboter Finder.
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Mähroboter Finder | Hier findest du den besten für dich!
Unser Mähroboter Finder ist so gestaltet, dass du nach deinen Bedürfnissen filtern kannst und dann das beste, für dich passende Gerät findest. In unserem Tool sind dabei sowohl die technischen Daten als auch all unsere selbst ermittelten Testergebnisse eingeflossen. Mit unserer Vergleichsfunktion kannst du dann zwei oder mehr Geräte miteinander vergleichen und siehst so direkt die Unterschiede. Dadurch ist sichergestellt, dass deine Wünsche direkt zu deinem nächsten Mähroboter führen. Eine Sortierung nach Preis/Leistung, ergänzende YouTube-Videos und ausführliche Testberichte unterstützen dich dabei rundum.
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Mähroboter ID: 150578
Das Testgerät wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Weitere Infos findest du auf unserer Transparenzseite.








