„KI-Slop ist eine Toppriorität für alle von uns‟, sagt Linkedins Chief Product Officer Hari Srinivasan. „Leute kommen zu Linkedin, um mit echten Menschen in Verbindung zu treten.‟ In den vergangenen Monaten hätten die Abwehrsysteme der Plattform Milliarden automatisierter Vorgänge mit KI-Slop oder vielen Posts auf einmal abgewehrt; täglich würden hunderttausende automatisierte Kommentare entfernt. Und jetzt dürfen auch die Nutzer selbst helfen: Linkedin-Beiträge können ab sofort „als KI-Slop‟ gemeldet werden.
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Ein Klick auf die drei Punkte rechts oben öffnet das entsprechende Menü. Was genau „KI-Slop‟ ist, definiert der Chief Product Officer nicht: „Slop ist schwierig zu definieren, und die Definition verändert sich‟, schreibt Srinivasan, „Das lässt uns unsere (KI-)Modelle anpassen und bessere Feeds kreieren.‟ Parallel lässt Srinivasan die Linkedin-eigene Funktion entfernen, mit der Nutzer ihre Beiträge mittels KI „verbessern‟ lassen konnten. Das wird wieder eine simple Rechtschreibkorrektur.
Neue KI-Modelle sollen KI-Slop und anderen „low-quality content‟ besser erkennen und aussortieren. Bei mehr Profilen und Seiten möchte die Linkedin die Identität dahinter verifizieren. Zudem sollen Nutzer einzelne Firmenseiten blockieren können, um deren Beiträge nicht mehr sehen zu müssen. Laut einer Studie ist LinkedIn ist das Soziale Netz mit dem höchsten Anteil KI-generierter Texte.
Linkedins Wachstum braucht KI
Linkedin gehört zum Microsoft-Konzern und zählt nach dessen Angaben mehr als eine Milliarde Nutzer. Der Jahresumsatz Linkedins ist im Ende Juni abgelaufenen Finanzjahr 2026 um elf Prozent auf 19,8 Milliarden US-Dollar gestiegen.
„Linkedin bietet monetarisierte Lösungen, die auf KI-gestützte Erkenntnisse und Produktivität ausgelegt sind‟, heißt es in Microsofts Jahresbericht an die US-Kapitalmarktbehörde SEC (Securities Exchange Commission). „Wachstum wird von unserer Fähigkeit abhängen, die Aktivität der Linkedin-Mitglieder auf der Plattform zu steigern, sowie unserer Fähigkeit, weiterhin Einsichten und KI-gestützte Dienste anzubieten, die für unsere Mitglieder und Kunden von Wert sind.‟
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(ds)





