Lichtsanierung im Parkhaus mit integrierter Notbeleuchtung


Das 1975 eröffnete Parkhaus des Westmorland Shopping Centers in Kendal umfasst sieben Ebenen mit 629 Stellplätzen und ist täglich geöffnet. Die alte Beleuchtungsanlage bestand aus sechs unterschiedlichen Leuchtentypen, die während der gesamten Öffnungszeiten dauerhaft in Betrieb waren. Die Ausleuchtung war schwach, die Energiekosten hoch. Bei der Lichtsanierung stand neben der Energieeinsparung vor allem die Integration einer normkonformen Notbeleuchtung im Vordergrund – kombiniert mit einer intelligenten, sensorbasierten Lichtsteuerung.

Einheitliche Lichttechnologie auf allen Ebenen

RS PRO 5100 SC EM – Notlicht-Variante der Sensor-LED-Leuchte

RS PRO 5100 SC EM – Notlicht-Variante der Sensor-LED-Leuchte

(Bild: Steinel)

Die Wahl fiel auf die LED-Sensor-Wannenleuchte »RS Pro 5100 SC« von Steinel, die in zwei Ausführungen erhältlich ist: mit und ohne Notlichtfunktion. Damit ließ sich auf den Parkflächen und in den angrenzenden Treppenhäusern eine einheitliche Lichttechnologie realisieren. Insgesamt wurden 754 Leuchten installiert. Die vorhandene Verkabelung und bestehende Bohrlöcher der Altleuchten konnten für die Neuinstallation genutzt werden, was den Installationsaufwand deutlich reduzierte. Für die Stromversorgung von Leuchte, Sensor und Notlichtfunktion ist lediglich eine einzige Stromquelle erforderlich; die Vernetzung der Leuchten untereinander erfolgt über Bluetooth Mesh.

Die Leuchte verfügt über ein 31-W-LED-Lichtsystem mit 4.250 lm bei einer Lichtfarbe von 4.000 K (neutralweiß). Die Lebensdauer des LED-Systems beträgt 60.000 Stunden. Einstellung, Vernetzung und Inbetriebnahme erfolgen drahtlos über die Steinel-Connect-App.

Hochfrequenzsensor mit 360-Grad-Erfassung

Der in die Leuchte integrierte 5,8-GHz-Hochfrequenzsensor erfasst Bewegungen in einem Radius von 1 bis 12 m, unabhängig von Gehrichtung und Umgebungstemperatur. Wird eine Bewegung erkannt, schaltet die Leuchtengruppe auf 100 % Beleuchtungsstärke mit einer Nachlaufzeit von einer Minute. Bleibt weitere Bewegung aus, dimmt das System auf ein Grundlicht von 10 %; bei anhaltender Inaktivität schalten die Leuchten vollständig ab. Die Kombination aus Haupt- und Grundlicht reduziert den Energieverbrauch gegenüber einer Dauerbeleuchtung erheblich.

Die Leuchten wurden in Dreiergruppen zusammengefasst, wobei jede Gruppe mit einer benachbarten Dreiergruppe verbunden ist. Über die sogenannte Nachbarfunktion schaltet die letzte Leuchtengruppe eines Parkdecks bereits die erste Leuchtengruppe des angrenzenden Treppenhauses ein, sobald eine Person in diese Richtung läuft. Nicht benötigte Leuchten bleiben dabei im Grundlicht oder schalten ab.

Notbeleuchtung nach EN 60598-2-22

In den sicherheitsrelevanten Bereichen des Parkhauses kommt die Notlichtversion »RS Pro 5100 SC EM« zum Einsatz. Sie entspricht der Norm EN 60598-2-22 und schaltet bei Netzausfall automatisch für drei Stunden auf Notbetrieb um. Im Notlichtbetrieb liefert die Leuchte 687 lm bei 4 W. Die Energieversorgung übernimmt ein integrierter Lithium-Eisen-Phosphat-Akku (LFP); alternativ ist ein Anschluss an eine Zentralbatterie möglich. Eine zweifarbige Status-LED zeigt den Betriebszustand an.

Zur Funktionssicherheit führt die Leuchte alle acht Tage automatische Selbsttests durch, bei denen Sensor, Status-LEDs und Akku geprüft werden. Die Akkukapazität wird viermal jährlich durch eine simulierte Netzunterbrechung getestet. Während des Tests bleibt die Allgemeinbeleuchtungsfunktion erhalten.

Selektive Sensordeaktivierung ohne Unterbrechung der Notbeleuchtung

Die beiden untersten Parkebenen sind als Zusatzkapazität bei Spitzenauslastung vorgesehen. Außerhalb dieser Zeiten soll eine Nutzung durch Parksuchende vermieden werden, ohne die Notbeleuchtung zu unterbrechen – da deren Wiederaufladung Zeit beansprucht. Über die Steinel-Connect-App lassen sich die Sensoren ausgewählter Leuchtengruppen zeitgesteuert deaktivieren, während die Notbeleuchtung unterbrechungsfrei weiterläuft.



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