
§14a EnWG und §9 EEG verpflichten Betreiber steuerbarer Verbrauchseinrichtungen und Erzeugungsanlagen dazu, dem Netzbetreiber eine temporäre Drosselung zu ermöglichen – etwa bei drohender Überlastung des Stromnetzes. Fehlt eine intelligente Regelung, konkurrieren die angeschlossenen Verbraucher in solchen Situationen ungeplant um die verfügbare Leistung.
Die »Home Control Unit« vernetzt EEBUS-fähige Geräte und verteilt die bereitgestellte Leistung geregelt auf die Verbraucher. Welche Geräte dabei bevorzugt weiterbetrieben werden, legen Betreiber selbst in der Homematic-IP-App fest. Die Priorisierung lässt sich jederzeit anpassen.
Kommunikation über EEBUS
Als Kommunikationsprotokoll zwischen der Zentrale und angeschlossenen Geräten dient EEBUS, ein herstellerübergreifender Standard für Energiegeräte. Die »Home Control Unit« trägt die EEBUS-Pilot-Zertifizierung des Living Lab Cologne, was die Kompatibilität mit verschiedenen Systemen sicherstellt. EEBUS-fähige Komponenten lassen sich per Plugin in wenigen Schritten einbinden; eine zusätzliche Verdrahtung über ein Relais entfällt dabei.
Kostenfreie Nutzung bis Ende 2027
LPC und LPP stehen als Erweiterung des bestehenden EEBUS-Plugins bereit. Die Funktionen sind bis zum 31. Dezember 2027 kostenlos nutzbar und sollen anschließend Teil eines kostenpflichtigen Home Energy Management Systems (HEMS) werden. Eine automatische Überführung in das kostenpflichtige Modell findet nicht statt. Wer die Anlage auf diese Weise steuerbar macht, kann zudem von reduzierten Netzentgelten profitieren.






