BMW startet Elektrofahrzeugproduktion in Mexiko ab 2027


Der deutsche Automobilhersteller BMW wird ab dem kommenden Jahr die Produktion von Elektrofahrzeugen in seinem Werk im nordmexikanischen San Luis Potosí aufnehmen. Dort werden dann die Modelle iX3 und i3 auf Basis der Plattform „Neue Klasse“ vom Band rollen., die als neue Generation von Elektrofahrzeugen von BMW gilt. Das kündigte das Unternehmen in einer Mitteilung an.

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BMW bekräftigt damit sein Engagement, sein Werk in San Luis Potosí ab 2027 zu einem strategischen Produktionszentrum für Premium-Elektrofahrzeuge und Hochvoltbatterien auszubauen. „Angesichts des ständigen Wandels in der Automobilindustrie ist unsere Botschaft klar: Wir haben weiterhin Vertrauen in Mexiko, wir haben weiterhin Vertrauen in San Luis Potosí und wir investieren weiterhin in die Zukunft, die wir gemeinsam gestalten werden“, erklärte Klaus von Moltke, Präsident und CEO des BMW Group Werks in San Luis Potosí, in einem Mediengespräch.

Die 25-prozentigen Einfuhrzölle für Autos in die Vereinigten Staaten sowie die rückläufigen Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen in den USA belasten den Automobilsektor. Von Moltke räumte ein, dass dies direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des mexikanischen BMW-Werks hat, da rund 42 Prozent der Produktion in San Luis Potosí in die USA exportiert werden. Zugleich betonte er, dass die Unternehmensstrategie nie auf einen einzigen Markt ausgerichtet gewesen sei. Anders als andere Automobilhersteller, die sich fast ausschließlich auf den nordamerikanischen Markt, allen voran die USA, konzentrieren, wurde das Werk in San Luis Potosí von BMW von Anfang an als globales Exportzentrum konzipiert, von dem aus man in verschiedene Zielmärkte exportiere.

„Einige der Gründe, warum wir als Gruppe hierherkamen, waren der Zugang zu Märkten und die Vermeidung der Abhängigkeit von einem einzigen Markt. Wir exportieren von hier bis nach China“, sagte Von Moltke gegenüber der mexikanischen Tageszeitung Excelsior. Andere Zielmärkte seien Nordafrika, der Nahe Osten und die Europäische Union. „In Europa sind derzeit 60 Prozent der verkauften Fahrzeuge elektrisch. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir auch von diesem Standort aus [Mexiko, Anm.] liefern.“

Wenn ab dem nächsten Jahr das batterieelektrische SUV BMW iX3 und die elektrische Limousine BMW i3 in San Luis Potosí montiert werden, ergänzen diese Modelle die dort ebenfalls gefertigten BMW 3er, das BMW 2er Coupé und den M2. Von Moltke wies darauf hin, dass die Produktion der neuen Fahrzeuge Teil eines 2023 angekündigten Investitionsplans in Höhe von 800 Millionen Euro ist. Dieser sieht den Ausbau der Werkskapazität, die Integration neuer Anlagen und die Entwicklung von Fertigungsprozessen für Elektrofahrzeuge vor, einschließlich der Montage von Hochvoltbatterien.

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Allerdings werde die E-Auto-Produktion in dem Werk im Norden Mexikos laut Von Moltke zunächst mit aus Europa importierten Zellen anlaufen, obwohl einige Zulieferer in China ansässig seien. BMW prüfe jedoch eine Lokalisierung der Produktion in Mexiko, um die Anforderungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens USMCA zu erfüllen, das bis zu 75 Prozent regionale Komponenten vorschreibt. „Die Absicht, auch die Batteriezellen in der Region zu lokalisieren, ist ganz klar. Wir prüfen dies intensiv, und es steht in engem Zusammenhang mit allen Anforderungen der Handelsabkommen“, sagte der BMW-Manager gegenüber dem mexikanischen Wirtschaftsblatt El Financiero. Für BMW gehe es aber nicht nur darum, die Ursprungsregeln zu erfüllen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.


(akn)



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