Bose hat die zweite Generation der QuietComfort-Kopfhörer vorgestellt und kombiniert dabei ein überarbeitetes Design mit neuen Audiofunktionen, einem verbesserten Noise Cancelling und zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten. Neben technischen Neuerungen erweitert Bose die 350 Euro kostenden Kopfhörer um mehrere neue Farbvarianten.
Bose integriert Immersive Audio aus der Ultra-Serie
Mit der neuen Generation der QuietComfort-Kopfhörer übernimmt Bose Funktionen aus der höher positionierten QuietComfort-Ultra-Serie. Neu ist die Unterstützung der TrueSpatial-Technologie, die drei sogenannte Immersive-Audio-Modi bereitstellt: Still-Modus, Motion-Modus und Kinomodus. Das System erzeugt einen virtualisierten Raumklang aus beliebigen Stereo-Quellen und soll den Eindruck vermitteln, sich als Träger der Kopfhörer im optimalen Hörbereich eines Lautsprechersystems zu befinden.
Je nach Modus verhält sich die virtuelle Klangbühne unterschiedlich. Während der Still-Modus die Klangposition unabhängig von Kopfbewegungen konstant im Raum hält, folgt der Motion-Modus den Bewegungen des Nutzers und soll sich insbesondere für den mobilen Einsatz eignen. Der Kinomodus erweitert die räumliche Darstellung bei Filmen und Podcasts, verteilt Hintergrundgeräusche im virtuellen Raum und soll gleichzeitig Dialoge klar und zentral positionieren.
USB-C ermöglicht 24 Bit und 48 kHz
Neben den neuen Raumklangfunktionen setzt Bose weiterhin auf die proprietäre SoundDesign-Digital-Signalverarbeitung. Erstmals unterstützt das neue Modell auch die verlustfreie Audioübertragung über USB-C mit bis zu 24 Bit und 48 kHz.
Bose verspricht besseres Noise Cancelling
Auch die aktive Geräuschunterdrückung (Noise Cancelling) wurde laut Bose überarbeitet. Die Technologie trägt künftig den Namen QuietControl und soll gegenüber der ersten Generation eine höhere Leistung bieten. Besonders Nutzer, deren Kopfhörer aufgrund einer Brille, längerer Haare oder einer Kopfbedeckung nicht vollständig abdichten, sollen von der neuen Generation profitieren.
Möglich wird dies laut Bose durch adaptive „Feedforward-Steuerungen“ und ein System mit sechs Mikrofonen, das Undichtigkeiten zwischen Ohrpolstern und Kopf besser kompensieren soll. Dadurch soll die Noise-Cancelling-Leistung auch bei nicht optimalem Sitz weitgehend erhalten bleiben.
Aware-Modus soll besser reagieren
Darüber hinaus hat Bose den Aware-Modus überarbeitet. Die ActiveSense getaufte Funktion reagiert nun sanfter auf plötzlich auftretende Geräusche wie vorbeifahrende Züge und passt die Stärke der Geräuschunterdrückung natürlicher an. Alternativ lässt sich das Noise Cancelling in der Bose-App vollständig deaktivieren oder individuell konfigurieren. Nutzer können außerdem eigene Hörprofile erstellen und diese über die Aktionstaste an der linken Hörmuschel wechseln.
Zweifarbiges neues Design
Optisch erhält die zweite Generation ein neues Design, zu dem ein neues Kopfband mit glatten Verstellmechanismen sowie weicheren Polstern aus synthetischem Leder zählt. Gleichzeitig wurde die Anpresskraft angepasst, um einen sicheren Sitz mit möglichst geringem Druckgefühl zu kombinieren. Die Bose-Kopfhörer wiegen 230 g und messen 23,11 × 18,5 × 4,65 cm (B×H×T). Neu gestaltete, ovalere Ohrmuscheln sollen den Kopfhörern zudem ein schlankeres Erscheinungsbild verleihen. Ergänzt wird das Design durch farblich abgesetzte Akzente im Inneren der Ohrmuscheln, die ein zweifarbiges Erscheinungsbild erzeugen.
Bose behält physische Tasten
Bose setzt weiterhin auf physische Tasten an den Hörmuscheln. Auf der rechten Seite befinden sich unter anderem Bedienelemente für Wiedergabe, Lautstärke und Telefonfunktionen. Die linke Hörmuschel verfügt über eine Taste zum Wechseln der Hörmodi sowie zur Aktivierung von Funktionen wie Spotify Tap oder dem Sprachassistenten des verbundenen Endgeräts.
Bluetooth 5.4 mit Multipoint-Unterstützung
Bei der Funkverbindung kommt Bluetooth 5.4 mit Multipoint-Unterstützung zum Einsatz, wodurch zwei Geräte gleichzeitig verbunden bleiben können. Android-Nutzer profitieren zusätzlich von Google Fast Pair für eine vereinfachte Einrichtung. Über die Bose-App stehen zusätzlich ein Drei-Band-Equalizer, individuell konfigurierbare Hörmodi, Shortcut-Einstellungen sowie Bluetooth-Verwaltung und Firmware-Updates zur Verfügung.
Über USB-C übertragen die Kopfhörer Audio in beide Richtungen. Dadurch können sie nicht nur Musik wiedergeben, sondern auch als kabelgebundenes Headset für Telefonate oder Videokonferenzen genutzt werden. Zusätzlich legt Bose ein USB-C-auf-3,5-mm-Kabel bei, wodurch sich auch analoge Audioquellen wie Bordunterhaltungssysteme im Flugzeug anschließen lassen.
Bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit gibt Bose mit bis zu 24 Stunden an. Bei aktivierter 360-Grad-Klangfunktion reduziert sich diese auf bis zu 18 Stunden. Die Kopfhörer können auch während der Nutzung geladen werden. Eine 15-minütige Schnellladung soll ausreichend Energie für bis zu 2,5 Stunden Wiedergabe liefern. Eine vollständige Ladung dauert laut Bose rund drei Stunden.
Farben, Preis und Verfügbarkeit
Die Bose QuietComfort-Kopfhörer der zweiten Generation können ab heute zunächst von MyBose-Mitgliedern über die Bose-Website vorbestellt werden. Die Auslieferung beginnt am 13. August. Der empfohlene Verkaufspreis beträgt 349,95 Euro. Die erste Generation bietet Bose derzeit für 250 Euro an, im Preisvergleich sind sie günstiger zu haben (ab 199 Euro).
Zum Marktstart stehen die Kopfhörer in den Standardfarben Schwarz und Rauchweiß zur Verfügung. Ergänzend bietet Bose drei limitierte Farbvarianten an: Eukalyptus-Grün, Tautropfen-Minze und Maulbeer-Rosa.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Bose unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.






