
Ab heute ist der Anbernic RG SP im Shop des Anbieters erhältlich, auch der Versand hat begonnen. Viele der zuvor nur häppchenweise veröffentlichten Spezifikationen des Retro-Handhelds im Klappformat haben sich bestätigt, weitere Details wurden nachgereicht. Wer in den kommenden drei Tagen bestellt, kann erneut Geld sparen.
Gehäuse größtenteils neu entwickelt
Beim RG SP handelt es sich um eine schlankere und überarbeitete Variante früherer Anbernic-Handhelds im Clamshell-Design, der sich in seiner neuen Form optisch noch stärker am klassischen Game Boy Advance SP von Nintendo orientiert und insbesondere an Spieler richtet, die GBA-Titel auf einem kompakten Emulations-Handheld spielen wollen. Wie bereits früh bekannt wurde, sollen für die neue Iteration rund 90 Prozent der Gehäuseform neu gestaltet worden sein. Die kompakteren Abmessungen wurden unter anderem durch schmalere Displayränder erreicht, die Stabilität des Handhelds soll darunter allerdings nicht leiden.
Bei der Technik ist alles beim Alten geblieben
Technisch gibt es gegenüber dem bekannten Konzept im Grunde keine Neuerungen. Das verbaute IPS-Display misst weiterhin 3,4 Zoll und bietet eine Auflösung von 720 × 480 Pixeln. Für die nötige Rechenleistung sorgt ein H700-SoC von Allwinner, der in zahlreichen Retro-Handhelds zum Einsatz kommt und sich dort bewährt hat. Dessen vier Kerne takten laut Hersteller mit maximal 1,5 GHz und werden von einer Arm-Mali-G31-GPU unterstützt. Der Arbeitsspeicher beträgt 1 GB, während der interne Speicher für eigene Inhalte ausschließlich über eine microSD-Karte bereitgestellt wird – unterstützt werden maximal 512 GB. Über einen zweiten SD-Slot kann dieser zudem erweitert werden. Darüber hinaus sind Wi-Fi 4 in den Frequenzbändern 2,4 und 5 GHz sowie Bluetooth 4.2 vorhanden.
Der Akku soll bei einer Kapazität von 3.000 mAh für bis zu sechs Stunden Spielspaß sorgen. Als Betriebssystem kommt ein angepasstes Linux zum Einsatz.
Game-Boy-Fans im Fokus
Die Hardware ist sowohl hinsichtlich der Leistung als auch der Bedienelemente vor allem auf Titel für den Game Boy und den Game Boy Advance (SP) ausgelegt, es sollen sich aber ebenso Plattformen wie NES, Game Boy, Neo Geo und PlayStation 1 emulieren lassen. Anspruchsvollere Systeme liegen laut Hersteller hingegen außerhalb dessen, was der H700-Prozessor sinnvoll bewältigen kann. Hinzu kommt, dass der Handheld keinen analogen Joystick besitzt und damit bereits konzeptionell auf ältere Plattformen mit digitaler Steuerung zugeschnitten ist. Der RG SP positioniert sich folglich weniger als möglichst leistungsfähiger Universal-Handheld, sondern vielmehr als spezialisiertes Gerät für Fans des Game Boy und Game Boy Advance. Darüber hinaus lässt sich der RG SP per HDMI-Verbindung auch an ein Fernsehgerät anschließen.
Ab heute erhältlich
Der Verkauf ist bereits gestartet, das Gleiche gilt für die Auslieferung. Während der dreitägigen Einführungsphase ist der RG SP zusammen mit einer 16-GB-Speicherkarte für 57,99 US-Dollar erhältlich, anschließend verlangt Anbernic 64,99 US-Dollar. Zusätzlich zu den bekannten Farben Graphite und Platinum führt Anbernic beim neuen Handheld mit Pearl Blue und Pearl Pink zwei neue Farbvarianten ein, die sich an früheren Farben des GBA SP orientieren sollen.




