
Im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen hat Sony sich nicht nur zu den Verkaufszahlen der PS5 und den gesicherten Speicher-Lieferungen bis April 2027 geäußert, sondern sah sich auch zu einem Statement wegen des Endes von Spielen auf Disc veranlasst. Trotz Protesten der Spieler wird der Konzern an dem Disc-Aus festhalten.
Ab 2028 nur noch Download-Codes
Ab 1. Januar 2028 wird Sony demnach wie geplant keine physischen Spiele mehr auf einer Disc anbieten. Zwar werden im Handel weiterhin Spieleboxen erhältlich sein, doch in diesen findet sich lediglich ein Code für den PlayStation Store, um das Spiel anschließend herunterzuladen – und voraussichtlich auch dauerhaft an den eigenen Account zu binden. Eine Ankündigung, die auch als Vorbote der PlayStation 6 angesehen werden kann, die voraussichtlich als rein digitale Konsole ohne Laufwerk erscheinen wird.
Sony äußert sich erstmals zur Kritik
Bei einigen Spielern stieß dieses Vorgehen von Sony auf harsche Kritik – vor allem bei Sammlern und Verfechtern der Spiele-Archivierung, aber auch bei all jenen, die Spiele weiterverkaufen oder an Freunde ausleihen können möchten. Im Rahmen der aktuellen Quartalszahlen hat sich nun Sony-Finanzvorstand Lin Tao zu dem Ende der Spiele-Discs geäußert. Sie bestätigte, dass Sony die Entscheidung umsetzen wird, die Produktion physischer Discs für neue PlayStation-Spiele ab Januar 2028 einzustellen. Tao räumte ein, dass Spieler eine starke Meinung zu physischen Medien haben, betonte jedoch, dass Sony viel Zeit in die Prüfung der Entscheidung investiert habe, bevor man zu diesem Schluss kam. Tao fügte hinzu, dass Publisher in Märkten wie Nordamerika weiterhin Boxen mit digitalen Codes verkaufen könnten. Zudem argumentierte sie, dass nicht das Disc-Laufwerk die PlayStation von Gaming-PCs unterscheide; stattdessen verwies sie auf die Erschwinglichkeit, kuratierte Inhalte und eine stabile Spielumgebung.
82 % bereits rein digital erworben
Dabei sind es die Spieler selbst, die diesen Schritt herbeigeführt haben, wie Zahlen von Sony zum digitalen Vertrieb untermauern. Im vergangenen Quartal, das am 30. Juni endete, entfielen 82 Prozent der Verkäufe von Vollversionen für PS4 und PS5 auf digitale Downloads. Umgekehrt entfallen aber auch immer hin noch rund 18 Prozent der Käufe auf physische Exemplare.
Sony hatte kürzlich zudem angekündigt, dass die Stores für PS3 und PS Vita ab Juli 2027 weltweit keine neuen Käufe mehr akzeptieren werden. Bereits erworbene Inhalte bleiben auf absehbare Zeit aber weiterhin herunterladbar.





