Der Himmelshauch IBR600 ist ein besonders kleiner Stichheiler mit USB-C und Akku für 20 Euro. Ob der Winzling überzeugt, klären wir hier im Test.
Der Himmelshauch IBR600 ist ein akkubetriebener Insektenstichheiler, der mit einer Länge von nur 77,3 mm und einem Durchmesser von 18,5 mm etwa so groß ist wie ein klassischer Lippenstift. Genau diese kompakte Form ist sein prägendes Highlight: Viele Konkurrenten mit Akku bauen deutlich größer. Statt Batterien oder Smartphone-Dongle setzt der IBR600 auf einen fest verbauten Akku, den ein USB-C-Anschluss auflädt. Eine App gibt es nicht – die Bedienung läuft komplett über einen Schiebeschalter mit zwei Modi.
Laut Hersteller ist der IBR600 ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt und kann bei Kindern ab drei Jahren unter Aufsicht angewendet werden. Bei Amazon kostet er aktuell 20 Euro in Weiß und 24 Euro in Schwarz und war kurzzeitig sogar Bestseller. Wir haben den handlichen Insektenstichheiler aus dem Hause Himmelshauch getestet. Das Testgerät haben wir dafür selbst erworben.
Anschlüsse & Verarbeitung
Der IBR600 misst 18,5 mm im Durchmesser und 77,3 mm in der Höhe. Mit 18,5 g fällt er zudem federleicht aus. Das Aufladen erfolgt über den USB-C-Anschluss am Fuß des Geräts, das passende Ladekabel liegt bei. Der Hersteller empfiehlt ein Netzteil mit 5 V und 1 A, damit wird mit maximal 5 W geladen. Eine volle Ladung dauert etwa eine Stunde. Während des Ladens lässt sich das Gerät nicht verwenden.
An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Die Schutzkappe über der Keramik-Heizplatte verriegelt durch Drehen und lässt sich trotzdem intuitiv und gut lösen. In der Kappe sitzt eine Öse für einen Schlüsselring oder die beiliegende Halteschlaufe. Laut Hersteller ist der Akku auf rund 300 Ladezyklen ausgelegt und soll pro Ladung etwa 300 Anwendungen ermöglichen. Wichtig: Alle drei Monate nachladen, damit sich der Akku nicht tiefentlädt. Der Lieferumfang umfasst Gerät, Anleitung und USB-C-Ladekabel.
Himmelshauch IBR600: Bilder aus dem Test
Verbindung & App
Eine App oder Bluetooth-Verbindung bietet der IBR600 nicht. Die komplette Steuerung läuft über einen Schiebeschalter direkt am Gerät. Das hat zwei Seiten: Eine App eröffnet bei anderen Modellen oft mehr Einstellungen, etwa zusätzliche Modi oder einen eigenen Sensitiv-Modus. Dafür bleibt man aber zwingend aufs Smartphone angewiesen, muss eine zusätzliche App installieren und je nach Hersteller fragwürdige App-Berechtigungen erteilen. Der IBR600 bietet zwar nur zwei feste Modi, funktioniert dafür aber jederzeit ganz ohne Handy. Nach dem Verstellen des Reglers starten Aufheizen und Countdown automatisch.
Für Modus 1 schiebt man die Stufentaste nach oben: Das Gerät heizt drei Sekunden lang, empfohlen für die erste Anwendung oder empfindliche Haut. Für Modus 2 schiebt man die Taste nach unten: Hier heizt das Gerät sechs Sekunden, gedacht für die reguläre Anwendung auf normaler Haut. In beiden Fällen beträgt die Behandlungstemperatur 50 °C, mit einer Toleranz von ungefähr 2 °C.
Der umlaufende LED-Ring unter der Keramik-Kontaktfläche signalisiert den Betriebszustand über Farben. Grünes Dauerleuchten steht für den Heizvorgang in Modus 1, blaues Dauerleuchten für den Heizvorgang in Modus 2. Pulsiert die LED, ist das Gerät eingeschaltet, heizt aber nicht – das zeigt zugleich das Ende des Heizvorgangs an. Für eine erneute Anwendung schiebt man den Regler in die Mittelstellung und startet neu. Beim Laden leuchtet die LED blau. Verwendet man das Gerät zwei Minuten lang nicht, wechselt es automatisch in den Ruhemodus.
Praxistest
Im Test überzeugt die einfache Handhabung: Kappe abdrehen, Heizplatte auf den Stich setzen, Regler schieben – fertig. Der Farbwechsel des LED-Rings macht den Status jederzeit klar erkennbar. Zu heiß wird der IBR600 nicht. Im Test messen wir maximal 51 °C, was zum Herstellerwert von 50 °C passt.
Der Hersteller weist darauf hin, dass die Heizplatte beim ersten Einschalten die Zieltemperatur nicht sofort erreicht – dann startet man die Anwendung einfach erneut. Pro Stunde sind an derselben Stelle maximal fünf Anwendungen erlaubt, jeweils mit zwei Minuten Pause.
Preis
Bei Amazon kostet der Himmelshauch IBR600 aktuell 20 Euro in Weiß und 24 Euro in Schwarz. Kurzzeitig war das Modell sogar Bestseller. Der Großteil der Insektenstichheiler liegt zwischen 11 und 20 Euro – der IBR600 rangiert damit eher am oberen Ende.
Fazit
Der Himmelshauch IBR600 überzeugt als besonders kompakter Insektenstichheiler mit Akku. Die Größe eines Lippenstifts ist sein größter Trumpf – so klein baut kaum ein anderes Akku-Modell. Der USB-C-Anschluss macht das lästige Nachkaufen von Batterien überflüssig, eine volle Ladung reicht für rund 300 Anwendungen.
Die Verarbeitung ist tadellos, die verriegelbare Schutzkappe mit Öse macht ihn für den Schlüsselbund geeignet. Im Test bleibt die Temperatur mit maximal 51 °C im sicheren Rahmen. Die Bedienung über den Schiebeschalter ist simpel, der farbige LED-Ring zeigt den Status klar an. Zwei Modi mit drei und sechs Sekunden decken empfindliche und normale Haut ab, mehr gibt es aber nicht.
Wer feine Temperaturstufen oder zusätzliche Modi möchte, greift zu App-Modellen – bleibt dann aber aufs Smartphone samt Extra-App und deren Berechtigungen angewiesen. Abseits der kleinen Bauform und dem integrierten Akku macht der IBR600 nichts, was ein günstigerer Medisana IB100 nicht auch könnte. Mit 20 Euro liegt er eher am oberen Ende, die meisten Konkurrentenkosten zwischen 11 und 20 Euro.




