Mit Google Maps stellt der Suchmaschinengigant eine der beliebtesten Navigations-Apps der Welt bereit. Monatlich sollen mehr als zwei Milliarden aktive Nutzer:innen Maps aufrufen, um schnell von A nach B zu kommen (via Loopex). Viele User:innen greifen dabei nur auf die rudimentärsten Features von Google Maps zurück. Dabei gibt es einige praktische Funktionen, die nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich sind.
Parkplatz speichern mit Google Maps
Wer auf Reisen mit dem Auto in einer fremden Stadt unterwegs ist, könnte das folgende Problem kennen. Nach einem vollgepackten Tag mit reichlich Aktivitäten willst du nur noch zu deinem geparkten Fahrzeug und damit zum Hotel zurück. Doch wo hast du noch gleich geparkt? Den Platz in einer fremden Stadt oder auf besonders großen Parkplätzen wiederzufinden, kann Schwierigkeiten bereiten.
Google Maps bietet deshalb eine Funktion, um dein Auto jederzeit wiederfinden zu können. Sobald du dein Fahrzeug abgestellt hast, öffnest du Maps und tippst auf den blauen Punkt, der deine Position markiert. In den Optionen, die als kleine blaue Blasen angezeigt werden, wischst du so weit nach rechts, bis die Einstellung „Parkplatz speichern“ auftaucht. Tippst du darauf, wird der Karte ein Pin mit dem Namen „Du parkst hier“ hinzugefügt.
Du kannst also bedenkenlos dein Fahrzeug verlassen und den Tag in der Stadt verbringen. Am Ende kannst du einfach auf die Suchleiste in Google Maps tippen und schon wird dir der Parkplatz als erstes Ergebnis angezeigt. Tippe darauf, um dich direkt zum Auto navigieren zu lassen. Sobald du angekommen bist, kannst du auf den Pin tippen, nach oben wischen und „Löschen“ auswählen, um ihn wieder zu entfernen.
Routen in Google Maps mit Verkehrsprognose planen
Routen vorab in Google Maps planen, kann dich pünktlich ans Ziel bringen. (Bild: Shutterstock/PixieMe)
Einige Google-Maps-User:innen planen ihre Routen schon im Voraus. Nur die wenigsten lassen sich dabei aber direkt in der App anzeigen, welches Verkehrsaufkommen zur Abfahrtszeit entlang der Strecke erwartet wird. Das geht mit wenigen Handgriffen und könnte dir die nötigen Informationen geben, um die Abfahrtszeit womöglich noch etwas zu verschieben, um pünktlich am Ziel anzukommen.
Zunächst musst du wie üblich eine Route planen. Wähle dafür einen Start und ein Ziel aus. Statt direkt auf „Starten“ zu tippen, drückst du auf die drei Punkte, die sich neben Start und Ziel am oberen Bildschirmrand befinden. Dadurch öffnest du ein Menü mit mehreren Optionen. Wähle dort „Start- oder Ankunftszeit festlegen“ aus. Im Anschluss kannst du festlegen, wann du starten willst oder wann du am Ziel ankommen möchtest. Dabei kannst du nicht nur die Uhrzeit, sondern auch den Tag frei wählen.
Hast du dich entschieden, zeigt dir Google Maps eine Zeitspanne für die Route an. Dabei bezieht der Kartendienst die Verkehrsdaten vergangener Tage ein. So zeigt Google etwa für eine Strecke, die bei aktueller Verkehrslage 22 Minuten dauern würde, in einigen Tagen zu einer früheren Uhrzeit eine Schätzung von 18 bis 24 Minuten an. Sollte also an diesem Tag besonders viel los sein, musst du etwas früher losfahren, um rechtzeitig anzukommen. So kannst du eher starten und wirst nicht erst im Auto von der längeren Fahrtzeit überrascht.
Abfahrtszeit in Google Maps per Google Kalender merken
Schicke den Google-Maps-Link an deinen Kalender, um dich an die Abfahrt zu erinnern. (Screenshots: t3n)
Google Maps hatte früher ein praktisches Feature, das mittlerweile nicht mehr verfügbar ist. Darüber war es möglich, eine Abfahrtszeit festzulegen und sich direkt durch die App daran erinnern zu lassen. Leider ist diese Option – zumindest in Deutschland – nicht in der App zu finden. Allerdings gibt es einen kleinen Workaround, mit dem du die Funktion wieder zurückholen kannst.
Dafür musst du wie immer eine Route planen und dann auf das Dreipunktemenü und „Start- oder Ankunftszeit festlegen“ tippen. Wähle die passende Zeit aus und bestätige sie. Im Anschluss startest du die Route allerdings nicht direkt, sondern wählst erneut das Dreipunktemenü aus und tippst auf „Wegbeschreibung teilen“. Eigentlich ist die Option dazu gedacht, die Route an deine Kontakte weiterzuleiten.
Statt sie per Whatsapp oder SMS weiterzuleiten, schickst du die Route allerdings an deinen Kalender. Suche dafür einfach im Teilen-Menü die passende App aus. Dadurch kopiert Google Maps den Link zur Route in den Betreff eines neuen Termins. Stelle jetzt nur noch die Zeit für die Abfahrt ein und lege eine Erinnerung fest, die einige Minuten oder Stunden vor der Abfahrt auf deinem Smartphone ertönen soll. Ist es soweit, kannst du direkt auf den Link im Betreff des Termins tippen und so die Route ohne erneute Eingabe in Google Maps öffnen und starten.
Tankstellen und Restaurants entlang der Google-Maps-Route finden
Wer unterwegs ist und schnell einen Rastplatz, eine Tankstelle oder ein Restaurant in der Nähe benötigt, muss nicht ewig nach den passenden Zielen in Google Maps suchen. Bei laufender Navigation kannst du einfach nach oben wischen und dort „Entlang der Route suchen“ auswählen. Alternativ kann dir dabei auch Gemini per Sprachbefehl assistieren, wenn du dich auf die Straße konzentrieren musst. Google Maps zeigt dir dann entlang der Route die gewünschten Standorte an, beginnend mit dem nächstmöglichen Ziel.
Dieses Vorgehen kennen vermutlich die meisten User:innen. Was weniger Nutzer:innen wissen dürften, ist, dass die Funktion schon vor der Reise genutzt werden kann. Tippe nach der Eingabe von Start und Ziel auf das Dreipunktemenü und dann „Entlang der Route suchen“. Dort kommst du zum selben Menü. Der Vorteil: Du kannst vorab in Ruhe nach möglichen Stopps suchen und sie direkt der Navigation hinzufügen, bevor du überhaupt startest. Das lohnt sich dann, wenn du nach bestimmten Tankstellen, Ladesäulen oder Restaurants auf der Strecke suchst.
Luftlinie zwischen zwei Punkten in Google Maps messen
Das Kolosseum misst an der längsten Stelle 188 Meter. Google Maps Luftlinie kommt da ziemlich nah ran. (Screenshot: t3n)
In Google Maps kannst du nicht nur die Route zwischen zwei Punkten berechnen lassen. Es ist ebenfalls möglich, die Luftlinie zwischen zwei Punkten anzeigen zu lassen. Das kann etwa bei Satellitenbildern nützlich sein, um die ungefähre Größe von Gebäuden zu messen oder einfach nur zu sehen, wie weit zwei Städte auseinander sind, wenn man nicht auf Straßen angewiesen wäre.
Um die Luftlinie zu aktivieren, rufst du den Startpunkt auf der Karte auf und tippst lange auf einen Punkt. Dort erscheint dann die Option „Entfernung messen“. Im Anschluss kannst du einfach die Karte mit deinem Finger verschieben, bis du am Zielpunkt angekommen bist. Durch das Tippen auf den „Hinzufügen“-Button kannst du Zwischenschritte hinzufügen und so Gesamtentfernungen zwischen mehreren Punkten messen.
Google Maps Inkognitomodus aktivieren und Daten schützen
Google Maps ist zwar nützlich, kann aber auch zu einer Datenkrake werden. Schließlich sammelt der Tech-Gigant hinter dem Navigationsdienst zahlreiche Informationen darüber, wohin du dich bewegst und wie lange du dich an manchen Orten aufhältst. Ein Weg, das zu vermeiden, ist, auf eine von vielen Google-Maps-Alternativen zurückzugreifen, die mehr Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legen. Allerdings gibt es auch in Google Maps selbst eine passende Option, falls du nicht auf die App verzichten kannst.
Denn Google Maps bietet einen Inkognitomodus. Der Vorteil: Sämtliche Routen und besuchte Orte werden mit dem aktivierten Modus nicht mehr in deinem Google-Konto gespeichert. Um den Modus zu aktivieren, musst du lediglich auf dein Profilbild in der App tippen und dort „Inkognitomodus aktivieren“ auswählen. Der Modus ist so lange aktiv, bis du ihn wieder auf dieselbe Weise deaktivierst.
Allerdings gibt es ein paar Einschränkungen, während der Inkognitomodus von Google Maps aktiviert ist. Dazu zählt etwa, dass du Pendelrouten nicht nutzen kannst, dein Suchverlauf deaktiviert wird und auch Offline-Karten nicht genutzt werden können. Auch gespeicherte Orte und die Medienintegration für die direkte Nutzung von Streaming-Diensten in der App, werden durch den Inkognitomodus eingeschränkt.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 14.08.2026 veröffentlicht, interessiert jedoch immer noch sehr viele unserer Leser:innen. Deshalb haben wir ihn aktualisiert und hier nochmals zur Verfügung gestellt.




