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Die jüngsten Vorfälle an Umspannwerken (Bild) in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen haben die Diskussion über den Schutz kritischer Infrastrukturen erneut in den Fokus gerückt. Nach Einschätzung des ZVEI zeigen die Anschlagsversuche, dass insbesondere Energieanlagen stärker vor physischen Angriffen geschützt werden müssen. Solche Angriffe gefährden nicht nur einzelne Einrichtungen, sondern können sich unmittelbar auf die Versorgungssicherheit auswirken.
Der Verband sieht daher Handlungsbedarf bei der Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes. Entscheidend sei, dass die gesetzlichen Vorgaben zügig durch konkrete Rechtsverordnungen ergänzt werden. Nur dann könnten Betreiber kritischer Anlagen verlässlich planen und notwendige Investitionen in Schutzmaßnahmen vornehmen. Dabei sollten sich die Anforderungen am Stand der Technik sowie an bestehenden Normen orientieren.
Eine zentrale Rolle kommt nach Ansicht des ZVEI der physischen Resilienz von Infrastrukturen zu. Moderne Sicherheitstechnik kann dazu beitragen, Risiken zu reduzieren und Anlagen besser gegen Sabotage oder unbefugte Zugriffe zu schützen. Dazu zählen unter anderem Zutrittskontrollsysteme, Videoüberwachung, Einbruchmeldetechnik und Perimeterschutzlösungen.
Positiv bewertet der Verband zudem den Vorschlag des Bundeswirtschafts-ministeriums, einen Resilienz-Fonds einzurichten. Zusätzliche finanzielle Unterstützung könnte dazu beitragen, Schutzmaßnahmen schneller umzusetzen und damit die Versorgungssicherheit in Deutschland nachhaltig zu stärken.




