Microsoft gibt Nutzern von Windows 11 auch beim Kontextmenü mehr Spielraum, um es eher entsprechend der eigenen Vorstellungen anzupassen. Indem es von Altlasten befreit wird, soll es schneller reagieren und erinnert in Teilen wieder an Windows 10.
Enthalten sind die Optionen in den aktuellen Windows Insider Builds, aber noch als versteckte Funktion. Die Windows-Beobachter phantomofearth und Zac Bowden von Windows Central haben diese aktiviert und geben Einblicke in die Neuerungen.
Insgesamt sind es acht Punkte, die Nutzer in den neuen Kontextmenü-Einstellungen anpassen können. Mit den App-Erweiterungen lässt sich noch bestimmen, wie einzelne Apps im Kontextmenü angezeigt werden.
Die Liste umfasst Optionen wie „Senden an“, „Drucken“, „Verknüpfung erstellen“, „Als Pfad kopieren“ und das Rotieren für Bilder. Wer also mit der rechten Maustaste auf ein Bild klickt, kann so auswählen, ob die Optionen „nach links drehen“ und „nach rechts drehen“ erscheinen sollen.
Zusätzlich schafft Microsoft eine Windows-10-Reminiszenz: Nutzer können wählen, ob die Optionen wie Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Umbenennen, Teilen und Löschen weiter im horizontalen Design an der Spitze des Kontextmenüs erscheinen sollen. Oder ob sie Teil der Liste sind, womit sich das Kontextmenü wieder dem Design von Windows 10 annähert. Eine Option für das Legacy-Kontextmenü existiert ebenfalls.
Ebenso können Nutzer beim Cloud-Speicher aktivieren, ob sie separat in einem von Diensten wie OneDrive oder Dropbox verwalteten Menüpunkt auftauchen. Andernfalls erscheinen diese Punkte bei den App-Erweiterungen.
Auffällig ist laut dem Bericht von Windows Central: In den Standardeinstellungen sind die meisten Punkte zunächst deaktiviert. Wenn Microsoft diese Vorauswahl beibehält, starten Nutzer also mit einem kompakten Kontextmenü, das sich auf Wunsch erweitern und anpassen lässt.
Insbesondere der neue Umgang mit App-Erweiterungen beschleunigt zudem das Kontextmenü. Seit dem Start von Windows 11 ist es überfrachtet. Ein Grund: Drittanbieter können Erweiterungen einfügen, ohne dass Nutzer die Wahl haben. Microsoft selbst hat es ebenfalls mit Optionen überfrachtet, während sich Standard-Optionen wie das Anlegen von Verknüpfungen auf einmal auf die erweiterte Menüseite befanden.
Sind viele Apps integriert, kann es daher ein bis zwei Sekunden dauern, bis das Kontextmenü erscheint. Das soll sich nun ändern. Ein verschlanktes Kontextmenü soll wieder schneller starten und sich damit geschmeidiger anfühlen. Zusätzlich ist es noch übersichtlicher und Nutzer erhalten mehr Kontrolle. Möglich ist ein kompaktes Menü ohne Wildwuchs an externen Apps.
Noch ist es aber nicht offiziell. Laut Bowden von Windows Central dürften es aber nur noch wenige Wochen sein, bis Microsoft es offiziell ankündigt.



