Vor der Nordseeküste nimmt mit „He Dreiht“ einer der größten Offshore-Windparks Deutschlands Gestalt an. Das EnBW-Projekt soll im Spätsommer in Betrieb gehen und dann rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom aus erneuerbarer Quelle versorgen.
Erneuerbare Energien sollen im Rahmen der Energiewende fossile Energieträger zunehmend ersetzen und gleichzeitig eine klimafreundliche und verlässliche Stromversorgung ermöglichen. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die Windkraft, deren Ausbau sowohl an Land als auch auf See vorangetrieben wird.
Dabei gelten vor allem Offshore-Windparks als bedeutend, da auf dem Meer meist stärkere und gleichmäßigere Winde wehen als an Land. So können die sehr großen Anlagen entsprechend hohe Strommengen erzeugen.
Aktuell sind in Deutschland laut der Stiftung Offshore-Windenergie 1.764 Offshore-Windenergieanlagen in Betrieb. Diese vereinen zusammen eine Leistung von 10,8 Gigawatt.
64 Windkraftanlagen stehen im Offshore-Windpark „He Dreiht“
In den kommenden zehn Jahre soll es laut der Stiftung eine deutliche Steigerung der installierten Gesamtleistung geben. Denn auch die Bundesregierung forciert den Ausbau der Windenergie auf See in ihren Klimazielen.
Demnach soll die installierte Offshore-Leistung bis 2030 auf mindestens 30 Gigawatt steigen, bis 2035 auf mindestens 40 Gigawatt. Für das Jahr 2045 sind mindestens 70 Gigawatt vorgesehen. Große Windparks wie „He Dreiht“ in der Nordsee sollen dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen und den Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung weiter zu erhöhen.
Der Energiekonzern EnBW hat mit dem Offshore-Windpark „He Dreiht“ eines der größten deutschen Windenergieprojekte auf See weitgehend fertiggestellt. Insgesamt sollen hier ab dem Spätsommer 64 Windkraftanlagen künftig große Mengen Strom aus erneuerbarer Energie erzeugen.
Größter Offshore-Windpark Deutschlands soll 1,1 Millionen Haushalte versorgen
Der Offshore-Windpark entsteht in der Nordsee, rund 110 Kilometer westlich von der Insel Helgoland. Die Installation der 64 Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 15 Megawatt ist durch den Hersteller Vestas abgeschlossen.
„Mit dem Abschluss der Installation der Windkraftanlagen haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein bei He Dreiht erreicht“, erklärt Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. „Offshore-Wind ist eine heimische, erneuerbare Energiequelle, die große Strommengen über viele Stunden im Jahr erzeugen kann und damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Dekarbonisierung des Stromsystems leistet.“
Bei der Anlage handelt es sich um das bislang größte Offshore-Projekt des Energiekonzerns. Dabei wurden rund 2,4 Milliarden Euro investiert.
„Als unser bislang größtes Offshore-Projekt steht He Dreiht für den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren und die Weiterentwicklung unseres Erzeugungsportfolios in Richtung Klimaneutralität“, erklärt Heydecker weiter. Das Projekt soll insgesamt auf eine Gesamtleistung von 960 Megawatt kommen und damit rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte abdecken können.
Die meisten der Windkraftanlagen sind bereits ans Netz angeschlossen, voraussichtlich im Spätsommer soll dann der gesamte Windpark vollständig in Betrieb gehen.
Auch interessant:





