JBL Go 5
Der Mini-Bluetooth-Lautsprecher JBL Go 5 kostet 46 Euro und bringt IP68, Bluetooth 6.0 und eine LED-Beleuchtung mit. Wir haben ihn getestet.
- robuste Verarbeitung mit IP68
- Beleuchtung als Statusanzeige
- Sieben-Band-Equalizer
- kultiges Design
- AirTouch-Stereokopplung
- dünner Bass
- kein Mikrofon
- Tasten unbeleuchtet
- kein USB-C-Kabel
Mini-Bluetooth-Lautsprecher JBL Go 5 im Test: mehr Licht, mehr Akku, mehr Bass
Der Mini-Bluetooth-Lautsprecher JBL Go 5 kostet 46 Euro und bringt IP68, Bluetooth 6.0 und eine LED-Beleuchtung mit. Wir haben ihn getestet.
Der JBL Go 5 löst den JBL Go 4 (Testbericht) ab, einen der beliebtesten Mini-Bluetooth-Lautsprecher überhaupt. Der Vorgänger läuft bereits im Abverkauf und kostet in Rot bei Otto nur noch 36 Euro. Für 46 Euro bekommt man dafür ein Gerät, das JBL an fast jeder Stelle nachgebessert hat: IP68 statt IP67, Bluetooth 6.0 statt 5.3, dazu AAC und LC3 neben SBC, ein Sieben-Band-Equalizer, eine LED-Beleuchtung, die direkte Stereokopplung AirTouch und verlustfreie Wiedergabe über USB-C.
Am Grundproblem des Vorgängers ändert das erst einmal nichts: zu wenig Bass, mittelmäßige Ausdauer, kein Mikrofon. Mit 236 g wiegt der Go 5 zudem fast 50 g mehr. Die Testfrage lautet deshalb: Reicht der Kleine, oder lohnt der Aufpreis zum größeren JBL Clip 5?
Design und Verarbeitung des JBL Go 5
Mit 236 g und Maßen von rund 10 × 7,7 × 4,3 cm bleibt der Go 5 ein Gerät für die Jackentasche. Gegenüber dem JBL Go 4 mit 9,4 × 7,8 × 4,2 cm und 190 g legt er trotzdem spürbar zu: rund 12 Prozent mehr Volumen, fast 50 g mehr Gewicht.
Die Optik bleibt kultig und hat hohen Wiedererkennungswert. Die Front besteht aus grobem Mesh, darauf sitzt das JBL-Logo als erhabene Gummiapplikation in Grau mit oranger Kontur. Neu sind zwei Lichtleisten, die quer über die Front laufen, oben und unten am Gummirahmen. JBL liefert den Mini-Bluetooth-Lautsprecher in sieben Farben: Schwarz, Weiß, Blau, Rot, Pink, Violett und Squad. Unser Testgerät kommt in Blau, das Gewebe wirkt blau-oliv meliert. Ein individuelles Design per Foto-Upload kostet 60 Euro, rund 15 Euro Aufpreis.
Die durchgehende Gummierung hält den Speaker sicher an Ort und Stelle. Weder liegend noch stehend rutscht er auf Tisch oder Fliesen weg, dafür sorgen auch vier Füßchen auf der ansonsten mit Stoff bezogenen Rückseite. Seitlich sitzt eine fest verankerte Stoffschlaufe, ein flaches Flechtband mit großer Öse. Sie hält viel aus, für die Befestigung am Rucksack braucht es aber wie beim Vorgänger einen Karabiner.
Die Zertifizierung fällt besser aus als bisher: IP68 statt IP67. Der Go 5 übersteht damit 30 min in 1,5 m Wassertiefe statt in einem Meter. Der USB-C-Port liegt dabei offen in einer Gummimulde, einen Klappdeckel gibt es nicht. Stoßfest soll der Speaker ebenfalls sein, eine Fallhöhe nennt JBL allerdings nicht.
Im Karton liegen nur Kurzanleitung und Garantiekarte. Ein USB-C-Kabel fehlt, ein Netzteil ebenfalls.
Wie gut ist der Klang des JBL Go 5?
Im Inneren arbeitet ein 45-mm-Breitbandtreiber, unterstützt von einer Passivmembran. Der Verstärker liefert 4,8 W RMS, beim JBL Go 4 sind es 4,2 W. JBL wirbt damit, der Go 5 spiele 10 Prozent lauter. Rechnerisch entspricht der Leistungssprung weniger als 1 dB. Im direkten Vergleich klingt der Neue tatsächlich etwas lauter, ein riesiger Sprung ist es aber nicht. Einen maximalen Schalldruck nennt JBL nicht. Der Frequenzgang reicht laut der in der App hinterlegten Kurzanleitung von 87 Hz bis 20 kHz und damit etwas tiefer als beim Vorgänger mit 90 Hz.
Hörbar ist der Fortschritt beim Bass: Er fällt kräftiger aus als bisher, bleibt aber trotzdem dünn. Das liegt auch am geringen Formfaktor, denn Klang benötigt Volumen. Nahe der Maximallautstärke verzerrt der Speaker, allerdings nur leicht. Abgestrahlt wird ausschließlich nach vorn – der Mini-Bluetooth-Lautsprecher will auf den Hörer ausgerichtet sein.
Der Playtime Boost verlängert die Laufzeit und kostet dabei Bass, genau wie beim Go 4. Solange er läuft, schaltet die App den Equalizer ab.
Als Mono-Lautsprecher spielt der Go 5 allein, zwei Exemplare lassen sich zum Stereopaar koppeln. Ein zweites Gerät stand für den Test nicht zur Verfügung. Bei den Codecs geht JBL einen Schritt weiter als beim Go 4, der nur SBC beherrscht: Der Go 5 unterstützt zusätzlich AAC und LC3. An Profilen liegen A2DP 1.4 und AVRCP 1.6 an, HFP fehlt. Ein Mikrofon für Freisprechfunktionen fehlt wie beim Vorgänger, einen AUX-Eingang gibt es ebenfalls nicht.
Bedienung und App des JBL Go 5
Drei Tasten sitzen auf der Oberseite: Lautstärke plus, Wiedergabe und Lautstärke minus. Power, Bluetooth und Auracast liegen auf einem Gummipanel an der Seite. Die Symbole der wichtigsten Knöpfe sind erhaben aber nicht beleuchtet. Im Dunkeln lassen sie sich gut ertasten, ablesen kann man sie – JBL-typisch – nicht. Den Rückmeldeton der Tasten schaltet die App auf Wunsch ab.
Die auffälligste Neuerung heißt Ambient Edge Light. Die beiden Lichtleisten rahmen das JBL-Logo ein. Die App bietet vier Themen: Bounce, Loop, Switch und Freeze. Die Farbe ist dagegen an die Gehäusefarbe gekoppelt und nicht frei wählbar. Das Licht dient zugleich als Statusanzeige für Kopplung, Akkustand und Auracast-Modus. Prozentgenau steht der Ladestand in der App.
Gekoppelt wird per Google Fast Pair, der Dialog erscheint am Android-Handy von selbst. Die App JBL Portable bündelt Equalizer, Beleuchtung, Playtime Boost, Stereo-Gruppe und Firmware-Updates. Der Equalizer bringt die Presets JBL Signature, Chill und Energetic mit, dazu einen Custom-Modus mit sieben Bändern von 125 Hz bis 8 kHz. Der Go 4 hatte hier nur fünf. Sieben Bänder sind bei JBL inzwischen Standard, JBL Charge 6 und JBL Flip 7 haben sie ebenfalls.
Der Akku des JBL Go 5
Im Go 5 steckt ein Lithium-Ionen-Akku mit 1000 mAh und 3,85 Wh. JBL verspricht bis zu acht Stunden, mit Playtime Boost bis zu zehn – abhängig von Lautstärke, Inhalt und gewähltem Lichtthema. Bei halber Lautstärke und ausgeschaltetem Licht kommt der Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Test auf rund sieben Stunden.
Auf dem Papier legt er damit gegenüber dem JBL Go 4 zu, der bis zu sieben und mit Boost neun Stunden schafft. Ein Langstreckenläufer wird daraus nicht. Geladen wird über USB-C mit 5 V und 1 A, nach drei Stunden ist der Akku wieder voll. Schnellladen beherrscht der Go 5 nicht, andere Geräte lädt er ebenfalls nicht.
Konnektivität und technische Eigenschaften des JBL Go 5
Der Mini-Bluetooth-Lautsprecher funkt mit Bluetooth 6.0, der Vorgänger kam noch mit 5.3. Zwei Quellgeräte lassen sich per Multipoint gleichzeitig verbinden.
Neu ist AirTouch: Hält man zwei Go 5 für einen Moment auf 5 bis 10 cm aneinander, koppeln sie sich zum Stereopaar. Wer das nicht will, schaltet AirTouch in der App ab, bei einer Mehrgeräte-Verbindung ist es ohnehin deaktiviert. Alternativ richtet die App die Stereo-Gruppe über den Dialog „Stereo erstellen” ein.
Über Auracast koppeln sich mehrere JBL-Speaker, wobei der Go 5 auch als Sender arbeitet. Dazu kommt verlustfreie Wiedergabe über USB-C nach USB 2.0.
Was kostet der JBL Go 5?
Der JBL Go 5 kostet 46 Euro bei Amazon, die UVP liegt bei 49,99 Euro.
Fazit
Der Mini-Bluetooth-Lautsprecher JBL Go 5 macht vieles besser als sein Vorgänger: IP68 statt IP67, Bluetooth 6.0, AAC und LC3, sieben statt fünf Equalizer-Bänder, dazu AirTouch, verlustfreie Wiedergabe über USB-C und eine Beleuchtung, die als Statusanzeige taugt. Die Verarbeitung stimmt, die Gummierung hält den Speaker sicher an Ort und Stelle, und die kultige Optik hat Wiedererkennungswert.
Der Bass bleibt trotzdem die Schwachstelle. Er fällt kräftiger aus als beim JBL Go 4, für mehr fehlt dem 236 g leichten Gehäuse schlicht das Volumen. Ein Mikrofon fehlt weiterhin, ein AUX-Eingang ebenfalls, und mit rund sieben Stunden bei halber Lautstärke bleibt die Ausdauer Mittelmaß.
Für unterwegs, für den Balkon und für Podcasts reicht der Go 5 dennoch, zumal der Vorgänger nur noch im Abverkauf läuft. Wer mehr Klang und einen Karabiner will, greift zum größeren JBL Clip 5 (Testbericht) und zahlt den Aufpreis. Wer möglichst wenig Gewicht mitschleppen und trotzdem telefonieren möchte, nimmt den Creative Muvo Free (Testbericht), der dafür klanglich deutlich zurückfällt. Und wer den Klang selbst formen will, findet beim JLab Pop Party (Testbericht) einen Zehnband-Equalizer zum kleineren Preis.





