KI ermöglicht offenbar eine neue Art von Betrug an US-Community-Colleges. Laut einem Bericht des New Yorker werden dort von Betrügern falsche Studierende in Kurse eingeschrieben. Um deren Beihilfen zu kassieren, müssen sie jedoch Kursaufgaben erledigen. Dafür nutzen sie KI.
Professor David Song vom East Los Angeles College berichtet, dass ihm das Problem vor einigen Jahren auffiel: In seinem Geschichtskurs tauchten Studierende mit generisch angelsächsischen Namen auf, obwohl die Studierendenschaft überwiegend aus Latinos und Asiaten besteht. Ihre Angaben, bereits Kurse zu asiatisch-amerikanischen Themen belegt zu haben, klangen laut Song unglaubwürdig.
Song erlaubt KI in seinen Kursen, verlangt aber Kennzeichnung und akademische Ehrlichkeit. Daran halte sich niemand, selbst bei offensichtlich KI-generierten Inhalten. Viele Community-College-Studierende wollten primär Pflichtfächer abhaken, statt wirklich zu lernen. Den schlimmsten Missbrauch sehe er in asynchronen Online-Kursen, in denen Studierende anonym blieben.
Auch andere vom New Yorker befragte Lehrende berichten über KI-Frust. Geschichtsprofessor David Roach schätzt, dass mehr als die Hälfte seiner Studierenden KI für Hausarbeiten nutzt: “War es schon immer so, dass die Hälfte unserer Studierenden schummeln würde, wenn es einfach genug wäre?”
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