Amazon, Meta, Microsoft oder Oracle sind nur die Spitze des Eisbergs. Eine ganze Reihe großer Tech-Konzerne hat im Jahr 2026 die Streichung von Tausenden Stellen angekündigt. Und in vielen Fällen hieß es zur Begründung, dass der Hype um KI mitverantwortlich sei.
Firmen stellen ein – auch Einsteiger
Auch bei Einstellungen haben sich US-Firmen in den vergangenen Monaten zurückgehalten. Einstiegsjobs gelten als besonders gefährdet, wenn es um die KI-Jobkrise geht. Ein Bericht des Wall Street Journal (WSJ) könnte Beteiligten und Beobachter:innen in diesem Punkt aber wieder Mut machen. Denn demnach stellen die ersten Unternehmen in den USA wieder neue Mitarbeiter:innen ein.
Entsprechende Pläne soll etwa Google-Konzern Alphabet gegenüber Investor:innen geäußert haben. Der Tech-Konzern will laut Finanzchefin Anat Ashkenazi Mitarbeiter:innen in Bereichen wie KI und Cloud-Computing einstellen.
Entlassene Mitarbeiter zurückholen
Weitere Firmen sollen zu der Überzeugung gelangt sein, dass KI zu teuer sei und die Erwartungen nicht erfüllt habe, menschliche Mitarbeiter:innen in großem Umfang ersetzen zu können. Während einige Unternehmen laut WSJ neue Stellen schaffen, wollen andere kürzlich Entlassene wieder zurückholen.
Auch Berufseinsteiger:innen sind offenbar wieder gefragt. Laut Sarah Franklin, CEO HR-Plattform Lattice, haben die Arbeitgeber:innen erkannt, dass man für die Arbeit mit KI weiterhin Menschen benötige. Wer etwa KI-Agenten im Verkauf einsetze, benötige auch Vertriebsmitarbeiter:innen, so Franklin.
KI-Kenntnisse und geringeres Gehalt
Der Expertin zufolge sei der Bedarf an Mitarbeiter:innen für Junior-Stellen enorm. Denn diese verfügten nicht nur über KI-Kenntnisse, sondern seien außerdem innovativ, aufgeschlossen – und günstiger.
Schon jetzt sind die Auswirkungen der aktuellen Trendwende auf dem Arbeitsmarkt zu bemerken. Die Zahl der Entlassungen in den USA schrumpft. Aktuell sind die Anträge auf Arbeitslosengeld laut WSJ auf dem niedrigsten Stand seit 1969. Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften steigt.
KI bringt Unsicherheit für Arbeitgeber
Aber: Ob die Phase der Neueinstellungen nachhaltig ist, sei unklar, wie Paul Osterman, emeritierter Professor am MIT, warnt. Derzeit habe kein Unternehmen wirklich eine Ahnung. „KI bringt so viel Unsicherheit für Arbeitgeber:innen mit sich, da sie nicht wissen, was sie brauchen und was nicht“, so Osterman.





