Top 10: Das beste Mittelklasse-Smartphone im Test – Xiaomi vor Motorola


Ein Flaggschiff ist zu teuer? Unser Vergleich zeigt die besten Mittelklasse-Smartphones bis 600 Euro mit guter Kamera – von Samsung, Xiaomi, Motorola & Co.

Top-Smartphones namhafter Hersteller stehen im Rampenlicht. Modelle wie das Xiaomi 17 Ultra oder Apple iPhone 17 Pro und Samsung Galaxy S26 Ultra sind reizvoll, schließlich vereinen sie aktuelle Spitzentechnik in edlem Design. Der Preis sorgt jedoch schnell für Ernüchterung: Über 1000 Euro für ein Mobilgerät, das meist nur wenige Jahre hält, ist für viele keine Option.

Zum Glück geht es günstiger. Mit etwas Recherche finden sich Mittelklasse-Smartphones, die technisch nahe an Flaggschiff-Handys herankommen – und dabei oft nur die Hälfte kosten. Der Begriff Mittelklasse ist weit gefasst und kann schon für Geräte ab knapp über 300 Euro herangezogen werden.

In dieser Bestenliste konzentrieren wir uns aber auf die gehobene Mittelklasse mit aktuellen Smartphones, die preislich zwischen knapp 400 Euro und rund 600 Euro angesiedelt sind. Modelle, die älter als zwei Jahre sind, berücksichtigen wir nicht. Auch aktuelle iPhones sucht man in diesem Preissegment vergeblich – deshalb liegt der Fokus hier ausschließlich auf Android-Geräten. Neben dem eigentlichen Ranking der Bestenliste bieten wir eine Kaufberatung.

Welches ist aktuell das beste Mittelklasse-Smartphone?

Testsieger ist Xiaomi 15T Pro ab 581 Euro aus dem Vorjahr. Es überzeugt insbesondere mit seiner exzellenten Telekamera mit fünffachem Zoom – die beste in der Preisklasse.

Technologiesieger ist das Motorola Edge 70 Pro ab 469 Euro: Es ist das dünnste und schickeste Gerät im Test – und zugleich dank MIL-STD-810H und IP69 auch robust.

Preis-Leistungs-Sieger ist das Poco F8 Pro von Xiaomi ab 447 Euro. Dazu gehören eine hervorragende Kamera mit Teleobjektiv sowie der schnellste Prozessor im Testfeld.

Hinweis: Bei all unseren Bestenlisten sind die genannten Preise immer Momentaufnahmen.

KURZÜBERSICHT

Das Xiaomi 15T Pro überzeugt mit einer tollen Kamera, besonders die Telelinse sticht hervor. Leistung, Display und Verarbeitung liegen nahe am Flaggschiff-Niveau. Es bietet eine lange Laufzeit und 90-W-Schnellladen. Das Modell mit 256 GB bekommt man schon für 581 Euro. Mit 512 GB sind es 640 Euro und mit 1 TB sind es 700 Euro.

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit optischem 5-fach-Zoom
  • schickes Design
  • starke Performance
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • USB-C 2.0
  • Display ohne LTPO

Ultradünn, schick und robust – das Motorola Edge 70 Pro überzeugt mit starkem Display, üppigem Akku und Telekamera. Kleine Schwächen bei Nachtaufnahmen und im Benchmark fallen im Alltag kaum auf. Für 459 Euro (8/128 GB) und 531 Euro (12/512 GB) gibt es kaum mehr Smartphone fürs Geld.

VORTEILE

  • starke Triple-Kamera
  • gute Akkulaufzeit
  • schnelles Laden & Qi
  • schick und robust

NACHTEILE

  • Kamera schwächelt bei Nacht
  • nur drei Android-Upgrades
  • parfümiert

Das Poco F8 Pro bietet ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis mit der besten Performance dieser Bestenliste. Dazu kommt eine richtig gute Kamera samt Telezoom, ein brillantes Display und ein besonders ausdauernder Akku. Der Software-Support beträgt sechs Jahre bei vier Android-Updates. Erhältlich ist das Modell ab 447 Euro mit 256 GB Speicher und ab 490 Euro mit 512 GB.

VORTEILE

  • starke Performance
  • gute Kamera mit Telelinse
  • schickes und hochwertiges Design
  • schnelles Laden

NACHTEILE

  • kein kabelloses Laden
  • eher schwache Ultraweitwinkellinse

Ratgeber

Günstige Alternativen

Das beste Smartphone bis 500 Euro ist das Motorola Edge 70 Pro, dicht gefolgt vom Poco F8 Pro. Liegt das Budget noch niedriger, lohnt ein Blick in unsere Top 10: Bestes Smartphone bis 400 Euro im Test – schon mit guter Kamera. Dort ist das Motorola Edge 60 Pro der Testsieger, während das Realme 14 Pro+ 5G ebenfalls eine starke Leistung zeigt. Eine günstige Alternative ist zudem das Nothing Phone 3a Pro mit Periskop-Telelinse.

Display-Technologie

In der Preisklasse bis 600 Euro sind Auflösungen unter FHD+ nicht mehr zu finden. Bei Diagonalen von etwa 6,5 Zoll ergibt FHD+ gut 400 Pixel pro Zoll (PPI) – das reicht für eine scharfe Darstellung. Die höchste Auflösung in der Bestenliste liegt bei 2772 × 1280 Pixel.

Bei der Technologie steht ein AMOLED-Display ganz oben auf der Wunschliste – was nicht heißt, dass IPS-LCDs schlecht wären. AMOLED bietet aber deutlich bessere Schwarzwerte, höhere Kontraste, kräftigere Farben und eine größere Blickwinkelstabilität. Hinzu kommt: OLED-Displays sind auch unter 600 Euro inzwischen richtig hell und in diesem Preisrahmen der Standard.

Bei der Bildwiederholrate schaffen die Panels in dieser Preisklasse üblicherweise 120 Hz, einige sogar 144 Hz. Das sorgt für eine flüssigere Darstellung. Manche Geräte setzen zusätzlich auf LTPO-Technik (Low-Temperature Polycrystalline Oxide) mit variablen Bildwiederholraten von 1 bis 120 Hz – das spart Energie. Mindestens 120 Hz bieten alle Modelle dieser Bestenliste. 120 Hz gehören in dieser Preisklasse inzwischen zum Standard und verbessern vor allem Scrollen sowie Animationen sichtbar.

Leistung & Prozessoren

In der Mittelklasse steckt heute deutlich mehr Rechenkraft als noch vor wenigen Jahren. Viele Modelle unserer Bestenliste nutzen Chipsätze der oberen Mittelklasse wie den Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4, 7 Gen 3 oder 7s Gen 3. Im Alltag macht das kaum einen Unterschied zu teureren High-End-Prozessoren – für Aufgaben wie Surfen, Messaging oder Videostreaming reicht die Leistung locker aus.

Die höchste Leistung im Testfeld bietet das Poco F8 Pro mit Snapdragon 8 Elite. Auch das Poco X8 Pro Max liefert mit dem Mediatek Dimensity 9500s große Leistungsreserven. Fürs Gaming taugen zudem Geräte mit Snapdragon 8 Gen 3 oder Mediatek Dimensity 9400+.

Einige Hersteller verbauen leicht abgespeckte Spitzenchips, wie den Snapdragon 8s Gen 3, der bei der Leistung schon nahe an die Flaggschiff-Serie heranreicht. Dazu kommen Alternativen wie der Samsung Exynos 2400. Die Mediatek-Chips Dimensity 8300-Ultra und 9300+ bieten ein hervorragendes Verhältnis aus Leistung und Effizienz.

Wer hauptsächlich anspruchsvolle 3D-Spiele spielt, ist mit echten Oberklasse-Chips der Snapdragon-8-Serie besser bedient – sie liefern die höchste CPU- und GPU-Leistung. Für den Alltag und gelegentliches Gaming reicht die Rechenleistung der hier gelisteten Smartphones aber vollkommen aus.

Kamera

Viele Hersteller sparen bei der Kamera. In der gehobenen Mittelklasse bieten aber fast alle Smartphones inzwischen einen optischen Bildstabilisator (OIS). Immer mehr Modelle verfügen zudem über eine leistungsstarke Telelinse – teils sogar mit Periskop-Technik. Eine Triple-Kamera mit Haupt-, Ultraweitwinkel- und Telelinse gehört hier zum guten Ton.

In dieser Bestenliste nutzen acht von zehn Geräten eine Triple-Kamera mit Teleobjektiv. Das Xiaomi 15T Pro sowie das Nothing Phone 3a Pro und das Nothing Phone 4a Pro bieten sogar eine Periskop-Telelinse mit starkem Zoom. Einige Modelle setzen OIS für Haupt- und Telelinse ein – entsprechend besser sind die Aufnahmen, teils auch bei Nacht. Eine hervorragende Kamera mit starkem Zoom bietet zudem das Pixel 10 von Google.

Bei Videos sind 4K-Aufnahmen Standard, viele Geräte schaffen das auch mit 60 FPS oder mehr – allerdings längst nicht alle. Bei einigen Smartphones sind in der höchsten Auflösung weiterhin nur 30 FPS möglich. Dadurch wirken Schwenks leicht ruckelig. 4K mit 60 FPS kann Schwenks sichtbar flüssiger wirken lassen. Frontkameras bieten heute fast immer hohe Auflösungen, schwächeln aber oft bei der Bilddynamik. Für Videochats und Social Media genügt das allemal.

Xiaomi 17T

Speicher & RAM

Bei Android-Smartphones gelten 6 GB RAM inzwischen als absolute Untergrenze. Empfehlenswert sind mindestens 8 GB – das ist mittlerweile der Standard in der Mittelklasse. Die meisten Geräte dieser Bestenliste bieten sogar 12 GB RAM – eine Ausstattung, die bis in jüngster Vergangenheit der Oberklasse vorbehalten war.

Beim Speicher sieht es ähnlich aus: 128 GB sind höchstens das Minimum. Wir empfehlen klar 256 GB als Untergrenze, denn microSD-Steckplätze verschwinden zusehends. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was ein modernes Smartphone auszeichnet – von 5G bis NFC.

Langsamer interner Speicher macht sich vor allem bei vielen gespeicherten Fotos und Videos bemerkbar: Die Galerie lädt Inhalte dann träger, Vorschaubilder erscheinen verzögert und auch das Öffnen von Aufnahmen kann länger dauern. Inzwischen verwenden aber alle Modelle in dieser Bestenliste schnellen UFS-Speicher – je höher die Version, desto besser.

Akku & Laden

Ein wichtiges Kaufkriterium ist der Akku. Die Spanne reicht im Testfeld von 5000 mAh bis zu üppigen 8500 mAh. Bei normaler Nutzung von Chat-Apps, Social Media oder Websurfing halten alle hier gezeigten Geräte locker einen Tag durch.

Wer länger spielt, navigiert oder Videos streamt, muss damit leben, dass das Smartphone nicht ganz bis zum Abend durchhält. Eine Ausnahme ist das Poco X8 Pro Max: Dank Silizium-Karbon-Technologie bietet es eine außergewöhnlich hohe Kapazität von 8500 mAh.

Die Ladegeschwindigkeit variiert stark – von gemächlichen 25 W bis zu flotten 100 W. Interessant ist außerdem kabelloses Laden, das in dieser Preisklasse aber noch selten zu finden ist.

Software

Bei den Update-Versprechen stehen die meisten Geräte unserer Top 10 gut da. Das Xiaomi 15T Pro bekommt fünf Android-Versionen und sechs Jahre Sicherheits-Patches. Das Honor 400 Pro und Honor 600 erhalten jeweils sechs Jahre Updates und Support. Ganz vorn liegt das Samsung Galaxy S25 FE mit sieben Jahren Android-Updates. Wichtig: Der Zeitraum zählt ab der Markteinführung des Geräts – nicht ab dem Kaufdatum.

Und wie wichtig sind KI-Funktionen? Sie halten zunehmend Einzug in den Alltag und damit auch in die Mittelklasse. Aufwendige Features wie eine intelligente Bildbearbeitung, die Gegenstände oder Personen einfügt oder entfernt, bleiben aber größtenteils den teureren Modellen vorbehalten.

Konnektivität & Schnittstellen

5G gehört in dieser Preisklasse zum Standard – überwiegend im Sub-6-GHz-Bereich, seltener im besonders flotten mmWave-Spektrum. Auch Dual-SIM ist selbstverständlich, häufig in Kombination mit eSIM, die immer mehr Geräte unterstützen.

Mangels flächendeckenden Netzausbaus ist 5G in Deutschland bisher nicht überall verfügbar. In Städten bringt der Standard klare Vorteile bei Datendurchsatz und Latenz, auf dem Land schließt er oft Lücken im 4G-Netz. Für die Zukunftssicherheit lohnt sich der 5G-Support in jedem Fall.

Neben dem Mobilfunk spielt die WLAN-Leistung eine bedeutende Rolle: Moderne Geräte setzen auf Wi-Fi 6 oder 6E, teils schon auf Wi-Fi 7. Das sorgt für stabilere Verbindungen und höhere Geschwindigkeiten – etwa beim Streamen oder Cloud-Gaming.

Bluetooth 5.4 ist inzwischen die Regel und sorgt für niedrigere Latenzen und geringeren Energieverbrauch. Immer häufiger findet sich sogar schon Bluetooth 6.0. Für Musikfans sind die unterstützten Audio-Codecs entscheidend: aptX HD oder LDAC ermöglichen kabellosen Sound in Hi-Res-Qualität.

Beim USB-Anschluss sparen einige Hersteller leider weiterhin: Viele Modelle setzen noch auf USB 2.0 – das kann beim Übertragen großer Dateien oder im Desktop-Modus (etwa Samsung DeX) zum Flaschenhals werden. Geräte mit USB 3.1 oder 3.2 sind hier klar überlegen, da sie höhere Datenraten und bessere Kompatibilität bieten.

Ein gutes Mittelklasse-Smartphone sollte heute 5G, Wi-Fi 6 oder 6E, Bluetooth 5.4 und eSIM bieten. Wer häufig Daten überträgt oder externe Geräte anschließt, sollte zudem auf USB 3.x achten – das steigert Komfort und Zukunftssicherheit spürbar.

Schutz vor Wasser & Staub

Eine IP-Zertifizierung gibt Aufschluss darüber, wie gut ein Smartphone gegen Staub und Wasser geschützt ist. Die zweite Ziffer beschreibt den Schutz gegen unterschiedliche Arten von Wassereinwirkung. IP68 steht für Staubdichtigkeit und Schutz beim Untertauchen. Tiefe, Dauer und weitere Bedingungen der Prüfung legt der Hersteller fest.

Beim Display kommt meist Gorilla Glass 5, 7i oder Victus 2 zum Einsatz und schützt vor Kratzern und Stürzen – gänzlich bruchsicher ist aber kein Glas. Als widerstandsfähiger gelten flache Displays ohne starke Krümmung. Das Motorola Edge 60 Pro ist besonders robust und bietet in dieser Preisklasse sogar eine MIL-STD-810H-Zertifizierung. Lediglich das Nothing Phone 4a Pro ist mit IP65 nicht komplett wasserdicht.

Motorola Edge 70 Pro

Sonstige Ausstattung

Alle Smartphones in dieser Bestenliste bieten eine Entsperrung per Fingerabdrucksensor, der überwiegend unter dem Display sitzt, seltener seitlich im Power-Button. Alternativ steht eine Gesichtserkennung über die Frontkamera zur Verfügung, die jedoch nur auf 2D-Technik basiert und daher weniger sicher gegen Täuschungsversuche ist.

Der Klang der Geräte ist für Videos, Social Media oder Spiele vollkommen ausreichend – klar, laut und teilweise sogar mit Dolby Atmos. Für längeres Musikhören fehlt den Lautsprechern allerdings häufig die Balance: Der Sound wirkt leicht schrill und höhenlastig, was im Alltag aber kaum stört.

So testen wir

Die Hersteller stellen uns die Geräte für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei zur Verfügung. Über mehrere Wochen nutzen wir die Smartphones mit einer Zweit-SIM-Karte im Alltag. Ergänzend fließt unsere Praxiserfahrung in die Bewertung ein. Fotos schießen wir unter verschiedenen Lichtbedingungen und möglichst am selben Ort, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Die Display-Helligkeit messen wir in Nits (cd/m²) und prüfen die Lesbarkeit zusätzlich bei Sonnenschein im Freien – sofern das Wetter mitspielt. Spitzenwerte oberhalb von rund 2000 Nits lassen sich mit unseren Messmethoden nur eingeschränkt erfassen. Die Performance ermitteln wir mit PCMark Work sowie 3DMark Wild Life und Wild Life Extreme.

Für die Akkulaufzeit stellen wir die Helligkeit auf 200 cd/m² und nutzen den Battery Test von PCMark. Das Tool wiederholt verschiedene Aufgaben in einer Endlosschleife, bis der Akku auf 20 Prozent fällt. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Laufzeit – kein absoluter Wert, aber ein guter Vergleichsmaßstab.

Ergänzend tauschen wir uns regelmäßig mit den Kolleginnen und Kollegen der c’t aus. Sie testen den Akku zusätzlich beim Dauerstreaming über YouTube, beim Abspielen von 4K-Videos und beim Gaming.

Fazit

Es ist beachtlich, wie viel Technik man heute für 600 Euro bekommt. Der Unterschied zur absoluten Spitze ist teilweise nicht mehr groß, wenn man Preis und Gegenwert ins Verhältnis setzt. Dazu kommen Merkmale wie USB 3.x, kabelloses Laden und meistens Wasserschutz nach IP68 oder höher. Bei der Leistung spürt man – vor allem im normalen Alltag – kaum noch Unterschiede zur Oberklasse.

Die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller sind natürlich trotzdem noch einmal besser – allein schon, weil dort meist stärkere Telekameras und größere Sensoren zum Einsatz kommen.

Wer mit anderen Preisklassen vergleichen möchte, sollte einen Blick in unsere weiteren Bestenlisten werfen, die regelmäßig aktualisiert werden:

Übrigens: Wer zu seinem neuen Smartphone einen passenden Tarif sucht, wird vielleicht im Tarifrechner von heise.de fündig. Hier gibt es verschiedene Vergleichsrechner für Prepaid, monatlich kündbare und sogar kostenlose Tarife. Der Rechner umfasst dabei übergreifend alle Angebote, die derzeit in Deutschland verfügbar sind.

BESTENLISTE

Xiaomi 15T Pro im Test: Dieses Smartphone ist der Geheimtipp des Jahres

Das Xiaomi 15T Pro vereint Top-Kamera, starke Performance und lange Akkulaufzeit zum fairen Preis. Ist das der neue Underdog unter den Smartphones?

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit optischem 5-fach-Zoom
  • schickes Design
  • starke Performance
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • USB-C 2.0
  • Display ohne LTPO

Das Xiaomi 15T Pro vereint Top-Kamera, starke Performance und lange Akkulaufzeit zum fairen Preis. Ist das der neue Underdog unter den Smartphones?

Wer sagt denn, dass man über 1000 Euro auf den Tisch legen muss, um ein schnelles, stilvolles Smartphone mit Top-Kamera und ordentlichem Zoom zu bekommen? Xiaomi zeigt mit seiner T‑Serie regelmäßig, dass es auch eine Nummer bodenständiger geht – ohne langweilig zu sein.

Das neue Xiaomi 15T Pro demonstriert eindrucksvoll, wie das klappt: Im Prinzip ist es eine clever abgestimmte Mischung aus dem Xiaomi 15 und dem Ultra-Modell, behält dabei aber einen eigenständigen Charakter. Der Star ist die Kamera mit fünffachem optischem Zoom und starken Ergebnissen – und das zu einem fairen Preis. Damit stiehlt das T‑Modell der großen Ultra‑Serie fast ein wenig die Show.

Auch sonst gibt es wenig zu meckern: Der Prozessor liefert reichlich Power, auch wenn dieses Mal kein Snapdragon verbaut ist, und der Akku hält beeindruckend lange durch. Warum das Xiaomi 15T Pro vielleicht die spannendste Oberklasse-Alternative des Jahres 2025 ist, klären wir im Detail im Testbericht.

Design

Beim Design geht Xiaomi beim 15T Pro seinen eigenen Weg. Mit dem Vorgänger oder den Schwestermodellen 15 und 15 Ultra hat es stilistisch nur wenig gemeinsam. Auffälligstes Merkmal ist das große Kameraelement, das in einem Rechteck mit stark abgerundeten Ecken sitzt. Es ragt deutlich hervor und beherbergt drei Linsen plus LED-Blitz.

Das Gehäuse wirkt hochwertig und ist mit seinem Metallrahmen und der griffigen Rückseite aus Glasfaserverbundstoff wie aus einem Guss gefertigt. Anders als bei vielen Top-Smartphones verzichtet Xiaomi hier also auf eine Glasrückseite. Die Oberfläche ist dabei erfreulich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Die Ecken sind deutlich abgerundet, das Format wirkt insgesamt wuchtig. Mit 162,7 × 77,9 × 8 mm übertrifft es in der Breite sogar das Ultra-Modell. Für die Einhandbedienung und kleine Hände ist es also weniger geeignet, liegt dank der sanften Form aber trotzdem gut in der Hand.

Die Verarbeitung ist erstklassig, klar auf Flaggschiff-Niveau. Xiaomi bietet drei Farben an: Schwarz, Grau und ein edles Dunkelbraun, das der Hersteller „Mocha Gold“ nennt. Dazu kommt IP68-Schutz gegen Staub und Wasser. Mit 210 g bleibt das Gewicht für diese Größe absolut im Rahmen. Das Xiaomi 15T Pro hat Stil – und eine ordentliche Portion Eleganz gleich dazu.

Display

Der Bildschirm des Xiaomi 15T Pro ist mit einer Diagonale von 6,83 Zoll riesig bei einem Seitenverhältnis von 19,5:9. Es zeigt eine messerscharfe Auflösung von 2772 × 1280 Pixeln und erreicht damit eine hohe Pixeldichte von 447 PPI. Das AMOLED-Panel liefert eine hervorragende Bildqualität. Mit einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz wirkt das Bild beim Spielen und Scrollen besonders flüssig.

Gorilla Glass 7i schützt den Bildschirm und soll Stürze aus etwa einem Meter Höhe abfedern – wir haben es aber nicht übers Herz gebracht, das auszuprobieren. Die Anzeige leuchtet zudem strahlend hell und bleibt bei Sonnenlicht stets ablesbar. Laut Hersteller erreicht das Display bis zu 3200 Nits. Die Abtastrate von 480 Hz und die Touch-Abtastrate von 2560 Hz sind ebenfalls hoch. Eine hohe Abtastrate lässt Eingaben schneller erkennen, was die Bedienung flüssiger und direkter macht. Ein Always-On-Display steht ebenfalls zur Verfügung.

Einziger Nachteil: Das Display nutzt keine LTPO-Technologie. Diese Technik passt die Bildwiederholrate in 1-Hz-Schritten automatisch an, um Energie zu sparen. Das Xiaomi 15T Pro kann die Frequenz zwar auch anpassen, wechselt aber nur zwischen 144, 120 und 60 Hz. Am Ende ist das aber Jammern auf hohem Niveau.

Kamera

Der Star des Xiaomi 15T Pro ist die Kamera – vorrangig die Telelinse. Die Zusammenarbeit mit Leica zahlt sich erneut aus. Xiaomi verbaut ein Hauptobjektiv mit 50 Megapixeln (f/1.62) und optischer Bildstabilisierung (OIS), dazu eine Periskop-Telelinse mit ebenfalls 50 Megapixeln (f/3.0), OIS und fünffachem optischen Zoom. Ergänzt wird das Setup durch ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 12 Megapixeln. Für Selfies gibt es eine Frontkamera mit 32 Megapixeln.

Bei Tageslicht liefert die Kamera ausgezeichnete Fotos mit hohem Detailgrad, großem Dynamikumfang und kräftigen Kontrasten. Auch bei wenig Licht entstehen richtig gute Aufnahmen mit geringem Bildrauschen, die fast an das Level des Xiaomi 15 Ultra heranreichen. Das Ultraweitwinkelobjektiv fällt bei Details und Dynamik leicht ab, bleibt aber farblich sehr nah an den übrigen Linsen.

Besonders stark ist die Telelinse mit fünffachem optischem Zoom. Selbst bei zehnfacher Vergrößerung entstehen detailreiche und verlustfreie Aufnahmen. Auch 30-fach gezoomte Bilder bleiben brauchbar. Der digitale Zoom reicht bis 100-fach, dann nimmt die Schärfe trotz KI-Unterstützung sichtbar ab – diese Stufe hat aber eher experimentellen Charakter. Kleine Schwäche: Für Zoomstufen unter dem Faktor fünf kommt nur die Hauptkamera zum Einsatz.

Nutzer können zwischen zwei Farbmodi wählen: Leica Vibrant („lebendig“) liefert kräftige Farben und starke Kontraste, während Leica Authentic („authentisch“) dezenter wirkt und eine etwas dunklere Stimmung erzeugt. Im Alltag überzeugt der lebendige Modus am meisten, auch wenn Farben oft etwas intensiv wirken. Der authentische Stil eignet sich dagegen gut für stimmungsvolle, leicht düstere Szenen.

Auch Selfies gelingen scharf und farblich ausgewogen, das Bokeh im Porträtmodus wirkt natürlich und sauber. Videos überzeugen ebenfalls mit hoher Schärfe und guter Stabilisierung. Möglich sind Aufnahmen in 4K mit bis zu 120 FPS oder sogar in 8K mit 30 FPS. Insgesamt bietet das Xiaomi 15T Pro eine hervorragende Kamera, die fast das Niveau des 15 Ultra erreicht und den Fokus klar auf die starke Telelinse legt.

Ausstattung

Statt eines Snapdragon-Chips wie in den Top-Modellen setzt Xiaomi beim 15T Pro auf den Mediatek Dimensity 9400+. Er ist zwar etwas schwächer als Qualcomms aktuelles Elite-Modell, bietet aber ebenfalls enorme Leistungsreserven. Im Alltag läuft das Smartphone sehr flüssig und reagiert ohne spürbare Verzögerungen.

Beim Benchmark PCMark Work erreichten wir starke 16.500 Punkte, und auch die Grafikleistung überzeugt mit 6000 Punkten im 3DMark Wild Life Extreme – damit eignet sich das Xiaomi 15T Pro auch zum Spielen grafisch aufwendiger Titel. Unter Volllast im Stresstest wird das Gerät allerdings recht warm. Aufgrund der Wärmedrosselung erreicht es lediglich eine Effizienz von rund 60 Prozent. Das Xiaomi 15 Ultra kommt hier auf über 70 Prozent.

Der Arbeitsspeicher ist mit 12 GB RAM großzügig bemessen, dazu kommen 256 GB, 512 GB oder sogar 1 TB Speicher nach schnellem UFS-4.1-Standard. Bei den kabellosen Schnittstellen ist das Gerät auf neuestem Stand: 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und der typische Infrarot-Port von Xiaomi sind vorhanden. Auf UWB verzichtet Xiaomi allerdings.

Einen großen Schwachpunkt gibt es aber: Der USB-C-Anschluss unterstützt nur USB 2.0 – bei diesem Preis wäre USB 3.2 angemessen gewesen, da kabelgebundene Datenübertragungen so recht langsam ausfallen. Das ist schon frech für den Preis.

Die Ortung über GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic arbeitet sehr präzise. Im Test erreichten wir eine Genauigkeit von rund zwei Metern. Das Smartphone kann zwei physische SIM-Karten aufnehmen und zusätzlich bis zu zwei eSIMs unterstützen. Die Telefonqualität überzeugt, und auch das 5G im E-Netz wurde vollständig ausgereizt.

Eine Besonderheit bringt das Xiaomi 15T Pro mit: die Offline-Walkie-Talkie-Funktion „Xiaomi Astral Communication“. Sie ermöglicht Kommunikation ohne Mobilfunknetz über eine optimierte Bluetooth-Direktverbindung mit einer Reichweite von knapp 2 km zwischen zwei kompatiblen Geräten – praktisch etwa beim Wandern oder in Gebieten mit schlechtem Empfang. Aktuell unterstützen nur das Xiaomi 15T und 15T Pro die Funktion, weitere Modelle sollen folgen.

Die Stereo-Lautsprecher klingen klar und bleiben auch bei hoher Lautstärke verzerrungsfrei. Der Bass ist etwas zurückhaltend, was in dieser Klasse normal ist. Über die Dolby-Atmos-Software lässt sich der Klang leicht anpassen. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display arbeitet zuverlässig und schnell.

Software

Das Xiaomi 15T Pro läuft mit Android 15 und der Bedienoberfläche Hyper OS 2. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt aus August, was noch in Ordnung ist. Ein Update auf Hyper OS 3 auf Basis von Android 16 soll bald folgen.

Xiaomi hat zudem seine Update-Politik verbessert: Das 15T Pro soll insgesamt fünf große Android-Upgrades und sechs Jahre Sicherheits-Updates erhalten. Das ist zwar nicht ganz auf dem Niveau von Samsung oder Google, geht aber in die richtige Richtung und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.

Hyper OS wirkt im Vergleich zu früheren Versionen deutlich aufgeräumter und übersichtlicher. Künstliche Intelligenz spielt hier eine geringere Rolle als bei der Konkurrenz – Xiaomi setzt hier vorwiegend auf Google Gemini.

Akku

Der Akku bietet eine stattliche Kapazität von 5500 mAh. Das ergibt in Kombination mit dem effizienten Prozessor eine lange Akkulaufzeit. Im PCMark Battery Test erreichte das Xiaomi 15T Pro einen guten Wert von 15,5 Stunden – damit liegt es fast auf Augenhöhe mit vielen anderen Top-Smartphones, auch wenn einige Geräte noch länger durchhalten. Regelt man das Display fest auf 60 Hz, hält das Smartphone gut drei Stunden länger durch.

Einen vollen Tag übersteht das Smartphone problemlos, bei sparsamer Nutzung sogar zwei. Es lässt sich mit bis zu 90 W schnell laden und ist in etwa einer halben Stunde vollständig aufgeladen – vorausgesetzt, man besitzt ein entsprechendes Ladegerät, denn ein Netzteil liegt nicht bei. Kabelloses Laden ist ebenfalls möglich. Das passende Ladegerät Xiaomi 90W Hypercharge Combo kostet rund 25 Euro.

Preis

Die UVP des Xiaomi 15T Pro liegt bei 800 Euro für die Version mit 256 GB, bei 900 Euro für 512 GB und bei 1000 Euro für 1 TB Speicher. Das ist ziemlich hoch, womit das Gerät den Preisrahmen der Mittelklasse eigentlich sprengt. Aber schon kurz nach dem Marktstart sind die Preise spürbar gefallen.

Die 256-GB-Variante kostet derzeit 581 Euro. Das Modell mit 512 GB liegt bei knapp 640 Euro. Die Version mit 1 TB kostet 700 Euro.

Fazit

Das Xiaomi 15T Pro zeigt eindrucksvoll, wie gut ein Smartphone für rund 600 Euro sein kann. Die Kamera überzeugt auf ganzer Linie, besonders die starke Telelinse hat uns begeistert. Auch die Leistung ist hoch, wenn auch nicht ganz auf Flaggschiff-Niveau eines Snapdragon 8 Elite. Für den Alltag bietet das Gerät jedoch reichlich Reserven für viele Jahre. Das edle Design gefällt und verleiht dem 15T Pro einen eigenständigen Charakter. Xiaomi bietet jetzt sechs Jahre Sicherheits-Updates und fünf große Android-Upgrades, was ein klarer Fortschritt ist.

Schwächen gibt es nur wenige: LTPO wäre schön gewesen für eine noch längere Akkulaufzeit. Ärgerlich ist der veraltete USB‑2.0‑Standard des Anschlusses, obwohl die restliche Ausstattung auf Top-Niveau liegt. Bei Nachtaufnahmen erreicht die Kamera nicht ganz das Niveau von Top-Modellen wie dem Xiaomi 15 Ultra oder dem Google Pixel 10 Pro – dennoch liefert sie hervorragende Ergebnisse.

Wer ein leistungsstarkes Smartphone mit Fokus auf Fotografie sucht und sich nicht an der Größe stört, bekommt mit dem Xiaomi 15T Pro ein rundum gelungenes Paket. Man muss also nicht zum Flaggschiff für über 1000 Euro greifen, um starke Fotos und hohe Qualität zu bekommen.

Motorola Edge 70 Pro im Test: gutes Gesamtpaket, starker Akku, unter 500 Euro

Schlankes Design, starkes Display, Telekamera und lange Akkulaufzeit – das Motorola Edge 70 Pro setzt die Messlatte in der Mittelklasse hoch.

VORTEILE

  • starke Triple-Kamera
  • gute Akkulaufzeit
  • schnelles Laden & Qi
  • schick und robust

NACHTEILE

  • Kamera schwächelt bei Nacht
  • nur drei Android-Upgrades
  • parfümiert

Schlankes Design, starkes Display, Telekamera und lange Akkulaufzeit – das Motorola Edge 70 Pro setzt die Messlatte in der Mittelklasse hoch.

Mit dem Edge 70 Pro möchte Motorola die hart umkämpfte Smartphone-Mittelklasse aufmischen. Als erstes Modell der Edge-70-Reihe bietet es eine Telelinse – zuletzt war das dem Motorola Signature vorbehalten. Der Vorgänger konnte überzeugen und führt seit über einem Jahr die Bestenliste der Smartphones bis 400 Euro an. Die Fußstapfen sind also groß. Kann das Edge 70 Pro ebenfalls überzeugen? Das klären wir im Test.

Design

Das Motorola Edge 70 Pro ist flach und schick. Mit 162,7 × 75,6 × 7,2 mm ist es knapp einen Millimeter dünner als der Vorgänger. Es wurde nach der US-Militärnorm MIL-STD-810H unter anderem auf Widerstandsfähigkeit gegen Vibrationen, Stürze aus bis zu 1,8 Meter Höhe und Temperaturschwankungen sowie Feuchtigkeit geprüft. Auch einen Sturz auf den Büroboden überstand es sicher. Dazu kommt IP68- und IP69-Schutz – also auch gegen Wasser unter hohem Druck. Fürs einhändige Bedienen ist das Edge 70 Pro aber zu groß.

Die Rückseite fühlt sich leicht gummiartig an. Sie trotzt Fingerabdrücken und sieht gut aus. Aluminiumgeräte der Mittelklasse wirken daneben dick und altbacken. Seit den Edge-50-Modellen setzt Motorola auf natürlich wirkende Materialien und schlanke Gehäuse.

Beim Design bleibt Motorola sich treu: Display und Rückseite sind leicht gebogen, Kameralinsen und LED-Blitz sitzen in einem rechteckigen Element, das leicht herausragt. Mutigere Wege als die Konkurrenz geht Motorola – doch die Modelle der Edge-Reihe gleichen sich so stark, dass man sie kaum noch unterscheidet.

Eine Besonderheit bleibt das parfümierte Gehäuse. Der Duft war vor einigen Jahren eine Neuheit. Empfindliche Nasen stört er beim Auspacken. Nach ein paar Tagen ist er kaum noch wahrnehmbar.

Display

Der Bildschirm misst 6,78 Zoll und setzt erneut auf ein P-OLED-Panel. Die Auflösung von 2772 × 1220 Pixeln ist messerscharf – satte Farben, tiefes Schwarz, lebendige Kontraste überzeugen auf ganzer Linie.

Die Bildwiederholrate regelt sich automatisch zwischen 60 und 144 Hz oder lässt sich fest auf 60 oder 120 Hz einstellen. Bei kompatiblen Spielen schalten sich die vollen 144 Hz automatisch dazu – Animationen laufen dann besonders geschmeidig, allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit.

Dank hoher Helligkeit lässt sich das Display auch im Freien gut ablesen, bei direkter Sonneneinstrahlung stößt es jedoch an seine Grenzen. In seiner Preisklasse gehört es zu den besten Displays.

Kamera

Wie beim Vorgänger kommt eine Triple-Kamera zum Einsatz – Motorola wertet die Telelinse aber deutlich auf. Sie bietet nun wie Haupt- und Ultraweitwinkelkamera jeweils 50 Megapixel. Der optische Zoom beträgt 3,5-fach. Das Ultraweitwinkelobjektiv übernimmt Makroaufnahmen. Einen optischen Bildstabilisator gibt es zudem bei der Haupt- und Telekamera. Für Selfies steht ebenfalls eine 50-Megapixel-Linse bereit.

Bei Tageslicht gelingen mit dem Edge 70 Pro hervorragende Aufnahmen. Bilddetails sind gut ausgeprägt, der Dynamikumfang stimmt bei verschiedensten Lichtverhältnissen, die Bildschärfe liegt auf hohem Niveau. Optisch gelungen sind zudem die Weitwinkelaufnahmen. Auch Zoomaufnahmen bis zur siebenfachen Stufe gelingen nahezu verlustfrei, bis 20-fach sind sie zumindest akzeptabel. Selfies bei Tageslicht sehen richtig gut aus.

Bei Dunkelheit lässt die Kamera spürbar nach – Bildrauschen ist deutlich sichtbar. In der Preisklasse ist das aber nicht ungewöhnlich. An ein Top-Smartphone reicht das Edge 70 Pro nicht heran. Bei ausreichend Umgebungslicht gelingt jedoch auch ohne Blitz ein ordentlicher Schnappschuss.

Videos nimmt das Smartphone mit 4K und 60 FPS auf – sowohl mit der Selfie-Linse als auch mit allen drei Kameras. Die Bildqualität überzeugt mit hoher Schärfe, natürlichen Farben und gelungener Stabilisierung.

Ausstattung

Als Antrieb dient der Mediatek Dimensity 8500 Extreme. Er liefert genug Leistung für alle Alltagsaufgaben – und gelegentliches Gaming, wenn auch teils mit reduzierten Grafikdetails. Auch unter Volllast im Stresstest bleibt die Leistung stabil, das Gerät wird nicht übermäßig heiß. Mit 15.800 Punkten im PCMark bietet das Gerät mehr als genug Leistung für typische Alltagsaufgaben. Der Zuwachs gegenüber dem Vorgänger zeigt sich besonders deutlich im Grafik-Benchmark 3DMark Wild Life Extreme: Hier erreicht es 4300 Punkte und arbeitet flotter.

Beim Speicher hat man die Wahl: 8 GB RAM mit 256 GB internem Speicher oder 12 GB RAM mit 512 GB nach flotten UFS 4.1. Wi-Fi 7 und 5G sind an Bord. Bluetooth 5.4 ist allerdings nicht mehr die neueste Version, der Typ-C-Anschluss arbeitet zudem nur mit dem langsameren Standard USB 2.0 – in der Mittelklasse auch 2026 noch üblich. NFC ist selbstverständlich dabei. Eine eSIM ist vorhanden, allerdings nur für eine Karte. Im Dual-SIM-Betrieb benötigt die zweite Karte einen physischen Nano-SIM-Slot.

Zur Ortung greift das Gerät auf GPS, Glonass und Galileo zurück – mit einer Genauigkeit von laut GPS-Test zwei Metern. Der Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Display und entsperrt das Gerät zügig. Gesichtserkennung ist möglich, setzt aber auf 2D-Technologie und ist damit anfälliger für Missbrauchsversuche. Die Stereolautsprecher liefern einen klaren, guten Klang.

Software

Ab Werk läuft auf dem Edge 70 Pro Android 16. Zum Testzeitpunkt war der Sicherheitspatch aktuell. Motorola verspricht drei Android-Upgrades und bis zu fünf Jahre Sicherheitsupdates. Damit erfüllt der Hersteller die geltenden EU-Vorgaben, schöpft sie aber nicht großzügig aus.

Praktisch sind die bewährten Motorola-Gesten. Zweimaliges Drehen des Handgelenks öffnet die Kamera, dreimaliges Schütteln aktiviert die Taschenlampe. Für Moto AI ist ein Konto erforderlich. Zu den Funktionen gehören unter anderem Gemini Live und das Playlist Studio. Je nach Funktion kommen externe Dienste zum Einsatz.

Ein starkes Extra ist Smart Connect. Damit lässt sich das Edge 70 Pro mit PC, Tablet, Fernseher oder Monitor verbinden. Das Smartphone kann gespiegelt, per Tastatur und Maus bedient und sogar vom Windows-PC aus gesteuert werden. So wird aus dem Mittelklassegerät bei Bedarf eine kleine Schaltzentrale.

Akku

Mit 6500 mAh fällt die Akkukapazität für ein so schlankes Gehäuse üppig aus – möglich ist das durch Silizium-Karbon-Technologie. Die Laufzeit ist entsprechend stark: Ein voller Tag ist problemlos drin, bei sparsamer Nutzung sind auch rund anderthalb Tage realistisch. Im PCMark Battery Test erreichte das Gerät überzeugende 15 Stunden.

Geladen wird mit bis zu 90 W – ein kompatibles Ladegerät vorausgesetzt. In weniger als einer Stunde ist der Akku voll, nach 30 Minuten liegt der Ladestand bereits bei über 60 Prozent. Auch kabelloses Laden unterstützt das Gerät.

Preis

Die UVP liegt bei 800 Euro – recht hoch. Allerdings sind die Straßenpreise bereits deutlich gesunken. Für die Variante mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher werden 459 Euro fällig, mit 12 GB RAM und 512 GB geht es ab 531 Euro los. Erhältlich ist das Edge 70 Pro in drei Farben: Titan (Dunkelblau), Zinfandel (Weinrot) und Chicory Coffee (Braun).

Fazit

Das Motorola Edge 70 Pro setzt in der Mittelklasse einen starken Maßstab. Ultradünn, schick und überraschend robust – dazu ein helles, scharfes Display, ein üppiger Akku und eine Telekamera, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Fotofans kommen bei Tageslicht auf ihre Kosten. Kleine Schwächen zeigt das Gerät bei Nachtaufnahmen – beides bewegt sich aber auf einem für die Preisklasse guten Niveau. Das parfümierte Gehäuse und das gebogene Display sind allerdings Geschmackssache.

Kurz gesagt: Wer unter 500 Euro ein schlankes, gut ausgestattetes Smartphone mit guter Telekamera sucht, bekommt mit dem Edge 70 Pro eines der besten Geräte seiner Klasse.

Xiaomi Poco F8 Pro im Test: High-End-Smartphone zum Mittelklasse-Preis

Das Poco F8 Pro bietet Flaggschiff-Leistung mit starker Kamera samt Telelinse – und das für knapp über 500 Euro. Ist das zu gut, um wahr zu sein?

VORTEILE

  • starke Performance
  • gute Kamera mit Telelinse
  • schickes und hochwertiges Design
  • schnelles Laden

NACHTEILE

  • kein kabelloses Laden
  • eher schwache Ultraweitwinkellinse

Das Poco F8 Pro bietet Flaggschiff-Leistung mit starker Kamera samt Telelinse – und das für knapp über 500 Euro. Ist das zu gut, um wahr zu sein?

Mit der F-Reihe bietet Poco von Xiaomi vergleichsweise günstige Smartphones aus der Mittelklasse an, die mit High-End-Features aufwarten – allen voran einem starken Prozessor. Mit dem F8 Pro geht Xiaomi in diesem Jahr jedoch einen Schritt weiter. Im Kern handelt es sich um eine an den europäischen Markt angepasste Version des in Asien erhältlichen Redmi K90.

Das Smartphone bietet eine Ausstattung, die man sonst nur in der Oberklasse findet – inklusive einer Telekamera. Diese war im Vorjahr noch dem F7 Ultra vorbehalten, nun erhält auch das Pro-Modell ein echtes Zoom-Objektiv. Das Poco F8 Pro verspricht dementsprechend Top-Leistung zu einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis – ob es dennoch einen Haken gibt, klärt unser Test.

Design

Verglichen mit anderen Smartphones der oberen Mittel- und Oberklasse fällt das Poco F8 Pro relativ kompakt aus. Es positioniert sich zwischen handlichen Geräten und großen High-End-Modellen. Mit Abmessungen von 157,5 × 75,3 × 8 mm passt es problemlos in die Hosentasche, und auch die einhändige Bedienung ist – zumindest für Nutzer mit größeren Händen – gut machbar. Das Gewicht von 199 g wirkt moderat. Der Formfaktor ist für uns ein idealer Kompromiss.

Optisch erinnert das Modell an das Xiaomi 14T Pro aus dem Vorjahr – mit einem Schuss aktueller iPhone-Ästhetik. Vier runde Linsen mit Metallringen sitzen quadratisch angeordnet auf einem quaderförmigen Modul aus Kunststoff mit abgerundeten Ecken. Dort findet sich auch der Schriftzug „Sound by Bose“. Der Audio-Spezialist war an der Optimierung der Lautsprecher beteiligt.

Bei der Materialwahl zeigt sich das Poco F8 Pro erwachsen: Ein Metallrahmen und eine Glasrückseite verleihen dem Smartphone eine hochwertige Haptik. Zudem ist es nach IP68 staub- und wasserdicht. Die Verarbeitungsqualität liegt insgesamt auf Premium-Niveau.

Display

Das Poco F8 Pro setzt auf ein 6,59-Zoll-Display und liegt damit größenmäßig zwischen kompakten Geräten wie dem Xiaomi 15 und größeren Ultra-Modellen des Herstellers. Das OLED-Display überzeugt mit hervorragender Bildqualität: starke Kontraste, tiefes Schwarz und lebendige, aber nicht übertrieben gesättigte Farben. Auch die Blickwinkelstabilität ist einwandfrei.

Mit einer Auflösung von 2510 × 1156 Pixeln erreicht das Panel eine hohe Schärfe von 419 PPI. Die Bildwiederholrate passt sich automatisch zwischen 60 und 120 Hz an, was flüssige Animationen ermöglicht. Die Touch-Abtastrate von 2560 Hz erlaubt zudem äußerst präzise Eingaben.

Auch die Helligkeit liegt auf Spitzenniveau. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige gut ablesbar. Im HDR-Modus erreicht es laut Hersteller bis zu 3200 Nits – ein beeindruckender Wert für diese Preisklasse.

Kamera

Musste sich das Vorgänger-Modell Poco F7 Pro noch mit einer Dual-Kamera begnügen, bietet das Poco F8 Pro jetzt ein echtes Triple-Kamerasystem. Es besteht aus einer Hauptkamera mit 50 Megapixeln (f/1.88) und optischer Bildstabilisierung, einer 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie einer Telelinse mit 50 Megapixeln. In der Punch-Hole-Notch auf der Front sitzt eine 20-Megapixel-Selfiekamera.

Im Test überzeugte die Hauptkamera mit detailreichen Aufnahmen und einem hohen Dynamikumfang. Farben wirken kräftig, aber natürlich. Auch bei Dunkelheit hellt die Kamera Szenen effektiv auf – das Bildrauschen ist zwar sichtbar, bleibt aber gut kontrolliert.

Die Telelinse liefert einen 2,5-fachen optischen Zoom und sorgt auch bei fünffacher Vergrößerung noch für ordentliche Ergebnisse. Bis zu 30-fach ist möglich, dann wird es allerdings sichtbar pixelig. Bei Nachtaufnahmen steigt das Rauschen, bleibt bei 2,5-fachem Zoom jedoch auf akzeptablem Niveau.

Etwas schwächer schneidet die Ultraweitwinkelkamera ab. Sie bringt es nur auf 8 Megapixel, liefert bei Tageslicht aber brauchbare Ergebnisse. Die Detailtiefe ist geringer als bei der Hauptkamera, farblich stimmt das Bild jedoch gut überein. Auf Leica-Farbmodi müssen Nutzer verzichten – sie gibt es beim Poco F8 Pro nicht.

Der Supermakromodus nutzt die Telelinse, verlangt jedoch einen Abstand von etwa 50 cm. Die Ergebnisse wirken oft etwas unscharf und weniger überzeugend. Bessere Resultate können erzielt werden, wenn man näher an das Motiv herangeht und manuell fokussiert. Bei der Schärfe ist insgesamt noch etwas Luft nach oben.

Selfies gelingen solide, setzen aber keine neuen Maßstäbe. Videos nimmt das Poco F8 Pro dank des leistungsstarken Prozessors in bis zu 8K mit 30 FPS oder in 4K mit 60 FPS auf. Die Frontkamera schafft Aufnahmen in Full-HD mit 60 FPS.

Ausstattung

Das Poco F8 Pro bietet viel Leistung. Unter der Haube arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 4, einer der stärksten Qualcomm-Chips des Jahres. Der Prozessor sorgt für eine spürbare Leistungssteigerung – egal ob beim Gaming, Surfen oder Medienkonsum. Der absolute Top-Chip bleibt zwar dem Poco F8 Ultra vorbehalten, doch das Pro-Modell liefert trotzdem Oberklasse-Power.

Im Benchmark 3DMark Wild Life Extreme erreicht das F8 Pro rund 6400 Punkte und liegt damit leicht unter Geräten wie dem Galaxy S25 Ultra. Eine Schwachstelle zeigt sich bei der Effizienz: Im Stresstest von Wild Life Extreme hält das Gerät nur etwa 50 Prozent seiner Leistung dauerhaft und wird dabei spürbar warm. Bei PCMark stehen rund 20.000 Punkte zu Buche.

Zur Ausstattung gehören je nach Version 256 oder 512 GB UFS-4.1-Speicher und stets 12 GB RAM, was auch bei Multitasking für flüssige Performance sorgt. Bei der Konnektivität ist alles auf dem neuesten Stand: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 (mit aptX Adaptive, LDAC, LHDC, AAC, SBC und LC3), NFC, Infrarot-Port und 5G.

Die Ortung erfolgt über GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic – mit einer Genauigkeit von etwa drei Metern. Einziger Wermutstropfen: Der USB-C-Anschluss unterstützt nur den USB-2.0-Standard und bremst damit kabelgebundene Datenübertragungen – ein häufiges Manko in dieser Preisklasse.

Die Stereo-Lautsprecher liefern soliden Klang für Videos und Spiele. Trotz Bose-Unterstützung ist der Unterschied zu anderen Xiaomi-Modellen gering. Der Fingerabdrucksensor unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig.

Software

Das Poco F8 Pro läuft ab Werk bereits mit Hyper OS 3 auf Basis von Android 16. Zum Testzeitpunkt Mitte Dezember war der Sicherheitspatch von November installiert – noch ausreichend aktuell. Xiaomi verspricht vier große Android-Upgrades, also Updates bis Android 20. Überdies sind sechs Jahre Sicherheitsupdates geplant, voraussichtlich bis 2031. Das ist solide, liegt aber leicht unter dem Niveau von Samsung oder Google, die inzwischen rund sieben Jahre Software-Support bieten.

Die Oberfläche wirkt aufgeräumt. Ob man einen App-Drawer nutzt oder nicht, lässt sich frei wählen. Xiaomi installiert allerdings etwas mehr Bloatware als bei seinen Geräten der Zahlenreihe, diese lässt sich jedoch problemlos entfernen. Etwas lästig ist der integrierte Xiaomi-App-Store: Beim ersten Start schlägt er zahlreiche zusätzliche Apps zur Installation vor, die man manuell abwählen muss. Auch Werbung ist im Store sehr präsent.

Akku

Trotz der vergleichsweise kompakten Bauform verbaut Poco im F8 Pro einen üppigen 6210-mAh-Akku. Möglich wird das durch moderne Carbon-Silizium-Technologie. In Kombination mit dem effizienten Snapdragon-Chip liefert das Smartphone eine beeindruckende Ausdauer. Im PCMark Battery Test erreichten wir rund 17 Stunden Laufzeit – das ist ein starker Wert in dieser Geräteklasse.

Im Alltag hält das Poco F8 Pro problemlos einen vollen Tag durch, selbst bei intensiver Nutzung. Bei moderatem Gebrauch sind auch zwei Tage ohne Nachladen realistisch. Aufgeladen wird der Akku mit bis zu 100 W, sofern man ein Xiaomi-Netzteil hat (Hypercharge). Nach etwa 45 Minuten ist der Energiespeicher wieder voll. Andere Geräte lädt das Smartphone wie eine Powerbank mit 22,5 W. Auf kabelloses Laden verzichtet Xiaomi beim Poco F8 Pro allerdings. Für dieses Feature müssen Interessenten schon zum Poco F8 Ultra greifen.

Preis

Das Poco F8 Pro startet bei 447 Euro für die Version mit 256 GB Speicher. Empfehlenswerter ist das Modell mit 512 GB, das ab 490 Euro erhältlich ist. Angesichts der Ausstattung ist das ein fairer Preis – und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Gerät unter die 500-Euro-Marke fällt.

Fazit

Das Poco F8 Pro bietet ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer kein teures Flaggschiff benötigt, aber trotzdem Wert auf Leistung und Ausstattung legt – etwa auf einen schnellen Prozessor oder eine starke Kamera mit Telezoom – bekommt hier für etwas über 500 Euro ein rundum überzeugendes Paket. Der Bildschirm überzeugt, der mittelgroße Formfaktor gefällt, und die Akkulaufzeit ist hervorragend.

Größere Schwächen leistet sich das Gerät kaum – und die vorhandenen sind für den Preis leicht zu verschmerzen. Die Telelinse verliert bei hohen Zoomstufen und schwachem Licht etwas an Schärfe, die Weitwinkel- und Selfiekamera erreichen solides Mittelklasse-Niveau. Beim Software-Support liegt Xiaomi im guten Mittelfeld, die Konkurrenz ist hier jedoch mittlerweile etwas weiter.

Insgesamt ist das Poco F8 Pro eines der besten Smartphones seiner Preisklasse – ein stimmiger Kompromiss aus Leistung, Ausstattung und Kamera zum fairen Preis.

Xiaomi 17T im Test: Handliches Smartphone mit richtig guter Kamera

Handlich, fünffacher optischer Zoom, tolles Display: Das Xiaomi 17T kostet unter 500 Euro – und könnte sogar die bessere Wahl sein als das Pro.

VORTEILE

  • tolle Kamera mit fünffachem optischen Zoom
  • praktischer Formfaktor
  • exzellentes Display

NACHTEILE

  • Bloatware teils mit Werbung
  • Gehäuse aus Kunststoff
  • kein kabelloses Laden

Handlich, fünffacher optischer Zoom, tolles Display: Das Xiaomi 17T kostet unter 500 Euro – und könnte sogar die bessere Wahl sein als das Pro.

Beim 17T geht Xiaomi neue Wege. Bislang unterschied sich das Nicht-Pro-Modell beim Format kaum von der Pro-Version, setzte aber auf schwächere Hardware und eine weniger ausgereifte Kamera. Mit dem 17T setzt Xiaomi diesmal auf eine kompaktere Alternative zum Pro-Modell.

Leicht abgespeckt ist die Hardware dennoch, aber das fällt weniger drastisch aus als bei Vorgängern. Dafür geht das kompakte Top-Smartphone bereits für unter 500 Euro über die Ladentheke – ob es der Geheimtipp des Jahres unter den Smartphones ist, klären wir in diesem Test.

Design

Das Xiaomi 17T ist im Prinzip eine geschrumpfte Version des Pro-Modells. Das Design wirkt vertraut: kantiges Gehäuse, stark abgerundete Ecken. Allerdings bestehen Rahmen und Rückseite komplett aus Kunststoff – beim Pro-Modell war zumindest der Rahmen aus Metall. Im quadratischen Kameramodul mit ebenfalls abgerundeten Ecken finden sich vier Öffnungen: drei Linsen und ein LED-Blitz.

Mit Abmessungen von 157,6 × 75,2 × 8,2 mm fällt das 17T deutlich handlicher aus als das Pro-Modell: rund 5 mm kürzer, 2 mm schmaler. Das macht sich bemerkbar – eine eingeschränkte Einhandbedienung ist möglich. Das Gewicht liegt bei 200 g. Wie das Pro-Modell ist auch das 17T nach IP68 gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt.

Display

Die Diagonale schrumpft gegenüber dem Pro-Modell auf 6,59 Zoll. Mit 2756 × 1268 Pixeln löst das 17T minimal niedriger auf als das Pro-Modell. Durch die kleinere Diagonale fällt die Pixeldichte mit 460 statt 447 PPI aber auch minimal höher aus. Das AMOLED-Panel liefert gewohnt hervorragende Bildqualität mit satten Farben, ausgeprägten Kontrasten und tiefem Schwarz.

Die Bildwiederholrate beträgt bis zu 120 Hz und wird automatisch zwischen 60 und 120 Hz eingestellt – oder lässt sich auf Wunsch manuell auf 60 oder 120 Hz fixieren. Im Freien bleibt die Anzeige stets gut ablesbar, auch bei Sonnenschein.

Kamera

Auf den ersten Blick scheint die Triple-Kamera identisch zum Pro-Modell zu sein: 50 Megapixel (f/1,7) als Hauptkamera mit OIS, 50 Megapixel (f/3,0) mit OIS und fünffachem optischen Zoom als Periskop-Teleobjektiv sowie 12 Megapixel (f/2,2) als Weitwinkel. Hinzu kommt eine 32-Megapixel-Selfiekamera (f/2,2). Allerdings setzt die Hauptkamera auf den Light-Fusion-800-Sensor – der ist etwas kleiner und lichtschwächer als das Pendant im 17T Pro.

Die Kamera entstand wieder in enger Abstimmung mit Leica. Bei Tageslicht gelingen mit dem Xiaomi 17T exzellente Fotos: Bilddetails sind scharf, der Dynamikumfang sehr ausgeprägt – das liefert natürlich wirkende Aufnahmen mit gut abgestimmten Kontrasten. Die beiden Leica-Profile Vibrant und Authentic gibt es ebenfalls.

Das Ultraweitwinkel kommt bei den Details nicht ganz an das Hauptobjektiv heran, bietet aber nahezu identische Farben. Selfies gelingen scharf und farblich ausgewogen, das Bokeh im Porträtmodus wirkt natürlich.

Das Periskop-Teleobjektiv ist das spannendste Merkmal des Xiaomi 17T – wie schon beim Pro-Modell. Dank fünffacher optischer Vergrößerung gelingen Zoom-Aufnahmen ausgezeichnet. Bis zur zehnfachen Vergrößerung bleiben die Ergebnisse detailreich. Bei 30-facher Vergrößerung sind sie noch brauchbar, verlieren aber sichtbar an Detailzeichnung. Der digitale Zoom reicht bis 120-fach.

Bei Dunkelheit liefert das 17T ordentliche Ergebnisse – allerdings setzt Bildrauschen früher ein als beim Pro-Modell, was zu körnigeren Aufnahmen führt. Wer maximale Nachttauglichkeit sucht, greift besser zum teureren Xiaomi 17 Ultra.

Das 17T zeichnet Videos in 4K mit bis zu 60 FPS auf, die Stabilisierung arbeitet zuverlässig. Mit der Selfie-Kamera sind bei 4K nur 30 FPS möglich. 60 FPS gibt es lediglich in Full-HD.

Ausstattung

Die Leistung ist leicht abgespeckt: Als Chipsatz kommt der Mediatek Dimensity 8500 Ultra zum Einsatz – der hängt dem Chip des 17T Pro spürbar hinterher. Im Benchmark von PCMark erreicht das 17T rund 14.300 Punkte, die Grafikleistung fällt mit maximal 4.200 Punkten in 3DMark Wild Life Extreme gut 35 Prozent geringer aus. Dafür läuft das Gerät unter Last nicht ganz so heiß und erreicht im Stresstest eine Stabilitätsrate von 62 Prozent – kein Spitzenwert, aber besser als bei den meisten Top-Smartphones aus unseren Tests.

Der Speicher kommt in zwei Varianten: 256 GB oder 512 GB, jeweils mit UFS 4.1 und 12 GB RAM. Eine Speichererweiterung per microSD ist nicht vorgesehen. 5G ist selbstverständlich an Bord, dazu Wi-Fi 6E – ein kleiner Rückschritt gegenüber dem Wi-Fi 7 des Pro-Modells. Bluetooth 6.0 und NFC sind ebenfalls dabei.

Der USB-C-Anschluss begnügt sich mit dem trägen USB-2.0-Standard – bei Smartphones dieser Preisklasse leider noch immer üblich. Ein Infrarot-Port rundet die Ausstattung ab. Das 17T unterstützt eSIM, im Dual-SIM-Betrieb muss jedoch eine der Karten physisch eingelegt sein.

Zur Ortung dient GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic. „Xiaomi Astral Communication“ ermöglicht einen Offline-Walkie-Talkie-Betrieb per optimiertem Bluetooth über bis zu 2 km – ganz ohne Mobilfunknetz. Kompatibel sind die Xiaomi-15T-, Xiaomi-17- und Poco-F8-Serie. Die Stereo-Lautsprecher klingen klar und verzerrungsfrei, Dolby Atmos ist an Bord. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig.

Software

Auf dem Xiaomi 17T läuft Android 16 mit der Bedienoberfläche Hyper OS 3, der Sicherheitspatch ist zum Testzeitpunkt im Juli aktuell. Vorinstalliert sind neben Xiaomi-Apps mehrere Drittanbieter-Apps und Google-Alternativen – teilweise mit Werbung. Die meisten Apps lassen sich aber deinstallieren.

Das System wirkt insgesamt übersichtlich und angenehm bedienbar. Xiaomi garantiert fünf große Android-Upgrades bis einschließlich Android 21 sowie sechs Jahre Sicherheitspatches bis Mai 2032 – allerdings nur im Quartalsrhythmus.

Bei der KI setzt Xiaomi auf Gemini-Features: Schreibhilfen für E-Mails und Notizen, „Circle to Search“, KI-Radierer für Fotos, Echtzeit-Übersetzer sowie ein Rekorder, der Sprachnotizen transkribiert und zusammenfasst.

Akku

Die Akkukapazität fällt mit 6500 mAh etwas geringer aus – bei der kompakteren Bauform keine Überraschung. Für das Gehäuse ist das dennoch viel, was dem Silizium-Kohlenstoff-Akku zu verdanken ist. Geladen wird mit 67 W in knapp einer Stunde. Kabelloses Laden per Induktion fehlt – beim 17T Pro war es noch dabei.

Allerdings zeigt sich der weniger effiziente Prozessor: Im Battery-Test erreicht das 17T rund 15 Stunden – das sind 20 Prozent weniger als beim Pro-Modell. Das reicht zwar locker für einen vollen Tag mit leichten Reserven am Folgetag, ist aber nicht ganz so phänomenal wie beim Pro.

Preis

Die UVP von 750 Euro für das Modell mit 256 GB ist stattlich – die Preise sind allerdings seit dem Release vor wenigen Wochen schnell gesunken. Zur Auswahl stehen 12/256 GB oder 12/512 GB. Mittlerweile geht es bei eBay ab 469 Euro los. Mit 512 GB kostet das Xiaomi 17T mindestens 559 Euro. Als Farben gibt es Schwarz, Weiß, Hellblau sowie Flieder.

Fazit

Das Xiaomi 17T überzeugt mit kompaktem Format, exzellenter Leica-Kamera mit fünffachem optischen Zoom, der in dieser Preisklasse heraussticht. Akkulaufzeit und Performance sind mehr als ordentlich – wenn auch nicht ganz auf dem Niveau des 17T Pro. Abstriche gibt es beim Gehäuse: Rahmen und Rückseite bestehen komplett aus Kunststoff, kabelloses Laden fehlt, und bei Nachtfotos zieht das 17T ebenfalls den Kürzeren.

Wer damit leben kann, bekommt eine überzeugende Option nahe am Flaggschiff-Niveau – zu einem Preis, der das Verhältnis von Leistung und Kosten klar zugunsten des 17T verschiebt. Für alle, die eine gute Zoom-Kamera im handlichen Format suchen, ist es die klügere Wahl.

Samsung Galaxy S25 FE im Test: Top-Smartphone als Kompromiss oder Mogelpackung?

Das Galaxy S25 FE verspricht Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis. Im Vergleich zum Vorgänger scheint sich aber nur wenig geändert zu haben.

VORTEILE

  • tolle Bildqualität des AMOLED-Displays
  • gute Triple-Kamera bei Tag und Nacht mit optischem Zoom
  • 7 Jahre Software-Support
  • hochwertige Verarbeitung
  • sinkende Preise

NACHTEILE

  • hohe UVP
  • mäßige Akkulaufzeit
  • ohne LTPO-Technologie
  • niedriges PWM-Dimming
  • CPU mit Schwächen bei Effizienz

Das Galaxy S25 FE verspricht Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis. Im Vergleich zum Vorgänger scheint sich aber nur wenig geändert zu haben.

Zum fünften Mal bringt Samsung eine Fan-Edition seiner Galaxy‑S‑Reihe auf den Markt. Die Modelle kombinieren High-End-Features mit gezielten Abstrichen, um Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis anzubieten – zumindest in der Theorie.

Auch beim Galaxy S25 FE bleibt die UVP zunächst hoch, sinkt jedoch traditionell schnell. Optisch wirkt das Smartphone hochwertig und schlanker als der Vorgänger, technisch erinnert jedoch vieles an das S24 FE. Wir klären im Test, ob die neue Fan-Edition ein gelungener Kompromiss oder eher ein lauer Aufguss ist.

Design

Das Design des Samsung Galaxy S25 FE zeigt sich vertraut – auf den ersten Blick könnte man es leicht mit dem Galaxy S25+ oder dem S24 FE verwechseln. Samsung bleibt seiner klaren, minimalistischen Formensprache treu: Auf der Rückseite finden sich drei einzeln eingefasste Kameralinsen, eingebettet in ein kantiges Gehäuse mit Metallrahmen sowie Glasrückseite.

Die Verarbeitung überzeugt durchweg. Von der früheren Kunststoffanmutung älterer FE-Modelle ist nichts mehr zu spüren – das S25 FE wirkt solide, hochwertig und elegant. Gleichzeitig ist die Optik, gerade im direkten Vergleich zu neueren Konkurrenten, etwas konservativ und nur dezent modernisiert.

Mit Abmessungen von 161,3 × 76,6 × 7,4 mm liegt das Smartphone nahezu auf dem Niveau seines Vorgängers und ist nur minimal größer als das S25+. Das Gewicht bleibt mit 190 g angenehm im Rahmen. Positiv: Die Display-Ränder sind etwas schmaler geworden, das Gehäuse ist zudem dünner, was für einen edleren Look sorgt.

Wie schon beim Vorgänger ist das Gehäuse nach IP68 zertifiziert und damit gegen Staub und Wasser geschützt – ein Detail, das man in dieser Preisklasse keineswegs als selbstverständlich ansehen kann.

Display

Das AMOLED-Display des Samsung Galaxy S25 FE wird nun durch widerstandsfähiges Gorilla Glass Victus+ geschützt, was die Alltagstauglichkeit erhöht und Kratzern besser vorbeugt. An den grundlegenden Spezifikationen hat sich gegenüber dem S24 FE allerdings wenig verändert: Die Bilddiagonale beträgt 6,7 Zoll bei einer Auflösung von 2340 × 1080 Pixeln, was eine scharfe Darstellung mit rund 385 PPI ermöglicht. Zum Vergleich: Das S25+ bietet hier eine 3K-Auflösung.

Die Screen-to-Body-Ratio liegt bei starken 89 Prozent – ein ausgezeichnetes Verhältnis. Deutliche Fortschritte zeigt Samsung bei der Displayhelligkeit: Mit bis zu 1900 Nits Spitzenwert bleibt der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung hervorragend ablesbar.

Auf die LTPO-Technologie der teureren S25-Modelle muss das FE allerdings verzichten. Die Bildwiederholrate erreicht zwar bis zu 120 Hz, lässt sich jedoch nicht stufenlos anpassen, sondern wechselt lediglich zwischen festen Stufen. Das PWM-Dimming liegt bei vergleichsweise niedrigen 240 Hz, was bei empfindlichen Nutzern zu Unwohlsein führen könnte.

Wie gewohnt liefert das AMOLED-Panel eine exzellente Bildqualität mit kräftigen Farben, satten Kontrasten und ausgezeichneter Blickwinkelstabilität. Insgesamt präsentiert sich der Bildschirm also als eine der klaren Stärken des Galaxy S25 FE – typisch Samsung.

Kamera

Auch beim Kamera-Setup bleibt Samsung beim Galaxy S25 FE der bisherigen Linie treu. Auf der Rückseite sitzt eine Triple-Kamera, bestehend aus einer 50-Megapixel-Hauptlinse mit optischer Bildstabilisierung (OIS), einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie einer 8-Megapixel-Telelinse mit dreifachem optischem Zoom – exakt die gleiche Kombination wie beim Vorgängermodell. Dazu kommt wieder eine Frontkamera mit 12 Megapixeln.

Im Vergleich zum S25+ fällt vorwiegend die Telekamera etwas ab, da sie eine geringere Auflösung bietet. Hier hätte sich Samsung etwas mehr Innovation erlauben dürfen, beispielsweise durch die stärkere Telelinse aus dem größeren Modell. Insgesamt liefert das Kamera-Setup solide Ergebnisse, bleibt aber eher evolutionär als revolutionär – bewährt, aber ohne echte Neuerungen. Gefühlt tut sich hier seit Jahren wenig.

Dennoch liefert auch das S25 FE beeindruckende Fotos. Die Bildqualität überzeugt mit klaren Details, hohem Dynamikumfang und natürlichen Farben – auch wenn diese manchmal etwas zurückhaltend wirken. Die Telelinse bietet einen dreifachen optischen Zoom. Bis zu einer zehnfachen Vergrößerung lassen sich noch gute Ergebnisse erzielen, darüber hinaus nimmt das Bildrauschen stark zu. Bis zu 30-fach ist möglich.

Der Nachtmodus arbeitet zuverlässig: Er hellt dunkle Szenen spürbar auf und sorgt für sehenswerte Aufnahmen, ohne dass das Bildrauschen störend auffällt. Am besten schneidet hier das Hauptobjektiv ab. Die KI greift dabei gelegentlich unterstützend ein – so entstehen mit der Telelinse beeindruckende Mondaufnahmen, die jedoch softwareseitig nachbearbeitet werden.

Im direkten Vergleich zeigen vorwiegend das Galaxy S25 und S25+ bei schwierigen Lichtbedingungen und Teleaufnahmen noch einmal bessere Resultate – sie holen feinere Details heraus und rauschen weniger. Für den Alltag und die meisten Anwendungsfälle liefert das S25 FE dennoch rundum gute Fotos und ein verlässliches Kameraerlebnis. Auch Selfies sehen klasse aus, Videos sind bei 4K-Auflösung mit 60 FPS (Frames pro Sekunde) möglich oder bei 8K mit 30 FPS.

Ausstattung

Beim Prozessor geht das Galaxy S25 FE innerhalb der neuen S25-Reihe den deutlichsten Kompromiss ein. Statt eines Qualcomm-Chips verbaut Samsung den Exynos 2400, der bereits im Galaxy S24 und S24+ zum Einsatz kam. Im Vergleich zum S24 FE mit dem leicht abgespeckten Exynos 2400e bedeutet das immerhin einen kleinen Fortschritt. Die Performance passt im Alltag: Das System läuft flüssig und stabil, Apps starten schnell, und auch anspruchsvollere Spiele sind problemlos spielbar.

In der Grafikleistung liegt das FE jedoch etwas hinter dem S25 und S25+, die mit dem stärkeren Snapdragon 8 Elite ausgestattet sind. Mit rund 4200 Punkten im 3DMark Wild Life Extreme bewegt sich das S25 FE aber weiterhin im oberen Mittelfeld – nicht ganz Flaggschiff-Niveau, aber mehr als ausreichend für die meisten Nutzer. Allerdings wird das Smartphone unter hoher Auslastung spürbar warm, dann drosselt die CPU die Leistung.

Beim Speicher stehen 128, 256 oder 512 GB zur Wahl. Da eine microSD-Erweiterung nicht möglich ist, empfiehlt sich mindestens die 256-GB-Variante. Der Arbeitsspeicher umfasst 8 GB RAM und liegt damit leicht unter dem Niveau der größeren S25-Modelle.

Die Ausstattung ist auf modernem Stand: USB-C 3.2, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4, NFC und 5G sind an Bord, ebenso eSIM-Unterstützung. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig. Wi-Fi 7 wäre allerdings schön gewesen, UWB (Ultra-Wideband) fehlt.

Auch der Stereo-Sound kann überzeugen – klar, laut und ausgewogen. Zusätzlich bietet Samsung die Funktion Adapt Sound, die nach einem kurzen Hörtest die Klangwiedergabe individuell anpasst. So werden hohe Frequenzen oder leise Passagen gezielt verstärkt, was vor allem älteren oder hörgeschwächten Nutzern zugutekommt. Die Funktion wirkt jedoch nur bei der Nutzung von Kopfhörern.

Software

Eine der größten Stärken des Galaxy S25 FE bleibt – typisch für Samsung – die Software, sofern man sich mit der eigenständigen Optik von One UI anfreundet. Das Smartphone wird mit Android 16 und One UI 8 ausgeliefert. Samsung garantiert für 7 Jahre Software- und Sicherheits-Updates, was im Android-Bereich immer noch vorbildlich ist. Zum Testzeitpunkt war der Sicherheitspatch aktuell.

Das neue „Now Brief“-Widget bündelt auf dem Homescreen Wetter, Termine und Verkehrsinformationen, während die „Now Bar“ Live-Infos wie Stoppuhren oder Erinnerungen bietet. Wie gewohnt installiert Samsung zahlreiche eigene Apps neben den Google-Diensten, die sich bei Bedarf deaktivieren, aber nicht vollständig deinstallieren lassen.

Das S25 FE unterstützt die kompletten Galaxy-AI-Funktionen der S25-Serie. Statt Bixby greift Samsung dabei stärker auf Googles Gemini zurück, das mit seinen AI Agents App-übergreifende Aufgaben übernimmt – etwa die Suche nach Sport-Events mit automatischem Kalendereintrag oder die Restaurantwahl nach persönlichen Vorlieben.

Weitere KI-Features sind die sprachgesteuerte Suche in den Einstellungen, AI Select zum Zuschneiden von Bildschirminhalten und Circle to Search, das nun auch Musik erkennen kann. Der integrierte Dolmetscher übersetzt Gespräche und Telefonate in Echtzeit, wenn auch mit leichter Verzögerung. Hinzu kommen KI-gestützte Fotofunktionen wie der Radierer oder das Entfernen von Spiegelungen, die im Test erstaunlich zuverlässig arbeiten.

Akku

Der Akku des Galaxy S25 FE bietet jetzt eine Kapazität von 4900 mAh und liegt damit auf dem Niveau des S25+, was gegenüber dem Vorgänger ein kleiner Zugewinn ist. Unser üblicher Battery Test von PCMark ließ sich allerdings aufgrund von Kompatibilitätsproblemen mit One UI 8 und Android 16 nicht durchführen.

Im Praxistest zeigte sich, dass die Akkulaufzeit etwas kürzer ausfällt als beim S25+. Grund dafür ist die geringere Effizienz des Exynos-Chips. In der Regel schafft das S25 FE zwar locker einen Tag, hält aber im Durchschnitt rund zwei Stunden weniger durch als das Plus-Modell mit Qualcomm-Prozessor – einer der wenigen echten Schwachpunkte des abgespeckten Premium-Geräts.

Positiv: Samsung hat das Laden deutlich verbessert. Das S25 FE unterstützt jetzt 45 W Schnellladen – allerdings messen wir in der Praxis hier eher 30 W. Damit ist eine vollständige Ladung in etwa einer Stunde möglich. Auch kabelloses Laden mit 15 W ist möglich, ebenso wie das Reverse-Wireless-Charging anderer Geräte mit bis zu 4,5 W.

Preis

Die UVP des Galaxy S25 FE ist mit 749 Euro für 128 GB, 809 Euro für 256 GB und 929 Euro für 512 GB eindeutig zu hoch angesetzt. Inzwischen sind die Preise jedoch deutlich gefallen: Aktuell ist das Modell mit 128 GB ab etwa 459 Euro erhältlich. Empfehlenswerter ist jedoch die 256-GB-Variante, die bei rund 506 Euro liegt. Die Ausführung mit 512 GB Speicher kostet aktuell 631 Euro.

Fazit

Das Samsung Galaxy S25 FE überzeugt mit einem tollen Display, starker Performance und einer guten Kamera. Die Verarbeitung mit Metallrahmen und Glasrückseite ist wie gewohnt exzellent, optisch ist das Modell kaum vom regulären S25+ zu unterscheiden. Der Akku ist leicht gewachsen, und der Prozessor bietet im Vergleich zum S24 FE ein kleines Leistungsplus.

Allerdings wirkt es, als hätte sich Samsung in diesem Jahr etwas weniger Mühe gegeben. Das Kamera-Setup entspricht weitgehend dem der letzten FE-Generationen, und der Exynos 2400 bleibt im Hinblick auf Grafikleistung und Energieeffizienz klar hinter den Snapdragon-Chips der teureren Modelle zurück. Die Akkulaufzeit fällt entsprechend etwas kürzer aus als beim S25+.

Zum Marktstart war der Preis in unseren Augen zu hoch – ein reguläres S25+ bot kurzzeitig das bessere Gesamtpaket zum nahezu gleichen Preis. Inzwischen sind die Preise spürbar gefallen. Bald könnte die 500-Euro-Grenze in Reichweite liegen. Dann wird aus der Fan-Edition auch ein echter Preis-Leistungs-Tipp.

Wer ein möglichst komplettes Smartphone mit starker Kamera und optischem Zoom sowie langjährigem Software-Support sucht, findet im S25 FE weiterhin einen soliden Kompromiss – auch wenn der Mehrwert gegenüber dem Vorgänger kleiner ausfällt als in früheren Jahren.

Smartphone Google Pixel 10 im Test: Dank Triple-Kamera fast so gut wie das Pro

Das Google Pixel 10 erhält nun eine Telelinse und schnelle Qi2-Magnetladung. Das kompakte Flaggschiff kommt zudem mit Tensor G5 und verbesserter Kamera.

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit Telelinse und 5x optischem Zoom
  • helles Display mit über 2000 cd/m²
  • 7 Jahre Android-Updates garantiert

NACHTEILE

  • Gaming-Performance schwächer als Snapdragon-Konkurrenz
  • moderate Ladegeschwindigkeiten (29 W)
  • weniger Features als Pixel 10 Pro

Das Google Pixel 10 erhält nun eine Telelinse und schnelle Qi2-Magnetladung. Das kompakte Flaggschiff kommt zudem mit Tensor G5 und verbesserter Kamera.

Das Google Pixel 10 markiert einen Wendepunkt für Googles Smartphone-Reihe. Erstmals erhält das Basis-Modell eine Telelinse mit fünffachem optischem Zoom, während das neue Pixelsnap Qi2-Laden und magnetisches Zubehör ermöglicht. Mit dem Tensor G5-Prozessor, Android 16 und verbesserter KI-Integration positioniert sich das Pixel 10 als kompakte Alternative zu Samsung Galaxy S25, iPhone 16 und Honor Magic 7 Pro. Die UVP von 899 Euro ist bereits nach weniger als 4 Wochen auf 720 Euro (Bestpreislink) gefallen. Ob die Neuerungen überzeugen und wie sich das 6,3-Zoll-Smartphone gegen die Konkurrenz schlägt, klärt dieser Test.

Design und Verarbeitung

Das Google Pixel 10 bleibt der bewährten Designsprache der Pixel-Reihe treu, bringt aber sinnvolle Neuerungen mit. Das kompakte 6,3-Zoll-Smartphone setzt auf ein flaches Actua-OLED-Display mit abgerundeten Ecken und ein robustes Aluminiumgehäuse. Verfügbar ist es in den Farben Indigo, Frost, Lemongrass und Obsidian. Auffällig ist das polierte Rückglas mit Satin-Finish, das sich vom Pixel 10 Pro unterscheidet – dieses hat mattes Glas mit poliertem Rahmen, während das Standard-Modell polierten Rahmen mit mattem Rahmen kombiniert.

Die Variante Frost zeigt sich überraschend unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und erscheint in der Realität eher wie ein blasses Lavendel statt des auf Online-Bildern erwarteten Grautons. Eine wichtige Neuerung ist der in der Gehäuserückseite integrierte Pixelsnap-Magnetring, der kompatibles Zubehör magnetisch am Gerät hält. Diese Funktion war bisher iPhone-Nutzern vorbehalten, allerdings war sie auch schon vorher mit entsprechenden Hüllen mit Magneten nutzbar. Ebenfalls neu gestaltet sind Lautsprecher und Mikrofon, die nun symmetrisch neben dem USB-C-Port angeordnet sind.

Die Verarbeitung mit Gorilla Glass Victus 2 vorn und hinten sowie IP68-Schutz gegen Wasser und Staub entspricht Flaggschiff-Standard. Google gewährt wie beim Pixel 9 sieben Jahre Updates bis 2032. Kritikpunkt: Staub sammelt sich in den Ritzen des Kameramoduls.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Google Pixel 10?

Das 6,3-Zoll-Actua-OLED-Display des Pixel 10 überzeugt mit scharfer Full-HD+-Auflösung (1080 × 2424 Pixel) und flüssiger 120-Hz-Bildwiederholrate mit HDR-Support. Beeindruckend ist die Helligkeit: Tests der c’t zeigen Werte von über 2000 cd/m² im HDR-Modus, punktuell sogar bis zu 2600 cd/m². Damit bleibt der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Im Vergleich zum Pixel 10 Pro verzichtet das Standard-Modell auf LTPO-Technik für variable Bildwiederholraten von 1 bis 120 Hz und die höhere 1,5K-Auflösung. Das Pro-Modell bietet zudem ein helleres Super Actua Display mit bis zu 3000 cd/m² HDR-Helligkeit. Für den Alltag reicht die Full-HD+-Darstellung des Standard-Modells aber völlig aus. Die neue Actua-360-Technologie verbessert die Ablesbarkeit aus verschiedenen Blickwinkeln, während die Anti-Reflex-Beschichtung störende Spiegelungen reduziert.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Google Pixel 10?

Die größte Neuerung des Pixel 10 ist die erstmals integrierte Telelinse. Das Kamera-Setup besteht aus einer 48-MP-Hauptkamera (f/1.7), einer 13-MP-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2) und der neuen 10,8-MP-Telelinse mit fünffachem optischem Zoom (f/3.1). Für Selfies steht eine 10,5-MP-Frontkamera zur Verfügung. Alle Kameras unterstützen 4K-Videoaufnahmen mit verbesserter Stabilisierung.

Die Bildqualität setzt Maßstäbe in der Pixel-Reihe. Besonders bei Porträts überzeugen die natürlichen Hauttöne und der breite Dynamikumfang, was für viele kaufentscheidend sein dürfte. Die Hauptkamera liefert auch bei schwachem Licht exzellente Ergebnisse, während die Telelinse endlich echten optischen Zoom ermöglicht. Digital sind beim Standard-Modell bis zu 20-fache Vergrößerungen möglich, die ordentliche Ergebnisse liefern.

Das Pixel 10 Pro bietet erweiterte Funktionen wie Pro Res Zoom mit 100-fachem Zoom dank KI, Camera Coach für Fototipps und erweiterte KI-Edits in der Fotos-App. Nachtaufnahmen gehören traditionell zu den Stärken der Pixel-Kameras und überzeugen auch beim Pixel 10 mit detailreichen, rauscharmen Bildern.

Hardware: Wie stark ist das Google Pixel 10?

Das Google Pixel 10 setzt auf den neuen Tensor G5-Prozessor, der speziell für KI-Aufgaben und Gemini Nano optimiert wurde. Unterstützt wird der Chip von 12 GB RAM und wahlweise 128 GB oder 256 GB internem Speicher. Das Pixel 10 Pro bietet dagegen 16 GB RAM, den gleichen Chip und eine bessere Wärmeableitung. In Antutu-Benchmarks erreicht das Pixel 10 mit 3325 Punkten bessere Werte als der Vorgänger mit Tensor G4.

Für alltägliche Aufgaben bietet der Tensor G5 eine gute Alltagsleistung mit stabiler Performance. Bei anspruchsvollen Spielen kann er jedoch nicht mit aktuellen Snapdragon-Chips mithalten und bleibt schwächer als die aktuelle Konkurrenz. Die weitere Ausstattung entspricht modernen Standards: USB-C 3.2, NFC, Bluetooth 5.4 und 5G-Unterstützung sind selbstverständlich. Für die meisten Nutzer dürfte die gebotene Leistung völlig ausreichen.

Software

Das Google Pixel 10 wird als erstes Smartphone mit Android 16 ausgeliefert und profitiert von Googles Update-Garantie über sieben Jahre bis 2032. Material 3 Expressive bringt verbesserte Designs mit, während die tiefe Gemini-Integration natürliche Sprachinteraktion ermöglicht. Besonders praktisch sind Gemini Live-Integration, Magic Cue für App-übergreifende Informationen und die neue Satelliten-Kommunikation, die bereits von der Pixel Watch bekannt ist.

Das Pixel 10 Pro bietet erweiterte KI-Funktionen wie Auto Best Take und Performance Advisor, die dem Standard-Modell fehlen. Auch die Dolmetscher-Funktion, die einen in Telefonaten in seiner eigenen Stimme eine andere Sprache sprechen lässt, bleibt den Pro-Geräten vorbehalten. Die Software läuft flüssig und nutzerfreundlich. Die KI-Funktionen beschränken sich nicht nur auf die Kamera, sondern durchziehen das gesamte System und bieten echten Mehrwert im Alltag.

Google Pixel 10

Akku: Wie lange hält das Google Pixel 10 durch?

Der 4970-mAh-Akku des Pixel 10 zeigt in Tests der c’t solide Laufzeiten bei 200 cd/m² Helligkeit: 10,6 Stunden bei lokal gespeicherten 4K-Videos mit 120 fps, 18,5 Stunden beim YouTube-Streaming über WLAN, 13,6 Stunden über 5G und 16,6 Stunden beim Gaming mit Asphalt 8 in Dauerschleife. Diese Werte ermöglichen problemlos einen vollen Tag intensiver Nutzung.

Interessant ist der Vergleich zu den anderen Modellen: Das Pixel 10 Pro hat mit 4870 mAh weniger Kapazität, während das Pixel 10 Pro XL auf 5200 mAh kommt. Geladen wird mit bis zu 29 Watt über Kabel und 15 Watt drahtlos. Die Pixelsnap-Technik unterstützt Qi2-kabelloses Laden mit bis zu 15 Watt. Im Vergleich zur Konkurrenz sind die Ladegeschwindigkeiten moderat, für den Alltag aber ausreichend.

Preis

Das Google Pixel 10 kostet in der UVP 899 Euro. Mittlerweile ist der Preis mit 128 GB auf 540 Euro gefallen. Mit 256 GB sind es 639 Euro.

Fazit

Das Google Pixel 10 ist eine gelungene Weiterentwicklung der Pixel-Reihe. Die endlich integrierte Telelinse, die praktische Pixelsnap-Magnetfunktion und das helle Display machen es zu einem richtig guten Kompakt-Smartphone. Besonders die Kamera überzeugt mit natürlichen Farben und exzellenten Nachtaufnahmen. Android 16 und die tiefe KI-Integration setzen Software-Maßstäbe. Der starke Preisverfall von der UVP 899 Euro auf aktuell 720 Euro (Bestpreislink) nach wenigen Wochen macht es noch attraktiver.

Schwächen zeigt das Pixel 10 bei der Gaming-Performance und den Ladegeschwindigkeiten. Für Nutzer, die Wert auf Kamera-Qualität, saubere Software und lange Update-Unterstützung legen, ist es dennoch eine hervorragende Wahl.

Honor 400 Pro im Test: Hervorragendes Smartphone mit Top-Kamera

Das Honor 400 Pro mit starker Kamera, Snapdragon 8 Gen 3 und KI-Features ist beinahe ein Flaggschiff. Wie gut das Smartphone für knapp 800 Euro ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • schnelle CPU
  • lange Akkulaufzeit
  • Top-Kamera mit starker Telelinse
  • 6 Jahre Software-Updates

NACHTEILE

  • nur USB-C 2.0
  • Fotos wirken teilweise zu knallig
  • viele zusätzliche Apps

Das Honor 400 Pro mit starker Kamera, Snapdragon 8 Gen 3 und KI-Features ist beinahe ein Flaggschiff. Wie gut das Smartphone für knapp 800 Euro ist, zeigt der Test.

Die Number-Reihe steht bei Honor traditionell für gut ausgestattete Smartphones der Mittel- und Oberklasse. Das Pro-Modell legt dabei einmal mehr den Schwerpunkt auf die Kamera. Mit dem Honor 400 Pro bringt der Hersteller ein nahezu vollwertiges Flaggschiff auf den Markt, das nur knapp hinter den aktuellen Geräten der Magic-Serie zurückbleibt. Allerdings kratzt die UVP auch an der Premiumklasse.

Als Prozessor kommt der flotte Snapdragon 8 Gen 3 aus dem Vorjahr zum Einsatz. Die Triple-Kamera mit Teleobjektiv liefert solide Ergebnisse, ergänzt um einige spannende KI-Funktionen. Wie gut das abgespeckte Flaggschiff im Alltag wirklich abschneidet, klärt unser Test.

Design

Das Honor 400 Pro bietet ein sehr elegantes Design. Die Verarbeitung ist erstklassig: Die Tasten sitzen fest und bieten einen klar definierten Druckpunkt. Die Linienführung des Gehäuses ist sauber, ohne scharfe Kanten, und die leicht abgerundeten Ränder sowie das 2,5D-Display sorgen für eine angenehme Haptik. Es liegt gut in der Hand, verrutscht nicht so leicht und ist relativ unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken.

Die Rückseite besteht aus Glas, der Rahmen aus Metall – beides verleiht dem Gerät eine edle Anmutung. Trotz seiner wuchtigen Abmessungen von 160,8 × 76,1 × 8,1 mm liegt das Smartphone mit 205 g noch vergleichsweise leicht in der Hand. Auffällig ist das markante Kameraelement auf der Rückseite: In einem umgedrehten Trapez mit abgerundeten Kanten sind die drei Objektive samt LED-Blitz untergebracht – sehr präsent, aber stilvoll integriert.

Hervorzuheben ist die IP69-Zertifizierung. Diese Schutzklasse ist bei Smartphones noch selten und bedeutet, dass das Gerät nicht nur gegen Staub, sondern auch gegen starkes Strahlwasser und sogar Hochdruckreinigung geschützt ist – ideal für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen.

Display

Das Honor 400 Pro verfügt über ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2800 × 1280 Pixeln. Mit einer Pixeldichte von 460 PPI bietet es eine messerscharfe Darstellung. Die adaptive Bildwiederholrate liegt zwischen 60 und 120 Hz und passt sich automatisch an die jeweilige Nutzungssituation an.

Laut Hersteller erreicht das Display eine maximale Helligkeit von bis zu 5000 Nits, was auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine einwandfreie Ablesbarkeit gewährleistet. Hohe Kontraste, satte Schwarzwerte und eine ausgewogene Farbdarstellung runden den positiven Gesamteindruck ab.

Die Frontkamera sitzt in einer etwas breiteren, ovalen Punch-Hole-Notch, da sie neben der Selfie-Kamera eine zweite Linse für eine verbesserte 3D-Gesichtserkennung integriert. Das Design erinnert in Ansätzen an Apples Dynamic Island, fällt jedoch kompakter aus. Im Android-Umfeld stellt diese Lösung eine Besonderheit dar.

Kamera

Das Honor 400 Pro ist mit einem leistungsstarken Triple-Kamera-System ausgestattet. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 200 Megapixeln (f/1.9) und verfügt über optische Bildstabilisierung (OIS) sowie Phasenvergleichs-Autofokus. Ergänzt wird sie durch ein 50-Megapixel-Teleobjektiv (f/2.4) mit ebenfalls OIS und eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2).

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera exzellente Aufnahmen mit hoher Detailtreue, ausgewogener Dynamik und realistischen Farben. Auch die Telelinse überzeugt mit scharfen, kontrastreichen Bildern und ist für Porträts und entfernte Motive gut geeignet. Nachtaufnahmen gelingen ebenfalls – trotz gelegentlichem Bildrauschen bleibt die Bildqualität insgesamt überzeugend. Die Ultraweitwinkelkamera kann in puncto Schärfe, Bilddetails und Farbdynamik nicht ganz mit den beiden anderen Modulen mithalten, liefert aber dennoch brauchbare Ergebnisse.

Nutzer können zwischen drei Bildprofilen wählen: „Natürlich“, „Dynamisch“ und „Authentisch“. Diese beeinflussen Farbsättigung, Kontraste sowie die Wiedergabe von hellen und dunklen Bildbereichen. Manchmal wirken Fotos aber nicht mehr natürlich. Für Porträtaufnahmen stehen zudem drei Filter des bekannten Fotostudios Harcourt zur Verfügung, die bereits aus dem Vorgänger Honor 200 Pro bekannt sind. Eine KI-gestützte Optimierung sorgt zusätzlich für verbesserte Hauttöne und feinere Details bei Gesichtern.

Videos sind in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich. Auch HDR-Modi für kontrastreiche Szenen sind integriert. Damit bietet das Honor 400 Pro eine Kameraausstattung, die sich in der oberen Mittelklasse sehen lassen kann.

Ausstattung

Das Honor 400 Pro ist mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 ausgestattet, einem High-End-Prozessor aus dem Jahr 2024. Trotz der inzwischen verfügbaren Nachfolgegeneration liefert der Chip noch immer mehr als genügend Leistung für alle Aufgaben – ob im Alltag, beim Multitasking oder bei grafikintensiven Spielen. Das System reagiert im Test durchweg flüssig und verzögerungsfrei.

In den Benchmarks bestätigt das Gerät seine starke Performance: Bei PCmark erreicht es rund 18.000 Punkte, bei 3DMark Wild Life Extreme knapp 4500 Punkte – Werte, die es für die kommenden Jahre zukunftssicher machen.

Auch bei Speicher und Arbeitsspeicher zeigt sich das Honor 400 Pro großzügig. Es ist standardmäßig mit 512 GB internem Speicher ausgestattet, eine Erweiterung per microSD ist allerdings nicht möglich. Hinzu kommen 12 GB RAM, die für eine reibungslose Nutzung sorgen.

Zur biometrischen Entsperrung bietet das Honor 400 Pro zwei schnelle und zuverlässige Optionen: Dazu gehört ein im Display integrierter Fingerabdrucksensor sowie eine 3D-Gesichtserkennung, die mithilfe einer zweiten Frontkamera umgesetzt wird. Letztere ist deutlich sicherer als die herkömmliche 2D-Gesichtserkennung, wie sie bei vielen anderen Android-Smartphones zum Einsatz kommt.

Bei den Schnittstellen zeigt sich das Gerät auf der Höhe der Zeit: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC und 5G gehören zur Ausstattung. Die Stereo-Lautsprecher liefern einen klaren und kräftigen Klang – für ein Smartphone dieser Klasse absolut angemessen.

Ein großer Schwachpunkt bleibt jedoch: Honor setzt beim USB-Anschluss lediglich auf USB-C 2.0. Angesichts der ansonsten hochwertigen Ausstattung ist das kaum nachvollziehbar – insbesondere im Hinblick auf Datentransferraten.

Honor-Smartphones unterstützen ferner den BMW Digital Key nicht. Dieser ist ausschließlich mit bestimmten Modellen kompatibel, etwa von Herstellern wie Apple, Samsung, Google, Motorola, Oneplus oder Xiaomi.

Software

Auf dem Honor 400 Pro läuft Android 15 mit der Bedienoberfläche Magic OS in Version 9, die optisch stark an iOS und Huaweis EMUI erinnert. Der App-Drawer ist standardmäßig deaktiviert, lässt sich aber über die Startbildschirm- und Wallpaper-Einstellungen aktivieren. Das Einstellungsmenü ist zweigeteilt: Benachrichtigungen werden zentral von oben, das Kontrollzentrum vom rechten oberen Rand aufgerufen.

Zum Testzeitpunkt stammt der Sicherheits-Patch aus dem Mai und ist somit noch hinreichend aktuell. Honor verspricht sechs Jahre lang Software- und Sicherheits-Updates – ein erfreulich langer Zeitraum für ein Android-Gerät.

Magic OS bietet zudem praktische Funktionen wie eine Multi-Windows-Ansicht, eine seitliche App-Leiste für Schnellzugriffe sowie das „Magic Portal“, mit dem sich Inhalte wie Adressen oder Texte direkt in passende Apps übertragen lassen, etwa in Google Maps oder Messenger. Auch die „Knöchel-Geste“ zur Markierung von Bildausschnitten ist an Bord – ähnlich wie „Circle to Search“ von Samsung, in der Praxis aber weniger zuverlässig.

Ein Highlight ist das neue KI-Foto-Feature, das aus einem einzelnen Bild ein kurzes animiertes Video erzeugt – etwa im Stil von Stop-Motion. Besonders bei Nahaufnahmen, etwa von Miniaturfiguren, entstehen beeindruckende Effekte: Die KI simuliert sogar einen Finger, der die Figuren scheinbar bewegt. Ergänzt wird das durch weitere KI-Funktionen wie Google Gemini, einen Fotoradierer, Nachschärfung von Zoomaufnahmen und automatische Zusammenfassungen in der Notizen-App.

Es gibt jedoch eine Vielzahl vorinstallierter Honor-Apps, um die Google-Lösungen zu verdrängen. So ist etwa die hauseigene Kalender-App weniger ausgereift als das Google-Pendant, und Synchronisierungen funktionieren teilweise verzögert.

Akku

Der Silizium-Kohlenstoff-Akku des Honor 400 Pro bietet trotz des schlanken Gehäuses eine beeindruckende Kapazität von 5300 mAh – ein guter Indikator für lange Laufzeiten. Diese Technologie ermöglicht kompaktere Akkus, weil diese eine höhere Energiedichte haben und somit mehr Energie auf gleichem Raum speichern können.

Unsere Messungen bestätigen diesen Eindruck: Im PCMark Battery Test erreichte das Gerät eine Laufzeit von über 14 Stunden im simulierten Dauerbetrieb – ein ausgezeichnetes Ergebnis für ein Smartphone dieser Leistungsklasse. Einen Tag sollte es also problemlos ohne Netzteil schaffen.

Das Honor 400 Pro bietet beeindruckende Ladeleistungen: Über Kabel sind mit Honor Supercharge bis zu 100 Watt möglich, kabelloses Laden wird mit bis zu 50 Watt unterstützt (Honor Wireless Supercharge). Ein Netzteil liegt dem Gerät jedoch nicht bei – wer die volle Ladegeschwindigkeit nutzen möchte, muss entsprechendes Zubehör separat erwerben. Mit dem passenden Ladegerät ist der Akku kabelgebunden in knapp über 30 Minuten vollständig geladen, kabellos dauert es bei 50 Watt etwa eine Stunde.

Preis

Die UVP liegt – wie schon beim Vorgänger – bei stolzen 799 Euro und sprengt damit den Rahmen der gehobenen Mittelklasse. Die Preise dürften jedoch weiter fallen: Aktuell ist das Honor 400 Pro bereits ab etwa 525 Euro erhältlich. Verfügbar ist das Gerät in den Farben Anthrazit und Grau.

Fazit

Mit dem Honor 400 Pro ist dem chinesischen Hersteller ein überzeugendes Oberklasse-Smartphone gelungen. Die hochwertige Verarbeitung, die starke Triple-Kamera und die hervorragende Akkulaufzeit sprechen für sich. Auch wenn der verbaute Snapdragon 8 Gen 3 nicht mehr der neueste High-End-Chip ist, liefert er weiterhin für die nächsten Jahre mehr als genug Leistung für alle Anwendungen – vom Alltag bis zum Gaming.

Besonders gefallen haben uns die KI-Funktionen, etwa das neue Feature, das aus einem einzigen Foto animierte Kurzvideos erstellt – kreativ und beeindruckend umgesetzt. Wer nicht über 1000 Euro für ein Flaggschiff ausgeben möchte, findet im Honor 400 Pro eine attraktive Alternative für unter 800 Euro.

Abzüge gibt es für die veraltete USB-C-2.0-Schnittstelle – in diesem Preisbereich kaum nachvollziehbar. Auch die Vielzahl vorinstallierter Apps stört etwas – viele davon können qualitativ nicht mit den Google-Originalen mithalten. Perfekt ist das Honor 400 Pro also nicht, doch es bietet ein starkes Gesamtpaket und präsentiert sich als gelungenes Sub-Flaggschiff. Eine clevere Wahl für alle, die Wert auf Design, Kamera und Performance legen, ohne dafür vierstellige Beträge ausgeben zu wollen.

Nothing Phone 3 im Test: Smartphone mit iPhone-Feeling und vielen Extras

Das Nothing Phone 3 erinnert mit minimalistischem Startbildschirm und smarter Software ans iPhone – überzeugt das Design und die Technik? Der Test zeigt es.

VORTEILE

  • hervorragende Akkulaufzeit
  • einzigartiges Design mit Glyph Matrix
  • lange Update-Garantie
  • gute Verarbeitung mit IP68-Schutz
  • gute & schicke Software

NACHTEILE

  • Prozessor nicht auf Flaggschiff-Niveau
  • schwaches Ultraweitwinkel-Objektiv
  • KI-Taste nicht frei belegbar

Das Nothing Phone 3 erinnert mit minimalistischem Startbildschirm und smarter Software ans iPhone – überzeugt das Design und die Technik? Der Test zeigt es.

Nothing möchte mit dem Phone 3 eine echte Alternative zu etablierten Flaggschiff-Smartphones bieten. Dafür setzt das Unternehmen auf ein puristisches Design und eine enge Verknüpfung von Hardware und Software – ähnlich wie beim Apple-Ökosystem. Das transparente, asymmetrische Rückseitendesign erinnert an ein Schiebepuzzle oder Lego-Steine und polarisiert die Meinungen. Die neue Glyph Matrix mit 489 LEDs löst die alte Glyph-Schnittstelle ab.

Design und Verarbeitung

Nothing wählt für das Phone 3 ein quadratisches, asymmetrisches Design auf der Rückseite, das an ein Schiebepuzzle erinnert. Auch das Kamera-Setup wirkt eigenwillig und unkonventionell. Die Ästhetik teilt die Gemüter: In unserem Umfeld gefällt sie nur wenigen, und wenn, dann eher Männern als Frauen. Dabei beklagen viele, dass Smartphones heutzutage alle gleich aussehen. Das Phone 3 bricht definitiv aus diesem Muster aus.

Die transparente Rückseite enthüllt nicht das Innere des Geräts, sondern gibt den Blick auf eine zusätzliche Designebene frei. Das verleiht dem Smartphone ein technisches, futuristisches Erscheinungsbild, macht es jedoch dicker und schwerer als seinen Vorgänger. Mit Maßen von 162 × 76 × 8,99 mm und einem Gewicht von 218 g zählt es zu den größeren und schwereren Modellen auf dem Markt.

Der Aluminiumrahmen sorgt für eine premiumhafte Haptik, während die dünnen, symmetrischen Display-Ränder den Bildschirm gut zur Geltung bringen. Das matte Finish in Weiß oder Schwarz widersteht Fingerabdrücken. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das Nothing Phone 3 jetzt endlich nach IP68 zertifiziert und somit wasser- und staubresistent. Die Glyph Matrix mit ihren 489 LEDs im Dot-Matrix-Stil ersetzt die alte Glyph-Schnittstelle und bietet neue Möglichkeiten für Benachrichtigungen.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Nothing Phone 3?

Nothing integriert ein 6,67 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1260 × 2800 Pixeln, was einer Pixeldichte von 460 PPI entspricht. Die Screen-to-Body-Ratio beträgt beeindruckende 92,9 Prozent. Dank HDR10+-Unterstützung und 10-Bit-Farbtiefe werden 1,07 Milliarden Farben dargestellt. Farbtreue und Kontrast sind exzellent. Gorilla Glass 7i schützt vor Kratzern und Stößen.

Die Bildwiederholrate von 120 Hz gewährleistet eine flüssige Darstellung, sinkt jedoch auf ein Minimum von 30 Hz. Es fehlt jedoch LTPO-Technologie für eine dynamische Anpassung von 1 bis 120 Hz – hier leisten viele Konkurrenten mehr. Die adaptive Refresh-Rate verbessert die Energieeffizienz. Die Touch-Sampling-Rate von 240 Hz ermöglicht präzise und reaktionsschnelle Eingaben.

Laut Hersteller erreicht die maximale Helligkeit bei automatischer Helligkeitsanpassung bis zu 1600 Nits, mit einem kurzzeitigen Peak von 3000 Nits. Für den Innenbereich ist das Display hervorragend geeignet, bei direkter Sonneneinstrahlung ist es meistens auch gut ablesbar.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Nothing Phone 3?

Nothing verwendet eine Triple-Kamera mit einem 50-Megapixel-Hauptsensor von Sony, einer 50-MP-Ultraweitwinkel-Linse und einer 50-Megapixel-Periskop-Telelinse mit dreifachem optischem Zoom. Die 50-Megapixel-Selfie-Kamera liefert scharfe Porträts. Videos können auf allen Linsen in 4K bei 60 FPS aufgezeichnet werden. Optische Bildstabilisierung (OIS) ist für Haupt- und Telelinse vorhanden.

Die Aufnahmen überzeugen mit natürlichen Farben und Hauttönen, wirken jedoch etwas weich und weniger scharf als bei Samsung, Google oder Apple. Die Farbdarstellung ist zurückhaltend. Praktisch: Voreinstellungen für Belichtung, Brennweite und Filter können gespeichert und über Kacheln direkt aufgerufen werden.

Bei Tageslicht überzeugt der hohe Dynamikumfang. Bei schwachem Licht liefert die Hauptkamera gut ab, doch insbesondere die Ultraweitwinkel und Tele zeigen dann Schwächen in der Dunkelheit. Die Hauptkamera nutzt eine variable Blende, die sich dem Licht anpasst. Der Ultraweitwinkel ermöglicht Makro-Aufnahmen ohne Autofokus, leidet jedoch unter blassen Farben und ist die schwächste Linse.

Die Telelinse eignet sich hervorragend für Porträts, auch wenn diese nicht immer konsistent sind. Der Zoom reicht optisch bis zur dreifachen Vergrößerung, digital darüber hinaus – allerdings mit sichtbaren Qualitätseinbußen. Auf maximaler Stufe ist das Ergebnis dennoch überraschend brauchbar.

Selfies wirken ansprechend, Videos sind exzellent stabilisiert. Die Mikrofonqualität ist jedoch schwach, was sich auch bei Sprachnachrichten bemerkbar macht. Insgesamt ein einwandfreies Kamera-Setup, welches jedoch nicht ganz an Flaggschiff-Standards heranreicht.

Hardware: Wie stark ist das Nothing Phone 3?

Nothing setzt auf den Snapdragon 8s Gen 4, einem leistungsstarken Prozessor, der für die meisten Nutzer absolut ausreicht – Flaggschiffe der Konkurrenz bieten jedoch noch mehr Power. Mit 12 GB RAM oder 16 GB RAM läuft Multitasking lag-frei. Der Speicher beträgt 256 GB oder 512 GB (UFS 4.0) und ist extrem schnell, aber nicht erweiterbar.

Nothing Phone 3

Die Grafik übernimmt eine Adreno-GPU. Konnektivität umfasst 5G, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Sensoren beinhalten einen optischen Unter-Display-Fingerabdruckscanner, der nicht ultraschallbasiert ist und daher langsamer reagiert als bei manchen Konkurrenten.

Im 3Dmark Wild Life Extreme Benchmark erzielt es 5500 Punkte – eine sehr solide Leistung. Bei intensiver Nutzung erwärmt sich das Gerät leicht. Für ein Flaggschiff-Smartphone ist der Prozessor jedoch nicht elitär genug.

Software

Nothing OS 3.5 basiert auf Android 15 und entpuppt sich als durchdachte Alternative zu etablierten Benutzeroberflächen. Der Hersteller setzt konsequent auf Minimalismus und verzichtet auf bunte, verspielte Elemente. Stattdessen dominieren klare Linien und eine reduzierte Farbpalette das Erscheinungsbild.

Die Bedienoberfläche wirkt aufgeräumt und modern. Alle App-Icons lassen sich in Schwarz-Weiß darstellen, was für ein einheitliches und ruhiges Erscheinungsbild sorgt. Nothing bietet verschiedene Schriftarten zur Auswahl, die das minimalistische Design unterstreichen. Widgets fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und bieten praktische Funktionen, ohne überladen zu wirken.

Die Bedienung erfolgt selbsterklärend und flüssig. Animationen sind dezent und unterstützen das cleane Design. Nothing verzichtet bewusst auf überflüssige Effekte und konzentriert sich auf Funktionalität. Das System reagiert schnell und ohne Verzögerungen auf Eingaben.

Die Farbpalette kann man anpassen, wobei der minimalistische Ansatz erhalten bleibt. Verschiedene Themes stehen zur Verfügung, die alle dem reduzierten Design-Konzept folgen. Der Startbildschirm kann individuell organisiert werden, ohne dass das aufgeräumte Erscheinungsbild verloren geht.

Nothing integriert eine dedizierte KI-Taste, die den „Essential Space“ aktiviert. Diese Funktion dient als zentrale Sammelstelle für Screenshots, Texte und Sprachnachrichten. Der Essential Space funktioniert wie eine erweiterte Notiz-App und ermöglicht schnellen Zugriff auf wichtige Inhalte. Allerdings zeigt sich hier eine Schwäche: Die Synchronisation mit anderen Geräten fehlt. Gespeicherte Inhalte bleiben auf dem Smartphone beschränkt, was die Praktikabilität einschränkt. Zudem lässt sich die KI-Taste nicht frei belegen, schade. Ein weiteres Problem ist die häufige versehentliche Aktivierung der Taste.

Nothing zeigt sich vorbildlich bei der Update-Versorgung. Der Hersteller verspricht fünf Jahre lang Major-Updates und sieben Jahre Sicherheits-Patches.

Das System läuft stabil und ohne nennenswerte Bugs. Nothing hat Android 15 sauber implementiert und auf überflüssige Modifikationen verzichtet. Die Software belastet die Hardware minimal und trägt zur guten Akkulaufzeit bei. Abstürze oder Hänger kommen selten vor, was für eine solide Softwareentwicklung spricht.

Akku: Wie lange hält das Nothing Phone 3 durch?

Nothing stattet das Phone 3 mit einem großzügigen 5150 mAh Akku aus, der sich als eine der größten Stärken des Smartphones erweist. Diese Kapazität ermöglicht problemlos ganztägige Nutzung selbst bei intensiver Belastung durch Gaming, Videostreaming oder dauerhaftes Arbeiten. Im PCmark Battery Test erreicht das Gerät starke 14:05 Stunden Laufzeit. Über den Tag sollte es problemlos kommen.

Das kabelgebundene Laden erfolgt mit bis zu 65 Watt Leistung, wodurch der Akku in unter 20 Minuten zur Hälfte aufgeladen werden kann. Zusätzlich unterstützt das Gerät kabelloses Laden mit 15 Watt, was allerdings nicht zu den schnellsten Qi-Lösungen am Markt gehört. Ein kleiner Wermutstropfen zeigt sich beim Verzicht auf Reverse-Wireless-Charging, womit das Nothing Phone 3 andere Geräte nicht kabellos aufladen kann.

Die exzellente Akkulaufzeit kompensiert dabei teilweise die Schwächen in anderen Bereichen und stellt einen wichtigen Kaufgrund für das Gerät dar.

Preis

Das Nothing Phone 3 hat eine UVP von 799 Euro für 256 GB oder 899 Euro für 512 GB. Aktuell kostet das Modell mit 256 GB rund 550 Euro und mit 512 GB etwa 624 Euro.

Fazit

Das Nothing Phone 3 ist ein mutiger Versuch, dem Smartphone-Markt neue Impulse zu verleihen. Mit seinem polarisierenden Design aus transparenter Rückseite und asymmetrischen Elementen hebt es sich deutlich von der gleichförmigen Konkurrenz ab. Die Glyph Matrix aus 489 LEDs und das minimalistische Nothing OS 3.5 unterstreichen den Anspruch, eine eigenständige Alternative zu etablierten Herstellern zu schaffen.

Besonders die hervorragende Akkulaufzeit und die vorbildliche Update-Politik mit fünf Jahren Major-Updates sprechen für das Gerät. Die hochwertige Verarbeitung mit IP68-Schutz und die durchdachte Software-Erfahrung zeigen, dass Nothing das Potenzial für ein überzeugendes Smartphone-Konzept besitzt.

Allerdings offenbart der Test auch klare Schwächen, die den Flaggschiff-Anspruch des 799 Euro teuren Geräts infrage stellen. Der Snapdragon 8s Gen 4 Prozessor kann nicht mit der Elite-Performance echter Flaggschiffe mithalten. Das Kamera-System liefert zwar gute Ergebnisse bei Tageslicht, erreicht aber nicht die Qualität von Samsung, Apple oder Google. Besonders das schwache Ultraweitwinkel-Objektiv und die nur durchschnittliche Low-Light-Performance enttäuschen in dieser Preisklasse. Die nicht frei belegbare KI-Taste und die fehlende Synchronisation des Essential Space zeigen zudem, dass manche Software-Features nicht ausgereift sind.

Letztlich ist das Nothing Phone 3 ein interessantes Smartphone für Nutzer, die Wert auf einzigartiges Design und lange Akkulaufzeit legen. Es eignet sich für alle, die sich vom Mainstream abheben möchten und bereit sind, Kompromisse bei Performance und Kamera zu akzeptieren. Als echtes Flaggschiff kann es jedoch nicht überzeugen – dafür sind die technischen Defizite zu offensichtlich.

Nothing zeigt mit dem Phone 3 vielversprechende Ansätze, muss aber bei der nächsten Generation nachlegen, um wirklich mit den Marktführern konkurrieren zu können. Für Experimentierfreudige und Design-Liebhaber ist es dennoch eine überlegenswerte Alternative im oberen Mittelfeld.

Xiaomi Poco X8 Pro Max im Test: Dauerläufer-Smartphone zum fairen Preis

Mit 8500-mAh-Akku, tollem OLED und starkem Mediatek-Chip möchte das Poco X8 Pro Max die Mittelklasse aufmischen. Der Test zeigt, ob das gelingt.

VORTEILE

  • gute Hauptkamera
  • starke Performance
  • grandiose Akkulaufzeit
  • schick, dünn & IP68

NACHTEILE

  • kein Teleobjektiv
  • viel Bloatware
  • kein Qi

Mit 8500-mAh-Akku, tollem OLED und starkem Mediatek-Chip möchte das Poco X8 Pro Max die Mittelklasse aufmischen. Der Test zeigt, ob das gelingt.

Mit der X-Reihe hat sich die Xiaomi-Submarke Poco einen festen Platz unter den Smartphones mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis erarbeitet. Die Geräte bieten starke Prozessoren, lange Akkulaufzeiten und ein schlankes Gehäuse – zu Preisen, bei denen die etablierte Konkurrenz schlucken dürfte. Einziger echter Wermutstropfen bislang: die fehlende Telelinse.

Beim neuen Poco X8 Pro Max legt der Hersteller noch eine Schippe drauf. Erstmals gibt es eine Variante mit besonders großem Akku – was man dem schlanken Gehäuse auf den ersten Blick nicht ansieht. Ist das der Geheimtipp des Jahres unter den günstigen Mittelklasse-Smartphones?

Design: erstaunlich schlank & IP68

Das Poco X8 Pro Max setzt auf ein schlichtes, aber elegantes Design. Mit dem kantigen Gehäuse und den zwei dezent in einer Ellipse angeordneten Linsen erinnert es entfernt an die A-Modelle der Pixel-Reihe. Die Kamera ragt nur minimal hervor – auf dem Tisch kippelt das Smartphone kaum.

Die stark abgerundeten Gehäuseecken nennt Xiaomi „Squircles“ – mathematisch berechnete Kurven für fließende Übergänge zwischen Kante und Rundung. In der Hand zahlt sich das aus: Die Rundungen schmiegen sich an die Handfläche, die flachen Seiten geben sicheren Halt.

Der Druckpunkt der Tasten ist knackig, Spaltmaße sucht man vergebens – das wirkt insgesamt hochwertig verarbeitet. Besonders schick ist ein dezenter roter Rand um die Power-Taste. Der Rahmen besteht aus Metall, die Rückseite aus hochwertigen Glasfasern. Dank IP68-Zertifizierung ist das Smartphone zudem gut gegen Wasser geschützt.

Mit 8,2 mm Dicke wirkt das Gerät erstaunlich schlank für den gigantischen Akku. Bei Abmessungen von 162,9 × 77,9 mm und einem Gewicht von 218 g zählt es allerdings zu den wuchtigeren Smartphones – einhändige Bedienung ist kaum möglich, und auch in der Hosentasche macht sich das Gewicht bemerkbar.

Display: hohe Auflösung und 120 Hz

Das riesige 6,83-Zoll-OLED-Display spielt bei der Auflösung auf Flaggschiff-Niveau: 2772 × 1280 Pixel sorgen bei 447 ppi für ein messerscharfes Bild. Die Bildqualität ist exzellent – mit gut abgestimmten Kontrasten, kräftigen, aber natürlichen Farben und tiefem Schwarz. Auch die Blickwinkelstabilität überzeugt.

Die Bildwiederholrate beträgt maximal 120 Hz und lässt sich wahlweise fest auf 60 oder 120 Hz einstellen oder dynamisch je nach Bedarf umschalten. Dank hoher Helligkeit bleibt das Display auch bei Sonnenschein im Freien gut ablesbar – die üblichen Spiegelungen nerven dann zwar etwas, beeinträchtigen die Lesbarkeit aber kaum. Laut Xiaomi sind kurzzeitige Spitzenwerte im HDR-Modus von bis zu 3500 cd/m² möglich.

Kamera: Fokus auf das Wesentliche

Das Kamera-Setup ist gewohnt schlicht gehalten: Die Hauptlinse löst mit 50 Megapixeln (f/1.5) auf und verfügt über eine optische Bildstabilisierung (OIS), dazu kommt eine Ultraweitwinkellinse mit 8 Megapixeln (f/2.2). Ein Teleobjektiv fehlt ganz Poco-typisch. Für Selfies ist eine Frontkamera mit 20 Megapixeln (f/2.2) an Bord.

Bei Tageslicht knipst das Poco X8 Pro Max mit der Hauptkamera schöne, detailreiche Fotos. Bildschärfe und Dynamikumfang überzeugen, die Farben wirken natürlich. Per Digitalzoom sind Aufnahmen bei zweifacher Vergrößerung nahezu verlustfrei, darüber hinaus werden sie zunehmend grobkörnig – bei zehnfachem Zoom ist Schluss.

Bei Dunkelheit hellt die Hauptkamera die Bilder ordentlich auf, allerdings auf Kosten der Schärfe. Mit Smartphones der gehobenen Klasse kann das Poco hier erwartungsgemäß nicht mithalten – für die Preisklasse ist das Ergebnis aber alles andere als schlecht.

Aufnahmen mit der Ultraweitwinkelkamera liefern aufgrund der geringeren Auflösung weniger Details, zudem wirken die Ränder leicht verzerrt. Erfreulich: Farblich weichen die Bilder kaum von denen der Hauptkamera ab. Bei Dunkelheit stößt die Linse allerdings schnell an ihre Grenzen. Auch die Selfie-Kamera überzeugt mit scharfen Aufnahmen samt gelungenem Bokeh im Porträtmodus.

Videos sehen ebenfalls gut aus – mit gelungener Stabilisierung, hoher Bildschärfe und kräftigen Farben. Die Hauptkamera filmt sogar in 4K bei 60 fps, die Frontkamera immerhin in Full-HD mit 60 fps.

Ausstattung: Top-Performance

Dank des Mediatek Dimensity 9500s liefert das Poco X8 Pro Max enorme Leistung für seine Preisklasse. Der Chip ist eine abgespeckte Variante des Flaggschiff-Prozessors aus Taiwan und tritt damit in direkte Konkurrenz zum Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5.

Die Performance ist exzellent und liegt nur knapp hinter den aktuellen High-End-Chips. Im Alltag läuft das System flüssig und geschmeidig – das belegen auch die starken 17.300 Punkte im PCMark-Benchmark. Auch grafisch kann sich das Smartphone sehen lassen: 5400 Punkte im 3DMark Wild Life Extreme bedeuten volle Spieltauglichkeit.

Unter Volllast neigt der Prozessor allerdings zum Drosseln – im Stresstest kamen wir nur auf eine Effizienz von rund 53 Prozent. Das Gerät wurde dabei spürbar warm, aber nicht so heiß, dass man sich die Finger verbrennt.

Üppig dimensioniert ist der Arbeitsspeicher mit 12 GB RAM. Beim internen Speicher stehen 256 GB oder 512 GB zur Wahl – beide nach dem schnellen UFS-4.1-Standard. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist allerdings nicht möglich.

Eher gemächlich geht es bei der Datenübertragung per Kabel zu, das nur USB-C 2.0 beherrscht – in dieser Preisklasse zwar gängige Praxis, zeitgemäß ist das aber nicht. Dafür sind die aktuellen Standards Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 schon an Bord, ebenso NFC und ein Infrarot-Port. Zur Ortung nutzt das Poco GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und NavIC – die Genauigkeit liegt laut GPS-Test bei rund zwei Metern.

Der Fingerabdrucksensor unterm Display arbeitet schnell und zuverlässig. Auch der Klang der Lautsprecher überzeugt – lediglich bei hoher Lautstärke neigen sie zum Übersteuern. Für kurze Video-Clips reicht das allemal.

Software: viel Bloatware, aber 6 Jahre Updates

Das Poco X8 Pro Max läuft mit Android 16 und Xiaomis Bedienoberfläche HyperOS 3. Beim Wisch von oben erscheinen links die Benachrichtigungen, rechts die Schnelleinstellungen. Optional lässt sich ein App-Drawer aktivieren – zur Navigation stehen wahlweise Android-Gesten oder klassische Icons bereit.

Schon beim Einrichten bietet das System eine Fülle an Bloatware-Apps an – vornehmlich Spiele. Wenigstens fragt das System vorher nach, sodass man die Auswahl abwählen kann – auch wenn man nach dem ersten Aktivieren dennoch reichlich Bloatware vorfindet. Immerhin lassen sich Apps nachträglich deinstallieren.

Xiaomi gewährt vier Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Zum Testzeitpunkt stammte der Patch aus Februar 2026 – nicht mehr ganz frisch, aber noch im Rahmen. Anders als bei den Top-Smartphones von Xiaomi erscheinen die Updates hier nur im 90-Tage-Rhythmus.

Akku: extrem lange Akkulaufzeit

Der eigentliche Star des Poco X8 Pro Max ist aber nicht der flotte Chipsatz, sondern der potente Akku. Dank Silizium-Karbon-Technologie presst Xiaomi im kompakten Format eine üppige Kapazität von über 8500 mAh ins Gehäuse – das sind rund 40 Prozent mehr, als Samsung bei einem vergleichbaren Gerät der Galaxy-A-Klasse unterbringt.

Entsprechend wenig überraschend stellt das Poco X8 Pro Max im Battery-Test von PCMark einen neuen Rekord für Mittelklasse-Smartphones auf: Knapp 21 Stunden Laufzeit erinnern schon fast an ein Outdoor-Handy. Der Test simuliert verschiedene Aufgaben in einer Dauerschleife bei fest eingestellter Helligkeit von 200 cd/m². In der Praxis dürfte das Gerät damit locker zwei Tage durchhalten.

Geladen wird mit bis zu 100 W – sofern ein kompatibles Ladegerät vorliegt. Ein vollständiger Ladevorgang dauert dennoch über eine Stunde, nach einer halben Stunde ist der Akku immerhin halb gefüllt. Als Powerbank versorgt das Smartphone andere Geräte mit 27 W. Kabelloses Laden per Qi bietet das Poco hingegen nicht.

Preis: schon ab 420 Euro zu haben

Die UVP für das Poco X8 Pro Max startet bei 530 Euro für die Variante mit 256 GB, mit 512 GB sind es 580 Euro. Die Straßenpreise sind allerdings bereits deutlich gesunken: Das Modell mit 256 GB gibt es schon für rund 440 Euro, für die Variante mit doppeltem Speicher werden 489 Euro fällig. Weitere Speichervarianten bietet Xiaomi nicht an, als Farben stehen Schwarz, Weiß und Hellblau zur Auswahl.

Fazit

Mit dem Poco X8 Pro Max schnürt Xiaomi erneut ein starkes Preis-Leistungs-Paket. Die Verarbeitung erreicht dank Glas und Metall ein neues Level für die Poco-X-Serie. Dazu kommt ein überaus potenter Chipsatz, der das Smartphone auch spieletauglich macht. Größte Stärke bleibt aber der gigantische Akku, mit dem das Gerät im Alltag problemlos zwei Tage durchhält. Auch die Kamera liefert bei Tageslicht richtig schöne Bilder.

Abstriche gibt es dennoch: Wie alle bisherigen Modelle der Reihe verzichtet auch das Poco X8 Pro Max auf eine Telelinse, und bei Nacht schwächelt die Hauptkamera spürbar. Hinzu kommen vorinstallierte Bloatware-Apps sowie der voraussichtlich nur vierteljährliche Update-Rhythmus.

Wer ein flottes, preiswertes Android-Smartphone mit Marathon-Akku sucht und auf eine Telelinse verzichten kann, bekommt mit dem Poco X8 Pro Max derzeit eine der besten Optionen zum fairen Preis auf dem Markt.

Nothing Phone 4a Pro im Test: Schönes Design trifft auf starke Kamera

Alu statt Plastik, Retro-LEDs und Periskop-Telelinse für unter 500 Euro: Das Nothing Phone 4a Pro wagt im Test wieder viel. Ob das Konzept aufgeht?

VORTEILE

  • gute Kamera mit Periskop-Telelinse
  • stylish und edel
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • mäßige Display-Helligkeit
  • Kamera schwächelt bei Dunkelheit
  • nur IP65

Alu statt Plastik, Retro-LEDs und Periskop-Telelinse für unter 500 Euro: Das Nothing Phone 4a Pro wagt im Test wieder viel. Ob das Konzept aufgeht?

Ein Nothing Phone fällt definitiv auf. Es bietet relativ viel Technologie zum vergleichsweise fairen Preis – in der Regel. Mit der 4a-Reihe schickt Nothing zwei optisch ungleiche Brüder ins Rennen: Während das Nothing Phone 4a in der transparenten, futuristischen Old-School-Optik mit viel Plastik kommt, setzt das Phone 4a Pro auf Aluminium wie aus einem Guss. Eine Periskop-Telelinse verspricht wieder potenziell starke Zoomaufnahmen. Neu beim 4a Pro ist zudem das runde LED-Display auf der Rückseite – eine Anlehnung an das Nothing Phone 3.

Ob uns Nothing wieder so positiv überrascht wie beim Vorgänger, klärt dieser Testbericht. Die Kollegen von der c’t haben sich das Nothing Phone 4a sowie das 4a Pro ebenfalls im Test näher angesehen. Wir gleichen unsere Eindrücke mit den Ergebnissen der Kollegen ab. Den vollständigen Artikel gibt es hier. Billiger ist besser – Nothing Phone (4a) und (4a) Pro im Test (Heise+).

Design

Bekannt für auffällige Designs aus transparenten Kunststoffelementen, geht Nothing beim Phone 4a Pro einen anderen Weg: Statt auf Glas setzt das Unternehmen beim Gehäuse auf einen Aluminium-Unibody – ein nostalgischer Gruß aus der HTC-One-Ära. Vorteil: Kein Glas auf der Rückseite, das zerspringen kann. Nachteil: Aluminium kann verbeulen und mit der Zeit verkratzen – auch wenn im Test beides nicht passiert ist.

Weil das Metall zudem Funkstrahlen abschirmt, finden sich am Rahmen und an den Rändern der Rückseite dünne Kunststoffelemente. Transparente Akzente beschränken sich auf das auffällige Kameramodul: ein großes Rechteck mit stark abgerundeten Ecken, in dem drei Linsen sitzen – zwei davon in einer gemeinsamen Ellipse.

Die wohl größte Neuerung ist die Abkehr von den leuchtenden Streifen, die Nothings bisherige A-Modelle geprägt haben. An ihre Stelle tritt ein runder Bildschirm im Kameramodul mit bewusst grober Auflösung, die an Pixel-Art erinnert. Die runde LED-Fläche kennen wir vom Nothing Phone 3. Sie zeigt Benachrichtigungen an, visualisiert laufende Timer und soll mit der Zeit noch deutlich mehr können – dazu später mehr. Darunter sitzt eine rechteckige, rote LED, die bei Videoaufnahmen blinkt – wie bei den guten alten Camcordern aus den 90ern.

Nothing hört auf die Klagen der Kundschaft: Der KI-Button wandert auf die linke Seite und sitzt nun weit genug oben, um nicht mehr versehentlich auszulösen. Eine Schwachstelle bleibt: Das Phone 4a Pro ist nicht wirklich wasserdicht. IP65 bedeutet Schutz gegen Strahlwasser und Staub – mehr nicht. Nothing gibt aber an, das Handy würde 20 Minuten in 25 cm Wassertiefe überstehen.

Die Verarbeitung ist hochwertig: keine sichtbaren Spaltmaße, fester Druckpunkt bei allen Tasten – nichts zu meckern. Mit 163,6 × 76,6 × 7,9 mm und 210 g gehört das 4a Pro zu den größeren Handys. Einhändig bedienen lässt es sich kaum.

Display

Das 6,83-Zoll-Display mit AMOLED-Panel ist groß und breit – an der Bildschirmfläche mangelt es nicht. 2800 × 1260 Pixel ergeben knackscharfe 450 ppi, Gorilla Glass 7i schützt die Anzeige. Die Bildwiederholrate reicht bis zu 144 Hz, wobei das System je nach Szenario dynamisch zwischen 60, 120 und 144 Hz wechselt. Gerade bei Animationen und Spielen läuft alles geschmeidig. Die Bildqualität ist insgesamt top.

Bei der Helligkeit fällt das Urteil allerdings gemischter aus: Nothing gibt zwar eine kurzzeitige Spitzenhelligkeit einzelner Bereiche von bis zu 5000 cd/m² an, im Alltag sind solche Werte aber wenig relevant. Bei automatischer Helligkeitsregelung konnten wir und die Kollegen der c’t nur rund 840 cd/m² feststellen – da ist noch Luft nach oben. Im Freien bleibt das Display grundsätzlich ablesbar, bei direktem Sonnenschein kämpft es aber sichtbar gegen Spiegelungen und wirkt nicht so leuchtstark wie manche Konkurrenten.

Kamera

Das Triple-Kamera-System ist nahezu identisch mit dem des Nothing Phone 4a: eine 50-Megapixel-Hauptkamera von Samsung (f/1.88) mit optischer Bildstabilisierung (OIS), ein Periskop-Teleobjektiv ebenfalls von Samsung mit 3,5-fachem optischen Zoom und OIS (f/2.88) sowie eine Ultraweitwinkellinse von Sony mit 8 Megapixeln (f/2.2). Selfies übernimmt eine Frontkamera mit 32 Megapixeln (f/2.2).

Am Tag schießt die Hauptkamera richtig schöne Aufnahmen mit natürlicher Farbgebung und weitem Dynamikumfang. Die Bildschärfe ist ausgezeichnet und liefert detailreiche Ergebnisse – wenn auch mit recht viel HDR-Effekt. Auch mit 48 mm Brennweite bei zweifachem Zoom sehen Aufnahmen gut aus. Bei Dunkelheit hellt die Linse Motive wirkungsvoll auf, allerdings kommt es dann zu Bildrauschen. Motive wirken dadurch leicht unscharf.

Wirklich klasse ist die Periskop-Telelinse – zumindest am Tag. Sie bietet 3,5-fachen optischen Zoom ohne Einbußen. Selbst bei siebenfacher Vergrößerung sehen Motive noch nahezu verlustfrei, scharf, detailreich und ausgewogen aus. Digital sind aberwitzige Zoomstufen von bis zu 140-fach möglich – eine reine Spielerei, die eher für pixellastige Bilder sorgt. Aber Aufnahmen mit 20-facher Vergrößerung sind etwa noch gut erkennbar. Bei Dunkelheit versagt die Telelinse allerdings: Es entstehen zu dunkle Aufnahmen, auf denen wenig Details zu erkennen sind.

Etwas abgeschlagen ist die Weitwinkellinse, die deutlich weniger Auflösung bietet. Das zeigt sich unter anderem an weniger Bilddetails, zudem wirken Aufnahmen etwas dunkler und farbärmer. Bei Dunkelheit ist auch diese Linse nicht zu empfehlen. Einen dedizierten Makromodus gibt es nicht.

Selfies sehen dagegen richtig gut aus, bieten eine hohe Bildschärfe und natürliche Farbgebung. Das Bokeh im Porträtmodus ist sauber um das Profil gezogen. Videos nimmt die Hauptkamera in 4K bei 30 FPS oder Full HD bei 60 FPS auf. Die Bildqualität der Videos ist ausgesprochen gut, mit ordentlicher Stabilisierung, lebendigen Farben und hoher Bildschärfe. Das gilt auch für die Selfiekamera – diese filmt allerdings nicht in 4K.

Ausstattung

Den Smartphone-Alltag bewältigt das Nothing Phone 4a Pro dank Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 spielend leicht: flüssige Animationen, schnelle App-Starts, keine spürbaren Ruckler. An die Spitzenmodelle reichen die Benchmarks naturgemäß nicht heran – 13.000 Punkte bei PCMark, 4200 bei 3DMark Wild Life und 1100 bei Wild Life Extreme sind solide Mittelklasse. Aktuelle Spiele laufen aber weitgehend problemlos, für die große Mehrheit der Nutzer reicht diese Performance also locker.

Nothing hat uns die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher (UFS 3.1) zur Verfügung gestellt – das Modell mit 8 GB und 128 GB könnte etwas weniger geschmeidig laufen. Mehr als 256 GB gibt es nicht, eine Erweiterung mittels microSD-Karte ist nicht möglich. Selbst mit 256 GB bleiben die Reserven also überschaubar – von der 128-GB-Variante raten wir eher ab.

Die Ausstattung ist typisch für die Mittelklasse: solide, aber nicht überall auf dem neuesten Stand. WLAN liefert Wi-Fi 6, der USB-C-Anschluss arbeitet aber nur mit USB 2.0 – wie bei den meisten Konkurrenten in der Preisklasse. Dazu kommen 5G, Bluetooth und NFC. Anders als das Nothing Phone 4a unterstützt das Pro-Modell auch eine eSIM. Zur Ortung nutzt das Smartphone GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS mit einer soliden Genauigkeit von rund 4 Metern laut GPS-Test.

Die Essential-Taste hat Nothing an die linke obere Seite verlegt. Ein kurzer Druck erstellt eine Notiz oder speichert einen Screenshot, langes Drücken startet eine Audioaufnahme, ein Doppeldruck öffnet den Essential Space. Klingt praktisch – im Alltag nutzt man es aber seltener als gedacht.

Der Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Display und arbeitet zuverlässig. Die Stereolautsprecher liefern klaren Klang bei solidem Volumen und bleiben auch bei hohem Pegel weitgehend verzerrungsfrei.

Software

Das Nothing Phone 4a Pro läuft mit Android 16 und der Nutzeroberfläche Nothing OS 4.1. Die ist erfrischend minimalistisch und orientiert sich ansonsten nah an Stock-Android. Wer will, taucht den Homescreen in das markante Monochrom-Design – sieht cool aus, macht die Navigation im Dickicht der dunklen Comic-Icons aber stellenweise unübersichtlich. Immerhin bleiben die Icons im App-Drawer bunt, und wer den Look gar nicht mag, wechselt einfach zum klassischen Android-Design.

Mit Bloatware hält sich Nothing spürbar zurück. Bei der Update-Politik gibt es Licht und Schatten: Drei Jahre große OS-Updates (bis Android 19) sind nicht mehr zeitgemäß, die Konkurrenz bietet deutlich mehr. Immerhin liefert Nothing sechs Jahre lang Sicherheitspatches – auf dem Testgerät war dieser auch aktuell und stammte zum Testzeitpunkt im April aus dem März.

Viele Funktionen stecken fest im System: der Glyph-Timer etwa oder „Essential Voice“ für Sprache-zu-Text. Den KI-Werkzeugkasten nennt Nothing „Essential AI“. Herzstück ist der „Essential Space“ – ein durchsuchbares digitales Tagebuch für Notizen, Screenshots und Sprachmemos mit KI-Transkription.

Für Bastler spannend: der „Essential Playground“. Über ein Webtool lassen sich per Text-Prompt eigene Widgets und kleine Web-Apps bauen – Nothing nennt sie „Essential Apps“. Das Ganze steckt noch in der Beta, in der Community-Börse finden sich aber bereits etliche Mini-Anwendungen, vom simplen Spiel über Daten-Visualisierungen bis zum Workout-Tracker. Weitere Features hat Nothing angekündigt – sobald sie verfügbar sind, testen wir nach und aktualisieren den Artikel.

Akku

Mit rund 5080 mAh fällt der Akku des Nothing Phone 4a Pro nicht gerade üppig aus – das erinnert eher an Samsung als an die chinesische Konkurrenz, wo es mittlerweile deutlich größere Kapazitäten gibt.

Dennoch kann sich die Laufzeit sehen lassen: Im simulierten Dauerbetrieb des PCMark Battery Test bei 200 cd/m² erreichte das Gerät knapp 17,5 Stunden – ein ziemlich guter Wert für diese Kapazität und Preisklasse. Die Kollegen der c’t kamen beim Dauerstreaming von Videos auf 18 Stunden. Im Praxistest hielt das Nothing Phone 4a Pro locker eineinhalb Tage durch, bevor es wieder an die Steckdose musste.

Der vollständige Ladevorgang dauert etwas mehr als eine Stunde, nach einer halben ist das Gerät auf rund 60 Prozent. Per Kabel sind maximal 50 W möglich, kabelloses Laden gibt es nicht.

Preis

Die UVP liegt zum Marktstart bei 479 Euro für das Modell mit 8/128 GB und 610 Euro für die Variante mit 12/256 GB. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorgänger – und auch spürbar teurer als das technisch in vielen Punkten fast gleichwertige Nothing Phone 4a (Testbericht). Als Farben stehen Silber, Schwarz und ein zartes Pink zur Auswahl. Die Straßenpreise bewegen sich derzeit noch auf UVP-Niveau.

Fazit

Das Nothing Phone 4a Pro kommt mit stark überarbeitetem Design und greift auf Elemente des teureren Nothing Phone 3 zurück – stylish, edel und mit der neuen runden Glyph-Leuchte erfrischend anders, auch wenn deren Alltagsnutzen überschaubar bleibt.

Am Tag überzeugt das Kamerasystem: Hauptkamera und Periskop-Telelinse liefern gute Aufnahmen mit nahezu verlustfreien Motiven auch bei siebenfachem Zoom. Bei Dunkelheit schwächelt die Kamera aber weiterhin, insbesondere die Telelinse.

Das OLED-Display ist wirklich toll, bei starkem Sonnenschein aber nicht so hell wie erhofft. Komplett wasserdicht ist das Gerät nicht, ein Missgeschick mit Wasser dürfte es aber überstehen. Sechs Jahre Sicherheitspatches sind lobenswert – nur drei geplante Android-Upgrades wirken dagegen mager.

Letztlich ist das Nothing Phone 4a Pro eine gute Wahl für alle, die ein Smartphone wollen, das auffällt und am Tag starke Zoomaufnahmen liefert. Wegen des noch recht hohen Preises dürfte in vielen Fällen aber das Nothing Phone 4a die bessere Wahl sein.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Google Pixel 10a

Honor 600

Poco F7 Pro

Redmagic 11 Air

Redmagic 10 Air

Sony Xperia 10 VII

Samsung Galaxy S24+

Xiaomi 14T Pro

Realme GT 7 Pro

Samsung Galaxy S25



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