Der ADAC hat sich einige E-Scooter im Test angeschaut. So hat man zehn aktuelle Modelle mit deutscher Straßenzulassung unter die Lupe genommen. Die E-Scooter, die man geprüft hat, kosten zwischen 499 und 799 Euro. Sie weisen Reichweiten von 40 bis 75 km auf. Bewertet hat die Organisation dabei Fahrverhalten, Bremsen, Bedienung, Sicherheit, Haltbarkeit, Reichweite sowie mögliche Schadstoffe. Sieben von zehn Modellen haben dabei ein „gut“ erhalten. Doch bei zwei E-Scootern brach der Lenker bei einer Belastungsprüfung.
Am besten hat im Gesamtergebnis (Note 2,0) der Segway Ninebot F3 Pro D abgeschnitten. Er konnte mit seinem Fahrverhalten, den Bremsen und der Beleuchtung durchweg überzeugen. Auch sammelte das übersichtliche und informative Display in Kombination mit der App Bonuspunkte. Allerdings bemängelte man die lange Ladezeit von über acht Stunden.
Mehr schlecht als recht abgeschnitten haben dafür die beiden Modelle Navee N65i II und Streetbooster Sirius. Sie haben nur die Gesamtnote 4,5 erhalten. Bei beiden Modellen ist der Lenker unter der Belastungsprobe gebrochen. Der ADAC hat hier allerdings nach eigenen Angaben auch höhere Standards angesetzt als der Gesetzgeber. Das begründet man mit der Ansicht, dass die gesetzlichen Mindeststandards die realen Belastungen aus dem Alltag nicht ausreichend abbilden.
Ansonsten hält der ADAC fest, dass man bei den E-Scootern teils deutlich niedrigere Reichweiten gemessen habe, als von den Herstellern angegeben. Etwa sollte der Odys Ultron i75 (Gesamtnote 2,5) auf 75 km kommen, schaffte in der Praxis aber lediglich 48 km. Das illustriert, dass die Hersteller da für ihre Angaben immer Idealbedingungen zugrunde legen.
Ansonsten hatte speziell das von SoFlow getestete Modell So4 Pro Max z. B. ein Problem mit der Beleuchtung. Es blendete mit dem fest verbauten Frontlicht den Gegenverkehr. Alle Testmuster waren im Übrigen, wie ab 2027 vorgeschrieben, bereits jetzt mit Blinkern versehen. Aber: Bei einigen Modellen waren die Blinker laut ADAC von der Seite nur schwer oder gar nicht wirklich erkennbar. Da gäbe es also Verbesserungsbedarf.
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