Tabwee T12 Pro im Test: Günstiges Tablet mit 2,8K-Display für nur 245 Euro


Das Tabwee T12 Pro kombiniert ein hochauflösendes 11,5-Zoll-Display mit einem vergleichsweise günstigen Preis.

Das 11,5-Zoll-Tablet Tabwee T12 Pro kommt vollausgestattet mit Maus, Tastatur und Stift, zudem reizt ein 2,8K-Display. Dank Widevine-L1-Zertifizierung streamt man auf dem T12 Pro zudem in Full-HD. Wie sich das preiswerte Tablet im Alltag schlägt und wo der Haken ist, zeigt unser Test.

Design

Mit 11,5 Zoll misst das T12 Pro 261 × 178 × 8 mm und wiegt 500 g. Das mattgraue Aluminiumgehäuse wirkt robust und gibt beim Versuch es zu verbiegen nicht nach. Fingerabdrücke machen sich allerdings schnell auf der Oberfläche breit. Power-Button und Lautstärkewippe befinden sich oben links. Der USB-C-Port befindet sich auf der rechten Seite. Nicht weit davon entfernt liegt das SIM-Kartenfach, in dem auch eine microSD-Karte Platz findet.

Auf der Rückseite befindet sich die Hauptkamera, die in einem quadratischen Glasrahmen eingefasst ist. Sie ragt aus dem Gehäuse hervor und sorgt dafür, dass das T12 Pro nicht flach aufliegt. Die Frontkamera sitzt wie gewohnt im Rahmen.

Zum Tablet gibt es eine Schutzhülle mit integriertem umklappbaren Displayschutz. Beim Versuch, diese vom Tablet abzunehmen springt allerdings der Bildschirm an einer Ecke aus dem Gehäuse, lässt sich aber zum Glück direkt wieder hineindrücken. Das erweckt wenig Vertrauen in die Robustheit des Tablets. Eine Schutzfolie für das Display ist bereits vorinstalliert. Bei unserem Testgerät finden wir allerdings an drei Stellen kleine Luftblasen am Rand.

Display

Das QHD+-Display liefert eine Auflösung von 2,8K (2800 × 1840 Pixel; 16:10) bei einer Screen-to-Body-Ratio von 90 Prozent, die Bildwiederholrate liegt allerdings bei maximal 60 Hz. Für die meisten Anwendungen im Alltag reicht das, beim Zocken ist eine höhere Rate aber wünschenswert. Die Pixeldichte beträgt 291 PPI und ist damit hoch genug, um Inhalte scharf und klar leserlich darzustellen. Farben bildet das Display kräftig ab, während die Inhalte dabei scharf bleiben.

Mit von uns gemessenen 478 Nits auf höchster Helligkeitsstufe bleibt das Tabwee T12 Pro in Innenräumen problemlos ablesbar, während es draußen nur ohne direkte Sonneneinstrahlung auf dem Display nutzbar ist. Nervig: eine automatische Helligkeitsregelung gibt es beim T12 Pro nicht.

Dank Widevine-L1-Zertifikat darf das Tablet Inhalte von Netflix und anderen Streaming-Diensten in Full-HD streamen. Hat ein Tablet diesen Standard nicht, kann es nur mit 480p (SD) streamen.

Kamera

Ausgestattet ist das Tabwee T12 Pro mit einer 13-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite und einer 8-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Es gibt einen Scene-Mode, der aber nicht wie bei vielen Geräten Teil des Kamerainterface ist, sondern mühselig über das Zahnrad eingeschaltet werden muss. Hier verbergen sich unter anderem Night-, Sunset und Portrait-Modi.

Die Aufnahmequalität lässt bei Tabletkameras gewohnt zu wünschen übrig. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind Aufnahmen von Bildrauschen geprägt. Bei guten Lichtverhältnissen gehen Details trotzdem unter. Für das Abfotografieren von Dokumenten reicht das, für Schnappschüsse sollte man dann doch eher zum Smartphone greifen.

Videos nimmt das Tablet maximal in 2K-Auflösung auf und auch hier kann man verschiedene Optionen auswählen, um die Aufnahme entsprechend der Lichtverhältnisse oder dem gewünschten Framing anzupassen.

Ausstattung

Im Tabwee T12 Pro arbeitet der Mediatek Helio G100. Das SoC kommt mit einem Achtkern-Prozessor mit einem maximalen Takt von 2,2 GHz. Im Benchmark PCMark Work 3.1 erzielt das Tablet 8200 Punkte. Damit ist es in der Lage, die meisten alltäglichen Aufgaben wie im Internet zu browsen, Serien zu streamen oder Dokumente zu öffnen. Für aufwendigere Spiele eignet sich das Tablet aber nicht.

Das spiegelt sich auch im Benchmark 3DMark Wild Life Extreme wider. Mit dem Programm testen wir, wie gut sich das Tablet mit anspruchsvolleren Spielen schlägt. Hier ist bei 364 Punkten bei durchschnittlich 2 FPS Schluss. Alles, was über simple Match-3- oder Wimmelbildspiele hinausgeht, bringt den Helio G100 ins Schwitzen.

Beim Speicher wird es interessant: Auf der Produktseite des Tabwee T12 Pro ist von 32 GB RAM die Rede. Das stimmt nur bedingt, denn fest verbaut sind 8 GB LPDDR4X-RAM. 24 GB können zusätzlich vom Festplattenspeicher als virtueller RAM abgezwackt werden, um die Performance zu verbessern. Der interne Speicher selbst misst 256 GB (UFS 2.2) und kann per microSD-Karte um bis zu 2 TB erweitert werden.

Der Mediatek Helio G100 beschränkt die Verbindungsschnittstellen auf Wi-Fi 5, Bluetooth 5.2 und das 4G-Netz. NFC sowie Fingerabdrucksensor fehlen, die Gesichtserkennung ist allerdings möglich. Zwei SIM-Karten kann man mit dem T12 Pro gleichzeitig verwenden, eSIMs werden leider nicht unterstützt. Für die Ortung stehen GPS, Galileo, Glonass und Beidou zur Verfügung, die Genauigkeit beträgt laut GPS Test in etwa 9 Meter, was nicht sonderlich akkurat ist.

Software

Als Betriebssystem kommt Android 16 zum Einsatz, obendrüber läuft eine nicht weiter benannte Bedienoberfläche. Das Ganze navigiert sich wie Stock-Android und kommt mit ein paar Bloatware-Apps wie Pop Games, vier AI-Apps und Spark Tube. Die lassen sich aber allesamt problemlos deinstallieren.

Ein Update-Versprechen gibt es nicht, dafür aber eine vierjährige Gerätegarantie anstatt der üblichen zwei Jahre. Der letzte Sicherheitspatch stammt zum Testzeitpunkt im August 2026 von März 2026 und ist damit sichtlich veraltet.

Akku

Der 8000-mAh-Akku schneidet im Battery Test von PCMark, durchgeführt bei 200 cd/m² Bildschirmhelligkeit, mit 10 Stunden ab. Damit kommt das Tablet problemlos durch den Tag und ist für den nächsten Serienmarathon gewappnet.

Geladen wird mit maximal 18 Watt. Das mitgelieferte Netzteil erwies sich im Test allerdings als unzuverlässig: Der Ladevorgang wurde wiederholt unterbrochen, wodurch das Tablet ungewöhnlich lange zum Aufladen benötigte. Mit dem Netzteil eines Google Pixel 7 funktionierte das Laden dagegen problemlos, wenn auch weiterhin langsam.

Preis

Das Tabwee T12 Pro hat eine UVP von 400 Euro. Auf Amazon gibt es das Tablet noch bis einschließlich 13.09.2026 für 245 Euro (Coupon auf der Produktseite anklicken, der Rabatt wird dann beim Check-out angewendet).

Fazit

Das Tabwee T12 Pro bietet mehr oder weniger alles, was man bei einem simplen Media-Tablet benötigt. Das 2,8K-Display überzeugt beim Schauen von Serien und Youtube-Videos, dank Widevine-L1 auch in Full-HD.

Für viel mehr ist das T12 Pro allerdings nicht ausgestattet. Der günstige Preis zeigt sich zudem in der Verarbeitung des Geräts. Bereits beim Versuch, die mitgelieferte Schutzhülle vom Tablet zu lösen, löst sich zeitgleich auch eine Ecke des Displays aus dem Rahmen. Das mitgelieferte Zubehör ist zwar nett, aber auch hier merkt man die Kosteneinsparungen. Das Netzteil unterbrach ständig den Ladevorgang, Maus und Tastatur fühlen sich nicht hochwertig an.

Wen die ungewisse Update-Versorgung und die durchwachsene Verarbeitung des 11,5-Zoll-Tablets nicht stören, bekommt hier ein solides Media-Tablet zu einem attraktiven Preis.



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