KURZFAZIT | MOVA ViAX 300 im Test
Der MOVA ViAX 300 löst das Einrichtungsproblem elegant: Weil er weder Begrenzungsdraht noch RTK-Antenne braucht, darf die Ladestation auch dicht an der Hauswand oder unter einem Baum stehen, und die Kartierung samt Sperrzone und Verbindungspfad war in kurzer Zeit erledigt. Im Mähbetrieb überzeugt er mit geraden, eng überlappenden Bahnen, einer rasenschonenden Mehrpunktwendung und einer Hinderniserkennung, die in unserem Test keines der ausgelegten Objekte berührt hat, vom Igeldummy bis zu den Beinen des Holzpferds. Auch Engstellen und die Steigungen im Testgarten nahm er souveräner, als die Herstellerangabe vermuten lässt.
Die klare Schwäche ist der Kantenschnitt: Ohne seitliches Schneidwerk hält der Roboter durchgehend deutlich Abstand zur Rasengrenze und ignoriert dabei sogar die in der App eingestellte Überlappung, sodass Kanten regelmäßig von Hand nachgearbeitet werden müssen.
Wie ein Mähroboter mit ganz anderem Mähwerkskonzept an der Rasengrenze arbeitet, zeigt unser Test des Lymow One Plus 10A. Ärgerlich waren außerdem die nicht startende automatische Kartierung, für die sich in der Diskussion „Kartierung“ Umwege über die manuelle Aufzeichnung finden, und ein Ladestopp wegen zu warmem Akku, wobei letzterer den extremen Temperaturen am Testtag geschuldet sein dürfte. Für kleinere Gärten mit engen Passagen und wechselndem Gelände bleibt er trotzdem eine überzeugende Empfehlung, sofern man mit stehen bleibenden Rasenkanten leben kann.
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SCHNELL-CHECK | Das Wichtigste zum MOVA ViAX 300
Der MOVA ViAX 300 mäht ohne Begrenzungsdraht und ohne RTK-Antenne, er orientiert sich rein über sein Kamerasystem. Wie eine Kamera den Rasen vom Rest des Gartens unterscheidet, erklärt unser Ratgeber Mähroboter mit Kamera. Der folgende Überblick zeigt dir schnell, ob das Gerät zu deinem Garten passt.
- Ideal für: Gärten bis 300 m² mit mehreren Rasenstücken, Engstellen und Höhenunterschieden.
- Weniger ideal für: Flächen deutlich über 300 m² und alle, die einen randnahen Kantenschnitt ohne Nacharbeit erwarten.
- Highlights im Test: Volle Punktzahl in der Hinderniserkennung und die rund 45 Prozent steile Stelle bewältigt.
- Beachte: Ohne Kantenschneidemodul bleibt ein Streifen an der Rasenkante stehen und muss nachgeschnitten werden.
- Tipp: Vergleiche vor dem Kauf ähnliche Modelle in unserem Mähroboter Finder.
VOR- & NACHTEILE | MOVA ViAX 300
Im Test zeigt der MOVA ViAX 300 seine Stärken bei der Navigation ohne Draht und Satellitensignal sowie bei der Hinderniserkennung, während der Kantenschnitt Nacharbeit verlangt.
Dass der Randstreifen nicht zwangsläufig liegen bleiben muss, zeigt der Dreame A2 mit eigenem Kantenmodus. Beim ViAX 300 bleibt das manuelle Nachtrimmen dagegen notwendig. Wer die nötige Ladepause durch Mähen am späten Abend ausgleichen möchte, sollte vorher klären, was beim Nachtfahrverbot für Mähroboter gilt, denn die Ruhezeiten fallen je nach Kommune unterschiedlich aus.
Vorteile
- Kein Begrenzungsdraht, kein RTK
- Standort der Station frei wählbar
- Hindernisse ohne Berührung erkannt
- Gerade Bahnen, Mehrpunktwendung
- 45-Prozent-Steigung im Test bewältigt
- Engstelle von 60 cm durchfahren
- Leicht mit 9,4 kg samt Haltegriff
- Ersatzmesserset im Lieferumfang
Nachteile
- Kantenstreifen bleibt stehen, kein Kantenmodul
- Überlappung von 15 cm ignoriert
- Automatische Kartierung startete nicht
- Ladestopp bei heißem Akku, Zwischenladung nötig
LANGZEITERFAHRUNG & PROBLEME | MOVA ViAX 300 im Dauerbetrieb
Der Testzeitraum fiel in eine Hitzewelle mit Temperaturen um 37 Grad, und das hat Spuren hinterlassen: beim Zwischenladen meldete der Roboter einen zu heißen Akku und brach den Ladevorgang ab, erst nach einer Abkühlpause ging es weiter, der Mähfortschritt blieb dabei über die App erhalten. Die 200 m² unserer Testfläche schaffte er nicht mit einer Akkuladung. Ohne die Abkühlpause brauchte er 143 Minuten bei einem Akkuverbrauch von 129 Prozent. Was andere Nutzer im Dauerbetrieb erleben, sammeln wir in unserer SmarthomeAssistent Community.
- Kartierung, wenn der Automatik-Durchlauf hakt: Bei uns startete die automatische Aufzeichnung nicht, die Zonen entstanden von Hand. Diskussion: „Kartierung“
- Bahnbild und Randschnitt: Der Roboter fuhr gerade Bahnen, ließ an der Kante aber einen Streifen stehen. Diskussion: „Bahnen mähen“
So holst du im Alltag mehr aus dem MOVA ViAX 300 heraus:
- Die Ladestation in den Schatten stellen, das verhindert den Ladestopp an heißen Tagen.
- Nach der Kartierung den zusätzlichen Lernlauf starten, er liefert eine präzisere Karte.
- Die Rasenkante von Anfang an als eigene Aufgabe einplanen, ein Streifen bleibt stehen.
- Den Zustand der Messer über die App im Blick behalten, ein Ersatzset liegt bei.
TESTERGEBNISSE | So gut hat der MOVA ViAX 300 abgeschnitten!
| Test Performance 1,4 (Sehr Gut) – Preis Leistung 1,0 (Sehr Gut) | Ergebnis |
|---|---|
| Note Mähen: 2,5 (Gut) | |
| Schnittbild | 4 von 5 |
| Schnitt Rasenkante | 1 von 5 |
| Schnitt Mauerkante | 0 von 5 |
| Rasenfreundlichkeit | 3,5 von 4 |
| Note Navigation: 1,0 (Sehr Gut) | |
| Steigung | 3 von 5 |
| Orientierung | 3 von 3 |
| Navigation | 13 von 16 |
| Navigation Dauer | 80 von 80 |
| Hinderniserkennung | 44 von 44 |
| Note Technik: 1,5 (Sehr Gut) | |
| Installationskomfort | 5 von 5 |
| Navigationsart | 2 von 4 |
| App-Funktion | 4 von 4 |
| Qualität | 3,75 von 4 |
| Akkuverbrauch | 21 von 50 |
| Wichtige Funktionen | 5 von 5 |
| Features | 1 von 6 |
| Besonderheiten | 1 von 3 |
Weitere Infos
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Testergebnisse ohne Gewähr
TEST | So schlägt sich der MOVA ViAX 300
MOVA positioniert den ViAX 300 als kompakten Mähroboter für kleinere Gärten, der ohne Begrenzungsdraht und ohne Satellitenantenne auskommt und rein über sein Kamerasystem navigiert. Innerhalb des Sortiments steht er damit unter den großen Flächenmähern des Herstellers, wie sie unser Test des MOVA LiDAX Ultra 1000 zeigt. Vielen Dank an MOVA für die Bereitstellung des Testgeräts. Wie sich die ermittelte Testnote zusammengestellt hat, möchten wir dir anhand der folgenden Kapitel transparent aufzeigen.

LIEFERUMFANG | Was ist im Paket enthalten?
Der MOVA ViAX 300 kommt mit allem an, was für die erste Inbetriebnahme nötig ist. Neben dem Mähroboter selbst liegen ein separates Netzteil sowie eine große Ladestation samt langem Anschlusskabel im Karton. Für die Montage im Boden sind Erdschrauben und ein Inbusschlüssel beigelegt, sodass die Station ohne zusätzlich gekauftes Werkzeug verankert werden kann.

- Mähroboter MOVA ViAX 300
- Ladestation mit langem Kabel
- separates Netzteil
- Erdschrauben und Inbusschlüssel
- Ersatzmesserset
- Bedienungsanleitung
Erfreulich ist das mitgelieferte Ersatzmesserset, das bei vielen Geräten erst nachgekauft werden muss. Eine Bedienungsanleitung liegt ebenfalls bei. Begrenzungsdraht oder eine RTK-Antenne finden sich nicht im Paket, sie werden hier auch nicht gebraucht, da der Roboter über sein Kamerasystem navigiert.
Eine Einschränkung gibt es dennoch: Das 4G-Modul ist nicht Teil des Lieferumfangs und muss separat erworben werden. Wer den Roboter also auch ohne WLAN-Abdeckung im Garten erreichen möchte, sollte diesen Zukauf einplanen.
In der größeren Modellreihe ist die Mobilfunkanbindung dagegen von Anfang an Teil des Konzepts, wie unser Test des MOVA LiDAX Ultra 1600 mit 4G-Link-Modul zeigt. Der Aufpreis ist hier also eher eine Frage der Geräteklasse.
DESIGN & QUALITÄT | Leichtes Gehäuse ohne Bumper und Kantenmodul
Der MOVA ViAX 300 misst 59,5 cm in der Länge, 38 cm in der Breite und 27,2 cm in der Höhe. Mit 9,4 kg bleibt er unter der 10-Kilo-Marke, was sich beim Anheben und beim Umsetzen auf die Ladestation bemerkbar macht.

Oberseite / Front
In der Front sitzen die Ladekontakte und das Kamerasystem, mit dem der Roboter navigiert. Einen Bumper gibt es nicht, die Hinderniserkennung läuft also ohne mechanischen Puffer. Auf der Oberseite findet sich die deutlich ausgeprägte Stopptaste. Einen sichtbaren Regensensor konnten wir nicht finden, laut Test erkennt das Gerät Regen dennoch und unterbricht den Mähvorgang.

Unter einer Klappe auf der Oberseite liegen Status-LEDs und Bedienelemente, über die sich der Roboter starten, stoppen oder zur Station zurückschicken lässt. Dort sitzt auch die manuelle Höhenverstellung des Mähwerks, die vor dem Mähen eingestellt wird. Dazu kommt ein abnehmbarer Schalter, eine Art Dongle, ohne den der Roboter nicht arbeitet.
Seite
Angetrieben wird der ViAX 300 über zwei große Räder an der Front. Einen Allradantrieb hat er nicht. Die Räder tragen kräftige Spikes für zusätzliche Traktion. Seitlich fehlt ein Kantenschneidemodul oder Trimmer, was sich im Test am stehen bleibenden Rasenstreifen an der Kante bemerkbar machte.

Was ein solcher Aufsatz an der Kante überhaupt herausholt, zeigt der ECOVACS GOAT O1200 LiDAR PRO mit ausfahrbarem Trimmer. Beim ViAX 300 bleibt Nachschneiden von Hand die Regel.
Heck / Unterseite
Am Heck sitzt ein kleiner Haltegriff zum Tragen. Auf der Unterseite arbeitet ein Mähwerk mit freischwingenden Klingen, das selbst schwingend aufgehängt ist und sich damit ein Stück weit an den Boden anpasst. Hinten läuft ein Stützrad mit, das dem Heck folgt und mit einem Sensor gegen Kippen versehen ist. Ein Ersatzmesserset liegt dem Lieferumfang bei.

AUFBAU | Ohne Draht und ohne Satellitenantenne
Im Karton liegen neben dem Mähroboter ein separates Netzteil, die vergleichsweise große Ladestation mit langem Kabel, Erdschrauben samt Inbusschlüssel, eine Bedienungsanleitung und ein Ersatzmesserset. Ein Begrenzungsdraht fehlt, und er wird auch nicht gebraucht: Der ViAX 300 arbeitet mit Rasenerkennung über sein Stereo-Kamerasystem und benötigt weder Draht noch Satellitensignal.
Ladestation
Die Station wird mit den mitgelieferten Erdschrauben im Boden verankert, das Kabel lässt sich an der Hauswand entlang zur Steckdose führen, dort kommt das Netzteil dazwischen. Danach wird der Roboter zum Laden aufgesetzt, und die Erstinstallation ist erledigt. Der Akku fasst 2,5 Ah, eine Ladung dauert 45 Minuten. Für die 200 m² unserer Testfläche reichte eine Ladung nicht, der Roboter fuhr zum Zwischenladen zurück.

Dass diese Rückfahrt nicht bei jedem Modell reibungslos klappt, zeigt die Diskussion „Mähroboter zurück zur Ladestation“. Ein frei zugänglicher Anfahrtsweg bleibt also auch ohne Draht wichtig. Bei 37 Grad Außentemperatur meldete der ViAX beim Zwischenladen einen zu heißen Akku und brach den Ladevorgang ab.
Dass die Ladeelektronik bei Sommerhitze dichtmacht, ist kein Defekt, sondern Schutz, wie unser Ratgeber zum Laden bei Hitze erklärt. Erst nach dem Abkühlen im Keller ging es weiter. Den Mähfortschritt behält die App bei.
Eine RTK-Antenne gehört nicht zum Konzept und muss deshalb auch nicht ausgerichtet werden. Das ist der entscheidende Vorteil beim Aufstellen: Die Station braucht keinen Abstand zur Hauswand und darf auch unter einem Baum stehen, weil kein freier Himmel für ein Satellitensignal nötig ist. Ein 4G-Modul ist nachrüstbar, liegt dem Gerät aber nicht bei. Die Verbindung zur Mova-App läuft über Bluetooth und WLAN, die Anmeldung ging im Test schnell von der Hand. Zusätzlich lässt sich der Roboter per Amazon Alexa, Google Assistant und Siri ansprechen.
APP | Viele Einstellungen, Kantenvorgabe blieb wirkungslos
Die Einrichtung läuft über die MOVA Home App, in der das Konto und das WLAN hinterlegt werden. Die Verbindung während des Ladevorgangs gelang im Test schnell und ohne Umwege. Der Roboter ist per Bluetooth und Wi-Fi angebunden, ein 4G-Modul ist nicht im Lieferumfang und muss separat erworben werden.
Startseite
Nach dem Öffnen der App liegt die erstellte Karte im Vordergrund. Darunter sitzen die Steuerelemente für Start, Stopp und Rückkehr zur Station sowie eine Fernsteuerung. Auswählbar ist außerdem, ob der komplette Garten, einzelne Zonen oder nur die Ränder gemäht werden sollen.

Kartenbearbeitung
Die Kartierung erfolgt wahlweise automatisch oder manuell über virtuelle Joysticks. Im Test reagierte die automatische Variante an der Rasengrenze nicht und wartete auf manuelle Steuerung, sodass beide Zonen von Hand abgefahren wurden. Sperrzonen entstehen durch eine Umrundung, die die App am Startpunkt automatisch schließt, Pfade zwischen zwei Rasenstücken werden ebenso abgefahren. Nachträglich lassen sich Zonen hinzufügen, bearbeiten oder mittendrin splitten, dazu kommen Pfade, Sperrzonen und die Verwaltung der Kartenanzeige.

Welche Grenzen bei getrennten Rasenstücken gelten, klärt unser Ratgeber Mähroboter für mehrere Flächen, Zonen oder Bereiche vorab, was bei schmalen Durchgängen zur zweiten Fläche hilft.
Grundeinstellungen
Das Einstellungsmenü ist umfangreich: Verbrauchsmaterial, Aktivitätenprotokoll der letzten Mähvorgänge, Nachtfahrten, Akkueinstellung mit dem Startpunkt nach dem Zwischenladen, Wetter- und Regenanpassung, Kindersicherung, Firmware-Version, Sprachauswahl und ein Diebstahlschutz. Zusätzlich meldet eine Funktion zur Erkennung menschlicher Präsenz per Alarm, wenn sich während des Mähens Personen im Garten aufhalten.

Mäheinstellungen
Mähpräferenzen gelten wahlweise für den gesamten Garten oder für einzelne Zonen, ein Zeitplan legt fest, wann welche Zone an der Reihe ist. Auf Wunsch mäht das Gerät ein Muster in den Rasen, etwa Kreise oder Vierecke. Für die ebenerdige Kante zwischen Rasen und Weg stehen 5 oder 15 cm Überfahrt zur Wahl. Die im Test gewählten 15 cm setzte der Roboter nicht um, er fuhr stattdessen an der Rasenkante entlang, ohne zu überlappen. Wie andere Halter den Randschnitt nachbessern, zeigt die Diskussion „Randschnitt Mowa oder Nawimow“. Auch die Vorgabe von 0 cm Kantenabstand hielt er nicht ein.

Nach der Erstkartierung bietet die App an, die Mähzonen weiter kennenzulernen. Der Roboter fährt sie dafür noch einmal kreuz und quer ab, im Test dauerte das knapp 15 bis 20 Minuten und lieferte eine deutlich präzisere Karte. Praktisch: Musste das Gerät wegen zu hoher Akkutemperatur pausieren, blieb der Mähfortschritt in der App erhalten.
MÄHVORGANG | Gerade Bahnen, viel Abstand zur Kante
Das Mähwerk sitzt schwingend unter dem Gehäuse und arbeitet mit freischwingenden Klingen, dadurch folgt es kleineren Bodenwellen. Die Schnittbreite von 20 cm lässt sich nicht verändern, die Schnitthöhe wird manuell über eine Klappe auf der Oberseite eingestellt, und zwar von 20 mm bis 60 mm. Das geschieht vor dem Start und nicht über die App.

Nach dem Verlassen der Station orientiert sich der Roboter kurz und geht dann direkt ins Flächenmähen über. Er fährt in geraden, eng überlappenden Bahnen, was bei 20 cm Schnittbreite auch nötig ist, die Mähzeit aber verlängert. Gewendet wird nicht auf der Stelle, sondern über eine Mehrpunktwendung, die den Rasen an den Wendepunkten weniger belastet. Durchdrehende Räder gab es im Test nur gelegentlich und kurz, umgegrabene Stellen blieben aus.

Kantenschnitt
Nach der Fläche folgt der Randschnitt, und hier liegt die deutlichste Schwäche. Der Roboter hielt an der geschwungenen Mauer wie an geraden Kanten sichtbar Abstand, an Engstellen blieben Reststreifen stehen. Auch die App-Vorgabe, die ebenerdige Kante zwischen Rasen und Weg um 15 cm zu überfahren, wurde ignoriert, ebenso die Einstellung auf 0 cm Abstand. Da zudem kein seitliches Kantenschneidemodul und kein Trimmer verbaut sind, bleibt manuelles Nacharbeiten der Rasenkante Pflicht.

Mähdauer und Akkuverbrauch
Mit einer Mähdauer von 50 Minuten je Ladung reicht der Akku für größere Zonen nicht in einem Durchgang. Für die 200 m² der Testfläche benötigte der Roboter 143 Minuten reine Mähzeit bei einem effektiven Akkuverbrauch von 129 Prozent, ging also einmal zum Zwischenladen. Bei 37 Grad Außentemperatur meldete das Gerät dabei einen zu heißen Akku und brach das Laden ab, erst nach dem Abkühlen im Keller lief der über die App gespeicherte Fortschritt weiter.

Zonen (Kartierung)
Der Testgarten besteht aus zwei getrennten Rasenstücken. Zur Wahl stehen eine automatische und eine manuelle Kartierung. Die automatische Variante startete an der Rasengrenze nicht selbstständig, sondern wartete auf Eingaben, deshalb wurden beide Zonen per virtuellem Joystick manuell umfahren, was jeweils nur Minuten dauerte.

Dass der manuelle Weg häufig der verlässlichere ist, zeigen auch die Erfahrungen anderer Nutzer in der Diskussion „Kartierung“. Dort wird ebenso deutlich, welche Randsituationen eine kamerabasierte Rasenerkennung ins Stocken bringen. Die Verbindung der Zonen entsteht über eine eigene Pfadkartierung. Dabei fährt man den Weg an der Hauswand einmal ab. Der Pfad wurde im späteren Betrieb zuverlässig und ohne Hängenbleiben genutzt.

Sperrzonen legt man an, indem der Roboter um den Bereich herumgeführt wird, bis der Startpunkt wieder erreicht ist. Die Sperrzone um die große Tanne wurde im Test konsequent gemieden. Empfehlenswert ist die anschließende Lernfahrt von etwa 15 bis 20 Minuten, bei der der Roboter die Zonen kreuz und quer abfährt und die Karte damit präziser wird. In der App lassen sich Zonen nachträglich teilen, bearbeiten und mit eigenen Mähpräferenzen sowie Zeitplänen versehen. Außerdem sind Ganzgarten-, Einzelzonen- und reiner Randschnittbetrieb wählbar. Sogar Muster wie Herz oder Kreis kann der Roboter in die Fläche mähen.
NAVIGATION | So navigiert der MOVA ViAX 300
Der ViAX 300 kommt ohne Begrenzungsdraht und ohne RTK-Antenne aus. Die Orientierung übernimmt in unserem gepflegten Datenblatt die Rasenerkennung, in der Praxis also das Kamerasystem an der Front, das Rasen von Nicht-Rasen unterscheidet. Das hat einen handfesten Vorteil bei der Aufstellung: Die Station darf direkt an der Hauswand oder unter einem Baum stehen, weil kein freier Blick zum Himmel nötig ist.

Wo die Grenzen einer rein kameragestützten Orientierung gegenüber Draht, RTK und LiDAR liegen, ordnet unser Ratgeber zu den Navigationsmöglichkeiten eines Mähroboters ein. Als Navigationsart nennt das Datenblatt eine geordnete Navigation. Der Roboter fährt seine Flächen also in einem festen Bahnmuster ab und nicht im Zufallsprinzip.
Engstellen
Bei schmalen Durchfahrten zeigte sich der MOVA ViAX 300 überraschend sicher. Eine ursprünglich rund einen Meter breite Passage wurde im Test mit einem Blumentopf auf knapp 60 cm verengt. Der Roboter fuhr ohne längere Orientierung hindurch und nutzte die Engstelle auch bei späteren Mähvorgängen sowie beim Randschnitt zuverlässig. Eine zweite schmale Passage zwischen Sperrzone und Wegesrand wurde zusätzlich mit einer Holzbank verkleinert. Auch diese erkannte der ViAX 300, wich ihr aus und passierte die verbleibende Lücke. Dazu kommt der kartierte Verbindungspfad zwischen den beiden Rasenflächen, der entlang der Hauswand durch einen schmalen Bereich mit Steingrube und Bewuchs führt. Auch diesen Weg nutzte der Roboter im Test selbstständig und ohne Hängenbleiben.

Mähbild
Der Roboter verlässt die Station, orientiert sich kurz und geht dann direkt ins Flächenmähen über. Die Bahnen verlaufen gerade und eng nebeneinander, mit sichtbarer Überlappung. Das kostet Zeit und verlängert den Mähvorgang, sorgt aber für einen gleichmäßig abgearbeiteten Flächenschnitt. Beim anschließenden Randschnitt fiel dagegen auf, dass das Gerät viel Abstand zur Rasenkante hält, sowohl an der geschwungenen Mauer als auch an geraden Abschnitten. Die in der App eingestellte Überfahrt der ebenerdigen Wegkante ignorierte er. Er fuhr stattdessen strikt an der Kante entlang. An der kleinen Klippe am Hausaufgang hatte dieser Sicherheitsabstand allerdings sein Gutes: Der Roboter ist nie abgestürzt.

Steigung
Der Hersteller gibt 40 % Steigung an. Im Testgarten liegen zwei unterschiedliche Passagen, eine mit rund 20 % am Beginn des Flächenschnitts und eine am gegenüberliegenden Ende mit etwa 45 %. Die steilere Stelle liegt also über der Herstellerangabe, und der ViAX 300 hat sie mit etwas Kraftanstrengung hoch und runter befahren. Er profitiert dabei von den ausgeprägten Spikes auf den beiden frontangetriebenen Rädern, einen Allradantrieb hat er nicht.

HINDERNISSE | Kamera ohne Bumper, kein Kontakt
Die Hinderniserkennung läuft über Kamera, im Testgerät als Stereo-Kamerasystem an der Front verbaut. Einen mechanischen Bumper gibt es nicht, das Gerät ist also darauf angewiesen, Objekte optisch zu erfassen, bevor es sie berührt. Dieselbe Sicht dient auch der Orientierung, ein Begrenzungsdraht oder ein Satellitensignal ist nicht nötig.

Praxis
Für den Parcours lagen Fußball, Gartenschaufel, Rasensprenger samt Schlauch, ein eingerollter Schlauch am Wegesrand, ein hölzernes Kinderpferd, kleine Kinderschuhe und der Igeldummy auf der Fläche. Ergebnis: Keines der ausgelegten Hindernisse wurde berührt. Der Roboter fuhr dabei sehr nah an die Objekte heran und mähte beim Holzpferd sogar zwischen den Beinen hindurch, ohne sie anzustoßen. Das ergab die volle Punktzahl in der Hinderniserkennung.

Auch ein freistehender Baumstamm mitten in der Mähzone wurde in jedem Durchgang erkannt und umfahren, ein Anrempeln blieb aus. Die vier Solarleuchten am Wegaufgang blieben ebenfalls unberührt, hier half allerdings der ohnehin große Abstand zur Rasenkante mit. Aus demselben Grund geriet der Roboter an der Klippe am Hausaufgang nie in Gefahr, herunterzufallen.
TECHNISCHE DATEN & ZUBEHÖR | MOVA ViAX 300
Allgemein
Maße (L/B/H)59,5 x 38 x 27,2 cm
Gewicht9,4 kg
Maße Station (B/T/H)—
Bei der Arbeit
Schnittbreite20 cm
Schnitthöhe (min-max)20 mm – 60 mm
Kantenschnitt—
Max. Steigung40 %
Lautstärke57 dB
Umgebung
Fläche300 qm
Zonen—
Max. Steigung40 %
Positionsbestimmung
Rasenerkennung
Navigationsart
Geordnete Navigation
Hinderniserkennung
Kamera
Stromversorgung
Akkukapazität2,5 Ah
Ladedauer45 min
Mähdauer50 min
Konnektivität
Bluetooth
Wi-Fi
Bedienung
Key Pad / LED
Features
Rasenkanten nahes Mähen
Regensensor
Frostsensor
Selbstregulierendes Mähwerk
Hebesensor
Diebstahlschutz
Igelschutz
Zeitpläne
App
Ja
+ Mapping
+ Zonen
Sprachsteuerung
Amazon Alexa
Google Assistant
Siri
Herstellerangaben ohne Gewähr
UPDATES | App und Firmware, wie aktuell ist das System?
Stand des Checks: 25.08.2026. Den aktuellen Versionsstand haben wir direkt in den App-Stores für iOS und Android geprüft. Die folgende Übersicht ist ein Auszug und wird von uns regelmäßig aktualisiert.
- MOVAhome (iOS) – Versionsverlauf
-
Version 1.6.4 vom 16.08.2026 (aktuelle Version)
Bekannte Probleme behoben und die Nutzererfahrung verbessert. - MOVAhome (Android) – Versionsverlauf
-
Version 1.6.4.514 vom 13.08.2026 (aktuelle Version)
Changelog im Play Store einsehbar. - MOVA ViAX 300 – Firmware
- Eine öffentliche Versionshistorie für die Gerätesoftware veröffentlicht der Hersteller nicht.
PREIS | Was kostet der MOVA ViAX 300?
Aktuell kostet der MOVA ViAX 300 489 € (Stand: 25.08.2026); zu diesem Preis führt ihn der Herstellershop von Dreame, während ihn der Preisvergleich bisher nicht listet. Da sich die Preise laufend bewegen, lohnt vor dem Kauf ein Blick auf den Tagespreis, den die Box oben nennt. Wir haben in dieser Preisklasse einige Mähroboter in unserem Ratgeberartikel Mähroboter unter 500 € aufgelistet. Wie weit die Spanne bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel nach oben reicht, zeigt der Kärcher RCX 6, der saubere Bahnen zieht, sich das aber bezahlen lässt. Ein Modell für 300 Quadratmeter ordnet sich klar darunter ein.
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FAZIT | Unser Fazit zum MOVA ViAX 300
Der MOVA ViAX 300 ist für Gärten in der Größenordnung seiner Flächenleistung von 300 m² passend dimensioniert, wer deutlich mehr Rasen hat, greift eine Klasse höher. Der größte Pluspunkt liegt vor dem ersten Mähen: weder Begrenzungsdraht noch RTK-Antenne sind nötig, die Station darf deshalb auch unter einem Baum oder direkt an der Hauswand stehen.
Beim Mähen arbeitet er in geraden, eng überlappenden Bahnen und wendet über eine Mehrpunktwendung, die den Rasen an den Wendepunkten schont. Am deutlichsten überzeugte die Hinderniserkennung per Kamera: keines der ausgelegten Objekte wurde berührt, unter den Beinen des Holzpferds mähte er sogar hindurch. Die Herstellerangabe von 40 % Steigung übertraf er im Testgarten.
Die klare Schwäche ist der Kantenschnitt. Ein seitliches Schneidwerk fehlt, und der Roboter hält so viel Abstand zur Rasengrenze, dass er selbst die in der App vorgegebenen Überfahrwerte ignorierte: Ein Streifen Gras bleibt stehen und muss von Hand nachgearbeitet werden, ein Punkt, der in der Diskussion „Randschnitt Mowa oder Nawimow“ auch für andere Hersteller abgewogen wird.
Für Grundstücke, die überwiegend aus Hanglage bestehen, ist ein Allradmodell wie der Roborock RockMow Z120 AWD die passendere Wahl. Unterm Strich ein Gerät für alle, die mehrere Zonen, Engstellen und herumliegendes Spielzeug haben, aber keinen Draht verlegen wollen und bereit sind, die Rasenkanten selbst zu übernehmen.
ALTERNATIVEN | Diese getesteten Modelle solltest du auch kennen
Diese ebenfalls von uns getesteten Modelle sind je nach Anspruch und Budget eine echte Alternative. Alle Empfehlungen stammen aus unserem eigenen Testfeld und basieren auf ausführlichen Praxistests im Garten.
Testnote 1,0Dreame A3 AWD Pro 5000 | TEST | Kaum offene Wünsche!Holt mit Note 1,0 ein leicht besseres Ergebnis als der MOVA ViAX 300, der Unterschied ist im Alltag aber klein. Ab 2399,00 €.
Testnote 1,2TerraMow V600 | TEST | Kleiner Kamera-Mähroboter mit überzeugender NavigationGehört mit Note 1,2 zu den stärksten Geräten in unserem Testfeld und macht beim Ergebnis keine Abstriche. Ab 848,98 €.
Testnote 1,2TerraMow V1000 | TEST | Mehr Fläche mit überzeugender Kamera-NavigationLiegt mit Note 1,2 praktisch gleichauf mit dem MOVA ViAX 300, lohnt den Blick also vor allem wegen Ausstattung und Preis. Ab 1299,00 €.
Testnote 1,3ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO | Test | Kantentrimmer und präzise BahnenHolt in unserem Testlabor Note 1,3 und erledigt die wichtigsten Aufgaben im Alltag zuverlässig. Ab 999,00 €.Alle Modelle im Überblick findest du in unserem Finder für Mähroboter.
FAQ | Häufige Fragen zum MOVA ViAX 300
- Braucht der MOVA ViAX 300 einen Begrenzungsdraht oder eine RTK-Antenne?
- Nein. Die Positionsbestimmung erfolgt über Rasenerkennung, der Roboter orientiert sich rein über sein Kamerasystem. Das hat bei der Installation einen praktischen Vorteil: Die Ladestation muss keinen Abstand zur Hauswand halten und darf auch unter einem Baum stehen, weil kein Satellitensignal empfangen werden muss. Verankert wird sie mit den mitgelieferten Erdschrauben und dem Inbusschlüssel.
- Für welche Gartengröße reicht das Gerät?
-
Der Hersteller gibt eine Flächenleistung von 300 m² an, und der Name des Geräts nennt diese Zahl bereits. Bei etwa 250 m² Rasen bleibt also Reserve.
Wo umgekehrt die untere Grenze liegt, ab der sich die Anschaffung gegenüber dem Handmäher rechnet, klärt der Ratgeber Ab welcher Gartengröße lohnt sich ein Mähroboter?. In unserem Test auf 200 m² schaffte der Roboter die Fläche nicht mit einer Ladung, sondern fuhr einmal zum Zwischenladen. Das passt zur Herstellerangabe von 50 Minuten Mähdauer je Ladung, der 2,5-Ah-Akku ist nach 45 Minuten wieder voll.
- Wie gut ist der Kantenschnitt?
- Das ist die deutlichste Schwäche im Test. Ein seitliches Kantenschneidemodul oder ein Trimmer fehlt, und der Roboter hielt sowohl an der geschwungenen Mauer als auch an geraden Kanten sichtbar viel Abstand. Die App-Einstellung, den ebenerdigen Übergang zwischen Rasen und Weg um 15 cm zu überfahren, hat er ignoriert. An den Rasenkanten bleibt damit fast immer ein Streifen stehen, der manuell nachgearbeitet werden muss.
- Welche Steigungen schafft der ViAX 300?
- Der Hersteller nennt 40 %, und der Roboter hat zwei frontangetriebene Räder mit Spikes, keinen Allradantrieb. In unserem Testgarten liegt eine Stelle bei etwa 45 Prozent, also über der Herstellerangabe. Diese Passage fuhr er mit sichtbarer Kraftanstrengung hoch und wieder herunter, ohne nennenswert durchzudrehen. Beim Wenden nutzt er eine Mehrpunktwendung, die den Rasen an der Wendestelle weniger belastet als ein Drehen auf der Stelle.
- Erkennt er Hindernisse und schmale Durchfahrten zuverlässig?
- Die Hinderniserkennung arbeitet per Kamera, einen Bumper gibt es nicht. Fußball, Gartenschaufel, Rasensprenger samt Schlauch, Holzpferd, Kinderschuhe und unser Igeldummy wurden im Test allesamt nicht berührt, unter den Beinen des Holzpferds mähte er hindurch. Auch der einzelne Baumstamm wurde jedes Mal erkannt. Eine mit einem Blumentopf künstlich auf rund 60 cm verengte Stelle passierte er wiederholt ohne Zögern.
- Was lässt sich über App und Sprachassistenten steuern?
-
Verbunden wird der Roboter über Bluetooth und Wi-Fi mit der MOVA-App, dazu kommt Sprachsteuerung per Amazon Alexa, Google Assistant und Siri. In der App lassen sich Zeitpläne, einzelne Zonen, Sperrzonen und Verbindungspfade anlegen, Zonen splitten, Muster ins Gras mähen sowie Regen- und Wetteranpassung, Kindersicherung und Diebstahlschutz einstellen.
Wo solche Zonen und Verbindungspfade bei stark verwinkelten Grundstücken an ihre Grenzen stoßen, sammeln Nutzer in der Diskussion „Mähroboter für Komplexe Gärten“. Ein 4G-Modul ist nicht enthalten und muss separat erworben werden.
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Mähroboter ID: 149052
Das Testgerät wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Weitere Infos findest du auf unserer Transparenzseite.





