Ring stellt die Verschlüsselung seiner Kameraaufnahmen um. Mit dem neuen Verfahren TAKE möchte der Hersteller zwei bislang schwer vereinbare Dinge zusammenbringen.
TAKE arbeitet mit kurzzeitig verfügbaren Schlüsseln
Grundsätzlich bleiben Ring-Videos sowohl während der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt. Neu ist, dass TAKE mit regelmäßig wechselnden Schlüsseln arbeitet. Für intelligente Auswertungen darf ein Schlüssel innerhalb eines besonders abgeschirmten Cloud-Bereichs kurzzeitig genutzt werden.
Sobald die Analyse abgeschlossen ist, wird dieser Schlüssel laut Ring endgültig gelöscht. Danach sollen nur noch der Kontoinhaber und freigegebene Nutzer über ihre Geräte auf die Aufnahme zugreifen können. Ring selbst soll das Video zu diesem Zeitpunkt weder erneut analysieren noch abspielen können.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt weiterhin optional
Die bereits bekannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schafft Ring nicht ab. Wer sie aktiviert, behält weiterhin die strengere Variante, bei der nur autorisierte Geräte über die benötigten Schlüssel verfügen.
Der Nachteil bleibt allerdings bestehen: Bestimmte Cloud-Funktionen und Möglichkeiten zur gemeinsamen Nutzung stehen in diesem Modus nicht zur Verfügung. Funktionen wie Live View, Wiedergabe und das Teilen von Aufnahmen bleiben dagegen nutzbar. TAKE soll daher eine Art Mittelweg darstellen. Die Einführung beginnt ab sofort und erfolgt schrittweise für Ring-Nutzer weltweit.
KI beschreibt künftig direkt, was vor der Kamera passiert
Zusätzlich bringt Ring neue Funktionen in die App. Mit Video Descriptions sollen Nutzer bereits in der Push-Benachrichtigung eine kurze Beschreibung des erkannten Ereignisses sehen. Statt nur über eine Bewegung informiert zu werden, soll also direkt erkennbar sein, was die Kamera vermutlich aufgenommen hat.

Bild: Amazon
Mit Single Event Alert geht Ring zudem gegen eine Flut ähnlicher Meldungen vor. Erkennt das System mehrere Bewegungen, die zu demselben Ereignis gehören, sollen diese künftig in einer einzigen Benachrichtigung zusammengefasst werden.
Neue Zusatzoptionen für Ring-Abos
Auch bei den Abonnements gibt es Änderungen. Die Preise der drei bestehenden Tarife bleiben unverändert. Neu ist, dass sich bestimmte Funktionen gezielter hinzubuchen lassen. Pro Intelligence kostet 4 € monatlich pro Kamera, während für die 24/7-Daueraufzeichnung 3 € pro Monat und Kamera fällig werden.
Video Descriptions und Single Event Alert sind in Ring Pro bereits enthalten. Nutzer von Ring Solo oder Ring Multi können die KI-Funktionen dagegen über Pro Intelligence für einzelne Kameras ergänzen. Wer bereits Ring Pro nutzt, muss das Zusatzpaket nicht noch einmal buchen.
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